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Zweikampf zwischen Hector Moreno (PSV, l.) und Steven Berghuis (Feyenoord).
Zweikampf zwischen Hector Moreno (PSV, l.) und Steven Berghuis (Feyenoord).
Bild: EPA/ANP

Erst die Torlinientechnologie beweist: PSV-Keeper leistet sich den Bock des Jahres

In Holland entfaltet die Torlinientechnologie bei einem heiklen Entscheid ihr volles Potenzial. Sie hat das Spitzenspiel PSV Eindhoven gegen Feyenoord Rotterdam quasi entschieden. Das negative Echo bleibt aus und das ist gut so!
27.02.2017, 07:1527.02.2017, 07:23
Donat Roduner
Donat Roduner
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Um diese Szene geht es hier: 

Es scheint, also blockiere Torhüter Jeroen Zoet den Ball auf der Linie. Es scheint aber nur so ... Die Auflösung folgt unten.
Video: streamable

Wir wollen uns für einen kurzen Moment vorstellen, bei den beiden Mannschaften handelt es sich um den FC Basel (in dunkelblau) und die Young Boys (in weiss-rot) und die Szene passiert in einem Spiel, in dem es tatsächlich um etwas geht. 

YB gelingt in der 82. Minute der vermeintliche Führungstreffer, doch der Schiedsrichter ist sich nicht ganz sicher, ob der Ball hinter der Linie ist und gibt das Tor nicht. Mit Garantie würde die Polemik nach dem Spiel unsägliches Ausmass annehmen, Auswüchse wie «Tomaten-Schiri» und «Basel-Bonus» wieder einmal die Runde machen.

Doch halt!

Zum Glück befinden wir uns in der niederländischen Eredivisie. Dort kommt die Torlinientechnik zum Einsatz. Und diese zeigte im Spitzenspiel Feyenoord gegen PSV nach dem Kopfball von Jan-Arie van der Heijden an: Tor! Wenn auch äusserst knapp und reichlich spät. Torhüter Jeroen Zoet zieht den Ball aber dummerweise an seine Brust, nachdem er ihn zunächst auf der Linie blockiert hat. 

Der Beweis: Der Ball war hinter der Linie.
Video: streamable

Das für Eindhoven ziemlich ärgerliche Tor beschert Feyenoord einen wichtigen Heimsieg und raubt dem PSV ziemlich sicher die letzten Meisterhoffnungen – der Rückstand auf die Rotterdamer beträgt neu 11 Punkte.

«Ein Tor ist ein Tor und wir können das nicht anfechten.»
PSV-Trainer Phillipp Cocu

PSV-Trainer Phillipp Cocu könnte mit dem 2:1 hadern, tut er aber nicht. «Die Torlinientechnologie hat sich heute als entscheidend erwiesen. Aber ein Tor ist ein Tor und wir können das nicht anfechten.» Vielmehr macht der ehemalige niederländische Internationale das frühe erste Gegentor (Jens Toornstra, 9.) als Ursache für die Niederlage aus.

Phillipp Cocu wurde vom Torlinientechnik-Entscheid benachteiligt, hadert aber nicht damit.
Phillipp Cocu wurde vom Torlinientechnik-Entscheid benachteiligt, hadert aber nicht damit.
Bild: MICHAEL KOOREN/REUTERS

Auch Schiedsrichter Bas Nijhuis gibt ein positives Fazit ab: «Ich habe der Technik vertaut.» Erst habe er auf seine Uhr geschaut, diese habe aber nichts angezeigt. Erst als der Goalie den Ball hochgehoben habe, stand da GOAL, also habe er den Treffer anerkannt.

Interview mit Bas Nijhuis (holländisch)

Video: streamable
Schön für den Offiziellen: Anstatt auf Diskussionen einzigehen, kann er einfach auf die Uhr zeigen.
Schön für den Offiziellen: Anstatt auf Diskussionen einzigehen, kann er einfach auf die Uhr zeigen.

Wir können also festhalten, dass die Torlinientechnik keinerlei Teufelszeug ist, und einwandfrei funktioniert – nur zum besseren für den Fussball. Und dass sie wirklich tut, wurde vor dem Spiel natürlich überprüft:

Darum dürfen wir uns zum Schluss noch diese Augenweide gönnen:

So grandios reagieren Fussballer, wenn die Rote Karte gezeigt wird

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So grandios reagieren Fussballer, wenn die Rote Karte gezeigt wird
quelle: ap/ap / francois mori
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