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Ice hockey player Nico Hischier (New Jersey Devils) during the training of the first prospect camp of the Swiss ice hockey national team, in the PostFinance arena in Bern, Switzerland, Wednesday, July 26, 2017. (KEYSTONE/Thomas Delley)

Leider kein aktuelles Bild: Nico Hischier im Nati-Training. Bild: KEYSTONE

Weshalb Nico Hischiers WM-Forfait eben doch ungewöhnlich ist

Marcel Kuchta



Der 19-jährige Schweizer NHL-Star Nico Hischier muss für die WM in Dänemark forfait geben. Eine chronische Handgelenkverletzung verunmöglicht Einsätze für die Schweizer Nationalmannschaft. Hischiers Klub, die New Jersey Devils, verweigerten die Freigabe. Damit gehört der Walliser zu den wenigen Nummer-1-Drafts, die nach ihrer NHL-Premierensaison nicht an der WM teilnehmen dürfen.

Man rechnete im Lager der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft damit, dass Hischiers WM-Teilnahme gefährdet sein könnte. Die lange NHL-Saison (87 Spiele inklusive Playoffs) forderte vom 19-Jährigen physisch wie psychisch enorm viel ab. Hischier schlug sich als Neuling bekanntlich herausragend und war massgeblich daran beteiligt, dass sich New Jersey Devils, die vor der Saison zu den Aussenseitern gezählt wurden, für die Playoffs qualifizierten.

Absage riecht nach Ausrede

Als es nach dem Playoff-Out gegen die Tampa Bay Lightning nun darum ging, ob Nico Hischier auch noch die WM in Dänemark im Dress der Schweizer Nationalmannschaft bestreiten darf, da war Geduld gefragt. Hischier selber äusserte sich dahin gehend, dass er gerne teilnehmen würde, aber erst noch ein paar ärztliche Untersuchungen über sich ergehen lassen müsse.

Schliesslich gaben die Devils bekannt, dass Hischier an einer chronischen Handgelenkverletzung leide, welche eine Schonung von zwei bis vier Wochen verlange. Was wiederum sehr nach einem Vorwand tönt, sein Juwel nicht noch weiterer Belastungen auszusetzen. Weil: In weiteren Playoff-Spielen wäre der Oberwalliser sicher nicht geschont worden.

Die Ausnahme, die die Regel bestätigt

Aus Sicht der NHL-Organisation ist es nachvollziehbar, dass sie ihren grossen Hoffnungsträger der Zukunft vorsichtig wie ein rohes Ei behandeln. Sie stehen dabei im historischen Vergleich aber ziemlich ein alleine in der Landschaft, wie ein Rückblick bis ins Jahr 2004 zeigt.

Nimmt man seit jenem Jahr, als Alexander Owetschkin von den Washington Capitals an erster Stelle gewählt worden war, alle Nummer-1-Drafts der NHL unter die Lupe, dann zeigt sich, dass die jeweiligen Spieler in zehn von 14 Fällen an der WM teilnehmen durften. Ausnahmen sind: Taylor Hall, der 2011 verletzt war. Nail Yakupov, der 2013 für die Russische Auswahl nicht gut genug war. Auston Matthews, der aber bereits 2016, vor seinem Draft, für die USA an der WM dabei war. Und jetzt eben Nico Hischier.

Nummer-1-Drafts der NHL und ihre WM-Einsätze

Der Prinz ist da – und er heisst Louis Arthur Charles:

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