Wirtschaft
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Nationalbank-Praesident Thomas Jordan, rechts, spricht neben Fritz Zurbruegg anlaesslich einer Medienkonferenz zur Uebernahme der Mehrheit an der Papierfabrik Landqart AG, aufgenommen am Donnerstag, 21. Dezember 2017 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Haben gut lachen: SNB-Präsident Thomas Jordan (rechts) und sein Vize Fritz Zurbruegg. Bild: KEYSTONE

Kommentar

Thomas Jordan ist der neue Warren Buffett – wie sich die SNB dumm und dämlich verdiente

Mit dem 54-Milliarden-Franken-Gewinn stellt der Präsident der Schweizerischen Nationalbank selbst die besten Hedge-Fund-Manager in den Schatten. Doch was soll mit dem vielen Geld geschehen?



Wer heute die Morgennachrichten verfolgt hat, dem blieb möglicherweise das Gipfeli im Mund stecken: 54 Milliarden Franken Gewinn hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) im vergangenen Jahr erzielt. In Worten: Vierundfünfzig Milliarden! Das lässt selbst das renommierte «Wall Street Journal» aufhorchen:

Die Finanzwelt staunt

«Der Profit ist grotesk gross», schreibt das Finanzblatt. «Das ist mehr, als Apple in einem Jahr verdient, und mehr als JPMorgan Chase und Berkshire Hathaway Inc. (die Holding von Warren Buffett, Anm. d. Red.) zusammen. Bei ihnen handelt es sich um globale Konzerne. Die SNB hat gerade mal 800 Mitarbeiter.»

Auch die deutsche Zeitung «Welt» staunt: «Die Schweizer Notenbank macht das, wovon alle träumen. Sie schafft Milliardengewinne praktisch aus dem Nichts.»  

Thomas Jordan ist jedoch kein Finanzgenie, auch kein stabiles. Er hat diese Performance unfreiwillig erzielt. Der Job des SNB-Präsidenten besteht darin, den Wechselkurs des Frankens in einem vernünftigen Rahmen zu halten, die Rendite ist dabei zweitrangig. Die Anlagepolitik der SNB ist deshalb stockkonservativ: Sie kauft sichere Obligationen, hat einen hohen Goldbestand und kauft Aktien nur von der sichersten Sorte.  

epa04879107 (FILE) A file photo dated 08 April 2015 showing Nebraska Furniture Mart and Berkshire Hathaway, CEO Warren Buffett waving to the crowd after playing a ukulele while wearing a cowboy hat after answering questions for a crowd inside his new North Texas store for a cancer benefit in The Colony, Texas, USA. Reports on 10 August 2015 state US investor Warren Buffett's multinational conglomerate holding company Berkshire Hathaway is to buy Precision Castparts, leading US company that makes structural investment castings, forged components and airfoil castins, for 37,2 billion US dollar. It is the biggest deal Berkshire Hathaway has made up to date.  EPA/LARRY W. SMITH

Muss sich geschlagen geben: Investor-Legende Warren Buffett. Bild: EPA/EPA FILE

Die Zauberformel der SNB

Genau das war im vergangenen Jahr die Zauberformel: Die Obligationen haben wegen der tiefen Zinsen nicht an Wert verloren und der Goldschatz hat rund drei Milliarden Franken abgeworfen. Den grossen Reibach hat die SNB jedoch mit den Aktien erzielt. Dank Apple, Microsoft & Co. hat die SNB dumm und dämlich Geld verdient. Die SNB hält beispielsweise Apple-Aktien für rund drei Milliarden Dollar.  

Zum guten Portfolio gesellt sich noch das Wechselkurs-Glück. Die SNB hat in den letzten drei Jahren rund 200 Milliarden Franken am Devisenmarkt investiert mit dem Ziel, den Franken nicht noch stärker werden zu lassen. Ein grosser Teil dieser Investitionen erfolgte in Euro, denn Euroland ist unser wichtigster Handelspartner. Weil nun auch die europäische Wirtschaft angesprungen ist, legt auch der Euro langsam wieder an Muskeln zu – und beschert so der SNB einen unverhofften Windfall-Gewinn.  

Die SNB muss Bestände abbauen

Was soll die SNB mit ihrem Riesengewinn machen? Dazu muss man wissen, dass sie in den letzten Jahren ihre Bilanz massiv verlängert hat, will heissen: Derzeit beträgt die Bilanzsumme rund 800 Milliarden Franken. Zum Vergleich: 2016 betrug das Bruttoinlandprodukt der Schweiz rund 660 Milliarden Franken.

Für eine kleine Volkswirtschaft wie die Schweiz ist dies viel zu viel. Jordan wird daher alles daran setzen, diese Bilanz wieder schrumpfen zu lassen, denn das Risiko ist viel zu gross. Zur Erinnerung: 2015 hat die SNB einen Verlust von 23 Milliarden Franken verbucht.  

Jordan wird sich treu bleiben

Problemlos kann die SNB ihren Verpflichtungen gegenüber den Aktionären – hauptsächlich die Kantone – nachkommen und jährlich 1,5 Milliarden Franken ausschütten. Dazu hat sie sich bis 2020 verpflichtet. Im Übrigen will die Bank fünf Milliarden Franken auf die Seite legen, um Wechselkursschwankungen aufzufangen. Der Rest soll für schlechte Zeiten auf die Seite gelegt werden.  

Ob die SNB dies durchsetzen kann, wird sich weisen. Der Rekordgewinn wird wahrscheinlich Begehrlichkeiten aller Art wecken. Die SNB wird sich gegen politische Attacken wappnen müssen. Thomas Jordan kann dem mit breiter Brust entgegentreten – und seiner stockkonservativen Anlagepolitik treu bleiben.

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    Alle Leser-Kommentare
  • saco97 10.01.2018 15:08
    Highlight Highlight Hätte die SNB den Mindestkurs nicht aufgegeben, also weiter Euros gekauft wäre der (Buch-) Gewinn noch grösser gewesen und der Arbeitsplatzverlust in Folge des starken Frankens wäre deutlich tiefer ausgefallen.

    Verpasste Chance, trotz entsprechenden Hinweisen von verschiedensten Seiten. Und dafür wird die SNB jetzt mit Lob überschüttet?
    • ND_B 10.01.2018 16:34
      Highlight Highlight Die Euros muss die SNB auch wieder loswerden können. Es kann nicht das Ziel sein Milliarden an Fremdwährungen deren Volatilität man nur bedingt beinflussen kann zu horten. Dazu kommt dass jeweils nur relativ kleine Teile des Bestands verkauft werden können ohne massive Kursschwankungen auszulösen.
  • Schneider Alex 10.01.2018 10:48
    Highlight Highlight So wie die Staatsbetriebe der Chinesen auf Einkaufstour im Ausland gehen, könnte dies die CH auch mit den Devisenanlagen der SNB tun. Ist es für unsere SNB wirklich zwingend notwendig, so viele Anleihen in schwachen Devisen zu halten? Sollte sie nicht vielmehr in Schwachwährungsländern Realwerte erwerben, um bei einem weiteren Wertezerfall dieser Schwachwährungen zumindest eine gewisse Absicherung zu erreichen? Sie könnte die hohen Devisenres. auch für strategische Realwertkäufe (Aktien und Infrastruktur im Ausl.) einsetzen. Was hindert die Schweiz daran, die Rechtsvorschriften anzupassen?
  • Schneider Alex 10.01.2018 10:44
    Highlight Highlight
    So wie die Staatsbetriebe der Chinesen auf Einkaufstour im Ausland gehen, könnte dies die CH auch mit den Devisenanlagen der SNB tun. Ist es für unsere SNB wirklich zwingend notwendig, so viele Anleihen in schwachen Devisen zu halten? Sollte sie nicht vielmehr in Schwachwährungsländern Realwerte erwerben, um bei einem weiteren Wertezerfall dieser Schwachwährungen zumindest eine gewisse Absicherung zu erreichen? Sie könnte die hohen Devisenres. auch für strategische Realwertkäufe (Aktien und Infrastruktur im Ausl.) einsetzen. Was hindert die Schweiz daran, die Rechtsvorschriften anzupassen?
  • Schneider Alex 10.01.2018 06:33
    Highlight Highlight Statt 68% in Staatsanleihen und 12% in Unternehmensanleihen zu investieren, hätte die SNB noch mehr in Aktien investieren sollen, dann wäre der Gewinn noch höher ausgefallen.
    • Wilhelm Dingo 10.01.2018 07:53
      Highlight Highlight @Blitzer: warum die Blitze?
    • ND_B 10.01.2018 16:50
      Highlight Highlight Das Hauptziel der SNB is nicht Gewinn, sondern Finanzmarktstabilität. Investitionen in Aktien dienen der Streuung des Kapitals der SNB und ultimativ der Sicherstellung eines stabilen Finanzmarkts in der Schweiz.
  • Wilhelm Dingo 10.01.2018 06:30
    Highlight Highlight Warum das Geschrei um den Gewinn? In den Vorjahren waren es gigantische Verluste. Von den Risiken für die Schweiz bei einem Eurozusammenbruch ganz zu schweigen.
  • Wilhelm Dingo 10.01.2018 06:19
    Highlight Highlight Was ist „Stock“konservativ?
  • Der Tom 09.01.2018 20:54
    Highlight Highlight Vieles von dem Geld sind unbezahlte Steuern. Konzerne die auf druck der Anleger Steueroasen hopping betreiben müssen machen dadurch viel mehr Gewinn. Es ist also zu einem grossen Teil Raubgold. Schweizer Tradition.
    • Wilhelm Dingo 10.01.2018 06:32
      Highlight Highlight @Der To: zuerst Hirn einschalten dann Schreiben.
  • Franz 09.01.2018 19:32
    Highlight Highlight Wie wärs mit einem Zustupf für AHV/IV. Warum nicht einmal etwas fürs Volk? Schliesslich gehört uns auch mal was!
    • Jan. 10.01.2018 09:21
      Highlight Highlight Ja das Volk hat eine starke, stabile Währung und angenehme Inflation soweit es zurückdenken kann... reicht das nicht?
  • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 09.01.2018 18:54
    Highlight Highlight Der Gewinn der SNB beruht wesentlich auf Abwertung des CHF zum EUR.
    Das heisst unser Geld (CHF) ist weniger Wert. Bei hoher Investition in ausländische Währung ist der SNB-Gewinn Ausdruck von Abwertung unserer Geldvermögen. Zugleich wurde es mit Minuszinsen (zB Pensionskasssen...) erkauft.
    ==> dieser Gewinn ist nichts Gutes für die CH-Bevölkerung.
  • Piddy 09.01.2018 18:09
    Highlight Highlight Ist auch eines der wenigen "Unternehmen", dass auf beiden Seiten der Bilanz Geld verdient. ;-)
  • länzu 09.01.2018 17:47
    Highlight Highlight Wenn man heute die Medien so liest, könnte man meinen, Thomas Jordan sei, dank der SNB, zum Milliardär geworden. Fakt ist doch, dass sämtliche Gewinne der SNB dem Schweizer Volk zugute kommen.
  • Black Cat in a Sink 09.01.2018 17:43
    Highlight Highlight TJ soll den Ueli ablösen...! Dann funzt auch mit den Finanzen 🤑🤑🤑
  • Dirk Leinher 09.01.2018 17:07
    Highlight Highlight Es ist Zeit das Geld in Infrastruktur zu investieren. Zum Beispiel CargoCap oder soeas sollte verwirklicht werden.
  • flyingdutch18 09.01.2018 17:07
    Highlight Highlight Die SNB gebärdet sich wie eine Geschäftsbank. Damit müsste sie als Nationalbank doch die eigene Volkswirtschaft im Auge haben. Hier hat sie schmählich versagt, als sie mit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses am 15.1.2015 vor den Märkten eingeknickt ist. Sie macht jetzt Rekordgewinne, aber die KMUs mit einem zu starken Franken und die Pensionskassen und Sparer mit Negativzinsen haben die Zeche bezahlt.
    • exeswiss 09.01.2018 18:53
      Highlight Highlight "aber die KMUs mit einem zu starken Franken und die Pensionskassen und Sparer mit Negativzinsen haben die Zeche bezahlt."

      die export KMUs haben gejubelt solange der mindestkurs da war, die import KMUs genau umgekehrt...

      schlussendlich hat sich der eurokurs im verlaufe der letzten 3 jahre wieder auf ein gesundes mass angehoben.
    • Leopold der Grösste 09.01.2018 20:35
      Highlight Highlight Bitte korrigieren, die Medien stellen die SNB so dar. Lesen Sie mal die Pressemeldung der SNB.
  • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 09.01.2018 16:58
    Highlight Highlight Herr Löpfe: 50 Mrd Gewinn bei Bilanzsumme von 800 Mrd (gem. Bericht oben) entspricht Performance von 6%.
    Wäre Rendite ein Ziel der SNB (was es zum Glück nicht ist), ist dies für 2018 ziemlich lausig.
    • Philipp Löpfe 09.01.2018 17:12
      Highlight Highlight Wenn schon, dann müsste man wahrscheinlich die 200 Milliarden nehmen. Dann sähe es anders aus. Aber wie du richtis sagst, bei der SNB ist nicht die Rendite das Ziel. Somit erübrigt sich das.
    • dan2016 09.01.2018 17:58
      Highlight Highlight Warum in Relation zur Bilanzsumme, verwechselst du da nicht etwas? Evtl. mit Eigenkapital?
      NB hat die UBS eine höhere Bilanzsumme
    • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 09.01.2018 21:21
      Highlight Highlight @dan2016:
      Bilanzsumme, weil die SNB kaum ein operatives Geschäft hat. Dh., ich vereinfache, dass Bilanzsumme praktisch der Investionssumme entspricht (Gold, Drittwährungen, Obligationen, Aktien etc.).
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pitsch Matter 09.01.2018 16:46
    Highlight Highlight Mit 800 Milliarden bzw. einer unendliche Geldsumme, die die SNB zur Verfügung hat, ist es eine Kunst, wenn man keine Gewinne macht. Bevor die SNB z.B. für 100 Miliarden Euros kauft, verkaufst du die ganzen Dollar bestände die du hast und kaufst sie nach einer Sekunde nach dem du die Euros gekauft hast wieder. So und so ähnlich machen die das.
    • Doradal 09.01.2018 19:00
      Highlight Highlight He nein, ich wundere mich also wirklich, warum die SNB Sie bis jetzt noch nicht für das Präsidium, oder mindestens als Berater, angefragt hat. Sie verstehen das Geschäft ja so gut und tiefgründig. Ich würde mich mal bewerben an Ihrer Stelle!
    • vmaster97 09.01.2018 19:56
      Highlight Highlight Ich hoffe Sie werden sich noch etwas besser mit der Thematik auseinander setzen. Das was Sie schreiben macht nicht wirklich Sinn. Es gibt aber viele Schulbücher, die verständlich erklären, wie Geld "geschaffen" wird oder die Bilanz von Nationalbanken entsteht.

      Kann ich Ihnen nur empfehlen, da sie schon Werbung für die Vollgeld-Initiative machen…
  • Thinktank 09.01.2018 16:44
    Highlight Highlight Das Geld wurde ja den Bürgern gestohlen, indem Negativzinsen eingeführt wurden und so die Pensionskassengelder, Spargelder etc. vernichtet wurden. Wieso schüttet man das Geld nicht an die Steuerzahler aus. Der Betrag enspricht praktisch einem Steuerjahr. Juhu, ein Jahr keine Steuern bezahlen.
  • HansHoni 09.01.2018 16:29
    Highlight Highlight Ich würde hier gern einige Kommentare von den Leuten lesen, die vor 2 Jahren wortreich über das verschleuderte Volchsvermögen fabulierten und gegen die Nationalbank aus allen Rohren schossen. Wäre sicher unterhaltsam.
    • Sophia 09.01.2018 20:13
      Highlight Highlight Richtig, denn hätte der Jordan nicht auf die Volchsverderber gehört und hätte er weiter Euro gekauft vor zwei jahren, dann wäre der Gewinn heute um einiges grösser und die Schweizer Wirtschaft hätte sich viel besser entwickelt, weil es keinen Rückschlag gegeben hätte. Spuhler, auch einer von den Volchsverderbern, hätte wegen der Framkenaufwertung seine Betriebe nicht ins Ausland verlagern müssen.
      Ich kann es nicht oft genug wiederholen, die SVP-Politik ist schädlich für unsere schöne Schweiz. Aber die Blocherianer werden auch jetzt wieder Ausreden erfinden und ihr Idol gedankenlos anbeten.
    • pun 09.01.2018 20:30
      Highlight Highlight Was nutzen Buchgewinne der SNB den Tausenden, die durch die Mindestkursaufhebung ihren Job in der Exportindustrie verloren haben?
    • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 09.01.2018 21:32
      Highlight Highlight @HansHoni:
      Aktuell hast du natürlich recht.
      Denkbare Gegenargumente:
      - Verluste von Vorjahren nicht vergessen
      - Minuszinsen gehen zu Lasten unserer Geldvermögen (v.a. in Pensionskasssen)
      - Abwertung CHF (Basis der SNB-Gewinne) bedeutet auch Abwertung unserer Geldvermögen und Kaufkraft
      Fairerweise: richtig beurteilen können wir es erst, wenn die Gewinne auch realisiert sind und die Bilanzsumme wieder reduziert ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • TheRealSnakePlissken 09.01.2018 16:16
    Highlight Highlight Ein bisschen was für alle in der CH wäre nicht schlecht. Käme sowas wie Freude auf. Ich täte mir ein, zwei BMW kaufen, big party mit Veuve Cliquot - alles aus Euroland, damit die Euros wieder dahin heimkehren, wo sie herkommen.
    • raulian 09.01.2018 16:35
      Highlight Highlight ...oder einfach in die AHV?
    • vmaster97 09.01.2018 20:01
      Highlight Highlight CHF 54 Mrd. auf 8 Mio. Schweizer macht CHF 6750.–
      Viel Spass mit deinen schrottreifen BMWs und deiner Rimus-Flasche :)
    • welefant 10.01.2018 06:08
      Highlight Highlight amg, rolex, moet! feiern können wir zusammen, hauptsache alles wird verprasst!
  • Tomtom64 09.01.2018 16:05
    Highlight Highlight Soooooo toll ist dieser Gewinn ja nicht. Schlussendlich hat die SNB den Frankenkurs seit der kräftigen Aufwertung nach Aufgabe der Mindestkursgrenze unter dem Einsatz von rund 200 Milliarden frisch gedruckten Franken nach unten manipuliert. Entsprechend ist der Wert der Fremdwährungen angestiegen und die SNB hat einen Buchgewinn erzielt - mehr nicht.
    Die grosse Herausforderung steht noch bevor: Nämlich die Fremdwährungen wieder los zu werden ohne den Frankn zu schwächen. Erst dann ist der Gewinn in trockenen Tüchern.
    • Masche 09.01.2018 18:26
      Highlight Highlight @Tomtom64: es ist genau umgekehrt, wenn man die Fremdwährungen los wird, stärkt dies eher den Franken. Die SNB hat ja gerade die Fremdwährungen zugekauft, um den Franken zu schwächen!
    • Leopold der Grösste 09.01.2018 20:38
      Highlight Highlight Profi, mindestens einer hats verstanden.
  • Alterssturheit 09.01.2018 15:52
    Highlight Highlight Hallo Herr Jordan, könnten Sie bitte mein Konto künftig mit-betreuen ?
  • marcog 09.01.2018 15:43
    Highlight Highlight Das mit den Wechselkursen ist etwa so, wie wenn man eine Million Bitcoins gekauft hat, und nun behauptet, man habe 20 Milliarden. Aber wenn man eine solche Menge an Geld auf den Markt wirft, wird das die Wechselkurse drücken und man bekommt doch nicht so viel.
  • Karoon 09.01.2018 15:34
    Highlight Highlight Bitte nicht die Nationalbank nicht (wieder) mit einer "normalen" Geschäftsbank verwechseln. Das Gewinn ist nicht flüssig vorhanden, es sind bloss buchhalterische Gewinne in der Bilanz. Zudem ist es nicht das primäre Ziel der Nationalbank, Gewinne zu machen, sondern den Schweizerfranken stabil zu halten. Das Gewinnmachen ist mehr ein Nebeneffekt, wenn man so will.
    • Miikee 09.01.2018 17:51
      Highlight Highlight Mersi. Das stand ja auch im Artikel. Doppelt hält besser 🤦🏻‍♂️
    • Hr. Döpfel 09.01.2018 19:56
      Highlight Highlight Wenn ein Teil dieser bloss buchhalterischen Gewinne an die Kantone fliesst (und damit den Sparwahn stoppt) ist das auch ein schöner Nebeneffekt.
  • Matti_St 09.01.2018 15:34
    Highlight Highlight So weit ich mich erinnern kann, betrug die Bilanzsumme ca. 2008 ungefähr 200 Milliarden.
    Und wir diskutieren über Sparmaßnahmen in den Sozialversicherungen usw.
    Von diesem Gewinn gehen 2 Milliarden an Bund und Kantone. Der Rest bleibt und wird sich weiter häufen.
    Man kann sich zurecht fragen, wie viel Geld braucht die SNB um ihren Auftrag zu erfüllen und wie viel kann dem Steuerzahler, indirekt, zurück gehen.
    • Saraina 09.01.2018 16:31
      Highlight Highlight Das ist Buchgeld, das dienNationalbank nicht flüssig hat, um es "zurück zu geben".
    • Matti_St 09.01.2018 16:55
      Highlight Highlight Stimmt nur bedingt. 2 Milliarden Buchgeld werden umgewandelt. Und das meiste Buchgeld sind Wertpapiere. Diese kann man über den Handel zu Bargeld umwandeln. Sicher nicht auf einmal 100 Milliarden, aber nach dies nach geht das.
    • Paedu87 09.01.2018 18:04
      Highlight Highlight Aber wieso sollte man es umwandeln? Der Auftrag der snb ist es die schweizer Wirtschaft zu schützen nicht die Bevölkerung mit Direktzahlungen reich zu machen. Oder etwas plakativer:
      Einzahlen von 50 Milliarden in die Ahv = Ahv für eine kurze Zeit glücklich.
      Die 50 Milliarden fehlen, beispielsweise der Europreis sinkt, Wirtschaft schwächelt, weniger Menschen zahlen in Ahv ein = Ahv mittelfrist sehr unglücklich...
  • raphe qwe 09.01.2018 15:25
    Highlight Highlight Wenn ich das richtig verstehe, sind das reine Buchgewinne? Kann die SNB Euro und Gold überhaupt in den Mengen verkaufen ohne den CHF-EUR Kurs negativ zu beeinflussen? Kann mir das jemand erklären?
    • SteveLaCroix 09.01.2018 16:09
      Highlight Highlight Richtig verstanden und nein, das kann die SNB selbstverständlich nicht! Die Käufe sind Stützkäufe, würden die Euros jetzt auf den Markt geworfen, würde dies den Kurs genau in die entgegengesetzte Richtung bewegen und dies nicht zu knapp...
    • Tomtom64 09.01.2018 16:11
      Highlight Highlight Heute kann sie die Fremdwährungen nicht verkaufen ohne den Franken massiv zu schwächen. Tendenziell steht sie noch immer auf der Käuferseite.
      Falls sich die Zinsdifferenzen in einigen Jahren stark ausweiten, könnte sich der Franken derart abschwächen, dass die Fremdwährugnsreserven ohne grossen Schaden verkauft werden können.

      Allerdings besteht das grosse Risiko, dass vorheer eine Rezession oder gar eine weitere Finanzkrise erneut für Aufwertungsdruck auf den Franken sorgt und die SNB noch mehr zukaufen muss.
    • Ulmo Ocin 09.01.2018 16:42
      Highlight Highlight Nein
    Weitere Antworten anzeigen
  • BossAC 09.01.2018 15:17
    Highlight Highlight Ich verstehe es nicht ganz. Wieso genau ist es für die SNB so ein Problem einen Grossteil dieses immensen Gewinns an die Kantone auszuschütten und die Rückstellungen kleiner ausfallen zu lassen? Mit dem Geld liesse sich sehr viele Probleme lösen. Und was für eine Auswirkung hat es genau, wenn die SNB Verluste schreibt bis auf weniger Geld für die Kantone? (Schwächerer Franken ist ja gewollt). Danke!
    • phreko 09.01.2018 15:46
      Highlight Highlight Gratuliere, sehr kurzfristiges Denken!
    • crossover 09.01.2018 15:52
      Highlight Highlight Weil es 1. gesetztlich nicht möglich ist höhere Ausschüttungen vorzunehmen und 2. dies hauptsächlich Buchgewinne sind und nicht in Form von 54 Mia. auf dem Konto liegen.
    • therationalist 09.01.2018 16:09
      Highlight Highlight @BossAC Gemäss Artikel hatte die SNB 2015 23 Mia. Verlust. Das kann jederzeit wieder(holt) geschehen. Wie bereits von @crossover erwähnt hat sind diese Gewinne hauptsächlich zu Buche. Die SNB hält die meisten ihrer Anlagen in ausl. Währung, was das Risiko für extreme Schwankungen noch zusätzlich zur horrenden Bilanzsumme erhöht. Dann würde es schmerzen, wenn der Staat das Geld aus kurzfristigen Überlegungen ausgegeben hätte.
      Ich will die komplexen Strategien schlecht beurteilen, würde aber sagen die SNB ist vernünftig, den Gewinn als Polster für schlechtere Zeiten zur Seite zu legen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Marco4400 09.01.2018 15:13
    Highlight Highlight Ich würde mich sonst im Namen des Schweizer Volkes zur Verwaltung dieses Geldes melden.
  • N. Y. P. D. 09.01.2018 15:10
    Highlight Highlight Jordan wird daher alles daran setzen, diese Bilanz wieder schrumpfen zu lassen, denn das Risiko ist viel zu gross.
    (text)

    Ich glaube gelesen zu haben, dass Jordan erst die 800 Milliarden abbauen will, WENN unsere Währung nicht mehr in Gefahr steht, zu sehr gegenüber den anderen Währungen zu erstarken.

    Im gegenwärtigen globalen Umfeld ist diese Gefahr aber immer noch gegeben.

    Hat Jordan das selber gesagt, dass das Risiko zu gross ist oder ist es eine Aussage von Herrn Loepfe ?
    • Philipp Löpfe 09.01.2018 15:57
      Highlight Highlight Er muss eine heikle Gratwanderung zwischen diesen beiden Dingen machen. Das die Aufblähung der Bilanz ein Risiko ist, ist sfo (stating the fucking obvious).

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