Wirtschaft
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German faction leader of The Left Party Gregor Gysi gestures as he gives his last speech as faction leader at the lower house of parliament Bundestag on Germany's 2016 budget in Berlin, Germany September 9, 2015. REUTERS/Fabrizio Bensch

Scharfzüngiger Redner und Analytiker: Gregor Gysi. Bild: FABRIZIO BENSCH/REUTERS

Interview

Gregor Gysi: «Wir müssen Russland als Grossmacht akzeptieren»

Gregor Gysi, der ehemalige Chef der deutschen Linken, erklärt, weshalb die Rechtspopulisten keine Nazis sind, warum der Euro nicht kollabieren darf, und weshalb Deutschland und Russland sich aussöhnen sollten.



Die renommierte Historikerin Anne Applebaum erkennt heute Parallelen zu den Dreissigerjahren. Teilen Sie diese Einschätzung?
Nein. Zwar gibt es Ähnlichkeiten, doch es gibt auch einen gravierenden Unterschied: In den Dreissigerjahren haben die grossen Konzerne den Schutz des deutschen Binnenmarktes angestrebt und deshalb die Nazis unterstützt. Heute brauchen die internationalen Konzerne keinen solchen Schutz mehr. Sie wollen einen Schutz des Weltmarktes und können deshalb mit einem engen Nationalismus nichts anfangen.  

Donald Trump sieht das anders. Er setzt voll auf die Karten Nationalismus und Protektionismus.
Die USA sind ein anderer Fall. Das ist ein grosses Land mit einem grossen Binnenmarkt. Ich habe mich auf Europa bezogen, wo Protektionismus keinen Sinn mehr macht.  

«In den Dreissigerjahren waren es die Juden, heute ist es der Islam.»

Beim Rechtspopulismus gibt es auch in Europa Dinge, die an die Dreissigerjahre erinnern.
Die Menschen haben die Nase voll vom politischen Establishment. Die Krisen nehmen kein Ende und verunsichern die Menschen. Sie wissen heute gar nicht, was Europa überhaupt darstellen soll. Es läuft derzeit gar nicht gut.  

Es lässt sich nicht leugnen, dass wir heute wieder Rassismus und Religionskriege haben.
In den Dreissigerjahren waren es die Juden, heute ist es der Islam. Dabei haben wir geglaubt, das hätten wir hinter uns. Wissen Sie, was uns fehlt? Ein Weltpolitiker von Format, der Autorität ausstrahlt.  

epa05018348 Co-founder of Pegida (Patriotic Europeans Against the Islamisation of the Occident) Lutz Bachmann (L) and former AfD (Alternative for Germany) member Tatjana Festerling (C) lead the  Pegida rally holding a banner which reads 'free of violence and united against religious wars on German soil' in Dresden, Germany, 09 November 2015 The rally took place on 09 November - the anniversary of Kristalllnacht (Night of Broken Glass) in Nazi Germany of 1938.  EPA/ARNO BURGI

Keine Nazis, aber auf dem Vormarsch: Rechtspopulistische Bewegungen wie die Pegida. Bild: EPA/DPA

Könnte eine solche Figur tatsächlich den Vormarsch der Rechtspopulisten stoppen?
Es kommen mehrere Dinge zusammen. Erstens haben wir keine solche Figur, und zweitens stecken wir tatsächlich in einer tiefen Krise. Die Neoliberalen halten unbeirrt an ihrem Kurs fest, und in Deutschland hat Finanzminister Wolfgang Schäuble nur eine Idee: Sparen, sparen, sparen. Das ist alles abenteuerlich falsch. Deshalb sage ich auch: Wir brauchen in Deutschland einen Regierungswechsel. Was wir derzeit haben, ist paradox. Die CDU ist sozialdemokratisch geworden – und die SPD hat ihre eigenen Prinzipien aus den Augen verloren. Alles ist durcheinander, und das nützen die Rechtspopulisten aus.  

Deutschland ist unfreiwillig zur Führungsmacht in Europa geworden. Wie Joseph Stiglitz kürzlich sehr überzeugend aufgezeigt hat, driften die wirtschaftlichen Interessen von Deutschland und dem Süden immer stärker auseinander. Wie lange kann dies noch gut gehen?
Bricht der Euro auseinander, werden wir Massenarbeitslosigkeit in Deutschland haben. Die Einführung des Euro war ein Fehler, aber ihn jetzt überstürzt auflösen zu wollen, wäre eine Katastrophe. Stiglitz argumentiert rein ökonomisch. Da mag er ja Recht haben. Aber als Politiker muss ich mir auch die politischen Folgen überlegen.  

«Wir müssen die Schuldenfrage klären, sonst geht der Euro kaputt.»

Mit anderen Worten: Sie halten nichts von einer Zweiteilung des Euros?
Das möchte Schäuble schon lange. Er träumt immer noch von einem Kerneuropa. Aber mit 28 EU-Mitgliedern kriegt man das nicht mehr gebastelt. Und es ist immer gefährlich, in der Politik zu spielen. Das hat der ehemalige britische Premierminister David Cameron erlebt. Er hat gespielt – und hat alles kaputt gemacht.

Wie also sehen Sie die Zukunft des Euros?
Wir müssen die EU solidarischer und sozialer gestalten. Der Süden braucht einen Marshall-Plan und eine Konferenz, wie wir sie 1953 in London hatten. Damals sind Deutschland ganz viele Schulden erlassen worden. Das hat man vergessen, und wenn ich die Deutschen heute daran erinnere, dann mache ich mich unbeliebt. Doch wir müssen die Schuldenfrage klären, sonst geht der Euro kaputt.  

epa05458143 (FILE) A file photograph showing Nobel Prize of Economy Joseph Stiglitz speaking during a conference in the frame of the Annual Meeting of International Monetary Fund (IMF) and World Bank (WB), in Lima, Peru, 09 October 2015. Reports on 06 August 2016 state that Joseph Stiglitz has resigned from the Panama Papers commission due to Panama's refusal to guarantee the committee’s report would be made public. Swiss anti-corruption expert Mark Pieth also quit the group on 05 August 2016. The Panama Papers commission is looking into the leaked detailed financial information from offshore accounts and potential tax evasion by the rich and powerful.  EPA/ERNESTO ARIAS *** Local Caption *** 52299236

Plädiert für eine Aufspaltung des Euros: Der Ökonom Joseph Stiglitz.  Bild: EPA/EFE FILE

Wäre das so schlimm?
Ja, es würde im Chaos enden. Raus aus dem Euro wollen immer nur die Rechten. Und als Wissenschaftler von aussen Ratschläge zu geben, ist das Eine. Aber es dann als Regierungschef verantworten zu müssen, ist eine ganz andere Sache.

Mit Trump werden sich höchstwahrscheinlich die Spielregeln des Welthandels ändern. Muss da nicht Deutschland seine Rolle als Exportweltmeister überdenken?
Warten wir mal ab. Aber ja, mir machen seine Pläne grosse Sorgen. Ich hoffe, man kann ihm ein paar Dinge noch ausreden. Er sollte beispielsweise darauf verzichten, das Abkommen mit dem Iran aufzukündigen. Auch die Mauer gegen Mexiko ist überflüssig und wesentliche Bestandteile der Gesundheitsreform sollte er beibehalten.  

Sehen Sie auch positive Seiten bei Trump?
Die Chemie zwischen ihm und Putin wird besser sein. Das bedeutet, dass die USA und Russland leichter zu einem Kompromiss zur Lösung der Ukraine-Krise finden könnten.

«Russland ist immer noch eine atomare Weltmacht.»

Warum hat die Linke ein so romantisches Bild von Putin? Russland ist eine üble Diktatur.
Russland war nie eine Demokratie, aber das ist nicht die Frage. Aber Putin hat als KGB-Mitarbeiter in der DDR erlebt, wie der Westen immer näher an Russland gerückt ist. Alle ehemaligen Sowjet-Republiken sollten in die Nato. Putin fühlt sich umkreist.

Na und? Grossbritannien war einst auch eine Weltmacht. Dürfen die Engländer deswegen ihre Kolonien wieder zurückfordern?
Russland ist immer noch eine atomare Weltmacht, ob es Ihnen passt oder nicht. Russland ist nicht die Schweiz, und wir können uns nicht so benehmen, als ob es die Schweiz wäre. Wir haben wegen der Annexion der Krim – die ich übrigens für völkerrechtswidrig halte – Sanktionen beschlossen. Aber der Einmarsch der Amerikaner in den Irak war auch völkerrechtswidrig, und welche Sanktionen haben wir beschlossen? Und jetzt verbündet sich Putin mit Erdogan gegen die EU. Das ist eine Katastrophe.  

epaselect epa05634154 A billboard by pro-Serbian movement shows the image US President-elect Donald Trump and Russian President Vladimir Putin as a truck drives past in the town of Danilovgrad, Montenegro, 16 November 2016. Presidents Donald Trump and Vladimir Putin spoke by phone of better relations in the future between Washington and Moscow on 15 November.  EPA/BORIS PEJOVIC

Trump und Putin als Traumpaar auf einem Wahlplakat in Montenegro.   Bild: BORIS PEJOVIC/EPA/KEYSTONE

Putin unterstützt alle Rechtspopulisten, welche die EU zerstören wollen.
Ursprünglich wollte sich Putin mit der EU verständigen. Das hat George W. Bush mit dem Versuch, auch die Ukraine in die Nato zu lotsen, vermasselt. Stellen Sie sich vor, die Ukraine wäre Nato-Mitglied geworden. Dann hätte Russland seine Schwarzmeer-Flotte gewissermassen im Feindesgebiet stationiert gehabt. So geht das alles nicht. Wir müssen Russland als Grossmacht respektieren.  

Gregor Gysi hat eine Winterrede vor dem Zentrum Karl der Grosse beim Grossmünster gehalten. Bis zum 27. Januar sind dort von Dienstag bis Freitag noch verschiedene Redner zu hören, darunter auch die watson-Kolumnistin und Bloggerin Kafi Freitag.

Der scheidende US-Präsident Barack Obama hat Russland als eine Regionalmacht bezeichnet.
Das war ein schlimmer Fehler und hat dazu geführt, dass uns Putin beweisen wollte, dass Russland eine Weltmacht ist.

«Die Schweiz ist in Europa die Ausnahme – und sollte das auch bleiben.»

Deutschland gerät nun zwischen Hammer und Amboss, zwischen Russland und die Vereinigten Staaten. Was soll die Kanzlerin tun?
Ich wäre von Anfang an den Minsker Weg gegangen. Die Sanktionen halte ich für verfehlt. Wir wollen ja alle keinen Dritten Weltkrieg.  

Begrüssen Sie eine Annäherung von Deutschland an Russland?
Natürlich. Aber das heisst nicht unkritisch zu sein. Wir müssen aber eine Beziehung mit Russland herstellen, in der die Kritik auch gehört wird. Und wirtschaftlich gesehen ist Deutschland der zweitwichtigste Handelspartner von Russland. Die mittelständischen Unternehmen in Deutschland leiden mehr unter den Sanktionen als die Russen.  

Bekommen Sie kein mulmiges Gefühl, wenn Sie daran denken, dass zwei ausgesprochene Machtmenschen wie Trump und Putin darüber entscheiden, wie die Welt aufgeteilt werden soll?
Wenn sie sich darüber einigen könnten, wer wo das Sagen hat, dann könnte es zu einer Beruhigung der weltpolitischen Lage führen.  

Sie raten der Schweiz, nicht der EU beizutreten. Weshalb?
Es gibt immer eine Ausnahme. Die Schweiz ist in Europa die Ausnahme – und sollte das auch bleiben.

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  • Johann Donner 14.01.2017 05:20
    Highlight Highlight NEeeeeeeein?! Russland ist eine Grossmacht? Wirklich?
    Echt jetzt? Gut das es watson gibt!!! Wäre sonst nie drauf gekommen!!!! Unglaublich dieser Enthüllungsjournalismus, muss es gleich meinen Kollegen weitersagen!!! Wow!!!
  • Dean Hubert 13.01.2017 16:16
    Highlight Highlight gibt es das interview auch als Podcast o.Ä.?
  • rodolofo 13.01.2017 09:59
    Highlight Highlight Interessant, was dieser Gregor Gysi da alles gesagt hat!
    Solche geistig flexiblen Brückenbauer, die ohne ideologische Scheuklappen und ohne moralinsauren Missionars-Eifer auftreten, kann unsere zerstrittene Welt sehr gut gebrauchen!
    Und als "Ossi" kann sich Gysi in Russische Mentalitäten und Denkweisen einfühlen, wie übrigens auch Angela Merkel, die ja ebenfalls in der DDR aufwuchs.
    Das wiedervereinigte Deutschland wird so gleichermassen zum pulsierenden Herzen eines wiedervereinigten West- und Ost-Europas, das sich von Frankreich bis nach Russland erstrecken könnte!
    • FrancoL 13.01.2017 16:47
      Highlight Highlight Hast Du etwas gegen Spanier und Portugiesen? ;-)
    • rodolofo 13.01.2017 17:10
      Highlight Highlight Ganz im Gegenteil!
      Viel wichtiger, als die Ost-Erweiterung, die ja wegen Putin und Konsorten noch für einige Jahrzehnte auf Eis gelegt worden ist, erscheint mir die Süd-Erweiterung!
      Portugal und Spanien sind da nur der erste Schritt vor dem Übersetzen auf den Afrikanischen Kontinent.
      Marokko und Tunesien scheinen ja auf einem viel versprechenden Weg zu sein!
      Aber den "Nahen Osten" können wir wohl für ebenso lange Zeit abschreiben, wie den Fernen Osten...
  • Don Alejandro 12.01.2017 22:58
    Highlight Highlight Russland ist geographisch eine Grossmacht. Mit einem BIP knapp so hoch wie Italien ist es wirtschaftlich aber eher unbedeutend. Darum geht es aber schlussendlich nicht. Russland muss sich endlich selbst emanizipieren, wirtschaftlich diversifizieren und sich vom Sowjetmief befreien. Die Sanktionen waren den paradoxerweise auch ein Startschuss endlich wieder selbst zu produzieren und innovativer zu sein, statt alles mit dem Gas-Rubel zu importieren.
  • sowhatopinion 12.01.2017 18:41
    Highlight Highlight Gysi, ein ehemals verhärteter linker ehemaliger DDR-Spross wie auch Löpfe, welcher gut interviewt, scheinen offenbar beide bereit, die bipolare Sichtweise aus dem kalten Krieg sowie das kaum zielführende schwarz/weiss-Denken abzulegen, das verdient Respekt.
    • herschweizer 12.01.2017 20:17
      Highlight Highlight Vergleichen sie den Löpfe bitte nicht mit Gysi. Da gibt es nichts zu vermischen.
    • Soli Dar 12.01.2017 22:20
      Highlight Highlight Grundsätzlich einverstanden, wobei ich mir bei Löpfe und seinen Watsonkollegen (noch) nicht so sicher wäre - wer Russland als Diktatur bezeichnet, Putin des Anstiften des 3.Weltkrieges bezichtigt und gleichzeit von der Pax America, als friedliches Imperium, schwärmt, trotz 20-30 Mio. durch US-Kriegshandlungen verstorbene Menschen, der scheint nun wirklich etwas realitätsfern bzw auf einem Auge blind zu sein.

      PS. Niemand tötete mehr Menschen seit 1945 als die USA! Nicht Russland, nicht Frankreich, nicht UK, nicht China und nicht Irak, nicht Kuba, nicht Afghanistan und nicht der Iran.
    • FlorianH 13.01.2017 06:35
      Highlight Highlight China hat allein schon mit dem grossen Sprung nach vorne mehr Leute als die USA getötet...
    Weitere Antworten anzeigen
  • TanookiStormtrooper 12.01.2017 16:36
    Highlight Highlight Das grosse Problem ist doch, dass wir immer noch im Schema "guter Ami - böser Russe" feststecken und damit meine ich nicht "böser Ami - guter Russe". Die Amis bespitzeln uns, marschieren Völkerrechtswidrig in den Irak ein unterhalten Geheimgefängnisse, war alles kein Problem. Macht der Russe sowas hagelt es Sanktionen. Wir hängen hier immer noch am Rockzipfel der Amis.
    Willy Brandt sagte einst: "Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen." konsequenterweise müsste man da die Militärbasen der Amis dicht machen. Es wäre an der Zeit sich etwas zu emanzipieren.
    • R&B 12.01.2017 17:04
      Highlight Highlight @Tanooki: "Es wäre an der Zeit sich etwas zu emanzipieren." -> die EU? kurzfristig absolut illusorisch. Somit bleibt die USA die beste Schutzmacht
    • FrancoL 12.01.2017 17:38
      Highlight Highlight Vielleicht hat Brandt auch geschickt den "deutschen Boden" erwähnt um nicht das deutsche Volk in den Vordergrund zu stellen.
    • Stachanowist 12.01.2017 18:36
      Highlight Highlight @R&B

      Ich sehe in Europa Potenzial, sich selbst zu verteidigen. Ein Blick auf die Militärausgaben in Milliarden US-Dollar (2015) zeigt, dass Europa durchaus wehrfähig ist:

      Deutschland und Frankreich zusammen: 90.3

      Russland: 66.4

      De&Fr zusammen haben ziemlich genau dieselbe Bevölkerungszahl wie Russland. Wenn man bedenkt, dass allein mit Italien und Polen weitere 30mia $ hinzukommen, kann man wohl davon ausgehen, dass Europa einem russischen Angriff selbständig standhalten könnte.

      https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157935/umfrage/laender-mit-den-hoechsten-militaerausgaben/
    Weitere Antworten anzeigen
  • Moudi 12.01.2017 14:23
    Highlight Highlight Sie raten der Schweiz, nicht der EU beizutreten. Weshalb?
    Es gibt immer eine Ausnahme. Die Schweiz ist in Europa die Ausnahme – und sollte das auch bleiben.
    Der Aufsteller des Jahres?
  • Posersalami 12.01.2017 13:42
    Highlight Highlight "Donald Trump sieht das anders. Er setzt voll auf die Karten Nationalismus und Protektionismus.
    Die USA sind ein anderer Fall. Das ist ein grosses Land mit einem grossen Binnenmarkt. Ich habe mich auf Europa bezogen, wo Protektionismus keinen Sinn mehr macht. "

    Hä? Der Binnenmarkt in der EU ist grösser als derjenige der USA, nämlich 17.9mia vs. 16.8mia oder 500mio Menschen vs. 300mio Menschen in den USA. Kann das jemand so übersetzen, das es Sinn macht?
    • bernd 12.01.2017 14:07
      Highlight Highlight Er mein wohl, dass in Europa nationaler Protektionismus keinen Sinn macht.
    • Majoras Maske 12.01.2017 14:20
      Highlight Highlight Vermulich meint er, dass Protektionismus auf Stufe Nationalstaat in Europa keinen Sinn ergibt (also Frankreich etwa Deutschland mit Importzöllen belegt).
    • opwulf 12.01.2017 14:29
      Highlight Highlight Weil Protektionismus in den USA bedeutet sich auf den US Binnenmarkt zu fokussieren und sich nach Aussen mehr abzuschotten. In Europa hingegen wäre dies nicht der Binnenmarkt der EU, weil den haben wir heute schon - sondern die Rückbesinnung auf Nationale Grenzen und Zölle (Bsp. Brexit, etc ...)! Die USA als Land ist gross genug und hat genug Gewicht alleine - aber in Europa müssen wir als ein gesammter Europäischer Wirtschaftsraum auftreten um ähnlich viel Gewicht/Einfluss zu haben!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lowend 12.01.2017 13:19
    Highlight Highlight Herrlich, wie hier ein alter Kommunist, der immer sehr gut mit der DDR-Diktatur zusammengearbeitet hat, von extrem rechten Ultranationalisten gefeiert wird, nur weil er fordert, dass man die russische Diktatur anerkennen soll!
    • Leon1 12.01.2017 13:58
      Highlight Highlight Tatüü-tataa der Troll ist da?

      Wie viele Ultrarechte hat's denn hier?

      Wer persönlich gegen den interviewten Politiker schiesst, zu Inhalt allerdings nichts sagt, dem fehlt es offensichtlich an Argumenten.

      Naja für was auch, gibt ja Schlagworte :)
      "Kommunist", "DDR", "Diktatur", "extrem rechts", "Ultranationalisten"

      klares Verdikt: Troll
    • Lowend 12.01.2017 14:36
      Highlight Highlight Wenn Sie sich durch den Begriff "Ultranationalist" angesprochen fühlen, dann ist dass nicht mein Problem, Leon.
      Gewisse Probleme habe ich aber mit Gregor Gysi und seiner Rolle als Anwalt in der ehemaligen DDR. Obwohl ich vieles, was er sagt unterschreiben kann, bin ich mit einigen Aussagen nicht einverstanden und darum finde ich es umso spannender, dass gerade die Kommentatoren aus dem ultrarechten Spektrum, die sich dauernd gegen Linke wettern, hier einen Kommunisten feiern, wobei ich selber, als der Sozialdemokratie nahestehender, kritisch zu ihm stehe. Ist dass für Sie etwa nicht herrlich?
    • Leon1 12.01.2017 15:19
      Highlight Highlight Ich stehe der Sozialdemokratie und einer liberalen Gesellschaft nahe, danke der Nachfrage.

      Ich verstehe schon was sie meinen, einige Exponenten der Linken und der AfD stehen sich in gewissen Punkten unangenehm nahe, Sahra Wagenknecht hat dafür auch schon 'ne Torte ins Gesicht bekommen.

      Die Frage ist nun was ist in welchem Ausmass links und rechts. Was ich nicht teile, ist Ihre Ansicht, dass hier bei Watson "ultrarechte" Kommentatoren ihr Unwesen treiben. Die Aussage ist etwa ähnlich doof wie das ewige SVP Pamphlet, gemäss welchem alle Medien links der Weltwoche "linksextrem" seien.
    Weitere Antworten anzeigen
  • R&B 12.01.2017 13:05
    Highlight Highlight Sehr gutes Interview. Gysi wie eh und je analytisch stark und eloquent.
    Bei zwei Punkten bin ich nicht einverstanden:
    - Es gab beim Einmarsch der USA im Irak keine Sanktionen, weil die Bush-Regierung Gründe dafür erlogen hatte. Einige westliche Staaten sind darum mit den USA in den Krieg gezogen.
    - Sich Russland zu nähern: ja. Aber einseitig die Sanktionen aufzuheben, wäre ein katastrophaler Fehler. Denn in Russlands Augen würde die EU dann als schwach angesehen werden.
    • peeti 12.01.2017 14:26
      Highlight Highlight Also die Antwort auf die letzte Frage finde ich ziemlich lausig.
    • R&B 12.01.2017 16:48
      Highlight Highlight @peeti: Konkreter bitte
    • peeti 12.01.2017 17:08
      Highlight Highlight gerne: Ich war schon an seiner Rede etwas entäuscht. "Wieso soll die Schweiz nicht in die EU?" "Die Schweiz ist in Europa die Ausnahme."
      Äha, und wieso ist gerade sie die Ausnahme und soll sich nicht beteiligen?
      Verstehe mich nicht falsch, ich will auch nicht in die (aktuelle) EU. Aber von einem Gysi erwarte ich etwas mehr Tiefe. Auch was sein Votum, die EU radikal zu verändern, betrifft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sophia 12.01.2017 13:01
    Highlight Highlight Obama nannte Russland eine Regionalmacht: "Das war ein schlimmer Fehler und hat dazu geführt, dass uns Putin beweisen wollte, dass Russland eine Weltmacht ist."
    Putin am Gängelband Obamas! Und das soll ein mächtiger Mann sein?
    Wenn ich mir so überlege, welchen Typen wir ausgeliefert sind, wird mir ganz übel.
    Falls die USA mit Putin einig werden, bleibt Deutschland gar keine Wahl, es muss die Saktionen gegen Russl. sofort aufheben, am besten gleich heute, dann hat es einen Vorsprung. Egal welcher Typ Russland regiert, wir sind verpflichtet das Beste aus den Möglichkeiten zu machen.
  • smoking gun 12.01.2017 12:59
    Highlight Highlight Löpfe interviewt Gysi und Gysi zeigt Verständnis für Putin und Russland. Ist Löpfe jetzt ein Putin-Troll? Und ist Putin jetzt auf einmal nicht mehr "... der gefährlichste Mann der Welt"?

    Das Übelste, was man einem Journalisten sagen kann, ist der Spruch, er sei ein Opportunist. Ob auf Löpfe dieses Kriterium zutrifft, bleibe mal dahingestellt. Ein fahler Beigeschmack wird auf jeden Fall für immer haften bleiben.
    • Philipp Löpfe 12.01.2017 13:14
      Highlight Highlight #smoking gun: Wenn ich jemanden interviewe, dann will ich wissen, wie er tickt. Das heisst keineswegs, dass sich seine Meinung teile. Das ist banales journalistisches Handwerk. Bist du damit überfordert?
    • DerWeise 12.01.2017 13:22
      Highlight Highlight in diesem Fall bitte mehr banales journalistisches Handwerk, danke.
    • R&B 12.01.2017 13:24
      Highlight Highlight @smoking gun: Echt jetzt? Dürfen Journalisten nur jene Leute interviewen, deren Ansichten sie zu 100% teilen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sheez Gagoo 12.01.2017 12:57
    Highlight Highlight War der Gisy immer schon so banal? Unglaublich, was der da für Platitüden von sich gibt. Übrigens deucht mich, dass der charismatische Herrscher, den er sich herbeisehnt keinen Deut besser sein wird als ein Trump, nur mit anderen Vorzeichen.
    • Majoras Maske 12.01.2017 13:28
      Highlight Highlight Vielleicht ist der charismatische Führer, den er sich herbeisehnt, ja er selber, weshalb er zum Besten gibt, was alle grad so hören wollen?
    • Sheez Gagoo 12.01.2017 22:36
      Highlight Highlight Liebe Maske,

      Mein Herz konnte dich nicht von den Blitzen retten,

      Herzlichst,

      Dein Gagoo
  • Soli Dar 12.01.2017 12:56
    Highlight Highlight 'Russland ist eine üble Diktatur' zumindest in den Augen von Löpfe. @Watson was sind den USA, Türkei, Isreal, Saudiarabien, VAR, Katar und CO.? Alles luppenreine Demokratien?
    • R&B 12.01.2017 13:26
      Highlight Highlight Russland ist ein üble Diktatur. Punkt!
    • Lena Lenina 12.01.2017 14:26
      Highlight Highlight Aha?
    • The Destiny // Team Telegram 12.01.2017 15:20
      Highlight Highlight @R&B, falsch, es ist eine gelenkte Demokratie.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hierundjetzt 12.01.2017 12:51
    Highlight Highlight Ach Herr Gysi, Russland ist in 3 Nachbarländer einmarschiert, hat sogar stinkfrech fremdes Staatsgebiet annektiert und verfügt über ein BIP in der Grösse von Italien und ist bescheiden industrialisiert.

    Nein ich finde nicht, dass die Sanktionen falsch sind. Vielmehr sollte man diese noch stark verlängern. Wohin falsch verstandenes Appeasement führt haben wir in den 1933 Jahren gelernt.
    • R&B 12.01.2017 13:26
      Highlight Highlight @Hierundjetzt: yep
    • Hierundjetzt 12.01.2017 14:04
      Highlight Highlight Ben88: welches Staatsgebiet hat die USA schon wieder *annektiert*?
      ....
      ....
      Zeit ist um.

      Antwort: 0.
    • Hierundjetzt 12.01.2017 14:05
      Highlight Highlight Ketsch: klar.

      Gegenfrage: wie kann man eigentlich einen Autokraten eines 2. Weltlandes anhimmeln? Wie fühlt sich das an? Gut?
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  • D(r)ummer 12.01.2017 12:49
    Highlight Highlight Sehr gutes Interview.
    Den Punkt mit der Figur gegen den "Rechtspopulismus" finde ich interessant. Meiner Meinung nach wäre (zumindest in DE) ein Schritt in Richtung direkte Demokratie (grundsätzlich mal Volksinitiativen & Abstimmungen) ein grosser Beitrag...
    Weiss jemand, wie Gysi zur "Direkte Demokratie-Debatte" steht? Darüber wird ja in Deutschland hie und da mal debattiert.
    • Babalu 12.01.2017 15:22
      Highlight Highlight Ich glaube, das wäre nicht gut für Deutschland. Das will die AfD, damit sie den steilen Aufstieg der SVP kopieren können. Man kann Deutschland und die Schweiz nicht vergleichen, aber direkte Demokratie, zumindest nach Schweizer Vorbild, mit sehr beschränktem Schutz der Minderheiten, würde in Deutschland in der jetzigen Situation Tür und Tor öffnen für emotionale Initiativen, die zu ausländerfeindlichen Gesetzen nach Schweizer Vorbild führen würden. Durch solche Initiativen würden sich die Rechtspopulisten profilieren und stärker werden.
    • D(r)ummer 12.01.2017 15:56
      Highlight Highlight Hmm. (CDU-Mitglieder aus Bayern bringen den Demokratievorschlag auch)
      Aber du hast recht, es würde die Stimmung bei dieser grossen Einwohnerzahl ziemlich warmwalzen...
      Ich hoffe, dass es aber, auch nach CH-Vorbild, weniger "Populisten" geben würde.
      Naja, wie es auch weitergeht, ich sehe die direkte Demokratie mit deren Abstimmungen überall(!) als "Populistenbremse" und annähernd representative Befragung des Volkes.
      Gruess :)
  • willi22 12.01.2017 12:48
    Highlight Highlight Das wichtige ist zu verstehen, dass der Westen viele völkerrechtswidrige Kriege verursacht hat. Sommit den Anspruch auf "wir sind die Guten" schon längst verloren hat. Es wäre die Zeit für "Schuldeingeständnisse". Bush, Blair und Obama gehören vor ein Kriegstribunal. Erst dann könnte man wieder Putin belehren. In 201 Konflikten seit 1945 hat die USA über 30 Millionen Menschen für die eigenen geopolitischen Zwecke töten lassen.
    • Murky 12.01.2017 13:16
      Highlight Highlight Es gibt keine Guten.
    • R&B 12.01.2017 13:28
      Highlight Highlight @Willi Roman: die alte langweilige Leier, deren Beweise sehr dünn und beim genauen Hinschauen verschwinden...
    • The Destiny // Team Telegram 12.01.2017 15:23
      Highlight Highlight @R&B. Also Vietnamesen gibt es noch, aber viele haben DNA defekte Dank Agent orange.
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  • SVARTGARD 12.01.2017 12:47
    Highlight Highlight Einen Scheiss müssen wir.
    • Harry Zimm 12.01.2017 14:12
      Highlight Highlight Meine Rede.
  • a-n-n-a 12.01.2017 12:44
    Highlight Highlight Gregor Gysin, ein Mann mit Format

    Er wäre - als Junker-Ersatz - die Rettung der EU! Ich persönloch hoffe, die europäische Linke gewinnt an Zustimmung und kann den momentanen Austeritätskurs noch rumreissen, bevor es zu spät ist.
    • ChiliForever 12.01.2017 13:05
      Highlight Highlight Der Wähler bewahre uns vor der politischen Linken!
      Die Illusionen und Träumerein der Linken vom Sozialismus haben hunderte Millionen Menschen in die Armut und Unterdrückung gezwungen und Abermillionen Menschenleben gekostet.
      Gab es jemals eine sozialistische Regierung (also eine wirkliche, nicht so wie z.B. in Frankreich, die keine ist), die ohne Unterdrückung auskam ?
      Und wer jetzt sagt, Gysi würde ja die Demokratie nicht abschaffen, der sei darauf hingewiesen, daß Sahra Wagenknecht offen für den Kommunismus eintritt.
    • a-n-n-a 12.01.2017 13:27
      Highlight Highlight Und die Opfer des Kapitalismus? Nicht unbedingt hier in der Schweiz oder Mitteleuropa, sondern in Südamerika, Asien und Afrika.. die Ausgebeuteten der Welt. Spricht je wer über die?
      "Wir" (oder eher: Ihr) Füdlibürger haben Angst vor Flüchtlingen, Einwanderung, Russland, dem Terror, der EU ... aber, dass eigentlich die Finanz- und Wirtschaftselite (ja, auch hier mit all den Lobbies), aka the 1% uns alle - aka the 99% - beherrscht und einen "Krieg unter Armen" heraufbeschwört ist dir noch nie durch den Kopf gegangen?
    • ChiliForever 12.01.2017 13:51
      Highlight Highlight Also ich habe keine Angst vor Flüchtlingen. Ich habe auch festgestellt, daß diejenigen, die gerne andere als Spießer bezeichnen mit zunehmendem Alter (und Familie) sehr viel schneller zu selbigen werden.
      Die"Opfer" des "Kapitalismus" sind aber sehr viel häufiger Opfer der in ihrer Heimat nicht vorhandenen Demokratie .
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  • kurt3 12.01.2017 12:41
    Highlight Highlight In einem Punkt muss ich Gysi wiedersprechen . " es sind immer die Rechten die raus dem Euro wollen "
    In Portugal ist es die kommunistische Partei , die gerade eine Kampagne für den Austritt aus dem Euro fährt .
    • Oberlehrer 12.01.2017 13:52
      Highlight Highlight Stimmt. Ausserdem: In Griechenland befürworten die Kommunisten (KKE) sowie einige SYRIZA-Abtrünnige einen Euro-Austritt. Die schwedische Linkspartei (Vänsterpartiet) ist ebenfalls sehr EU-kritisch.
    • bernd 12.01.2017 14:19
      Highlight Highlight Es gab auch 1998 schon Linke, die gegen den Euro waren.
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    • sowhat 13.01.2017 07:26
      Highlight Highlight @Bernd, er sagt ja, dass der Euro keine gute Idee war, aber jetzt ist er existent, also gilt es von jetzt auszugehen.
  • gnp286 12.01.2017 12:29
    Highlight Highlight Praktisch alles, was Gysi sagt, hat Substanz und kann so im Raum stehen gelassen werden. Moll, einer, der den Durchblick hat.
  • Rumbel the Sumbel 12.01.2017 12:22
    Highlight Highlight Als altbekannter Kommunist aber fragwürdig! Bin skeptisch. Schön und gut reden konnte schon mancher!!!
  • Statler 12.01.2017 12:18
    Highlight Highlight Löpfe interviewt einen Putin Troll? Wow...
  • FrancoL 12.01.2017 11:58
    Highlight Highlight Ein sehr guter Artikel, nicht verkrampft.
    Gregor Gysi mit Feststellungen die ich als wegweisend und richtig empfinde. Kein Bashing sondern klare Worte zu den heissen Themen.
    Danke an die beiden Herren.
  • Träumerei 12.01.2017 11:56
    Highlight Highlight Darf ich jetzt Gysi als Putin Troll bezeichnen?
    • Hades69 12.01.2017 12:33
      Highlight Highlight Du hast dich soeben selber als Troll enttarnt!
    • Harry Zimm 12.01.2017 14:16
      Highlight Highlight Ja, Du darfst.
  • Scaros_2 12.01.2017 11:53
    Highlight Highlight Ich mag Gysi
  • reaper54 12.01.2017 11:53
    Highlight Highlight Die Aussage "In den dreissiger Kahren waren es die Juden, heute der Islam" ist wohl zimlich Idiotisch. Antisemitismus war in Europa sehr lange verbreitet und hat existiert Jahrhunderte bevor Nazis aufkamen. Er kam von der Katholischen Kirche da die "Juden" Jesus gekreuzigt haben. Der Islam war jedoch schon immer eine Bedrohung für Europa und es hat unzählige Kriege gegeben. Dieser Krieg wird nun einfach auf einer anderen Ebene geführt.
    • Bruno S.1988 12.01.2017 12:39
      Highlight Highlight Du hast nichts verstanden. Wenn der Islam so gefährlich ist, warum dann erst seit den letzten 20-30 jahren? Zufall dass auch seit 20-30 jahren diese Gegenden ständig als Kriegsschauplatz der westlichen Mächte dienen darf! Gebt den Rebellen weiterhin Waffen und wundert euch dann über die Entstehung radikaler Gruppierungen...
    • Babalu 12.01.2017 12:51
      Highlight Highlight ich glaube, du hast die Aussage nicht verstanden. Es ging darum, welches Feindbild die Rechtspopulisten für ihre Politik verwenden. Dass die Nazis die Juden dafür missbraucht haben hat wenig mit der katholischen Kirche zu tun. Die Kirche hat sich den Nazis nach Machterlangung zugewandt, wie sie halt immer für die Sieger die Beine spreizt. Auch die Rechtspopulisten in Frankreich, Deutschland und der Schweiz sind nicht hoch religiös, sondern haben sich die Moslems als Sündenbock für alles ausgesucht. Da liegt die Parallele.
    • Sophia 12.01.2017 13:12
      Highlight Highlight Musst noch ein wenig nachdenken reaper und nicht gleich alles, was du in falschen Zusammenhang bringst, als idiotisch bezeichen, outest dich sonst leicht selbst als einer!
      Es geht heute um das Feindbild, das die Rechten haben und um Ihre ideologischen Gründe. Die gleichen sich, wie ein Ei dem anderen, damals und heute, und das kommt daher, dass Rechte immer ein Feindbild brauchen um von ihren eigenen Unfähigkeiten, das komplizierte Leben zu meistern, abzulenken. Und das ist eine Konstante in deren Köpfen, nur das meinte der Gysi!
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  • Leon1 12.01.2017 11:52
    Highlight Highlight Grosses Lob an Herrn Löpfe und Watson für dieses Interview!

    Gregor Gysi vertritt hier Positionen, welche im Moment in der Medienberichterstattung rund um den Trump-Putin Wahnsinn viel zu wenig präsent sind.

    Man kann und muss Russland kritisieren, allerdings sollte dies auf erwachsene, diplomatische Weise geschehen und nicht über Medien-/Informationsschlachten, Stellvertreterkriege und übereilte Sanktionen.

    Weiter gibt es nicht einfach "den Westen" als Wirtschaftssubjekt. Was in den USA Sinn macht kann für Europa und damit auch die CH-Wirtschaft schädlich sein...
  • Donald 12.01.2017 11:40
    Highlight Highlight Ich mag Gysi. Er ist einer der wenigen deutschen Politiker, deren Gedankengänge ich verstehe.
    • Maett 12.01.2017 12:31
      Highlight Highlight @Donald: er ist einer der wenigen deutschen Politiker, der überhaupt in der Lage ist, seine Gedankengänge zu begründen.

      Denn seine Meinung basiert auf Wissen, nicht auf Glauben.
  • ChiliForever 12.01.2017 11:40
    Highlight Highlight Gysi möchte "auf Teufel komm raus" die Annäherung an Russland. Dabei ist er bereit, jeden moralischen Balast über Bord zu werfen und die Annektion der Krim zu ignorieren.
    Jedoch müssen sich nicht - wie von ihm unzutreffend ausgeführt - Russland und USA annähern sondern Russland und Ukraine miteiander aussöhnen.
    Auch seine Aussage, "Russland sei nie eine Demokratie" gewesen stimmt so nicht und dient ihm nur dem Zweck, den Verfall der Demokratie in Russland zu seinen eigenen politischen Kalkül ignorieren zu können.
    Darin wiederum zeigt sich der typische Gysi, der für Macht über Leichen geht.
    • Leon1 12.01.2017 12:25
      Highlight Highlight Artikel nicht gelesen?
      Die Annexion [Das Wort Annektion gibt's nicht] halte er für völkerrechtswidrig. Die Wirtschaftssanktionen als Konsequenz findet er allerdings falsch, mit Verweis darauf, dass es gegen die USA während des Irakkriegs auch keine Sanktionen gab.

      Den Vergleich kann man durchaus ziehen, so würde sich Europa mit Sanktionen gegen die USA wie auch mit denjenigen gegen Russland ins eigene Fleisch schneiden.
    • Aged 12.01.2017 12:29
      Highlight Highlight @thomas: mit eigenen Defiziten noch hausieren, warum?
    • ChiliForever 12.01.2017 12:57
      Highlight Highlight Also sind wir wieder an dem Punkt, an dem wir die einen Fehler mit denen anderer begründend schönreden (also Annexion der Krim mit dem 2.Irakkrieg) ?
      Das hinkt allerdings schon im Vergleich, da der 2. Irakkrieg genau das - nämlich eine Annexion - nicht war.
      Über die Zulässigkeit der russichen Angriffe und Bombardements in Syrien läßt sich vortrefflich streiten, besser als der 2.Irakkrieg sind sie kaum.
      Sanktionswürdig sind sie allerdings auch nicht, in Syrien kann man ohnehin nicht gewinnen, entweder man verliert militärisch oder moralisch.
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  • Ivan der Schreckliche 12.01.2017 11:36
    Highlight Highlight Super Interviewpartner! 👍🏼
  • mbr72 12.01.2017 11:35
    Highlight Highlight Was für ein Schwachsinn, nein, müssen wir nicht! Ein Land, dass etwa 70% der Wirtschaftsleistung von Italien hat (oder knapp 55% von Frankreich), ist KEINE Grossmacht, sondern ein aufgeblasener Möchtegern...
    • Stachanowist 12.01.2017 12:29
      Highlight Highlight Wirtschaftsleistung als Indikator für geopolitische Bedeutung. Das ist dann wohl doch etwas zu kurz gegriffen.
  • DerWeise 12.01.2017 11:32
    Highlight Highlight Gysi ist toll. Ich hoffe er konnte Löpfe's Horizont etwas erweitern.

    Nur beim Judentum/Islam-Vergleich haperts gewaltig. Die Angst vor den Auswüchsen des Islams ist heute rational begründbar: IS, Menschenrechte/Frauenrechte in Islamischen Staaten wie SA, Iran ect. Fundis die hier das System ausnutzen, Lies Aktion... Was nicht heisst, dass alle Muslime dies unterstützen. Aber wenn man, wie Gysi im Interview Juden und Muslime als Ganzes betrachtet, machen erstere kaum Probleme in der Welt.
    • FrancoL 12.01.2017 12:05
      Highlight Highlight Das ist abhängig von der Sichtweise und vor allem von der Sichtweise in den 30-ger Jahren. Gysi meint wohl kaum dass es die selben Probleme sind die da hochstilisiert werden sondern dass man in den 30-ger Jahren und heute eine Gruppe aus welchem Grund auch immer zum Sündenbock bestimmt.
    • DerWeise 12.01.2017 12:22
      Highlight Highlight "Die Mehrheit ist irrelevant, wenn Sie untätig ist" oder so oder? ;)

      "nicht alle" muss man hier leider immer wieder erwähnen, sonst wird man auf Watson schnell als Fascho abgestempelt....

    • henkos 12.01.2017 15:47
      Highlight Highlight Zum Thema Machtübernahme der Nazis:

      37,3% der Stimmen gingen an die NSDAP, bei einer Wahlbeteiligung von 84,1%.

      Auf alle Wahlberechtigten hochgerechnet bedeutet das, gerade mal 31% aller möglichen Stimmen gingen an die NSDAP.
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  • InfinityLoop 12.01.2017 11:31
    Highlight Highlight Redet gar nicht so dummes Zeug der Gregor👍🏼
  • Majoras Maske 12.01.2017 11:31
    Highlight Highlight Ja, ja, das die Linkspartei plötzlich verdächtig russlandfreundlich geworden ist, ist kein Geheimnis. Ebenso wenig wie dass das Baltikum und Polen aus eigenem eigenem Antrieb der Nato beitreten wollten und nicht vom bösen Westen hineingezerrt wurden. Die Nato hatte die Mitgliedschaft der Ukraine schliesslich selbst vor dem Ostukrainekrieg abgelehnt.
    • FrancoL 12.01.2017 12:11
      Highlight Highlight Ich glaube dass was Gysi sagt kann man nicht mit dem Wort "russenfreundlich" abtun, es zeigte eine Realsicht Russlands im heute gegebenen Kontext. Und ich glaube Gysi liegt richtig wenn er Obamas herunter spielen der russischen Macht tadelt. Vor allem finde ich es GUT dass er festhält dass RU nie eine Demokratie war.
    • Majoras Maske 12.01.2017 12:20
      Highlight Highlight Habe ich gesagt, dass Putin sie fernsteuert? Ich habe nur gesagt, dass er Putins Sicht bezüglich der russischen Interessensphäre in Osteuropa unkritisch weiterverbreitet und ich nicht denke, dass das zutrifft, zumal eine solche Haltung auch demokratiefeindlich ist.

      Und mit Verlaub, ich bin nicht per se gegen gute Beziehungen mit Russland, aber die Geschichte dafür umzuschreiben, wie das manche versuchen, geht zu weit.
    • Majoras Maske 12.01.2017 12:27
      Highlight Highlight FrancoL: Ja, bezüglich Obama finde ich ja auch, dass er Recht hat. Es geht mir nicht darum, ihn in allem zu widersprechen. Ich wollte eigentlich nur daran erinnern, dass die Nato selbst die Mitgliedschaft der Ukraine abgelehnt hat und es daher auch nicht richtig ist, zu sagen, dass sich die Nato bis Russland verbreiten wollte (oder das die Kräften, die das wollten, die Oberhand hätten) und die russische Flotte plötzlich im Feindesgebiet sei.
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Kurdin, Jesidin, Deutsche: Warum Düzen Tekkal nicht mehr schlafen kann

Düzen Tekkal (41) ist derzeit die wichtigste Stimme der Kurden in Deutschland. Im Interview sagt sie, dass es noch nicht zu spät ist, Rojava zu retten. «Aber jetzt muss schnell gehandelt werden.»

Wenn Düzen Tekkal einmal loslegt, dann gleich richtig. Die Deutsche mit kurdisch-jesidischen Wurzeln nimmt kein Blatt vor den Mund. Seit Wochen kritisiert sie den türkischen Angriffskrieg in Rojava öffentlich und in einer scharfen Deutlichkeit: dass der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan völkerrechtswidrig handelt, dass er eine ethnische Säuberung vornimmt, dass er mit seinem Handeln dem Islamischen Staat zu neuer Kraft verhilft.

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