Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Dick Axelsson von Davos, rechts, trifft zum 1-1 gegen Torhueter Jakub Stepanek von Bern, beim dritten Playoff-Halbfinalspiel der National League A zwischen dem HC Davos und dem SC Bern, am Dienstag, 22. Maerz 2016, in der Vaillant Arena in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Axelsson (ganz rechts) trifft zum 1:1.
Bild: KEYSTONE

1000er-Note auf Taktiktafel geklebt: So konnte HCD-Trainer Del Curto seinen Star beruhigen

Arno Del Curto dürfte sich noch selten so über eine verlorene Wette gefreut haben. Auch dank seines Griffs in die Kiste der Motivationstricks überfährt der HC Davos den SC Bern, gewinnt mit 7:1 und verkürzt in der Playoff-Halbfinalserie auf 1:2.



Immer und immer wieder würde Dick Axelsson provoziert, klagt Arno Del Curto vor Spiel 3 der Playoff-Halbfinalserie gegen den SC Bern. Es sei nicht einfach, den Schweden zu bändigen. «Wenn Axelsson 700 Mal gefoult wird und er dann mal etwas macht und raus muss, dann dreht der durch. Und ich verstehe ihn», sagt Del Curto ins SRF-Mikrofon.

«Ich rede mit ihm, er darf das nicht. Aber er macht es dann trotzdem», so der Erfolgstrainer weiter. «Heute habe ich mal etwas Spezielles gemacht, das mir spontan in den Sinn gekommen: Ich habe einen Tausender an die Tafel in der Kabine gehängt und ihm gesagt, wenn er ruhig bleibe, gehörten die tausend Stutz ihm.» Es gehe aber nicht um das Geld, so Del Curto, sondern darum, dass Axelsson ihm zeigen müsse, dass er es schaffen könne, ruhig zu bleiben.

abspielen

Del Curto wie er leibt und lebt: Das Interview vor dem Spiel.
srf

Jetzt gibt's die Gegenwette

Del Curtos Massnahme fruchtet: Dick Axelsson gewinnt die Wette nämlich diskussionslos. Der Strafbank bleibt er fern, er schiesst nur 27 Sekunden nach dem 0:1 den Ausgleich – und vor allem bleibt er ruhig, als der Berner Timo Helbling in der Schlussminute auf ihn einprügelt. Auch dank dem Schweden gewinnt der HCD überlegen mit 7:1.

Und was macht Dick Axelsson nun mit den 1000 Franken? Nichts – zumindest im Moment. «Ich werde den Tausender in eine Gegenwette investieren», kündigt er nach dem Sieg an. Er müsse sich noch etwas einfallen lassen, das er dem Trainer anbieten könne. Axelsson hat noch Zeit: Mit dem Erfolg gestern verkürzt Meister Davos in der Serie gegen den SC Bern auf 1:2 Siege. (ram)

abspielen

Axelsson nach dem Sieg gut gelaunt.
srf

» Die Highlights vom 7:1 des HCD

Schweizer Sportstars, als sie noch blutjung waren

Unvergessene Eishockey-Geschichten

Bobby Orr entscheidet mit dem «Flying Goal» den Stanley-Cup-Final

Link zum Artikel

Ralph Krueger schreibt das wichtigste SMS der Schweizer Hockey-Geschichte 

Link zum Artikel

Deutschland verpasst die grosse Sensation, weil der Puck auf der Linie kleben bleibt

Link zum Artikel

NHL-Star Darryl Sittler stellt einen Rekord für die Ewigkeit auf

Link zum Artikel

04.01.1987: Als nach der grössten Prügelei aller Zeiten die Lichter ausgingen und ein Spiel die Eishockey-Welt veränderte

Link zum Artikel

16.01.1905: Nach 23 Tagen Anreise werden die Dawson City Nuggets im Stanley-Cup-Final mit 2:23 vermöbelt

Link zum Artikel

19.10.1996: Del Curto klärt seine Spieler auf: «Zum Schiri nüma ‹Fuck you› sägä, äs git zwei Minuta, hä!»

Link zum Artikel

24.02.2006: Neunmal das F-Wort in einer Minute – Greg Holst macht sich mit legendärem Ausraster-Interview unsterblich

Link zum Artikel

14.05.2008: Philippe Furrer schiesst das kurioseste Eigentor der Schweizer Hockey-Geschichte

Link zum Artikel

10.10.1979: Ein gewisser Wayne Gretzky bestreitet sein erstes Spiel in der NHL – er wird sämtliche Rekorde pulverisieren

Link zum Artikel

18.02.2006: Die «Eisgenossen» spielen kanadischer als die Kanadier und rächen sich für eine uralte Schmach

Link zum Artikel

11.03.1979: NHL-Haudegen Randy Holt prügelt sich zu einem bis heute gültigen Rekord – 67 Strafminuten in einem einzigen Spiel

Link zum Artikel

08.04.1980: Sie wissen nicht, was sie tun, als sich zwei Schweden als erste Hockeyspieler einen Playoff-Bart wachsen lassen

Link zum Artikel

28.01.2009: Die Zürcher Löwen krönen sich zu Europas Eishockey-Königen

Link zum Artikel

24.03.1936: Im längsten Hockey-Spiel aller Zeiten fällt das goldene Tor erst im 9. Drittel – um 2.35 Uhr nachts

Link zum Artikel

28.12.1999: «La Montanara» erklingt in Berlin – Ambri krönt sich zum europäischen Champion

Link zum Artikel

Nie haben wir uns mehr über ein Tor gegen die Schweiz gefreut als bei Omarks Penalty-Trick

Link zum Artikel

22.09.2012: Rick Nash meldet sich mit einem Blitz-Hattrick in der Schweiz zurück

Link zum Artikel

30.12.1981: Wayne Gretzky schafft den verrücktesten seiner Rekorde: 50 Tore in 39 NHL-Spielen

Link zum Artikel

26.12.1993: Dank Chomutow und Bykow träumt Aufsteiger Davos vom ersten Spengler-Cup-Titel seit 35 Jahren

Link zum Artikel

Amerikas College-Boys erlegen den russischen Bären

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Eismeister Zaugg

Ambri und die Valascia – des Eismeisters Abschied von der steinernen Seele unseres Hockeys

Nach dieser Saison wird mit der Valascia ein Kraftort des Schweizer Eishockeys für immer von der Landkarte verschwinden. Ein letzter Rundgang durchs mythischste Stadion unseres Hockeys.

Beginnen wir unsere letzte Geschichte über die Valascia mit ein wenig Pathos. Gustave Flaubert ist ein französischer Dichter aus dem 19. Jahrhundert. Er hat einmal geschrieben: «Es gibt Orte auf der Welt, die so schön sind, dass man sie an sein Herz pressen möchte.» Wäre er ein Hockey-Chronist gewesen, dann hätte er mit diesem Satz die Valascia gemeint.

Soweit die Romantik. Aber Polemik gehört auch dazu. Es gibt ein Buch über Ambri, zusammengestellt von Ruedi Ingold. Darin gibt es eine …

Artikel lesen
Link zum Artikel