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04.11.2018, Bayern, Regensburg: Fußball: 2. Bundesliga, Jahn Regensburg - 1. FC Union Berlin, 12. Spieltag in der Continental Arena. Trainer Urs Fischer von Berlin steht vor dem Spiel im Stadion. (KEYSTONE/DPA/Armin Weigel) - WICHTIGER HINWEIS: Gemaess den Vorgaben der DFL bzw. des DFB ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoaehnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++

Urs Fischer blickt mit Union Berlin in Richtung Aufstiegsplätze. Bild: DPA

Urs Fischer und Union Berlin: Tradition in der zweiten und Leidenschaft für die erste Liga

Heute startet Urs Fischer mit Union Berlin in die Rückrunde – mit der kapitalen Partie gegen Köln. Und mit einem überraschenden Zuzug.

moritz marthaler / ch media



Es gibt Dinge, die hat Urs Fischer bei Union Berlin erst nach einer Weile erlernt. Die einzelnen Strophen der Vereinshymne zählen dazu, sagte er zumindest kürzlich in einem Interview. Dann gibt es Dinge, die musste er schon ziemlich früh aufnehmen und anwenden. Die Hände zum beschwichtigenden «Immerschön-am-Boden-bleiben» ausbreiten etwa.

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Kult: Die Hymne von Eisern Union. Video: YouTube/Der Stadiontourist

Denn bei seinem Arbeitgeber, dem einstigen DDR-Pokalsieger mit Tradition in der zweiten und der Leidenschaft für die erste Klasse, ist es immer so eine Sache mit den Erwartungen. Zwar würden die eigenen Fans nie vom Aufstieg reden – selbst als Union vor zwei Jahren die Tabelle bis kurz vor Schluss anführte, glaubten sie nicht so recht daran –, das mediale Umfeld aber hakt in dieser Hinsicht lieber früher als später nach. Und so hat Fischer schon vor dem ersten Anpfiff im Sommer betont, dass die direkten Aufstiegsplätze für die Grössen aus Hamburg und Köln reserviert seien. «Und bei allem, was dahinter geschieht, können wir ein Wörtchen mitreden.»

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Der Zwischenstand in der 2. Bundesliga

Die Berliner reden mit – und wie. 17 Spiele lang blieben sie ungeschlagen, im 18., dem letzten vor der Winterpause gab es mit der 0:3-Niederlage gegen Erzgebirge Aue zwar einen unerklärlichen Totalausfall, doch in Köpenick sind sie zuversichtlich, dass die Unsicherheit nur vorübergehend war.

Fischers Fernsicht scheint nicht allzu schlecht zu sein, auch wenn der 52-jährige Zürcher mittlerweile ab und zu Brille trägt. Die Lücke zum Spitzenreiter HSV ist mit sechs Punkten zwar erkenn-, aber nicht unüberwindbar, den Hanseaten im Nacken sitzt ein Punkt dahinter der FC Köln. Union dürfte sich mit Rivale St. Pauli, der drei Punkte voraus liegt, darum streiten, worauf man sich in dieser Saison auch in der Super League wieder freuen darf: um einen Platz in der Barrage. Los geht es für die Berliner steil: Heute empfangen sie die Kölner, am Montag spielen sie bei St. Pauli.

05.08.2018, Berlin: Fußball, 2. Bundesliga, 1. Spieltag, 1. FC Union Berlin - Erzgebirge Aue im Stadion An der Alten Foersterei. Unions Assistenztrainer Sebastian Boenig (r) gibt seinen Assistenztrainerkollegen Markus Hoffmann vor dem Spiel die Hand. Unions Schweizer Cheftrainer Urs Fischer (M) blickt sich um.

Urs Fischer hat mit Union Berlin ein schwieriges Startprogramm. Bild: DPA

Fast immer ausverkauft

An Unterstützung fehlt es dem FC Union ja selten. 1500 Zuschauer waren im Sommer an einem Testspiel gegen die Queens Park Rangers, 9000 im Herbst auswärts am Pokalspiel in Dortmund. Die Alte Försterei, das Heimstadion, ist fast immer ausverkauft, und auch ins Trainingslager reisten stattliche 250 Fans mit. Dort beobachteten sie ein nur mässig verändertes Kader bei der Vorbereitung.

Sporting's Carlos Mane vies for the ball with Vorskla Poltava's Taras Sakiv, right, during the Europa League group E soccer match between Sporting CP and Vorskla Poltava at the Alvalade stadium in Lisbon, Thursday, Dec. 13, 2018. (AP Photo/Armando Franca)

Carlos Mané kommt von Sporting Lissabon zu Union Berlin. Bild: AP/AP

Fischer hat die Spieler für seinen defensiv soliden, kompakten Fussball gefunden: drei Abgänge sind das Resultat. Für Aufsehen sorgte der Zuzug von Carlos Mané. Der Portugiese hat mit Sporting Lissabon schon so ziemlich alles gewonnen, was es dort zu gewinnen gibt, hat Einsätze in der Champions League und Aufstiegserfahrung mit dem VfB Stuttgart vorzuweisen. Mané – vorerst als Leihe mit Option auf Übernahme im Sommer in Berlin – widerlegt den Vorwurf, wonach sich die Transfers von Union vor allem am bodenständigen Vereinsbild orientieren: Spieler aus der gleichen Liga, kleinere Nummern aus dem Ausland.

Den Pragmatiker, den gibt bei Union nach wie vor Trainer Fischer. Auf die Frage, warum er sich ausgerechnet für eine Wohnung in einem unauffälligen Haus 300 Meter vom Stadion weg entschieden habe, meinte er jüngst, es habe eben pressiert. Fürs Ausgefallene sind andere zuständig: Stürmer Sebastian Andersson etwa wohnt tief im Westen, im noblen Zehlendorf, ohne Stau 40 Autominuten weg von Köpenick. Was sie bei Union gerade eint, ist die gute Stimmung – und die Sehnsucht nach dem ganz grossen Wurf.

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3 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Linus Luchs
31.01.2019 15:57registriert July 2014
Was würde ich Urs Fischer den Aufstieg gönnen! Und es wäre Fischers wunderbarer Gruss an den FC Basel.
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Ranfield
31.01.2019 17:07registriert September 2016
Geiler Club, war auch schon in der alten Försterei. Da wird der Fussball noch gelebt. Sehr sympathisch. Bleibt eisern!
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