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Stephan Lichtsteiner uebt sich als Torhueter im Training mit der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft im Aviva Stadion in Dublin am Donnerstag, 24. Maerz 2016. Die Schweiz bestreitet am Freitag in Dublin ein Testspiel gegen den Euro 2016 Teilnehmer Irland. Das 2010 erbaute Aviva Stadion hat eine Kapazitaet von 51700 Plaetzen. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Bleibt trotz Goalie-Plausch ein Feldspieler: Stephan Lichtsteiner.
Bild: KEYSTONE

Lichtsteiner nimmt Nati-Kollegen in Schutz: «Nicht den Teufel an die Wand malen»

Stephan Lichtsteiner tat in der Aufarbeitung der miesen Schweizer Leistung beim 0:1 in Irland das, was er am besten kann: Er verteidigte – für einmal nicht seine Platzhälfte, sondern seine angezählten Mitspieler.



Auf dem Feld ist er der Mann der deutlichen Gesten und bekannt für seine kompromisslose Linie. Neben dem Rasen kann Lichtsteiner aber auch moderate Töne anschlagen. Im Stil eines smarten Diplomaten relativierte der in Dublin geschonte Juve-Spieler den höchst mässigen Auftritt seiner Kollegen.

Im Gegensatz zu Vladimir Petkovic spielte Lichtsteiner verbal nach dem enttäuschenden 0:1 gegen die Iren nicht direkt auf Mann und Team: «Dass nicht alles perfekt sein würde, wussten wir schon vorher. Testspiele sind auch da, um Dinge zu ändern, um beim Turnier bereit zu sein.»

Es sei im Übrigen ganz normal und erklärbar, dass in einem Test nicht dieselbe Spannung aufgebaut werde wie in in einem Ernstkampf. Einige seien aus schwierigen Konstellationen gekommen, «spielen gegen den Abstieg oder um die Champions League». Andere seien angeschlagen und hätten trotzdem auf die Zähne gebissen, so der 32-jährige Routinier.

Stephan Lichtsteiner an einer Medienkonferenz der Schweizer Fussball Nationalmannschaft nach der Niederlage gegen Irland, in Dublin am Samstag, 26. Maerz 2016. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Lichtsteiner gibt am Tag nach dem 0:1 in Dublin Auskunft.
Bild: KEYSTONE

«So schlecht sieht es nicht aus»

Die 90 schwierigen Minuten mochte der 79-fache Internationale generell nicht überbewerten. Er halte es nicht für nötig, zweieinhalb Monate vor der Endrunde in Frankreich alles infrage zu stellen und sich Sorgen zu machen: «Man muss den Teufel nicht an die Wand malen. So schlecht sieht es nicht aus.»

Mit halbem Herz und gewissen Defiziten im kämpferischen Bereich hätten sie gespielt, hatte Petkovic seinem Ensemble in der ersten Verärgerung vorgehalten. Lichtsteiner differenzierte: «Unser Team ist ehrgeizig und professionell genug zu reagieren. Und klar, es ist Raum zur Steigerung vorhanden.»

Im ersten Spiel ohne Gökhan Inler verteidigte der Juventus-Star notabene explizit die Zentrale im defensiven Mittelfeld. «Valon und Granit haben versucht, das Spiel anzukurbeln.» Speziell Xhaka nahm er in Schutz: «Es war kein schlechtes Spiel von ihm. Das Spiel gestern kam ihm nicht entgegen. Er kann die Seitenwechsel auslösen, aber wenn niemand anspielbar ist, wird es schwierig für ihn.» (ram/sda)

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