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Im Video: Wie sich Reichmuth am ESAF in die Poleposition schwingt

Pirmin Reichmuth, links, gewinnt gegen Ruedi Roschi im 2. Gang am Eidgenoessischen Schwing und Aelplerfest (ESAF), am Samstag, 27. August 2022, in Pratteln. (KEYSTONE/Peter Schneider)
Pirmin Reichmuth überzeugt am ESAF 2022 – egal wie der Gegner heisst.Bild: keystone

So schwingt sich Reichmuth in die Königs-Pole – und gehen Gigers Hoffnungen baden

27.08.2022, 19:2427.08.2022, 19:48
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Der Samstag brachte am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Pratteln schon einige Überraschungen. Der absolute Topfavorit Samuel Giger musste in seinen Königshoffnungen etwa schon früh einen Dämpfer hinnehmen.

Im ersten Gang trat der Ostschweizer gegen Fabian Staudenmann an und kam in einem passiven Kampf nicht über einen Gestellten hinaus.

Nachdem Giger im 2. Gang den mässigen Start zu korrigeren können schien und Philipp Roth auf den Rücken legte, gab es nach der Mittagspause den nächsten Rückschlag. Der 24-Jährige zog gegen Nordwestschweizer Joel Strebel überraschend den Kürzeren. Zwar schaffte er im 4. Gang mit einem Sieg gegen Roman Wandeler abermals eine Reaktion. Aber mit einer Niederlage und einem Gestellten sind seine Chancen auf den Köngstitel schon arg geschmolzen.

So ist nach dem ersten Tag in Pratteln nicht mehr Giger, sondern Pirmin Reichmuth heissester Anwärter auf den Königstitel. Der Innerschweizer war im Vorfeld wegen einer Verletzungsgeschichte etwas aus dem Fokus gerückt.

Die spannendsten Paarungen im 5. Gang
Pirmin Reichmuth – Domenic Schneider
Adrian Odermatt – Joel Wicki
Armon Orlik – Killian Wenger
Christian Stucki – Lukas Bissig
Remo Käser – Samir Leuppi
Samuel Giger – Stefan Studer
Joel Strebel – Beni Notz
Matthias Aeschbacher – Marcel Bieri
Nick Alpiger – Philipp Roth
Michael LEdermann – Sven Schurtenberger
Marcel Räbsamen – Fabian Staudenmann
Werner Schlegel – Thomas Sempach​

Doch plötzlich trumpfte der 27-Jährige mit vier Siegen gross auf. Im ersten Gang legte er den Berner Remo Käser überzeugend auf den Rücken.

Reichmuth zeigte auch in der Folge, dass mit ihm in diesem Jahr zu rechnen ist. Im 2. Gang gegen Ruedi Roschi bekundete er keine Mühe. In Gang 3 wartete Matthias Aeschbacher, den er ebenfalls bezwingen konnte.

Seine Ambitionen unterstrich der Zuger dann beim letzten Auftritt am Samstag endgültig. Das Kampfgericht teilte ihn gegen Christian Stucki, den ebenfalls stark auftrumpfenden König von 2019 ein. Reichmuth zeigte gegen den 145-Kilo-Brocken aber keinen falschen Respekt und legte ihn nach rund anderthalb Minuten ins Sägemehl.

(abu)

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Joel Wicki hat es geschafft! Drei Jahre nach seiner Schlussgang-Niederlage gegen Christian Stucki krönt er sich in Pratteln zum neuer Schwingerkönig. Gegen Matthias Aeschbacher sah er lange wie der sichere Verlierer aus, doch der Innerschweizer konnte drei Minuten vor Schluss entscheidend zurückschlagen.
quelle: keystone / urs flueeler
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Video: watson
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