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epaselect epa06327491 Italy's goalkeeper Gianluigi Buffon (L) and head coach Gian Piero Ventura (R) show their dejection after the FIFA World Cup 2018 qualification playoff, second leg soccer match between Italy and Sweden at the Giuseppe Meazza stadium in Milan, Italy, 13 November 2017. Sweden won 1-0 on aggregate.  EPA/DANIEL DAL ZENNARO

Torhüter der italienischen Nationalmannschaft Gianluigi Buffon (links) trauert zusammen mit seinem Trainer Gian Piero Ventura über die verpatzte WM-Quali.  Bild: EPA/ANSA

Ventura nicht mehr italienischer Nationaltrainer

Italiens Nationaltrainer Giampiero Ventura wird zwei Tage nach der verpassten WM-Qualifikation wie erwartet abgesetzt. Der Vertrag des 69-Jährigen wäre noch bis 2020 gültig gewesen.

Der italienische Verband teilte am Mittwoch mit, dass Ventura nicht mehr Nationaltrainer ist. Ventura hatte nach der Europameisterschaft 2016 die Nachfolge von Antonio Conte, dem aktuellen Coach von Chelsea, angetreten. Weil er während seiner Karriere nie einen Topklub trainiert hatte, war bereits seine Nomination zum Teil skeptisch aufgenommen worden.

Nach der Schmach vom Montag, als Italien durch das 0:0 in Mailand gegen Schweden die Qualifikation für die Weltmeisterschaft erstmals seit 60 Jahren verpasst hatte, war es nur noch eine Frage der Zeit, bis Ventura seinen Hut nehmen musste. Als Nachfolger werden unter anderen Vorgänger Conte und der als Coach von Bayern München entlassene Carlo Ancelotti gehandelt. Die Bilanz von Ventura ist oberflächlich betrachtet keineswegs schlecht: Er führte Italien in 17 Spielen zu 10 Siegen und vier Unentschieden. «Meine Bilanz ist eine der besten der letzten 40 Jahre», meinte der abgesetzte «commissario tecnico» am Dienstag.

Ventura hatte im Sommer 2016 zunächst einen Zweijahresvertrag unterschrieben, der im letzten August um zwei Jahre verlängert wurde. Der Verband begründete die vorzeitige Verlängerung mit der guten Entwicklung der Mannschaft. Danach verlor Italien in der WM-Qualifikation in Spanien mit 0:3 und verpasste schliesslich den direkten Vorstoss in die Endrunde. In den WM-Playoffs unterlag Italien in Schweden mit 0:1 und konnte das Handicap im Rückspiel nicht mehr wettmachen. Dem Scheitern folgten die Rücktritt von Goalie Gianluigi Buffon, Daniele De Rossi und Andrea Barzagli.



Verbandspräsident bleibt vorerst

Dass der vierfache Weltmeister im kommenden Sommer in Russland erstmals seit 1958 nicht bei einer WM dabei ist, wird nicht zuletzt Ventura angekreidet. Der Genueser hinterliess vorab in den letzten Wochen keinen souveränen Eindruck und verwirrte die Beobachter mit diskutablen personellen und taktischen Entscheiden. Ebenfalls ins Kreuzfeuer der Kritik geriet Verbandspräsident Carlo Tavecchio, der Ventura als Koryphäe angekündigt hatte. Ventura gewann auf Klubebene nie einen bedeutenden Titel, leistete zwischen 2011 und 2016 aber gute Arbeit bei Torino, dem Klub, den er von der Serie B ins Mittelfeld der höchsten Liga führte.

Diese Nationen haben sich für die WM 2018 qualifiziert

Tavecchio weigerte sich zurückzutreten - sehr zum Ärger von Damiano Tommasi, dem Präsidenten der Spielvereinigung. Dieser verliess am Mittwoch das Verbandstreffen, das zur Aufarbeitung des Debakels diente, vorzeitig und meinte: «Die Probleme des italienischen Fussballs können nicht nur mit der Entlassung des Nationaltrainers gelöst werden.» Ansonsten werde man die gleichen Fehler einfach wiederholen. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Einloz 15.11.2017 19:29
    Highlight Highlight Es wäre endlich Zeit, dass Italien einen Nichtitaliener als Übungsleiter engagiert. Jogi Löw wär super - dieser braucht nach der WM ohnehin mal eine Luftveränderung. Marcel Koller wäre einer, der aus den momentan bescheidenen Ressourcen des italienischen Fussballs Erfolg gestalten könnte. Und wenn's trotzdem ein Italiener sein soll, dann bitte den Gentleman Cesare Prandelli.
    • FrancoL 15.11.2017 20:21
      Highlight Highlight Mit Prandelli würde man eine alte Suppe aufkochen, bringt nichts. Es braucht kein Gentleman sondern eine charismatische Person die diese Profis führen und lenken kann, denn so schlecht sind sie individuell ja nicht.
  • FrancoL 15.11.2017 19:03
    Highlight Highlight Es stehen einige gute Leute bereit, nur einer MUSS Platz machen und das ist der Präsident, doch dieser scheint am Sessels kleben. Bleibt nur zu hoffen, dass der abgewählt wird, dieser Trottel.

    Bei den Trainer sähe ich Carlo Ancelotti als eine 1. Wahl.
  • Nelson Muntz 15.11.2017 18:56
    Highlight Highlight Nicht jeder Ventura ist ein Ass.
    (ok, klappt besser auf Englisch)
    • Pasch 15.11.2017 21:34
      Highlight Highlight Trotzdem angekommen! 😂
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  • JoeyOnewood 15.11.2017 18:55
    Highlight Highlight Mit dieser Mannschaft ist er immerhin in die Barrage gekommen... das liegt nicht am Trainer, bis auf Torwart und Verteidigung ist Italien einfach viel zu weit von der ehemaligen Weltklasse entfernt...
  • FrancoL 15.11.2017 18:53
    Highlight Highlight Erster Schritt in die richtige Richtung, nun noch weg mit dem Präsidenten Tavecchio und es kommt langsam etwas ins Rollen. Die Entflechtung alles Ebenen auch sauber aufarbeiten und eine neue hungrige Gilde soll das Zepter übernehmen. Zur Euro wird es noch keine Früchte tagen aber zur nächsten WM könnte man schon etwas positiver sehen.

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