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Jeff Bezos auf dem Mond Teaserbild

Hat im All Grosses vor: Jeff Bezos. montage watson

Jeff Bezos: «Wir müssen auf den Mond zurück – und diesmal für immer»

Der Amazon-Gründer ist überzeugt, dass die Menschheit nur überleben kann, wenn sie das All erobert. Er ist bereit, dafür Milliarden Dollar aus dem eigenen Sack zu bezahlen.



«Der Mann im Mond, der hat es schwer, denn man verschont ihn heut' nicht mehr. Er schaut uns bang' von oben zu und fragt: Wie lang' hab' ich noch Ruh?», sang der Schlagersänger Gus Backus einst in den 60er Jahren.

«Ohne Kolonien im All werden wir wegen den ökologischen Beschränkungen kein Wachstum mehr haben.»

Jeff Bezos

Ein halbes Jahrhundert später ist es vielleicht definitiv Schluss mit der Ruhe. Jeff Bezos, der reichste Mann der Welt, ist fest entschlossen, den Mond zu kolonisieren. «Das ist nicht etwas, was wir uns wünschen», erklärte er an einer Pressekonferenz vom vergangenen Wochenende. «Das ist etwas, was wir tun müssen.»

Bezos und Musk meinen es todernst

Die Idee, dass die Menschen das Weltall erobern müssen, teilt Bezos mit Elon Musk. Dieser hat mit seinem Raumschiff-Unternehmen bereits einen Tesla ins All geschossen. Das war zwar ein symbolischer Akt, doch wie Bezos meint es auch Musk todernst. Er will den Mars besiedeln und ist wild entschlossen, das auch noch zu seinen Lebzeiten zu erleben.

Beide Milliardäre sind überzeugt, dass die Menschheit gar keine andere Wahl hat, als nach neuem Lebensraum im All zu suchen. «Die Alternative ist Stillstand», sagt Bezos in einem Interview mit dem «Wall Street Journal». «Ohne Kolonien im All werden wir wegen den ökologischen Beschränkungen kein Wachstum mehr haben. Das ist nicht die Zukunft, die ich mir für meine Enkel oder Urenkel wünsche.»

Bezos drängt darauf, rasch zu handeln. «Wir müssen unseren Planeten bald verlassen», sagt er. «Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren.»

«Es ist für Menschen tausend Mal attraktiver, in der Wüste Namib zu leben, als auf dem Mars.»

Jürgen Schmidhuber

Der Amazon-Gründer besitzt bereits ein Raumfahrtunternehmen namens Blue Origin. Er würde gerne mit der Regierung und der Nasa zusammenarbeiten. Allerdings: Mit Präsident Trump hat er das Heu nicht auf der gleichen Bühne.

HAWTHORNE-CA-MAY 29: SpaceX CEO Elon Musk unveils the company's new manned spacecraft, The Dragon V2, designed to carry astronauts into space during a news conference on May 29, 2014, in Hawthorne, California. The private spaceflight company has been flying unmanned capsules to the Space Station delivering cargo for the past two years. The Dragon V2 manned spacecraft will ferry up to seven astronauts to low-Earth orbit.   Kevork Djansezian/Getty Images/AFP
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Elon Musk vor einer Raumfahrtkapsel seines Unternehmens Space X. Bild: GETTY IMAGES NORTH AMERICA

Deshalb greift Bezos tief in die eigene Tasche. Er hat bereits Amazon-Aktien im Wert von rund einer Milliarde Dollar verkauft, um Blue Origin zu finanzieren. Das Unternehmen ist im Begriff, zwei grosse Raketen zu bauen, die Satelliten ins All befördern können. Bezos ist bereit, weiter zu investieren. «Das ist meine wichtigste Arbeit», betont er.

Ist es gescheiter, Roboter ins All zu schicken?

Ob es sinnvoll ist, Menschen auf andere Himmelskörper zu schicken, ist umstritten. Das All ist ein sehr unwirtlicher Ort. Jürgen Schmidhuber, Professor an der IDSIA in Lugano und Experte für künstliche Intelligenz, rät davon ab. «Es is ineffizient und macht wenig Sinn, Planeten im Sonnensystem durch Menschen zu kolonisieren», erklärte er in einem Interview mit watson. «Es ist für Menschen tausend Mal attraktiver, in der Wüste Namib zu leben, als auf dem Mars. Aber geeignet konstruierte Roboter werden auf dem Mars ihre Erfüllung finden.»

So gesehen wäre es vielleicht sinnvoller, Bezos, Musk & Co. würden ihre Milliarden in andere Projekte investieren – in Techniken,  welche die ökologische Zerstörung unseres Planeten Erde verhindern.

Nicht nur zum Spass schickte Elon Musk dieses Auto ins All

Video: watson

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