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De gauche a droite, les joueurs lausannois Johnny Kneubuehler, le gardien Cristobal Huet, Juha-Pekka Hytoenen et Joel Genazzi saluent le public lors du match du championnat suisse de hockey sur glace de National League A, du tour de classement, entre le Lausanne HC, LHC, et HC Ambri-Piotta ce jeudi 17 mars 2016 a la patinoire de Malley a Lausanne. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Sind die Lausanner (Kneubühler, Huet, Hytönen und Genazzi, v.l.) Ende dieser Saison auch so zufrieden? Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Lausanne kopiert ausgerechnet die SCL Tigers – ob das gut geht?

Darf man einen Trainer seines Amtes entheben, der drei Jahre lang Wunder vollbracht hat? Man darf. Ob man es ungestraft tun darf, werden wir in Lausanne erfahren.



Lausannes Philosophiewechsel ist DAS taktische Thema vor der Saison. Die offensive Öffnung kann die Mannschaft einen Schritt weiterbringen – oder in den Abgrund der NLB stürzen. Wir können die neue Ausrichtung an einem Beispiel erklären.

Ralph Stalder und Larri Leeger wechseln zu Gottéron. Ihre Transfers haben keine Schlagzeilen geschrieben. Wenn wir nur das spielerische Potenzial betrachten, sind es bloss Dutzendtransfers. Ralph Stalder und Larri Leeger haben Lausanne verlassen – na und?

Aber die beiden tüchtigen Defensivsoldaten verkörpern das «alte» Lausanne mindestens so wie der gefeuerte Trainer Heinz Ehlers. Sie stehen für das «alte» Lausanne, das ein Hockeymärchen geschrieben hat. Nach dem Wiederaufstieg im Frühjahr 2013 galt die Mannschaft als Wiederabstiegskandidat. Aber unter Heinz Ehlers hat Lausanne in drei Jahren zweimal die Playoffs erreicht und musste im letzten Frühjahr bei Punktgleichheit dem späteren Meister SC Bern den 8. Platz überlassen. Und es passt ins Bild, dass ein ausländischer Offensiv-Verteidiger (Jonas Junland) die Abgänge von Ralph Stalder und Larri Leeger zu kompensieren hat.

ZUM START DER EISHOCKEY NATIONAL LEAGUE A-SAISON 2016/17 AM MITTWOCH, 7. SEPTEMBER 2016, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZU DEN WICHTIGSTEN TRANSFERS ZUR VERFUEGUNG - Jonas Junland, joueur lausannois, pose lors d'un point presse du Lausanne Hockey Club, LHC, a l'occasion d'un camp d'entrainement ce jeudi 4 aout 2016 a Villars. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Von Jonas Junland wird in Lausanne einiges erwartet. Bild: KEYSTONE

Neue taktische Götter

Eine exzellente Mannschaftsorganisation passgenau einstudiert wie höhere Geometrie war das Merkmal dieses «alten» Lausanne. Wer zu wenig Talent hat, um mit dem Puck zu zaubern, muss eben ohne Puck besser, härter, exakter arbeiten. Lausanne hat nicht Eishockey gespielt. Lausanne hat Eishockey gearbeitet. Ein sportliches Wunder erarbeitet und nicht herausgespielt.

Aber so wie der Mensch nicht alleine vom Brot, so lebt der Zuschauer nicht alleine vom Resultat. Ein bisschen Spektakel sollte auch sein. Dieses Spektakel konnte, durfte das «alte» Lausanne nicht bieten. Lausanne hat neue kanadische Herren (und Besitzer) bekommen. Die gleichen, die zuvor in Kloten kläglich gescheitert sind. In Kloten scheiterten sie, weil ihnen die Besonderheiten unseres Hockeys fremd waren wie einem tibetanischen Yak-Hirten unser Transferreglement.

YUSHU, CHINA - JULY 27:  Nomadic ethnic Tibetan women stand amongst their Yak herd at a camp on July 27, 2015 on the Tibetan Plateau in Yushu County, Qinghai, China. Tibetan nomads face many challenges to their traditional way of life including political pressures, forced resettlement by China's government, climate change and rapid modernization. The Tibetan Plateau, often called

Ob diese tibetischen Yak-Hirtinnen das Schweizer Transferreglement verstehen? Man müsste fragen. Bild: Getty Images AsiaPac

Darf man eine erfolgreiche Philosophie zum Unglauben erklären und neue taktische Götter einführen? Wir werden erst im November erkennen, ob die neue taktische Ausrichtung klug ist. Aber wir müssen nicht weit zurückblicken, um eine Antwort auf die Frage zu finden, ob es möglich ist, mit einer wenig talentierten Mannschaft den sicheren Hafen der Defensive zu verlassen und sich aufs offene Meer der Offensive zu wagen. Ein Beispiel aus der letzten Saison zeigt, dass es sehr wohl funktionieren kann.

Spektakulär zum Ligaerhalt gestürmt

Die SCL Tigers haben im Frühjahr 2015 mit klugem taktischen Hockey unter einem skandinavischen Trainer den Wiederaufstieg geschafft. Es schien eine Torheit sondergleichen, den klugen Taktiker Bengt-Ake Gustafsson nicht mehr weiterzubeschäftigen und durch den grantigen Kanadier Benoît Laporte zu ersetzen. Die Kritiker hoben den Mahnfinger. Langnau müsse auch in der NLA in erster Linie taktisches Hockey spielen und auf eine sorgfältige Defensive achten.

Heute wissen wir: Die Kritiker waren kleinmütige, konservative, mutlose Kleingeister. Der riskante Stilwechsel beflügelte die Emmentaler. Sie haben letzte Saison die taktischen Fesseln abgestreift und sind spektakulär zum Ligaerhalt gestürmt.

Und nun also Lausanne. Lausanne kopiert die SCL Tigers. Der Skandinavier Heinz Ehlers musste gehen und ein Kanadier ist gekommen. Dan Ratushny kann viel bewirken, er war zuletzt zweimal hintereinander österreichischer Meister. Entweder geht Lausannes neuer Trainer mit fliegenden offensiven Fahnen unter oder er wird Trainer des Jahres.

Daniel Ratushny, entraineur du Lausanne Hockey Club (LHC), s’exprime lors d’une conference de presse, ce mercredi 11 mai 2016 a Lausanne. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Wenn er nicht scheitert, wird er Trainer des Jahres: Dan Ratushny. Bild: KEYSTONE

Was ist neu?

Die Schlüsselspieler beim Lausanne HC

Transferbilanz:

Negativ. In der Abwehr Substanz verloren, im Sturm keine Verstärkungen.

Jobsicherheit des Trainers:

Gering

Bange Frage:

Ist Torhüter Cristobal Huet noch gut genug, um das offensive Experiment abzusichern?

Prognose: Platz 10

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ordo Malleus 01.09.2016 20:12
    Highlight Highlight In Lausanne wurde in den vergangenen Jahren gute Arbeit geleistet. Das bewährte defensive Konzept wurde nun über den Haufen geworfen. Ich denke nicht, dass dies Lausanne Erfolg bringen wird. Die Spiele gegen Lausanne werden aber sicher interessanter. :D
    • deed 01.09.2016 23:53
      Highlight Highlight Stimne dem voll zu. Habe alle Spiele der Waadtländer im Hallenstadion gesehen und es war, mit Ausnahme der Viertelfinalserie 2014, ein Graus...
  • Peter von der Flue 01.09.2016 18:35
    Highlight Highlight Plouderie. Der einzige Grund weshalb Langnau nicht wieder getaucht ist, ist in erster Linie der Dummheit von Biel, dicht gefolgt von den Lakers zu verdanken. Bitte verschont uns alle von dein Rock n'Roll, Polterhockey und anderen Floskeln und schreib Reiseberichte
    • Bruno Wüthrich 01.09.2016 21:37
      Highlight Highlight Und der einzige Grund, weshalb die ZSC Lions nicht abgestiegen sind, ist der Dummheit der elf anderen Teams zu verdanken, gell Peter.

      Ist es nicht oft so, dass es irgendwo ein Team gibt, das halt, über eine ganze Saison gesehen, einfach schlechter ist als die anderen. Letzte Saison war es Biel. Langnau war sogar nahe an den Playoffs, zog nach dem relativ knappen Scheitern in der Quali eine miserable Zwischenrunde ein, fing sich dann aber im Playout-Final wieder.

      Und eines ist sicher: Die Zuschauer in Langnau wurden bestens unterhalten. Wer ist wohl hier der Plouderi?
    • RedWing19 01.09.2016 22:09
      Highlight Highlight Nö, Biel hat das abgeliefert, was zu erwarten war.
    • deed 01.09.2016 23:54
      Highlight Highlight Ähm, die Lakers waren letzte Saison nicht dabei?!!
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