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Selbsternannte Experten: Nicht jeder wurde seinem Status gerecht.
Selbsternannte Experten: Nicht jeder wurde seinem Status gerecht.bild: watson

8 Redaktoren sagten die WM voraus – so gut (oder schlecht …) waren wir

Vor der Fussball-WM hat unsere erweiterte Sportredaktion deren Ausgang prognostiziert – mal erfolgreich, mal etwas weniger …
16.07.2018, 10:0116.07.2018, 10:13
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Die Ausgangslage

Sechs Antworten waren gefragt:

  1. Wer wird Weltmeister?
  2. Wie weit kommt die Schweiz?
  3. Wer überrascht positiv?
  4. Wer überrascht negativ?
  5. Wer wird Torschützenkönig?
  6. Wer wird bester WM-Spieler?

Die nackte Wahrheit

Der klare Sieger

Sportredaktor Ralf Meile sagte Frankreichs WM-Triumph ebenso voraus wie das Schweizer Aus im Achtelfinal und er prophezeite vor dem Turnier, dass Kroatien positiv überraschen wird. Auch mit Torschützenkönig Antoine Griezmann lag Meile nicht schlecht, nur Harry Kane erzielte noch mehr Treffer. Neymar, den er vor der WM als besten Spieler auserkor, war gemäss whoscored-Statistik hinter Eden Hazard und Isco der drittbeste Akteur des Turniers. Meiles einziger Abschiffer: Er sagte voraus, dass Russland zur negativen Überraschung des Turniers würde – das Gegenteil war der Fall.

«Das ist der beste Beweis, dass man nie die Flinte ins Korn werfen sollte, denn vielleicht trifft sie dort ein blindes Huhn, das gerade Mal ein Korn findet.»
Ralf Meile
Kornfelder kennt Meile, weil er uns damit nervt, sogar Sprintetappen der Tour de France zu schauen.
Kornfelder kennt Meile, weil er uns damit nervt, sogar Sprintetappen der Tour de France zu schauen.Bild: AP

Die Glückstreffer

Bei sechs offenen Fragen kann man auch mal eine Antwort richtig raten wissen. So sagte Quentin Aeberli Englands Einzug in die Halbfinals voraus, Adrian Bürgler Kroatiens Hoch sowie Argentiniens Ausscheiden im Achtelfinal gegen Frankreich und Nico Franzoni Deutschlands blamables Abschneiden. Handkehrum glaubte Aeberli an einen Torschützenkönig namens Robert Lewandowski und an die Schweiz im Halbfinal, Bürgler setzte auf Weltmeister Spanien und Franzoni setzte überall auf Argentinien, weil er nur Lionel Messi kennt.

«Nei, i kenne ou no dr Neymar!»
Nico Franzoni
«Dass Messi zu sehr ein Schillerfalter und Modric ein richtiger Adria-Gretzky ist, war schon vorher klar. Schade nur, hatte Spanien keinen richtigen Seitenliniengeneral.»
Adrian Bürgler
Fussball ganz nach dem Geschmack unseres Bürglermeisters.
Fussball ganz nach dem Geschmack unseres Bürglermeisters.Bild: AP

Auch bei Peter Blunschi und Philipp «PR7» Reich wechseln sich Licht und Schatten ab. Bei Blunschi sollte Neymar Brasilien zum Titel schiessen, Belgien machte er als negative Überraschung aus, wohingegen er Senegal sehr viel zutraute. Wenigstens das Schweizer Achtelfinal-Aus sagte Blunschi korrekt voraus.

«Zu Belgien kann ich nur sagen: Traue keinem Testspiel! Ich habe die Belgier in Brüssel gegen Ägypten (ohne Salah) gesehen und war mässig beeindruckt. Senegal hätte das Potenzial für mehr gehabt, aber sein Scheitern ist sinnbildlich für die Stagnation im afrikanischen Fussball.»
Peter Blunschi

Für Reich spricht, dass er das Wichtigste richtig hatte: den Weltmeister Frankreich. Auch Deutschlands frühes Aus sah er voraus. Dass allerdings Polen, angeführt von Torschützenkönig Robert Lewandowski bis in die Halbfinals vorstösst, traf nicht ein. Und die Schweiz war besser, als es Reich dachte: Bei ihm überlebte sie die Gruppenphase nicht.

«Ich bin von mir selbst enttäuscht – und von Polen.»
Philipp Reich
Belgien feiert seine Helden. Als Blunschi unlängst in Brüssel war, hatte es zwei, drei Leute weniger da.
Belgien feiert seine Helden. Als Blunschi unlängst in Brüssel war, hatte es zwei, drei Leute weniger da.Bild: EPA/REUTERS POOL

Der Sportchef

Dass Juventus Turin während der WM Cristiano Ronaldo verpflichtete, hat Sandro Zappella sicher mehr gefreut als seine Ausbeute beim internen Vergleich. Angeführt von Thiago Alcantara sollte Spanien Weltmeister werden, die Schweiz liess Zappella bis in den Halbfinal stürmen, Neymar meinte er als Torschützenkönig ausgemacht zu haben und England, da war er sich ganz sicher, würde negativ überraschen.

Für einen Kommentar nicht zu erreichen, da bereits in die Ferien abgedüst, damit Gras über die Sache wächst.
Sandro Zappella
Postkarte von Zappella, der einen echten Geheimstrand entdeckt hat.
Postkarte von Zappella, der einen echten Geheimstrand entdeckt hat.Bild: EPA

Der Plausch-Tipper

Ach, wie freuen wir uns immer, wenn Reto Fehr mitmacht. Dann wissen wir, dass wir sicher nicht Letzter werden. Schliesslich tippt niemand verwegener als unser mutiger Zürcher Oberländer, der sein Herz an Afrika verloren hat. Fehr hoffte auf Weltmeister Nigeria um Starspieler Alex Iwobi und hatte Ägypten auf dem Zettel. Er rechnete zudem damit, dass Torschützenkönig Haris Seferovic die Schweizer Nati bis in die Viertelfinals schiesst. Sein einziger Volltreffer: Er sagte Deutschlands Versagen voraus, rechnete mit dem Ausscheiden des Titelverteidigers im Achtelfinal.

«Wahre Kenner wissen, dass es nur darauf ankommt, die grösste Überraschung zu erkennen. Während die Welt staunte, dass die Deutschen rausflogen, war mir das schon vor dem Turnier klar. Mit Nigeria war ich einfach vier Jahre zu früh dran.»
Reto Fehr

Der Super-User

Wir beglückwünschen kupus@kombajn zu seinem grossen Sachverstand. In den Kommentaren zur Story vor der WM schrieb er: «Weltmeister: Das Herz sagt Kroatien, der Verstand sagt Frankreich. Gut, das Herz sagt auch Schweiz, aber Kroatien traue ich es dann doch eher zu.» Er sagte das Schweizer Aus im Achtelfinal voraus, wählte Luka Modric zum besten Spieler – dazu wurde er offiziell von der FIFA bestimmt – und nannte als negative Überraschung Spanien. Mit Torschützenkönig Antoine Griezmann lag er nicht weit daneben, einzig Senegal konnte nicht positiv überraschen.

So feiern die Franzosen den Titel

Video: watson

Die besten Bilder der Fussball-WM 2018 in Russland

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Die besten Bilder der Fussball-WM 2018 in Russland
quelle: epa/epa / facundo arrizabalaga
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10 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Switch_on
16.07.2018 10:58registriert September 2015
Ein Experte ist jemand der im Nachhinein genau weiss warum er falsch lag ;)
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olmabrotwurschtmitbürli #wurstkäseszenario
16.07.2018 11:18registriert Juni 2017
Und ich war mir so sicher, dass Manuel Neuer Torschützenkönig wird...
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lilie ❤ Bambusbjörn
16.07.2018 11:56registriert Juli 2016
Ich glaube, ich bin das blinde Huhn, das im Feld von der Flinte angeschossen wurde, welche die Schweizer ins Korn geworfen hatten, kaum hatten sie Brasilien und Serbien überlebt...

Immerhin hab ich aber ganze 31 Körner gefunden!

Dass ich Wettanfängerin bin, sieht man auch daran, dass ich es nicht schaffe herauszukriegen, worauf ich eigentlich mal gesetzt hatte... 🙈

Da aber aber in der Regel das Team verliert, dem ich die Daumen drücke, frage ich mich ernsthaft, woher die 31 Punkte kommen. 🤔🤣
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Schlamm­schlacht auf dem Rad
Ein Streifzug durch die Geschichte des Radquer. Eine Sportart, die in den 1970er- und 1980er-Jahren Schweizer Sportstars hervorbrachte, danach beinahe vollständig in Vergessenheit geriet und heute ein kleines Revival erlebt.

Radquer entstand an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert im Süden Frankreichs. Strassenrennfahrer weilten im Winter zur Saisonvorbereitung an der sonnigen Côte d’Azur, wo sie neben etlichen Kilometern auf der Strasse auch über Stock und Stein fuhren, falls nötig ihr Fahrrad schulterten, oder einen steilen Anstieg mal rennend in Angriff nahmen. Erste Rennen in dieser neu entstandenen Sportart fanden 1902 statt.

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