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US-Polizist will Frau verhaften, weil sie ihr Baby in einem Einkaufszentrum stillt



Prüder Polizist auf Nippeljagd: Es ist kaum anders zu erklären, warum Savannah Shukla am vergangenen Sonntag in Columbus (US-Staat Georgia) eine unliebsame Begegnung mit dem Gesetzeshüter hatte. Die junge Mutter gab gerade ihrem einmonatigen Baby in einem Einkaufszentrum die Brust, als der Beamte sie ansprach und ihr erklärte, dies sei nicht erlaubt. 

Shukla postete ihre Empörung über den Vorfall auf Facebook – das, Ironie der Geschichte, ja selber dafür bekannt ist, ein Problem mit Brustwarzen zu haben. Der Beamte habe ihr gesagt, sie müsse sich bedecken, denn jemand könnte es anstössig finden, schrieb Shukla. Sie habe dann den übereifrigen Gesetzeshüter darauf hingewiesen, dass das Gesetz im Staat Georgia ihr erlaube, dem Kind überall die Brust zu geben. 

US-Staat Georgia: Polizist will Frau verhaften, weil sie Baby in Einkaufszentrum die Brust gibt

Der Beamte erklärte, er könne «bereits den Brustwarzenhof sehen».  Bild: Facebook

Die Antwort des Beamten bestand laut Shukla darin, ihr zu sagen, sie denke bloss, das Gesetz erlaube ihr das. Wenn ihre Brustwarze zu sehen sei, müsse er sie verhaften. Er habe dann noch angefügt, er könne «bereits ihren Brustwarzenhof sehen». Dafür «musste er aber sehr gut geschaut haben», kommentierte Shukla sarkastisch.

«Wenn er das mit mir getan hat, wird er es mit anderen wieder tun.»

Savannah Shukla

In Tränen ausgebrochen

Schliesslich verliess sie den Supermarkt und ging zu ihrem Wagen, wo sie in Tränen ausbrach. Diese Art der Belästigung sei es, schrieb Shukla, die Mütter dazu bringen könne, mit dem Stillen in der Öffentlichkeit aufzuhören. Sie werde den Vorfall bei den Vorgesetzten des Beamten melden, erklärte sie weiter, denn «wenn er das mit mir getan hat, wird er es mit anderen wieder tun». 

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Auch die Medien in den USA griffen den Vorfall auf.  Video: YouTube/Jerry Hamilton

Ihre Polemik auf Facebook wurde inzwischen fast 17'000-mal geteilt – und hat den Vorgesetzten des fehlbaren Beamten zu einer Entschuldigung veranlasst. John T. Darr, Sheriff des Muscogee County, liess – ebenfalls auf Facebook – verlauten, er habe selber vier Kinder, die alle gestillt worden seien. Das Gesetz in Georgia erlaube jeder Frau das Stillen, wo immer sie sich dabei am meisten wohl fühle. 

In den beinahe 400 Kommentaren zu dieser Entschuldigung gab es viel Zustimmung, aber auch Kritik von Leuten, die das nicht genügend fanden und weitere Konsequenzen verlangten. Jemand platzierte auch dieses sarkastische Video, das vier Gründe aufzählt, warum Frauen nie öffentlich stillen sollten: 

(dhr)

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