Wirtschaft
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Xi Jingping mit Royal Flush Pokerkarten

Hat gut lachen: Präsident Xi Jingping. Bild: shutterstock / keystone

Analyse

Im Handelspoker gegen Trump hat Xi einen Royal Flush

China sieht einem Handelskrieg mit den USA gelassen entgegen. Peking weiss, dass es bessere Karten hat.



«China hat keine Angst vor einem Handelskrieg», erklärte Zhu Guangyao. Der stellvertretende Handelsminister Chinas reagierte mit diesem Statement auf die Drohung von Donald Trump, weitere Strafzölle in der Höhe von 100 Milliarden Dollar auf chinesische Importe zu erheben.

Chinas Präsident Xi Jinping reagiert in diesem «Wie-du-mir-so-ich-dir»-Gerangel cool wie ein abgezockter Pokerspieler, der genau weiss, dass er das bessere Blatt hat. Er denkt nicht im Traum daran, auf Trumps Bluff hineinzufallen, denn er hat einen Royal Flush in der Hand.

Der Präsident sitzt fest im Sattel

Xi ist der mächtigste Politiker Chinas seit Mao Zedong. Seit seinem Amtsantritt im Jahr 2012 hat er sämtliche Gegner aus dem Feld geschlagen. Kürzlich haben die Chinesen die Verfassung so geändert, dass Xi bis an sein Lebensende im Amt bleiben kann.

FILE - In this March 1, 2016 file photo, souvenir plates bearing images of Chinese President Xi Jinping, left, and late Chinese leader Mao Zedong are displayed at a shop near Tiananmen Square in Beijing. In 2016, the Chinese Communist Party bestows on Xi the wholly ceremonial yet highly significant title of

So mächtig wie einst Mao: Präsident Xi. Bild: AP/AP

Die kommunistische Partei Chinas hat die Wirtschaft fest im Griff. «Sie könnte die Schmerzen eines Handelskrieges auf viele Schultern verteilen und gleichzeitig jahrelang Verluste der Staatsunternehmen verkraften», stellt die «New York Times» fest.

Chinas Wirtschaft ist nicht mehr auf Exporte angewiesen

Vor zehn Jahren betrugen die Exportüberschüsse Chinas noch neun Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), ein absurd hoher Wert. Der damalige chinesische Premierminister Wen Jiabao bezeichnete Chinas Wirtschaft deshalb als «instabil und unkoordiniert».

epa06641627 Chinese consumer walk by imported foods zone at a supermarket in Beijing, China, 02 April 2018. China has imposed tariffs of 15 percent and 25 percent on 128 US imports according to the different products beginning from 02 April 2018, including pork, wine, fruits and others, after US President Donald Trump raised duties on foreign steel and aluminium imports in March.  EPA/WU HONG

Die Chinesen haben den Konsum entdeckt. Bild: EPA/EPA

Heute ist China nicht mehr Exportweltmeister, der Überschuss in der Leistungsbilanz beträgt gerade mal noch 1,4 Prozent des BIP. Die Strafzölle haben daher viel von ihrem Schrecken verloren. «Wir sehen Anzeichen, dass die chinesische Wirtschaft weniger unausgewogen ist und mehr vom einheimischen Konsum lebt», stellt Martin Wolf in der «Financial Times» fest.

Chinas Ansehen ist weltweit gestiegen

Softpower, die Attraktivität einer Kultur, wird in der Geopolitik des 21. Jahrhunderts immer wichtiger. Davon profitiert China. Das Reich der Mitte hat seine 200 Jahre dauernde Krise überwunden und kann wieder an den Glanz alter Tage anknüpfen.

epaselect epa05960636 Hungarian Prime Minister Vitor Orban (C)and Chinese Premier Li Keqiang (2-L) review honor guards during a welcome ceremony at the Great Hall of the People in Beijing, China, 13 May 2017. Hungarian Prime Minister Vitor Orban is in China to attend the One Belt One Road Forum, which runs from 14 to 15 May.  EPA/HOW HWEE YOUNG

Der alte Glanz Chinas ist wieder da. Bild: EPA/EPA

Dazu kommt, dass sich die Chinesen mit ihrem Programm «One Road, One Belt» immer mehr Freunde rund um den Globus schaffen, vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Es stellt günstige Kredite zur Verfügung und baut Strassen und Eisenbahnen.

Für die Industriestaaten ist China nicht nur ein bedeutender Kunde geworden, sondern auch ein wichtiger Investor. Gleichzeitig sind es ausgerechnet die Kommunisten, die immer mehr zu den Verfechtern des freien Handels werden.

Warum Trump ein mieses Blatt hat

Ganz anders sieht es auf den anderen Seite des Pazifiks aus. Donald Trumps Wirtschafts- und Handelspolitik ist von Angst und Ignoranz getrieben. Er wechselt fast täglich seine Positionen und hat einen zerstrittenen Beraterstab. Kurz: Er hat ein lausiges Blatt und muss bluffen.

Im Weissen Haus herrscht Chaos

Der Personalverschleiss im West Wing, dem Flügel, in dem der Stab des Präsidenten arbeitet, ist gewaltig. Jede Woche treten wichtige Vertreter zurück oder sie werden gefeuert. Die Zurückgeblieben sind verängstigt, verunsichert und untereinander zerstritten.

epa06616134 Outgoing White House chief economic adviser Gary Cohn attends a meeting with US President Donald J. Trump and the Crown Prince Mohammed bin Salman of the Kingdom of Saudi Arabia in the Oval Office at the White House in Washington, DC, USA, 20 March 2018.  EPA/KEVIN DIETSCH / POOL

Geflüchtet: Wirtschaftsberater Gary Cohn. Bild: EPA/UPI POOL

Das gilt auch für die Handelspolitik. Zwar sind viele der sogenannten Globalisten inzwischen weg, vor allem Wirtschaftsberater Gary Cohn und Aussenminister Rex Tillerson. Doch der Streit geht weiter. So soll Finanzminister Steven Mnuchin alles andere als erfreut sein über Trumps Strafzoll-Pläne. Mit zerstrittenen Partnern in den Krieg zu ziehen, ist selten eine gute Idee.

Die Börsen und die Bauern laufen Amok

Trumps Äusserungen zu möglichen Strafzöllen haben zu hektischen Kursausschlägen an den Finanzmärkten geführt. «Meint der Präsident es ernst oder nicht?», lautet derzeit die Gretchenfrage der Investoren. Die gefühlte Antwort auf diese Frage lässt die Kurse in die Tiefe sausen oder in die Höhe schiessen.

Das Börsentheater kann Trump zumindest vorübergehend kalt lassen. Die wahre Gefahr droht von der realen Wirtschaft, konkret von den Bauern. Diese sind von den Retourkutschen der Chinesen besonders betroffen – und sie reagieren sauer.

epa06425801 US President Donald J. Trump addresses a gathering of farmers and ranchers at the annual American Farm Bureau Federation convention in Nashville, Tennessee, USA, 08 January 2018. After speaking, he signed two executive orders to expand access to broad band internet service in rural America.  EPA/RICK MUSACCHIO

Verärgert die Bauern: Donald Trump. Bild: EPA/EPA

Senator Ben Sasse, ein Republikaner und Trump-Anhänger aus dem Bundesstaat Nebraska, ist empört. «Selbst wenn der Präsident es nur halbernst meint, ist es Blödsinn», kommentiert der die Strafzoll-Absichten. «Es ist die dümmst mögliche Art, die Chinesen zu bestrafen.»

Sollte Trump den Handelskrieg weiter eskalieren, riskiert er, die bisherige Unterstützung auf dem Land zu verlieren.

Die Freunde werden vor den Kopf gestossen

Mit den Strafzöllen will Trump erklärtermassen China treffen, er fügt jedoch vor allem den Alliierten der USA Schaden zu. Mit dem Verzicht auf den Freihandelsvertrag TPP hat er zur Freude Chinas die Verbündeten in Asien verärgert. Japan, Australien & Co. wollen das Abkommen nun ohne die Amerikaner durchziehen.

Canadian Prime Minister Justin Trudeau meets with U.S. President Donald Trump in the Oval Office of the White House in Washington, D.C. on Wednesday, Oct. 11, 2017.  (Sean Kilpatrick/The Canadian Press via AP)

Nicht mehr beste Freunde: Kanadas Premierminister Justin Trudeau und US-Präsident Donald Trump. Bild: AP/The Canadian Press

Selbst die besten Freunde bekommen ihr Fett ab. Das Hickhack um den Freihandelsvertrag Nafta hat dazu geführt, dass der Haussegen zwischen den USA und Kanada mehr als schief hängt, von Mexiko gar nicht zu sprechen. Seit Trump Strafzölle auf Stahl und Aluminium verhängt und Strafzölle auf Autos angedroht hat, ist auch das Klima zwischen Berlin und Washington mehr als frostig geworden.

Trumps fataler Irrtum

Handelskriege seien locker zu gewinnen, hat Trump vor kurzem getweetet. Ein fataler Irrtum. Dabei hätten die USA tatsächlich gute Gründe, gegen China vorzugehen. Patentschutz und Gegenseitigkeit werden in Peking mit den Füssen getreten. Mit seinem chaotischen Vorgehen spielt Trump jedoch Xi direkt in die Karten.

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56Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Pirat der dritte 07.04.2018 16:01
    Highlight Highlight Trump geht die richtigen Pobleme an. Das Handelblanzdefizit der USA ist das Kernproblem des Landes und kommt durch Konsum von Chinaschrott auf Pump. Ebenfalls muss China an den Verhandlungstisch um gleiche Rechte für alle herzustellen . China geniesst in vielen Bereichen noch den Status eines Drittweltstaates, was es def nicht mehr ist.
  • ProfKim 07.04.2018 09:12
    Highlight Highlight Wir sollten die Chinesen nicht unterschätzen. Trotzdem wären Kooperationen besser als diese „Trump ärgere dich nicht“ Spiele.
  • JoeyOnewood 07.04.2018 09:09
    Highlight Highlight Auch nachdem Healthcare immer die einfachste Sache der Welt war, kam das: „Nobody knew, that Healthcare was so complicated“. alle wussten es, Donald, nur du nicht. Beim Handelskrieg genau dasselbe. Alle wissen es, ausser Donald und Fox News.
  • JoeyOnewood 07.04.2018 09:02
    Highlight Highlight Sehr doof, wenn man es erst merkt, wenn man selbst betroffen ist..., denn dieser satz ist auf praktisch alles anwendbar, was Trump als Präsident je sagte oder tat.

    „Senator Ben Sasse, ein Republikaner und Trump-Anhänger aus dem Bundesstaat Nebraska, ist empört. «Selbst wenn der Präsident es nur halbernst meint, ist es Blödsinn», “
  • §omboon §aleoff §amui & Bern 07.04.2018 07:35
    Highlight Highlight China ist der westlichen Welt um Jahrhunderte überlegen.
    Auf der Welt gibt es keine Einzige Volkswirtschaft welche eine längere Vorausplanung hat als die Chinesen.
    Man kann das chinesische Reich nicht in Zeitabschnitten von 50 oder 100 Jahren Wallstreet messen.
    Die Zeitrechnung Xi Jinpings tickt definitiv anders als diejenige der USA von Donald Trump!

    • bebby 07.04.2018 15:30
      Highlight Highlight Das trifft ev. für die Partei zu, aber ganz sicher nicht für die Firmen...dort sehe ich eher Zeithorizonte von einem Quartal, nicht überall aber doch sehr oft. Und selbst die Wirtschaftsplanung ist recht flexibel in der Ausführung (z.B. 2008). Und was ist mit der freien Handelbarkeit des Rmb? Man ist und bleibt Pragmatisch.
      Aber Sie haben schon recht - ich sehne mich zurück zu der Zeit, in der US Präsidenten mal ein paar Monate in Asien waren (z.B. Grant) oder der FED-Chef jedes Jahr ein paar Monate in Europa war. Ja, Monate, nicht Tage. Und ohne Twitter.
  • dmark 06.04.2018 18:35
    Highlight Highlight China hat noch einen weiteren Trumpf in der Hand - Amerikanische Schuldverschreibungen... Da geht es um mehrere Billionen Dollarlein - Europäische Billionen, nicht amerikanische Billionen wohlbemerkt. Sollten diese auf den Markt geworfen werden, dürfte dies ein kleineres Erdbeben in der Finanzwelt auslösen.
    • demokrit 06.04.2018 22:36
      Highlight Highlight Können Sie nicht. Die sind befristet.
    • Gawayn 06.04.2018 22:40
      Highlight Highlight Ja so ist es.
      Auch Dollar Anteile haben die.
      Würden die Chinesen, nur mal einen grossen Teil auf dem Markt werfen..

      Fällt der Dollar auf einen Wert wie einst in Europa die italienische Lira....
  • aglio e olio 06.04.2018 17:43
    Highlight Highlight Mannomann, der nächste POTUS wird es nicht leicht haben. Wer diesen Scherbenhaufen aufwischen kann verdient den Titel HOTUS.
    Herakles of the United States.
    • JoeyOnewood 07.04.2018 09:13
      Highlight Highlight Haha, die USA als „Stall des Augias“, herrliche Vorstellung.
  • Ass 06.04.2018 16:20
    Highlight Highlight Die Elektronik kommt von China. Ich bezweifle stark das Trump diesen Kampf gewinnen kann.
    • DerTaran 06.04.2018 17:32
      Highlight Highlight Nein, die Elektronik kommt aus den USA, sie wird zur Zeit nur in China produziert.
    • dmax 06.04.2018 18:11
      Highlight Highlight @nein dertartan, die elektronik kommt aus China!
      da wird ein bauteil bestellt (teilweise zusammen entwickelt) die man für ein Handy/NB braucht und der zulieferer entwickelt und stellt das her!
      nix da mit US knowhow!!!
  • Turi 06.04.2018 15:42
    Highlight Highlight Finde ich lustig, wie aus Hass auf Trump Journalisten plötzlich kommunistische Diktatoren und Despoten unkritisch in den Himmel lobhudeln.
    Ja, Diktaturen «...könnten die Schmerzen eines Handelskrieges auf viele Schultern verteilen...». Die tun das sogar, ohne die Menschen zu fragen.
    • DerTaran 06.04.2018 16:07
      Highlight Highlight Sehe ich genauso. Am Ende haben unsere Firmen und Konsumenten China gross gemacht. Geblendet von billiger, rechteloser Arbeitskraft haben wir statt in Roboter in China investlert.
    • Liselote Meier 06.04.2018 16:12
      Highlight Highlight Ach seit wann ist die ökonomische Sphäre hier demokratisiert? Wäre mir neu, dass wenn ein Betrieb nach Polen verlagert wird, die Mitarbeiterbefragt werden.

      Hüben wie drüben hat die Mehrheit nichts zu melden.

      Der einzige Unterschied liegt darin, dass dort wer in der KP weiter oben sitzt mehr zu sagen hat und hier wer die dickere Brieftasche hat.

      Aka Partei-Diktatur, aka Kapital-Diktatur.




    • Sandro Lightwood 06.04.2018 16:55
      Highlight Highlight Turi: Es sind die Länder, sprich Regierungen einiger Länder, die sich China zuwenden. An die müsstest du deine Kritik adressieren. Nicht an Philipp Löpfe, der beschreibt hier nur was s.E. vor sich geht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Oh Dae-su 06.04.2018 15:24
    Highlight Highlight "Vor zehn Jahren betrugen die Exportüberschüsse Chinas noch neun Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), ein absurd hoher Wert. Der damalige chinesische Premierminister Wen Jiabao bezeichnete Chinas Wirtschaft deshalb als «instabil und unkoordiniert»."

    Sagt das nur nicht den Deutschen ;)
    • Philipp Löpfe 06.04.2018 15:59
      Highlight Highlight Sie beginnen, es zu ahnen...
    • sgrandis 06.04.2018 22:01
      Highlight Highlight Wir haben dafür ja Grossdeu... hmmm... die EU/Eurozone (Spuren von Ironie)
  • Moudi 06.04.2018 15:16
    Highlight Highlight Ich finde den Artikel gut geschrieben und beschreibt die Lage doch sehr genau!
    An Herr Löpfe eine andere Frage: Was halten Sie davon das China und Russland eine Art Petro-Yuan/Rubel (Goldgedeckt!!) aufbauen und so womöglich den Petro-Dollar ablösen werden?
    Wäre mal spannend was in dieser Richtung zu lesen!
    Wünsche ein schönes Weekend!
    • Philipp Löpfe 06.04.2018 20:14
      Highlight Highlight Mit diesem Petro-Yuan-Rubel wird es wohl nichts werden, aber der Yuan könnte eines Tages eine neue globale Leitwährung werden.
    • Moudi 06.04.2018 20:31
      Highlight Highlight Vielen Dank für ihre Antwort!
    • dmark 07.04.2018 13:10
      Highlight Highlight Mal langsam mit dem Rubel... ;)
      Hatte denn nicht Russland mal den Plan, Rohstoffe an der Börse in St. Petersburg (Spimex) in Rubel anstatt in Dollar zu handeln? Soweit ich das verfolgen konnte, steht dieser Schritt nun kurz vor seiner Vollendung.
      Wird Russland etwa genau wegen diesem Plan von der westlichen Welt quasi geächtet und permanent mit neuen Sanktionen belastet?
      Ich meine nur, weil dies ja auch der Iran, sowie Saddam oder Gaddafi vorhatten. Und was da so alles geschah, um dies zu verhindern, wissen wir ja.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ruffy 06.04.2018 15:08
    Highlight Highlight Eine einzige Massnahme des Westens, gemeinsam gegen China würde schon reichen. Einfach verlangen, dass wir genauso in China investieren, Chinesische Firmen kaufen und Aktien an ihren Börsen handeln können wie die Chinesen das bei uns können. Solange alle Chinesischen Auslandgelder/Investitionen einfrieren.
    • Liselote Meier 06.04.2018 16:02
      Highlight Highlight Ja genau Investionen einfrieren. Strategie Nero?

      Dir ist schon klar, dass dies heisst das jede Firma mit chinesischer Beiteiligung dicht machen müsste? Der halbe Hamburger Hafen würde Still stehen.

      Zweitens ist es nicht Chinas Problem wenn man hier alles mit Geld kaufen kann sogar Schlüsselindustrie. Halten sich hier an die Regel und in China gibt es nun mal andere Regeln.

      Kann man genau so gut sagen, der Westen solle sich an China anpassen und seine Schlüsselindustrie verstaatlichen und von der Börse weggnehmen.
    • Ruffy 06.04.2018 17:38
      Highlight Highlight Keine Firma müsste dicht machen, oder machen Banken dicht wenn irgendwelche Guthaben eingefroren werden? Natürlich nicht.. Verstaatlichen muss man garnichts, in China sind längst nicht alles Staatliche Unternehmen. Es geht einfach um gleich Lange Spiesse für Chinesische und Westliche Investoren. Das problem ist auch nicht ein Verkauf von Syngenta an Chemchina, sondern dass wir keine Anteile an Chemchina kaufe können. Und nein es ist nicht Chinas Problem wenn man hier alles mit Geld kaufen kann. Wir können aber mal Eier zeigen und gleich Lange spiesse verlangen und sie sonnst rauswerfen.
    • Liselote Meier 06.04.2018 18:10
      Highlight Highlight @Ruffy; Ernsthaft? Wenn die Guthaben einer Firma, eingefroren sind müssen sie nicht dicht machen?

      Und natürlich muss eine Bank nicht dicht machen wenn ein Konto von einem Despoten gesperrt wird. Das ist EIN Kunde. Schuster bleib bei deinen Leisten ist mehr als angebracht.



    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 06.04.2018 15:03
    Highlight Highlight Für China UND den Westen ist Trumps Politik extrem gefährlich.
    China hat keine guten Karten - die Schuldenwirtschaft droht zu implodieren, wenn die Löhne wegen einem Handelskrieg auch nur leicht zurückgehen. Die Leute könnten ihre Hypotheken nicht mehr zahlen.

    Doch China ist inzwischen mit der Weltwirtschaft verflochten. Eine Krise dort würde auch den Westen treffen.
    Wer's nicht glaubt soll sich fragen, warum die Volatilität auf allen freien Finanzmärkten von Hong Kong bis Zürich durch Trumps Handelspolitik angestiegen ist.
    • FrancoL 06.04.2018 15:27
      Highlight Highlight Ach Oekonometriker; Die Volatilität der Finanzmärkte reagiert auf jeden kleineren Furz des Präsidenten, das gehört, so der Tenor zB der CS-Investment-Banker, schon zum vorprogrammierten Verhalten.
      Die Löhne müssen in China mit dem niedrigen Export kaum sinken, dass würden sie in der Schweiz bei der grossen Abhängigkeit vom Export.
      Ich denke da ist viel gewolltes Verkennen der Chinesischen Wirtschaft bei Deinem Kommentar dabei.
    • Ökonometriker 06.04.2018 17:51
      Highlight Highlight @FrancoL: die Exporte machen mit 20 Prozent der offiziellen Wirtschaftsleistung einen beträchlichen Teil der chinesischen Wirtschaftsleistung aus. Das ist mehr als der doppelte Beitrag der Banken zum BIP der Schweiz.
      Auch Xi Jinping warnt übrigens vor der Überschuldung.

      Klar wäre ein Handelskrieg für ein kleines Land wie die Schweiz noch schlimmer. Aber auch ein Handelskrieg zwischen China und den USA wird nicht spurlos an der Weltwirtschaft vorübergehen. Das wird kein Land dieser Welt einfach so mit einem Lächeln und 'Royal Flush' hinnehmen.
    • FrancoL 06.04.2018 20:17
      Highlight Highlight @Oekonometriker; In die USA machen sie lediglich 2 % aus! und ich nehme nicht an dass restliche Länder in den Reigen der USA einsteigen mögen. Zudem sind die Chinesen mit ihren Direktinterventionen in ihren Markt und ihre Wirtschaft wesentlich agiler als die USA.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bruno S.1988 06.04.2018 14:51
    Highlight Highlight Dumme Menschen die die Gründe für gewisse Probleme nicht verstehen, denken immer die Lösung sei einfach.
  • Ray Charles 06.04.2018 14:30
    Highlight Highlight Wer tatsächlich glaubt dass China hier die besseren Karten in der Hand hat, hat ganz klar zu viel des in Europe zur Zeit sehr beliebten "anti-USA" cool aid getrunken.

    Wunschdenken kleiner Europäer, die glauben, dass sie nicht im gleichen Boot wie die USA sitzen.
    • DieFeuerlilie 08.04.2018 18:56
      Highlight Highlight Hmm.. klingt für mich wie die -grundlose..- Arroganz eines möchtgern-grossen US-Amerikaners.

      Wir _alle_ (weltweit) sitzen im selben Boot. Stichwort Globalisierung.

      Die Meisten haben das unterdessen verstanden.

      Nur Ihr Mr Trump leider nicht.

      Der sitzt noch in seinem knallroten Gummiboot aus den 1950ern..
    • Ray Charles 09.04.2018 07:29
      Highlight Highlight Vor weniger als 20 Jahren, bin ich als junger linker gegen die globalisierung auf die Strasse gegangen. Heute ist man mit solch einer Einstellung, laut dir, in den 50er Jahren Stehen geblieben.

      Nein nein, bis Europa, ohne die USA, seine Interessen in der Welt durchsetzen kann, müssen noch gut 30 Jahre vergehen.

      Ohne NATO lässt sich europa nicht halten, und die EU braucht noch sicher so lange, bis sie eine eigene Armee aufgestellt hat.

      Mit arroganz hat dies nichts zu tun.

    • DieFeuerlilie 09.04.2018 12:54
      Highlight Highlight Aha, jetzt können Sie also doch noch sachlich argumentieren, wie schön.

      Bei Ihrem „Wunschdenken kleiner Europäer (..)“ allerdings haben Sie klar gezeigt, wie Sie wirklich denken.

      Und doch: das war sehr wohl arrogant, lieber Ray Charles.
      Ein grosser Name für einen kleinen Kommentierer übrigens..

    Weitere Antworten anzeigen
  • demokrit 06.04.2018 14:21
    Highlight Highlight "Kürzlich haben die Chinesen die Verfassung so geändert, dass Xi bis an sein Lebensende im Amt bleiben kann." - Echt jetzt? Haben die jetzt Demokratie? ;-)
    • Ueli der Knecht 06.04.2018 14:53
      Highlight Highlight Sehr viele (verklärte) Chinesen glauben, sie leben in einem demokratisch (durch die Partei) legitmierten System, genauso wie hierzulande viele (verklärte) Schweizer glauben, sie würden in einem demokratisch (durch Parteien) legitimierten System leben.

      Demokratie ist letztlich hüben wie drüben nur Dekoration, zur Beruhigung des Volks.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Legitimation_%28Politikwissenschaft%29

      Geld regiert die Welt. Mit mehr Geld hat man mehr Stimmengewicht. Das ist zwar nicht wirklich demokratisch (sondern plutokratisch), aber schliesslich doch meistens output-legitimiert.
    • Moudi 06.04.2018 15:08
      Highlight Highlight Ja so wie in Brüssel..
    • Ueli der Knecht 06.04.2018 16:07
      Highlight Highlight Genau, Moudi: Die Vertreter in Brüssel glauben, sie seien demokratisch legitimiert (input-legitimiert, denn sie wurden vom Volk gewählt). Sie sind aber tatsächlich nur Bürokraten, welche die wirtschaftlichen (hyperkapitalistischen) Interessen der globalen Multis durchdrücken und die kommerzielle Ausbeutung der Untertanen (ihrer Wähler) vorantreiben.

      vgl. "Hyperkapitalismus und Digitalisierung - Die Totalausbeutung des Menschen"
      http://www.sueddeutsche.de/politik/hyperkapitalismus-und-digitalisierung-die-totalausbeutung-des-menschen-1.3035040

      Die EU ist aber immerhin output-legitimiert.
    Weitere Antworten anzeigen

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