Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Tennis - Dubai Open - Men's Singles - Roger Federer of Switzerland v Benoit Paire of France - Dubai, UAE - 27/2/2017 - Roger Federer in action. REUTERS/Ahmed Jadallah

Bereits im Achtelfinal gegen Nadal? Für Federer kein Problem.  Bild: AHMED JADALLAH/REUTERS

«Eine derartige Auslosung hat es noch nie an einem Turnier gegeben»

Roger Federer blickt dem Turnier von Indian Wells mit seiner «Todesgruppe» gelassen und freudig entgegen. Die frühe Niederlage letzte Woche in Dubai kratzte nicht an Federers wiedergewonnenen Selbstvertrauen.



Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt in den USA seit dem Comeback nach der sechsmonatigen Pause musste Roger Federer primär zurückblicken – auf das Australian Open im Januar, wo er «die Achtelfinals oder vielleicht den Viertelfinal erreichen wollte», das er aber schon nach dem Startsieg in vier Sätzen gegen Jürgen Melzer als «Erfolg» bezeichnet hätte, und das er schliesslich nach sieben Siegen hintereinander im Final gegen Rafael Nadal sogar gewann.

epa05759203 Former Australian tennis champion Rod Laver (C) with winner Roger Federer (R) of Switzerland and Rafael Nadal (L) of Spain at the Australian Open Grand Slam tennis tournament in Melbourne, Victoria, Australia, 29 January 2017.  EPA/LUKAS COCH AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Nadal möchte sich sicherlich für die Finalniederlage bei den Australian Open revanchieren Bild: EPA/AAP

«Ich kann im Prinzip immer noch fast nicht glauben, dass ich in Australien gewonnen habe. Ich befinde mich immer noch auf Wolke 9», so Federer in Anspielung an den Film über Liebe, Sex und Wohlgefühl im Alter.

Federer joggt in der Sonne

Die ersten zwei Wochen nach Melbourne genoss Federer einfach nur. Und er las alles nach, was aus Australien in den Medien und sozialen Netzwerken übermittelt worden war. «Alles war noch viel verrückter als bei anderen Triumphen, weil niemand erwartet hatte, dass ich derart gut spielen würde.»

Vorzüglich muss Federer auch in Indian Wells spielen. Der Tableau-Viertel mit Federer, Novak Djokovic, Rafael Nadal, Juan Martin Del Potro, Nick Kyrgios, Alexander Zverev und Fernando Verdasco wurde in Indian Wells von den Medien als «Todesgruppe» bezeichnet.

«Als Tennisfan kann man sich da nur die Hände reiben», meinte der Weltranglistenerste Andy Murray. «Eine derartige Auslosung hat es noch nie an einem Turnier gegeben. Als Spieler hoffst du, dass dir derartige Auslosungen erspart bleiben.»

Andy Murray of Great Britain celebrates after he beats Fernando Verdasco of Spain during the final match of the Dubai Tennis Championships, in Dubai, United Arab Emirates, Saturday, March 4, 2017. (AP Photo/Kamran Jebreili)

Die Nummer 1 ist beeindruckt von der Auslosung. Bild: Kamran Jebreili/AP/KEYSTONE

Auch Federers Erinnerungsvermögen brachte nichts Vergleichbares hervor: «Am ehesten erlebte ich etwas Ähnliches vor 13 Jahren. Damals gewann ich den Australian-Open-Final gegen Marat Safin – und am nächsten Turnier in Dubai traf ich gleich in der 1. Runde wieder auf Safin.»

Damals bekam Federer die Auslosung gut. Er gewann das Turnier in Dubai. Auch in Indian Wells sieht Federer für sich wegen der Auslosung keine Nachteile. Federer: «Zuerst hörte ich, dass ich gegen Dudi Sela oder Stéphane Robert spielen würde. Ich sagte mir: 'Okay, das passt.' Dann vernahm ich, dass Rafa (Nadal) auch in meinem Viertel ist. Und dann hörte ich, dass vielleicht auch Novak (Djokovic) der gleichen Sektion zugelost wurde. Aber das alles spielte für mich keine Rolle.»

Umfrage

Wer gewinnt das Turnier von Indian Wells 2017

  • Abstimmen

520 Votes zu: Wer gewinnt das Turnier von Indian Wells 2017

  • 35%Roger Federer
  • 8%Stan Wawrinka
  • 20%Andy Murray
  • 10%Novak Djokovic
  • 3%Rafael Nadal
  • 8%Ein anderer Spieler
  • 15%Ich will nur das Resultat sehen

«Ich habe während meiner Karriere so viele Auslosungen erlebt. Meistens kommt dann doch alles ganz anders. Ich bin nach Indian Wells gekommen, um gegen diese Gegner anzutreten. Für mich spielt es keine Rolle, ob ich im Halbfinal, im Final oder in der 4. Runde gegen Nadal oder Djokovic spiele. Ich denke sogar, dass es für mich eine gute Sache ist, gegen diese Leute früh im Turnier zu spielen.»

Roger Federer jagt in Indian Wells seinen 90. Turniersieg. In der kalifornischen Oase triumphierte er bislang vier Mal, zuletzt 2012. Vor zwei und drei Jahren stand Federer in Indian Wells im Final. (abu/sda)

Roger Federer gewinnt die Australian Open 2017!

Unvergessene Tennis-Geschichten

Gut gebrüllt: «Niemand schlägt Vitas Gerulaitis ­17 Mal hintereinander!»

Link zum Artikel

06.06.2005: Nadals erster erster Streich am French Open – ganz Paris verliebt sich in das «Kind mit der donnernden Linken»

Link zum Artikel

20.01.2013: Djokovic fügt Wawrinka die Mutter aller heroischen und bitteren Niederlagen zu

Link zum Artikel

25.10.2002: Nach Roger Federers Gegensmash wirft ihm Andy Roddick frustriert das Racket vor die Füsse

Link zum Artikel

04.09.1977: Bei McEnroes drittem US-Open-Auftritt wird ein Zuschauer mitten im Stadion durch eine Pistolenkugel verletzt

Link zum Artikel

05.06.1999: Hingis' schwärzeste Stunde – zwei «Uneufe»-Aufschläge, gellende Pfiffe und bittere Tränen

Link zum Artikel

26.01.2002: Martina Hingis' Traum schmilzt bei 50 Grad im Glutofen von Melbourne weg

Link zum Artikel

21.01.1999: «Yips» beschert Anna Kurnikowa trotz Sieg einen unglaublichen Negativrekord 

Link zum Artikel

01.02.2009: Federer verpasst Sampras' Rekord und weint nach Pleite gegen Nadal bittere Tränen

Link zum Artikel

20.09.2009: «Who ist the beeest? Better than the reeest?» Federer outet sich nach dem Davis-Cup-Sieg gegen Italien als Party-Tiger

Link zum Artikel

01.06.2009: Gedanklich ist Federer wohl schon ausgeschieden. Dann rettet ihn eine unglaubliche Vorhand auf dem Weg zum Karriere-Slam 

Link zum Artikel

07.07.1985: Als jüngster Spieler aller Zeiten gewinnt Boris Becker Wimbledon und löst so einen Tennis-Boom in Deutschland aus

Link zum Artikel

31.05.2009: Robin Söderling fügt Rafael Nadal die einzige Niederlage an den French Open zu und ebnet Roger Federer den Weg zum Karriere-Grand-Slam

Link zum Artikel

08.08.1992: Marc Rosset holt sich an Roger Federers 11. Geburtstag den einzigen grossen Titel, der dem «Maestro» noch fehlt

Link zum Artikel

10.08.2003: Andy Roddick ist einen Sommer lang der beste Tennisspieler des Planeten – dann vergeht ihm das Lachen für lange, lange Zeit

Link zum Artikel

30.04.1993: Wie ein Messerstich die Tenniswelt veränderte

Link zum Artikel

08.07.2001: Die Weltnummer 125 triumphiert in Wimbledon: Goran Ivanisevics grosser Traum wird doch noch wahr

Link zum Artikel

30.03.2002: Roger Federer bodigt zum ersten Mal die Weltnummer 1 – und diese ist sich sicher: «Er kann den Durchbruch schaffen»

Link zum Artikel

13.02.2000: Roger Federer verliert seinen ersten Final, weint bittere Tränen und jammert, er werde nie mehr in ein Endspiel kommen

Link zum Artikel

05.06.1989: Mondbälle, Krämpfe und ein «Uneufe»-Aufschlag – der 17-jährige Michael Chang treibt Ivan Lendl mit seinem Psychokrieg in den Wahnsinn

Link zum Artikel

24.11.2009: Das kommt uns Spanisch vor – im Interview mit CNN hat Roger Federer seinen legendären Lachflash

Link zum Artikel

05.07.1997: Martina Hingis ist mit 16 Jahren die jüngste Wimbledon-Siegerin des 20. Jahrhunderts

Link zum Artikel

24.01.2001: Hingis macht Kleinholz aus Serena und Venus und stürmt in den Australian-Open-Final

Link zum Artikel

05.09.1996: Sampras kotzt gegen Corretja auf den Court – denkwürdigstes US-Open-Tiebreak aller Zeiten 

Link zum Artikel

06.01.1996: Wegen Rossets Dummheit des Jahres bricht Hingis beim Hopman Cup in Tränen aus

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«Diese Ekstase macht süchtig» – Federer holt den neunten Titel in Basel

Roger Federer (ATP 3) ist nicht ganz Hundert. An den Swiss Indoors in Basel feierte er seinen 99. Turniersieg, den 9. in Basel und den 4. hintereinander. Den Final gegen Marius Copil (ATP 93) gewann Federer nach Rückstand in beiden Sätzen in 94 Minuten 7:6 (7:5), 6:4.

Die Siegerehrung zog sich in die Länge. Roger Federer dankte allen - in englisch, französisch und schweizerdeutsch. Er verdrückte am Ende Freudentränen und meinte, er sei der glücklichste Mensch der Welt. Federer war bewegt und bewegte die Massen. «Es ist immer sehr emotional hier», so Federer.

In seiner Dankesrede blieb Federer bei den Offiziellen hängen. Bei jenen Leuten, die hinter den Kulissen arbeiten - wie beispielsweise den Verantwortlichen fürs «Hawkeye» - das «Adlerauge», das die …

Artikel lesen
Link zum Artikel