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Ellbogencheck oder Kopfstoss? Jetzt attestieren Gegner Sagan Selbstverteidigung

Wer hat angefangen? Hier drängt Cavendish Sagan mit dem Kopf weg. 
Wer hat angefangen? Hier drängt Cavendish Sagan mit dem Kopf weg. twitter

Ellbogencheck oder Kopfstoss? Jetzt attestieren Gegner verbanntem Sagan Selbstschutz

Die Jury hat Weltmeister Peter Sagan wegen des Checks gegen Mark Cavendish aus dem Fahrerfeld geworfen. Der Ausschluss sei zu hart, sagen nun selbst Konkurrenten. Auch für Cavendish ist die Tour definitiv gelaufen. 
05.07.2017, 03:0205.07.2017, 10:06

Peter Sagan vs. Mark Cavendish: Der Wild-West-Sprint mit Ellbogencheck bei Tempo 60 sorgt weiter für Diskussionen. 

Sagan und Cavendish geraten im Schlussspurt aneinander.Video: streamable
Der Sprint aus der Vogelperspektive.Video: streamable

«Nur weil er das Weltmeister-Trikot anhat, kann er sich nicht alles erlauben», schimpfte der deutsche Sprintstar André Greipel über Sagan unmittelbar nach der Zielankunft. Die Rennjury war gleicher Meinung und schloss Sagan wegen des Ellbogenchecks sogleich von der Tour de France aus

Doch so klar wie die Sache auf den ersten Blick ausgesehen hat, ist sie nicht. Greipel rudert bereits zurück: In einem Tweet entschuldigt er sich bei Sagan. «Manchmal sollte man zuerst die Bilder anschauen und erst dann etwas sagen. Die Entscheidung der Jury ist zu hart.»

Was hat den Gesinnungswandel bei Greipel ausgelöst? Nahaufnahmen des Zweikampfs zeigen, wie der 32-jährige Cavendish im Schlussspurt zuerst versucht, Sagan mit seinem Kopf abzudrängen, damit er rechts vorbeiziehen kann. Erst darauf reagiert der Weltmeister mit einem Ellbogenstoss. 

So ist es wohl auch zu erklären, dass Cavendish nach dem Sturz den Zweikampf mit dem Slowaken erstaunlich gefasst kommentierte: «Ich komme gut mit Peter klar, aber ich bin kein Fan von Ellenbogen. Ein Sturz ist ein Sturz, aber ich wüsste schon gerne, was das mit dem Ellenbogen sollte».

Cavendish ist kein Unschuldslamm. In der Vergangenheit hat er nicht nur einmal versucht, sich den Weg mit dem Kopf freizumachen: 

Kopfvoran in den Zweikampf: Mark Cavendish an der Tour de France 2014.Video: YouTube/Gary Wearmouth

So oder so ist die Tour sowohl für Sagan wie Cavendish vorbei. Sagan wurde von der Rennjury ausgeschlossen – mit der Begründung, «mehrere Fahrer gefährdet» zu haben. Und Cavendish hat sich das Schulterblatt gebrochen

Abgeschlossen ist der Fall damit aber noch nicht: Das Team von Sagan hat offiziell Protest gegen den Tour-Ausschluss des Weltmeisters eingelegt. (amü)

Entschied die Tour-de-France-Rennjury richtig?

Tour de France: Perlen aus unserem Archiv

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Tour de France: Perlen aus unserem Archiv
quelle: ap / peter dejong
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16 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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insider
05.07.2017 07:00registriert Juni 2016
Ich bleibe dabei und das war mein erster Eindruck: Da gibt es nie und nimmer Platz zum vorbei kommen. Die Frage war nur, ob einer oder beide zu Boden gehen. Sagan hat sich auf dem Rad gehalten. Für mich ist jede einseitige Bestrafung falsch.
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sveinn
05.07.2017 06:26registriert Januar 2016
Danke Watson, dass ihr im Gegensatz zu z.B. dem SRF dann noch die andere Seite zeigt!
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eulach
05.07.2017 07:05registriert Dezember 2016
Schade um Sagan und Cavendish; beide Fahrer bringen viel Charakter ins Feld.

Die vergleichsweise „langweiligen“ Greipel und Degenkolb wird's freuen. 😄
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