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Selbsternannte Experten: Nicht jeder wurde seinem Status gerecht. bild: watson

8 Redaktoren sagten die WM voraus – so gut (oder schlecht …) waren wir

Vor der Fussball-WM hat unsere erweiterte Sportredaktion deren Ausgang prognostiziert – mal erfolgreich, mal etwas weniger …

  Sportredaktion
Sportredaktion



Die Ausgangslage

Sechs Antworten waren gefragt:

  1. Wer wird Weltmeister?
  2. Wie weit kommt die Schweiz?
  3. Wer überrascht positiv?
  4. Wer überrascht negativ?
  5. Wer wird Torschützenkönig?
  6. Wer wird bester WM-Spieler?

Die nackte Wahrheit

Der klare Sieger

Sportredaktor Ralf Meile sagte Frankreichs WM-Triumph ebenso voraus wie das Schweizer Aus im Achtelfinal und er prophezeite vor dem Turnier, dass Kroatien positiv überraschen wird. Auch mit Torschützenkönig Antoine Griezmann lag Meile nicht schlecht, nur Harry Kane erzielte noch mehr Treffer. Neymar, den er vor der WM als besten Spieler auserkor, war gemäss whoscored-Statistik hinter Eden Hazard und Isco der drittbeste Akteur des Turniers. Meiles einziger Abschiffer: Er sagte voraus, dass Russland zur negativen Überraschung des Turniers würde – das Gegenteil war der Fall.

«Das ist der beste Beweis, dass man nie die Flinte ins Korn werfen sollte, denn vielleicht trifft sie dort ein blindes Huhn, das gerade Mal ein Korn findet.»

Ralf Meile

The pack with Belgium's Greg van Avermaet, wearing the overall leader's yellow jersey, rides through wheat fields during the eight stage of the Tour de France cycling race over 181 kilometers (112.5 miles) with start in Dreux and finish in Amiens, France, Saturday, July 14, 2018. (AP Photo/Peter Dejong)

Kornfelder kennt Meile, weil er uns damit nervt, sogar Sprintetappen der Tour de France zu schauen. Bild: AP

Die Glückstreffer

Bei sechs offenen Fragen kann man auch mal eine Antwort richtig raten wissen. So sagte Quentin Aeberli Englands Einzug in die Halbfinals voraus, Adrian Bürgler Kroatiens Hoch sowie Argentiniens Ausscheiden im Achtelfinal gegen Frankreich und Nico Franzoni Deutschlands blamables Abschneiden. Handkehrum glaubte Aeberli an einen Torschützenkönig namens Robert Lewandowski und an die Schweiz im Halbfinal, Bürgler setzte auf Weltmeister Spanien und Franzoni setzte überall auf Argentinien, weil er nur Lionel Messi kennt.

«Nei, i kenne ou no dr Neymar!»

Nico Franzoni

«Dass Messi zu sehr ein Schillerfalter und Modric ein richtiger Adria-Gretzky ist, war schon vorher klar. Schade nur, hatte Spanien keinen richtigen Seitenliniengeneral.»

Adrian Bürgler

Boston Bruins left wing David Pastrnak juggles a beach ball which landed on the ice during the second period against the Ottawa Senators in Game 4 of a first-round NHL hockey playoff series in Boston, Wednesday, April 19, 2017. (AP Photo/Charles Krupa)

Fussball ganz nach dem Geschmack unseres Bürglermeisters. Bild: AP

Auch bei Peter Blunschi und Philipp «PR7» Reich wechseln sich Licht und Schatten ab. Bei Blunschi sollte Neymar Brasilien zum Titel schiessen, Belgien machte er als negative Überraschung aus, wohingegen er Senegal sehr viel zutraute. Wenigstens das Schweizer Achtelfinal-Aus sagte Blunschi korrekt voraus.

«Zu Belgien kann ich nur sagen: Traue keinem Testspiel! Ich habe die Belgier in Brüssel gegen Ägypten (ohne Salah) gesehen und war mässig beeindruckt. Senegal hätte das Potenzial für mehr gehabt, aber sein Scheitern ist sinnbildlich für die Stagnation im afrikanischen Fussball.»

Peter Blunschi

Für Reich spricht, dass er das Wichtigste richtig hatte: den Weltmeister Frankreich. Auch Deutschlands frühes Aus sah er voraus. Dass allerdings Polen, angeführt von Torschützenkönig Robert Lewandowski bis in die Halbfinals vorstösst, traf nicht ein. Und die Schweiz war besser, als es Reich dachte: Bei ihm überlebte sie die Gruppenphase nicht.

«Ich bin von mir selbst enttäuscht – und von Polen.»

Philipp Reich

epa06890917 Belgian soccer team player Nacer Chadli reacts on the balcony of the city hall at the Brussels' Grand Place in Brussels, Belgium, 15 July 2018. Belgium got the third place in the FIFA World Cup 2018 in Russia.  EPA/YVES HERMAN / POOL

Belgien feiert seine Helden. Als Blunschi unlängst in Brüssel war, hatte es zwei, drei Leute weniger da. Bild: EPA/REUTERS POOL

Der Sportchef

Dass Juventus Turin während der WM Cristiano Ronaldo verpflichtete, hat Sandro Zappella sicher mehr gefreut als seine Ausbeute beim internen Vergleich. Angeführt von Thiago Alcantara sollte Spanien Weltmeister werden, die Schweiz liess Zappella bis in den Halbfinal stürmen, Neymar meinte er als Torschützenkönig ausgemacht zu haben und England, da war er sich ganz sicher, würde negativ überraschen.

Für einen Kommentar nicht zu erreichen, da bereits in die Ferien abgedüst, damit Gras über die Sache wächst.

Sandro Zappella

epa06105951 A crowd of people pack the beach in Rabat, Morocco, July 23, 2017. Moroccans and tourists took advantage of beautiful summer weather to enjoy the beach. Morocco welcomed about 3 million tourists during the first four months of the year and is on par to see an increase of about 10 percent over the same time as 2016. 
.  EPA/ABDELHAK SENNA

Postkarte von Zappella, der einen echten Geheimstrand entdeckt hat. Bild: EPA

Der Plausch-Tipper

Ach, wie freuen wir uns immer, wenn Reto Fehr mitmacht. Dann wissen wir, dass wir sicher nicht Letzter werden. Schliesslich tippt niemand verwegener als unser mutiger Zürcher Oberländer, der sein Herz an Afrika verloren hat. Fehr hoffte auf Weltmeister Nigeria um Starspieler Alex Iwobi und hatte Ägypten auf dem Zettel. Er rechnete zudem damit, dass Torschützenkönig Haris Seferovic die Schweizer Nati bis in die Viertelfinals schiesst. Sein einziger Volltreffer: Er sagte Deutschlands Versagen voraus, rechnete mit dem Ausscheiden des Titelverteidigers im Achtelfinal.

«Wahre Kenner wissen, dass es nur darauf ankommt, die grösste Überraschung zu erkennen. Während die Welt staunte, dass die Deutschen rausflogen, war mir das schon vor dem Turnier klar. Mit Nigeria war ich einfach vier Jahre zu früh dran.»

Reto Fehr

Der Super-User

Wir beglückwünschen kupus@kombajn zu seinem grossen Sachverstand. In den Kommentaren zur Story vor der WM schrieb er: «Weltmeister: Das Herz sagt Kroatien, der Verstand sagt Frankreich. Gut, das Herz sagt auch Schweiz, aber Kroatien traue ich es dann doch eher zu.» Er sagte das Schweizer Aus im Achtelfinal voraus, wählte Luka Modric zum besten Spieler – dazu wurde er offiziell von der FIFA bestimmt – und nannte als negative Überraschung Spanien. Mit Torschützenkönig Antoine Griezmann lag er nicht weit daneben, einzig Senegal konnte nicht positiv überraschen.

So feiern die Franzosen den Titel

Video: watson

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