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epa06971073 Real Madrid's head coach, Julen Lopetegui, addresses a press conference after leading a team's training session at the club's sport complex in Valdebebas, outside Madrid, Spain, 25 August 2018, on the eve of their Spanish Primera Division league soccer match against Girona.  EPA/Chema Moya

Julen Lopetegui hielt sich bei Real Madrid nur gerade 120 Tage auf dem Trainerstuhl. Bild: EPA/EFE

Gekommen, um zu gehen – das sind die kürzesten Trainer-Amtszeiten der Topklubs 



Die 1:5-Niederlage im Clásico gegen den FC Barcelona war die berühmte Niederlage zu viel. Gestern Abend hat Real Madrid die Reissleine gezogen und Trainer Julen Lopetegui entlassen. «Der Vorstand erkennt einen grossen Unterschied zwischen der Qualität im Team und seinen Resultaten», hiess es in einer Mitteilung der Klubleitung. 

Ein Schlag ins Gesicht von Lopetegui, der die Königlichen nach dem überraschenden Abgang von Cristiano Ronaldo ohne namhafte Verstärkungen hätte auf Kurs halten sollen. Doch der 52-jährige Nachfolger von Erfolgstrainer Zinédine Zidane konnte fast nur machtlos zusehen, wie Real ohne die Tormaschine immer tiefer in die Krise schlitterte.

So überraschte es nicht, dass Lopeteguis Zeit nach nur 120 Tagen bereits abgelaufen ist. Kürzer hielt sich seit 1990 nur Mariano Garcia Remon im Amt. Der Spanier war 2004 vom Assistenten zum Chef befördert wurden, wurde nach 101 Tagen aber bereits wieder entlassen – obwohl er fast zwei Punkte im Schnitt holte. Lopetegui dagegen ist mit 1,43 Punkten pro Spiel der erfolgloseste Real-Trainer seit der Einführung der Drei-Punkte-Regel 1994.

Die kürzesten Trainer-Amtszeiten der Topklubs (seit 1990):

Interimistisch wird Real nach Lopeteguis Entlassung nun von Hernan Solari trainiert. Der 42-jährige Argentinier, der zwischen 2000 und 2005 selbst für die Königlichen spielte, wird schon morgen im Cup-Spiel bei Melilla auf der Bank sitzen. Nach den Regeln des spanischen Verbands darf ein Interimscoach nur für zwei Wochen ein A-Team trainieren, ohne dass er zum neuen Trainer ernannt wird und einen Vertrag bekommt. Real ist also unter Zugzwang ...

Das erste Training unter Solari:

Offenbar will Klubpräsident Florentino Perez den geschassten Lopetegui am liebsten durch einen harten Hund ersetzen – entweder durch den zur Zeit arbeitslosen Italiener Antonio Conte oder durch den bei Manchester United umstrittenen José Mourinho. Conte galt lange als Wunschkandidat, spanische Medien berichteten allerdings von Widerstand gegenüber Conte innerhalb der Mannschaft rund um Captain Sergio Ramos.

Real-Experte Josep Pedrerol glaubt zu wissen, dass der Real-Leithammel keinen Schleifer will: «Ramos will einen unauffälligen Trainer, der die Spieler in Ruhe lässt», so der TV-Moderator. Einen wie Zinédine Zidane. Im Gespräch sind deshalb Ex-Real-Stürmer Guti sowie Tottenham-Coach Mauricio Pochettino. Daneben sind auch die Namen von Roberto Martinez, Roberto Mancini, Arsene Wenger, Michael Laudrup, Fabio Capello oder Fernando Hierro schon gefallen.

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Video: watson/nico franzoni, sandro zapella, Jodok Meier

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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Micha Schläpfer 01.11.2018 10:13
    Highlight Highlight Bei solchen Szenen hat man manchmal das Gefühl, dass die Spieler mit Absicht schlechter spielen um den Trainer los zu werden...
  • nJuice 30.10.2018 19:53
    Highlight Highlight Ich habe absolut nichts gegen harte Typen im Sport, in vielen Sportarten braucht es solche. Natürlich meine ich hart im Sinne von innerhalb der Regeln, dennoch ist körperbetontes Spiel nunmal Bestandteil vieler Sportarten.

    Wenn dann aber ausgerechnet Ramos nach einem weichen Trainer heult, dann, liebe Freunde, hört es bei mir auf. Das ist an Ironie nicht mehr zu überbieten.

    (Ich wünsche ihm vor allem nochmals einen unqualifizierten Trainer, meinetwegen weich. Ramos und Real beim Verlieren zuzuschauen macht unheimlich viel Spass.)
  • Nelson Muntz 30.10.2018 18:58
    Highlight Highlight Wäre Sion ein europäisches Topteam, wären wohl alle Plätze vom gleichen Verein belegt🤣
    • Raembe 31.10.2018 06:52
      Highlight Highlight Hahaha true
  • FrancoL 30.10.2018 18:42
    Highlight Highlight Nicht ganz einfach wenn man wie Ramos offenbar gerne hätte einen unauffälligen Trainer sucht der die Mannschaft in Ruhe lässt.
    Vielleicht sollte man sich Gedanken zu Ramos machen.
    Ich sehe da keinen Grund die Mannschaft in Ruhe zu lassen wenn sie sich nicht aufrappelt.
  • c_meier 30.10.2018 16:28
    Highlight Highlight Felix Magath würde ich dem Ramos noch gönnen 😂
    • niklausb 30.10.2018 16:51
      Highlight Highlight Oder van Gaal
  • Boixos1234 30.10.2018 16:17
    Highlight Highlight Real-Experte Josep Pedrerol? Florentino Perez' Marionette trifft es eher...
  • niklausb 30.10.2018 15:46
    Highlight Highlight Peter Bosz fehlt
    • PRE 30.10.2018 16:04
      Highlight Highlight Bosz war bei Dortmund 161 Tage im Amt, also deutlich länger als Krauss.
    • niklausb 30.10.2018 16:50
      Highlight Highlight Ach es ging um einzelne Vereinsrekorde nicht um allgemeine kurzlebigkeiten so gesehen stimmts natürlich
  • Amboss 30.10.2018 15:36
    Highlight Highlight "[Lopeteguis] konnte nur machtlos zusehen, wie Real immer tiefer in die Krise schlitterte."

    Wieso das? Wieso machtlos? Auch ohne Ronaldo hat Real immer noch mehr als genug Qualität im Kader für den Titel. Lopeteguis hat einfach zu wenig gut gecoacht. Oder es hat sonst irgendwie einfach nicht gepasst, wer weiss? Aber "machtlos" war er sicher nicht dabei
  • Der_Infant 30.10.2018 15:18
    Highlight Highlight Roberto di Matteo tut mir heute noch leid irgendwie.
    Andererseits vielleicht auch der Uli Forte des Weltfussballs ;)
    • Scrj1945 31.10.2018 08:15
      Highlight Highlight Wo ist der im moment eigentlich? Weiss das jemand?
  • zellweger_fussballgott 30.10.2018 14:25
    Highlight Highlight Frank de Boer könnte auch doppelt vertreten sein. Bei Crystal Palace war er für 72 Tage (01.07.17 - 11.09.17) und 5 Spiele Cheftrainer ohne zu überzeugen...
    • abc10 30.10.2018 14:40
      Highlight Highlight Crystal Palace gehört nun also zu den Topklubs... Wahrscheinlich wegen Fussballgott Max Meyer ;)
    • zellweger_fussballgott 30.10.2018 14:53
      Highlight Highlight Nun ja Palace mag zwar nur ein Verein aus dem Mittelfeld der Premier League sein, aber Mancity war zum Zeitpunkt von Eriksson zweifelsohne auch noch kein Topclub und wenn man Milan im Zusammenhang mit Topclub erwähnt, entspricht dies auch eher der Vergangheit als der Gegenwart.
      Zudem ist es ein Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit in einer der besten Ligen der Welt. ;)
    • abc10 30.10.2018 15:09
      Highlight Highlight gebe ich dir recht :)

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