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Wer hat angefangen? Hier drängt Cavendish Sagan mit dem Kopf weg.  twitter

Ellbogencheck oder Kopfstoss? Jetzt attestieren Gegner verbanntem Sagan Selbstschutz

Die Jury hat Weltmeister Peter Sagan wegen des Checks gegen Mark Cavendish aus dem Fahrerfeld geworfen. Der Ausschluss sei zu hart, sagen nun selbst Konkurrenten. Auch für Cavendish ist die Tour definitiv gelaufen. 



Peter Sagan vs. Mark Cavendish: Der Wild-West-Sprint mit Ellbogencheck bei Tempo 60 sorgt weiter für Diskussionen. 

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Sagan und Cavendish geraten im Schlussspurt aneinander. Video: streamable

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Der Sprint aus der Vogelperspektive. Video: streamable

«Nur weil er das Weltmeister-Trikot anhat, kann er sich nicht alles erlauben», schimpfte der deutsche Sprintstar André Greipel über Sagan unmittelbar nach der Zielankunft. Die Rennjury war gleicher Meinung und schloss Sagan wegen des Ellbogenchecks sogleich von der Tour de France aus

Doch so klar wie die Sache auf den ersten Blick ausgesehen hat, ist sie nicht. Greipel rudert bereits zurück: In einem Tweet entschuldigt er sich bei Sagan. «Manchmal sollte man zuerst die Bilder anschauen und erst dann etwas sagen. Die Entscheidung der Jury ist zu hart.»

Was hat den Gesinnungswandel bei Greipel ausgelöst? Nahaufnahmen des Zweikampfs zeigen, wie der 32-jährige Cavendish im Schlussspurt zuerst versucht, Sagan mit seinem Kopf abzudrängen, damit er rechts vorbeiziehen kann. Erst darauf reagiert der Weltmeister mit einem Ellbogenstoss. 

So ist es wohl auch zu erklären, dass Cavendish nach dem Sturz den Zweikampf mit dem Slowaken erstaunlich gefasst kommentierte: «Ich komme gut mit Peter klar, aber ich bin kein Fan von Ellenbogen. Ein Sturz ist ein Sturz, aber ich wüsste schon gerne, was das mit dem Ellenbogen sollte».

Cavendish ist kein Unschuldslamm. In der Vergangenheit hat er nicht nur einmal versucht, sich den Weg mit dem Kopf freizumachen: 

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Kopfvoran in den Zweikampf: Mark Cavendish an der Tour de France 2014. Video: YouTube/Gary Wearmouth

So oder so ist die Tour sowohl für Sagan wie Cavendish vorbei. Sagan wurde von der Rennjury ausgeschlossen – mit der Begründung, «mehrere Fahrer gefährdet» zu haben. Und Cavendish hat sich das Schulterblatt gebrochen

Abgeschlossen ist der Fall damit aber noch nicht: Das Team von Sagan hat offiziell Protest gegen den Tour-Ausschluss des Weltmeisters eingelegt. (amü)

Umfrage

Entschied die Tour-de-France-Rennjury richtig?

  • Abstimmen

2,973

  • Ja. Der Ellbogenschlag von Peter Sagan kurz vor dem Ziel gehört sanktioniert.62%
  • Nein. Sagan konnte Mark Cavendish nicht herkommen sehen und trägt keine Schuld am Sturz.38%

Tour de France: Perlen aus unserem Archiv

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Video: watson

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    Alle Leser-Kommentare
  • JohnAllStarScott 05.07.2017 10:00
    Highlight Highlight Ich denke, hier wird das Ergebnis seiner Aktion bestraft und nicht die Aktion selbst. Für eine gefährliche Aktion darf eine Strafe gegeben werden, sie darf allerdings nicht vom weiteren Ausgehen des Vorfalls abhängig sein (Touraufgabe, Verletzung etc)...
  • stiberium 05.07.2017 09:10
    Highlight Highlight Sagan kommt von der Mitte und macht den Platz zum vorbeifahren zu. Cav eingeengt hält mit dem Kopf dagegen und Sagan schubst ihn in die Bande.

    Finde es in Ordnung, dass er Disqualifiziet wurde, da Cav ebenfalls ausfällt.
  • äti 05.07.2017 07:32
    Highlight Highlight Haben jetzt eigentlich alle 'Motörli'? :)
    • rittiner gomez 05.07.2017 08:23
      Highlight Highlight ??
    • äti 05.07.2017 09:40
      Highlight Highlight @rittiner, letztes Jahr war eine Diskussion ob manche Trethilfen im Rahmen und so eingebaut hatten.
  • N. Y. P. D. 05.07.2017 07:18
    Highlight Highlight Am besten können Sprinter beurteilen, wie sich Sprinter verhalten haben.

    Die Meinung ist ziemlich einhellig nach den Zeitlupenbildern. Cavendish gab zuerst einen Kopfstoss, ERST DANACH reagierte der Weltmeister.

    Die Jury wird jetzt aber nicht nochmals ihr Urteil ändern. Sonst taucht dann wieder ein Video auf, wo zu sehen ist, dass Sagan dem Cavendish 30 Sekunden vor diesem Vorfall ein Kopfnuss verpasst hat. Es würde dann ewig rekuriert.

    So, heute erster Showdown zwischen Froomey und Richie Porte in La Planche de belles filles, 1135 m hoch.

    • Spi 05.07.2017 08:17
      Highlight Highlight Revanche-Fouls werden im Fussball auch bestraft. Egal, ob die Aktion von Cavendish getriggert wurde, Sagan's Ellbogen gehört nicht dort hin.
    • N. Y. P. D. 05.07.2017 09:19
      Highlight Highlight @Spi
      Auf den Nahaufnahmen sieht man, dass Cavendish den Sagan mit dem Kopf abdrängt.
      Du bist jetzt Peter Sagan. (natürlich ohne die 6 Millionen Jahresgehalt) Wie reagierst Du ? Er drängt Dich ab mit seinem Kopf.
    • anonymer analphabet 05.07.2017 09:53
      Highlight Highlight Cavendish nimmt ein ziemliches Risiko, wenn er versucht durch diese kleine Lücke zu fahren. Der Ellbogen von Sagan trifft ihn ja nicht wirklich, es ist ein Gedränge wie es häufig vorkommt im Sprint und dann fehlt halt der Platz. Sehe da von keinem böse Absichten, einfach zu viel Risiko. Finde den Ausschluss von Sagan übereilt und falsch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • eulach 05.07.2017 07:05
    Highlight Highlight Schade um Sagan und Cavendish; beide Fahrer bringen viel Charakter ins Feld.

    Die vergleichsweise „langweiligen“ Greipel und Degenkolb wird's freuen. 😄
  • insider 05.07.2017 07:00
    Highlight Highlight Ich bleibe dabei und das war mein erster Eindruck: Da gibt es nie und nimmer Platz zum vorbei kommen. Die Frage war nur, ob einer oder beide zu Boden gehen. Sagan hat sich auf dem Rad gehalten. Für mich ist jede einseitige Bestrafung falsch.
    • Tschüse Üse 05.07.2017 07:33
      Highlight Highlight Cavendish hat sich selbst bestraft
  • sveinn 05.07.2017 06:26
    Highlight Highlight Danke Watson, dass ihr im Gegensatz zu z.B. dem SRF dann noch die andere Seite zeigt!
    • Fairness_3 05.07.2017 09:17
      Highlight Highlight Stimmt gar nicht. Lesen Sie mal die Berichterstattung von SRF nach. Dort gibt es auch ein Interview mitRadsport-Experte David Loosli, der sich gegen den Tour-Ausschluss von Sagan stellt.
  • chnobli1896 05.07.2017 06:10
    Highlight Highlight Immerhin ist so der Kampf uns grüne Trikot dieses Jahr spannender als auch schon ;-)

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16. Juli 2011: An der Tour de France verpasst Laurens ten Dam eine Kurve und stürzt schwer. Blutüberströmt beendet er nicht nur die Etappe, sondern einige Tage später auch die Rundfahrt.

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