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epa07168137 Switzerland's Roger Federer react as he plays against South Africa's Kevin Anderson during their round robin match on day five of the ATP World Tour Finals tennis tournament at the O2 Arena in London, Britain, 15 November 2018.  EPA/NEIL HALL

«Am achten Tag schuf Gott RF»: Fan-Transparent in London. Bild: EPA

Auch mit 37 geht er noch neue Wege – Federer vor Halbfinal gegen Zverev entspannt

Der Halbfinal an den ATP Finals zwischen Roger Federer und Alexander Zverev ist ein faszinierendes Duell der Generationen. Der Ausgang ist völlig offen.



Mit seinen 37 Jahren müsste es für Roger Federer eigentlich fast nur noch Generationen-Duelle geben. Die von der ATP viel gehypte «Next Gen(eration)» zeigt zwar immer wieder erfolgversprechende Ansätze, der Durchbruch will aber (noch) nicht so recht gelingen. Und so duelliert sich Federer meist mit anderen Ü30-Vertretern wie am Donnerstag Kevin Anderson um die höchsten Ehren.

Heute um 15 Uhr ist es aber für einmal anders. Alexander Zverev wird von den jüngeren Spielern den Vorschusslorbeeren am ehesten gerecht – und strebt nun bei seiner zweiten Teilnahme den ersten Masters-Final an.

epaselect epa07170593 Germany's Alexander Zverev in action against John Isner of the USA during their Round Robin match at the ATP World Tour Finals tennis tournament at the O2 Arena in London, Britain, 16 November 2018.  EPA/WILL OLIVER

Zverev stellte das Duell gegen Federer mit einem Sieg über John Isner sicher. Bild: EPA

Für den Basler ist es hingegen bereits der 15. Halbfinal; viermal verlor er diesen (2002 gegen Lleyton Hewitt, 2009 gegen Nikolai Dawydenko, 2013 gegen Rafael Nadal und letztes Jahr gegen David Goffin). Mit sechs Titeln ist Federer auch Rekordsieger am Turnier der besten acht Spieler des Jahres.

Zverev: «Eine schwierige, aber schöne Aufgabe»

Während er bei den Grand-Slam-Turnieren bislang erst einen Viertelfinal (in diesem Jahr in Paris) im Palmarès hat, brilliert Zverev auf der nächsthöheren Stufe regelmässig. In Madrid gewann er dieses Jahr bereits seinen dritten Masters-1000-Titel – das sind zwei Titel mehr, als zum Beispiel Stan Wawrinka oder Juan Martin Del Potro bislang errungen haben. Und in dieser Saison hat keiner mehr Spiele (56) gewonnen als Zverev.

Während er mit den langen Matches auf drei Gewinnsätze noch Mühe bekundet, ist Zverev für den 16 Jahre älteren Federer im «Kurzformat» auf jeden Fall sehr gefährlich. Immerhin hat er zwei von fünf Duellen gewonnen. Die letzte Direktbegegnung verlor er allerdings vor einem Jahr in der O2 Arena in der Gruppenphase in drei Sätzen – und verpasste in der Folge die Halbfinals. Nun will er es besser machen. «Das wird eine schwierige, aber auch schöne Aufgabe», denkt der Sohn des ehemaligen sowjetischen Profis Alexander senior. «In den letzten Wochen hat Federer auch wieder unglaublich gut gespielt. Das täuscht ein wenig, weil jetzt Novak wieder top ist.»

Federer hat nach akuten Startschwierigkeiten zu alter Stärke gefunden. «Ich bin happy mit meiner Woche», sagte der Schweizer am Donnerstagabend zu später Stunde. «Vor 72 Stunden hat das vielleicht noch nicht so ausgesehen.» Federer versuchte in seinem hohen Tennisalter nochmals etwas Neues – auf Anraten seiner Coaches Severin Lüthi und Ivan Ljubicic. «Sie fragten: Wie wäre es mit einem freien Tag?» Und da Federer, wie er selber sagt, ein grosser Anhänger von genügend Ferien und genügend Auszeit ist, war er sofort einverstanden.

Federer fühlt sich noch frisch

Damit traf das Team den absolut richtigen Entscheid. Der freie Tag machte Federer zufrieden und brachte ihn in die richtige Stimmung, um wieder gross aufzuspielen. Deshalb nahm er sich nach dem Montag auch den Mittwoch und den Freitag frei. Und frei heisst in seinem Fall wirklich frei. «Ich gehe gar nicht gross aus dem Hotelzimmer», verriet Federer.

epa07163591 Switzerland's Roger Federer returns to Austria's Dominic Thiem during an ATP Tour Finals tennis match at the O2 Arena in London, Britain, 13 November 2018.  EPA/ANDY RAIN

Federer will die Saison erst morgen beenden. Bild: EPA

Da er bis jetzt immer am Abend spielte, kehrte er kaum vor Mitternacht zurück und schlief dann entsprechend bis gegen 11 Uhr. Danach waren Essen, Massage und Stretching angesagt. Daneben schaute er am Fernseher seinen Konkurrenten aus der anderen Gruppe zu und verbrachte Zeit mit den Kindern. «Jetzt bin ich körperlich und im Kopf noch frisch.»

Am Abend (21 Uhr) spielt Topfavorit Novak Djokovic in der Neuauflage des Wimbledon-Finals gegen den Südafrikaner Anderson. (ram/sda)

Roger Federers 99 Turniersiege

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«Diese Ekstase macht süchtig» – Federer holt den neunten Titel in Basel

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