wechselnd bewölkt
DE | FR
20
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Sport
Fussball

WM 2022: Spaniens Penalty-Schützen versagen – Marokko im Viertelfinal

Morocco's players celebrate their victory over Spain during the World Cup round of 16 soccer match between Morocco and Spain, at the Education City Stadium in Al Rayyan, Qatar, Tuesday, Dec. 6, 2022.  ...
Die Marokkaner um Siegtorschütze Achraf Hakimi (2. v. r.) jubeln über den Viertelfinaleinzug.Bild: keystone

Spaniens Elfmeterschützen versagen die Nerven – Marokko steht im Viertelfinal

120 Minuten beissen sich die Spanier an Marokkos Abwehrriegel die Zähne aus. Und auch im Penaltyschiessen bezwingt kein Spanier den marokkanischen Goalie. Dafür sorgte auf anderer Seite ein gebürtiger Spanier für die Entscheidung.
06.12.2022, 19:1706.12.2022, 21:36

Der entscheidende Penaltyschütze wurde in Madrid geboren, spielte ab seinem neunten Lebensjahr bei Real Madrid und besitzt den spanischen Pass. Und trotzdem jubeln am Ende dieses Achtelfinals nicht die Spanier. Denn der Rechtsverteidiger, der seinen Elfmeter frech mit einem Lupfer in die Mitte verwandelte, trägt das Trikot der «Atlaslöwen».

Hakimi und seine Kollegen in Marokkos Defensive hielten den spanischen Angriffen über 120 Minuten stand. Spanien hatte einmal mehr weit über 70 Prozent Ballbesitz, doch wusste – auch hier muss man sagen, einmal mehr – zu wenig damit anzufangen. Nach dem 7:0-Sieg zum Auftakt gegen Costa Rica baute die «Furia Roja» nach und nach ab, verlor im letzten Gruppenspiel gegen Japan und verzweifelte im Achtelfinal an der Defensive der Nordafrikaner.

epa10352372 Achraf Hakimi (L) of Morocco converts the decisive penalty against goalkeeper Unai Simon of Spain during the penalty shoot-out of the FIFA World Cup 2022 round of 16 soccer match between M ...
Cool in die Mitte: Hakimi verwandelt den entscheidenden Penalty.Bild: keystone

Dabei hatte Spanien-Coach Luis Enrique vor der Partie gegen Japan noch gesagt, dass angesichts der Tatsache, dass der Gruppensieger auf Kroatien trifft und es der Zweitplatzierte im Achtelfinal mit Marokko zu tun bekommt, der zweite Platz ein Vorteil sein könnte. Vielleicht war das auch eine Zusatzmotivation für das Team von Walid Regragui.

Von Beginn an bewies Marokkos Defensive eine grosse Stabilität. Über 120 Minuten liessen sie nur zwei Torschüsse zu. Ein Schuss ans Aussennetz von Marco Asensio sowie Dani Olmos Hammer nach einem Freistoss waren die gefährlichsten Chancen der Spanier. Kurz vor Ende der Verlängerung traf dann Pablo Sarabia aus spitzem Winkel nur den Aussenpfosten. Marokkos Offensive blieb zwar ähnlich harmlos – der eingewechselte Walid Cheddira scheiterte bei der besten Chance mit einem schwach platzierten Schuss an Spanien-Goalie Unai Simon – doch es reichte, um sich gegen schwache Iberer ins Penaltyschiessen zu retten.

Dort versagten den Spaniern die Nerven. Pablo Sarabia traf den Pfosten, Carlos Soler scheiterte an Marokkos Bono. Abdelhamid Sabiri und Hakiem Ziyech hingegen blieben auf marokkanischer Seite cool und verwandelten souverän. Weil in Bard Benoun und Sergio Busquets die jeweiligen dritten Schützen vergaben, schritt Hakimi dann im Wissen an den Punkt, sein Land erstmals in einen WM-Viertelfinal schiessen zu können. Und der 24-jährige PSG-Profi nutzte die Chance, sich zum Helden zu machen.

Im Viertelfinal trifft Marokko am Samstag um 16 Uhr auf den Sieger des Achtelfinals zwischen der Schweiz und Portugal.

Marokko - Spanien 0:0 n.V., 3:0 i.P.
Education City Stadium, Al-Rayyan. 44'667 Zuschauer. SR Rapallini (ARG).
Penaltyschiessen (Marokko beginnend): Sabiri 1:0, Sarabia (Pfosten); Ziyech 2:0, Soler (Bono hält); Benoun (Simon hält), Busquets (Bono hält); Hakimi 3:0.
Marokko: Bono; Hakimi, Aguerd (84. El Yamiq), Saïss, Mazraoui (82. Attiyat Allah); Ounahi (120. Benoun), Amrabat, Amallah (82. Cheddira); Ziyech, En-Nesyri (82. Sabiri), Boufal (66. Ezzalzouli).
Spanien: Simon; Llorente, Rodri, Laporte, Alba (98. Balde); Busquets; Gavi (63. Soler), Pedri; Ferran Torres (75. Williams, 118. Sarabia), Asensio (63. Morata), Olmo (98. Fati).
Bemerkungen: Beide Mannschaften komplett. 123. Pfostenschuss Sarabia.
Verwarnungen: 77. Laporte. 90. Saïss. (sda)

epa10352366 Players of Spain react during the penalty shoot out of the FIFA World Cup 2022 round of 16 soccer match between Morocco and Spain at Education City Stadium in Doha, Qatar, 06 December 2022 ...
Können es kaum glauben: Die Spanier nach dem Ausscheiden aus der WM.Bild: keystone
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die besten Bilder der Fussball-WM 2022 in Katar

Werbung

Die Stars an der WM sind steinreich – was würden Kids mit so viel Geld machen?

Video: watson

Das könnte dich auch noch interessieren:

20 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
DerLauch
06.12.2022 19:21registriert Januar 2019
Streller, Barnetta und Cabanas dürften sich gefreut haben.
274
Melden
Zum Kommentar
avatar
Talk Show Host
06.12.2022 19:14registriert Juni 2021
So, da hätten wir das Überraschungsteam der WM. Was wird dann wohl aus der Schweiz? ;)
225
Melden
Zum Kommentar
avatar
Oganira
06.12.2022 18:51registriert Dezember 2021
Geil!!!

Jetzt gilt, Hopp Schwiiz!
218
Melden
Zum Kommentar
20
Der SC Bern ist am Wendepunkt seiner Geschichte angekommen
Der SC Bern verliert in einem seiner schwächsten Heimspiele seit dem Wiederaufstieg von 1986 gegen Lausanne (1:4). Der SCB steckt nicht in einer Krise. Es ist gravierender: Die grösste Hockey-Firma der Schweiz ist am Wendepunkt ihrer Geschichte angelangt und kämpft gegen den gefährlichsten aller Dämonen: gegen die Gleichgültigkeit.

Die Niederlage, die Differenz zwischen Bern und Lausanne, ist in drei Sekunden erklärt. Lausannes Verteidiger Andrea Glauser zirkelt den Puck präzis wie ein Landvermesser mit einem langen Pass in den Lauf von Jiri Sekac. Der Topskorer läuft auf und davon und zwickt die Scheibe unhaltbar zum 1:3 ins Netz. Ein Verteidiger, der einen Angriff auslösen kann, und ein ausländischer Stürmer, der ins Tor trifft. Das, was der SCB nicht hat.

Zur Story