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Britain's Chris Froome, wearing the overall leader's yellow jersey, competes in the twentieth stage of the Tour de France cycling race, an individual time trial over 22.5 kilometers (14 miles) with start and finish in Marseille, southern France, Saturday, July 22, 2017. (AP Photo/Claude Paris)

Froome gab sich auch im Zeitfahren der zweitletzten Etappe keine Blösse. Bild: AP/AP

Chris Froome wird die Tour de France gewinnen – Küng in den Top-10



Chris Froome kann sich des vierten Tour-Siegs innert fünf Jahren praktisch gewiss sein. Der 32-jährige Brite verteidigte im 22,5 km langen Zeitfahren in Marseille als Dritter seinen Vorsprung gegenüber Rigoberto Uran (8. Rang) und Romain Bardet souverän.

So sieht das Gesamtklassement vor der letzten Etappe aus.

Froomes Vorsprung im Gesamtklassement vor dem Schlusstag, an welchem der Leader traditionellerweise nicht mehr angegriffen wird, beträgt 54 Sekunden auf den Kolumbianer Uran. Bleibt der 32-Jährige vom Team Sky am Sonntag von einem Unglück verschont, so gewinnt er die Grande Boucle nach 2013, 2015 und 2016 zum bereits vierten Mal.

Während Uran im 22,5 km langen Zeitfahren als Achter eine starke Leistung zeigte, fiel der vormalige Zweite Bardet noch fast vom Tour-Podest. Der Franzose zog einen ganz schlechten Tag ein und verpasste die Top 50. Mit dem Rückstand von 2:20 Minuten auf Froome behauptete Bardet den 3. Gesamtrang gegenüber dem Spanier Mikel Landa nur gerade um eine Sekunde.

Der Sieg in Marseille ging überraschend an Maciej Bodnar. Der Pole, in seiner über zehnjährigen Profi-Karriere noch ohne grossen Sieg, triumphierte mit einer Sekunde Vorsprung vor seinem prominenteren Landsmann Michal Kwiatkowski. Dritter wurde mit sechs Sekunden Rückstand Froome. Vierter wurde der deutsche Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin (0:14 zurück).

Küng enttäuscht

Stefan Küng, der auch zu den Anwärtern auf den Sieg gehört hatte, klassierte sich nur auf dem 9. Platz. 34 Sekunden fehlten ihm am Ende zu Sieger Bodnar. Schon bei der ersten Zwischenzeit nach den flachen ersten 10 der insgesamt 22,5 km in Marseille lag der verhalten gestartete BMC-Profi um 16 Sekunden hinter der Spitze zurück. Er sei sich unsicher gewesen, welche Geschwindigkeit er anschlagen solle, gab Küng danach zu, «da in der Mitte schliesslich ein steiler Berg wartete».

Dieser «Berg» war ein 1,2 km langer Anstieg mit durchschnittlich 9,5 Prozent Steigung hinauf zur Marien-Wallfahrtskirche Notre-Dame de la Garde. Ihm bleibe nichts anderes, als dieses Zeitfahren als eine weitere Erfahrung abzuhaken, so der 23-jährige Ostschweizer. Vorwürfe mache er sich aber keine. «Ich gab das Maximum. Doch zuvor waren es drei harte Wochen.» (abu/sda)

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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • N. Y. P. D. 22.07.2017 19:42
    Highlight Highlight Chris Froome wird die Tour de France gewinnen – Küng in den Top-10 (Titel)

    Tolle Leistung von Küng, im Gesamtklassement unter die ersten 10 zu fahren !!

    Nein, er ist natürlich im Zeitfahren unter den ersten Zehn.
    • Adrian Buergler 22.07.2017 20:11
      Highlight Highlight @N. Y. P.: Die Titel haben eine Zeichen-Höchstanzahl, deshalb konnte ich das nicht weiter präzisieren. In meinen Augen, versteht man aber, dass mit dem zweiten Teil die Etappe gemeint ist und nicht das Klassement.
    • N. Y. P. D. 22.07.2017 20:18
      Highlight Highlight Ja, ist klar.
      Wer Radsport verfolgt, weiss natürlich sofort, was gemeint ist.

      Ein Novizen-Fan hätte vermutlich gleich die Champagnerkorken knallen lassen, ob der vermeintlich guten Platzierung im Gesamtklassement😄..

      Toll, wie watson dem Radsport Platz einräumt.
  • N. Y. P. D. 22.07.2017 19:29
    Highlight Highlight Bei Romain Bardet ist mir aufgefallen, dass er beim Einfahren eine Weste mit Eis trug. Am Rücken und am Ranzen, bzw Bauch, war die Weste bestimmt 8 cm dick. Er hat seine Körpertemperatur bestimmt unter 36° gedrückt.
    Danach ging er "runtergekühlt" auf die Strecke. Ich bin kein Arzt, aber kann es sein, dass sein Körper durch die anschliessende Hitze auf der Strecke einen kleinen Schock erlitt ?
    Es war eine desolate Leistung von Bardet.

    Froomey dagegen hat seinen Körper beim Einfahren OHNE Eis an die Hitze gewöhnt.

    Falls ein Doktor watson-Kommentare liest..

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