Wirtschaft
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US-Notenbank hebt Leitzins auf höchstes Niveau seit Finanzkrise

13.06.18, 20:17 14.06.18, 06:50

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat ihren Leitzins weiter angehoben. Der Schlüsselsatz, zu dem sich Banken gegenseitig Geld leihen, steige um 0,25 Punkte auf eine Spanne von 1,75 bis 2,00 Prozent, teilten die Währungshüter am Mittwoch in Washington mit.

Erst im März hatte die Notenbank den Zins schon einmal erhöht:

Dies ist die siebente Leitzinsanhebung seit der Zinswende im Dezember 2015. Höher lag der Leitzins zuletzt vor dem Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise im Herbst 2008. Zudem signalisierte die US-Notenbank zwei weitere Zinserhöhungen für 2018.

An den Finanzmärkten war fest mit dieser Entscheidung gerechnet worden. Die Notenbank begründete den zweiten Zinsschritt in diesem Jahr mit der guten Lage der Konjunktur und des Arbeitsmarkts.



Mit der Leitzinserhöhung steigen zunächst die Kosten für Geld, das Banken sich über Nacht untereinander leihen. Doch dadurch werden tendenziell auch Kredite für Unternehmen und Verbraucher teurer. So kann die Notenbank die brummende Konjunktur bremsen und einer möglicherweise drohenden Überhitzung der Wirtschaft entgegenwirken.

Die US-Notenbank hat den Auftrag, mit ihrer Geldpolitik die Beschäftigung zu fördern und das Preisniveau stabil zu halten. Dank des US-Wirtschaftsbooms floriert der Arbeitsmarkt, so dass die Fed Spielraum hat, ihren Kurs zu straffen. Die Erwerbslosenquote lag zuletzt bei 3,8 Prozent – so niedrig wie seit 18 Jahren nicht mehr.

Zugleich muss die Notenbank zunehmend aufpassen, dass die Teuerung nicht aus dem Ruder läuft. Die Jahresinflationsrate erreichte im Mai mit 2,8 Prozent den höchsten Wert seit mehr als sechs Jahren. Die Fed strebt eigentlich eine Rate von zwei Prozent an. Höhere Zinsen sind ein Mittel, mit dem Preisauftrieb gedämpft werden kann. (dwi/sda/dpa)

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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • swizzbliss 13.06.2018 20:44
    Highlight Die Finanzkrise rollt langsam auf uns zu. Und wo habt ihrs gelesen? Hier!
    Das geht nicht lange gut.
    22 10 Melden
    • Hayek1902 14.06.2018 03:16
      Highlight Wow, man muss ein grosser Finanzguru sein, um den crash nach dem boom zu prognostizieren. Erzähl uns doch aber bitte, wann genau die Krise eintrifft und was der Auslöser ist.
      6 2 Melden
    • ujay 14.06.2018 04:24
      Highlight @swiss.... Nostradamus....bist du das?
      4 2 Melden
    • Ökonometriker 14.06.2018 12:04
      Highlight Ich glaube swizzbliss spielt darauf an, dass bei Erhöhung der Zinsen und der damit einhergehenden Reduktion der Geldmenge nach einer Phase sehr lockerer Geldpolitik bisher meist eine Finanzkrise erfolgt ist.

      Die Notenbanken gehen diesmal aber sehr behäbig vor und Rohstoffpreise steigen parallel sodass die Hoffnung besteht, dass diesmal eine 'weiche Landung' möglich ist.

      Ein Ende der lockeren Geldpolitik ist nich nur wegen der drohenden Inflation notwendig, sondern auch um die Märkte wieder zu normalisieren und die extreme Vermögensungleichheit zu bekämpfen.
      1 1 Melden

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