De Ohrfiige na
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Das perfekte Spiel für Bierliebhaber, die sonst schon alles haben! 🍻

Bild: KEYSTONE

Nein, betrunken kann man «Heaven & Ale» nicht spielen. Hier benötigt man nämlich einen unglaublich wachen Geist und viele Gehirnzellen. 



Wir spielen heute:
«Heaven & Ale»

Optimierungs- und Legespiel von Michael Kiesling und Andreas Schmidt für 2 bis 4 Spieler ab 12 Jahren. Spieldauer: 60 bis 90 Minuten. Verlag: eggertspiele. Preis: etwa 55 Franken. 

Thema:

Als mittelalterliche Mönche stellen wir in unseren Klosterbrauereien «flüssiges Brot», also Bier her. 

Was macht man?

Spielertableau Heaven & Ale

Ergatterte Rohstoffe und Mönche werden schlau in den Klostergarten gelegt. Bild: Tom Felber

Auf einem zentralen Rundkurs ziehen wir mit unseren Figuren über Felder, um Rohstoffe und Mönche zu ergattern, die wir klug in unseren Klostergärten platzieren. Durch geschickt ausgelöste  Wertungen müssen wir fünf Rohstoffmarker und eine Braumeister-Figur auf  Zählleisten möglichst weit voran bringen. 

Besondere Features:

Fülle an Material mit Holzfiguren, Holzmarkern und Plättchen. 

Geeignet für:

Erfahrenere Spieler, die gerne ihre Gehirnzellen anstrengen, komplexe Zusammenhänge ausklügeln und optimieren, optimieren, optimieren. 

Wir haben es für euch gespielt!

Ein Spiel um Bier, das klingt nach Sun, Fun und leichter Kost. Sowas ist «Heaven & Ale» aber ganz und gar nicht. Eine derart knifflige Aufgabe bekommt man im Gegenteil nicht alle Tage gestellt:

«Euch wurde die Leitung eines uralten Klosters aufgetragen, und ihr habt euch entschlossen, in der eigenen Klosterbrauerei das beste Bier auf Gottes Erden zu brauen»

– so steht es in der Spielanleitung. Das klingt bereits nach harter Arbeit, und etwas ähnliches ist es auch. Allerdings lustvolle harte Arbeit: Die Finanzen sind dabei sehr knapp. Ständig schrammen die Spieler am Bankrott vorbei, was aber genau den immensen Reiz ausmacht. Das Spiel siebt knallhart aus. Um «Heaven & Ale» erfolgreich zu spielen, muss man rechnen können. Anfänger haben keine Chance gegen Leute, welche die Zusammenhänge  schon kennen. Desaströse Punktestände in den Anfangspartien sind normal. Davon sollte man sich aber erst recht anspornen lassen. Es braucht zwei bis drei Partien und etwas Übung, bis man die raffinierten und originellen Zusammenhänge erkennt. 

Spielrunde Heaven & Ale

Tom felber

Das Besondere an diesem Optimierungsspiel ist, dass man gleich sechs Wertungssteine auf einer Zählleiste voranbringen muss: Fünf für die Rohstoffe Holz, Hopfen, Gerste, Hefe und Wasser und eine Braumeisterfigur. Keine der Wertungen darf man vernachlässigen. Denn wo die hintersten Steine zuletzt stehen, ist entscheidend.

Das Spiel besteht aus einem zentralen Spielplan, auf welchem die Spieler mit einer Figur immer wieder einen Rundkurs absolvieren, um dort an lukrative sechseckige Rohstoff- und Mönchsplättchen zu kommen. Diese bauen sie dann auf einem eigenen individuellen Spielplan vor sich in einen Klostergarten ein. Die Anordnung der Plättchen ist dabei essentiell. Es gibt im Garten eine Sonnen- und eine Schattenseite. Plättchen auf der Schattenseite generieren Dukaten, um finanziell flüssig zu bleiben. Plättchen auf der Sonnenseite sind für das Vorankommen auf den Zählleisten wichtig. Nichts darf vernachlässigt werden. Entscheidend ist vor allem das richtige Timing für das Auslösen verschiedenster Wertungen während der Partie. In den Gärten müssen Scheunenfelder komplett von Plättchen umschlossen werden, dann gibt es Belohnungen.  

Es ist hier nicht möglich, im Detail auf die Feinheiten des Spiels einzugehen. Es handelt sich um eine prekäre Mangelwirtschaft, die man zum Laufen bringen soll. Das ist unheimlich herausfordernd und interessant. Die Gefahr, sich zu verzocken, bremst dabei allerdings die Risikobereitschaft. Mit zunehmender Erfahrung versucht man neue Strategien und merkt, dass  unterschiedliche Vorgehensweisen zum Erfolg führen können.

Schön dabei ist die schlanke Endwertung. Es gibt keine unendliche Siegpunkte-Ausschüttung wie bei vielen anderen Optimierungsspielen. Obwohl jeder für sich auf seinem Spielplan baut, ist «Heaven & Ale» zudem unheimlich interaktiv. Den es geht auf dem zentralen Rundkurs eigentlich immer nur darum, den anderen zuvorzukommen und ihnen die besten Plättchen wegzuschnappen. Der Wiederspielreiz und die Neugier, neue Aspekte am Spiel auszuloten sind hoch. 

Was ist Wiederspielreiz? Mehr dazu hier:

Dieses Spiel hat mich schon bei der ersten Partie sehr positiv überrascht. Für mich  ist «Heaven & Ale» klar eines der besten komplexeren Spiele, die im vergangenen Herbst zur Spielmesse in Essen erschienen sind. Es macht Spass, zu taktieren, zu kombinieren und herauszufinden, wie man seine Klostergärten am besten bestückt, so dass die eigene Bierproduktion in die Schwünge kommt.

Schade ist dann allerdings doch, dass man dabei trotzdem überhaupt nie auch nur ein Mikromü das Gefühl bekommt, in einem Kloster Bier zu brauen. Das Thema bleibt völlig abstrakt und wird überhaupt nicht erlebbar. Es handelt sich beim Spiel halt um ein trockenes, mechanisches Konstrukt; ein brillantes Konstrukt allerdings.

Schachtel Heaven & Ale

Bild: Pegasusspiele

Ist das Spiel zu zweit spielbar?

Ja, man kann es eigentlich sehr gut zu zweit spielen. Es dauert wesentlich kürzer und man kommt sich nicht so stark in die Quere wie in Vollbesetzung. Es ist aber wie beim Biertrinken, das macht zu viert auch mehr Spass als zu zweit.  

Willst du mitspielen?
Melde dich an!

Als Jurymitglied ist Tom Felber verpflichtet, sämtliche relevanten neuen Spiele mehrfach auszuprobieren. Dazu benötigt er natürlich auch immer wieder neue Mitspieler. Wer Lust hat, mitzuspielen, kann sich über spieleabende@bluewin.ch für seinen Newsletter anmelden. Die Spiele-Testrunden finden jeweils in Zürich statt.

Tom Felber ist ...

... der Vorsitzende der internationalen Kritiker-Jury «Spiel des Jahres» und veröffentlicht seit 1985 Spiele-Rezensionen in verschiedenen Medien. Fortan wird er hier für uns regelmässig neue Brett- und Kartenspiele vorstellen.

Bild

bild: zvg

Mehr Spiele-Tipps findest du hier:

16 Brett- und Kartenspiele, über die sich nicht nur Kinder an Weihnachten freuen

Link zum Artikel

«Ethnos» ist gaaanz anders als es aussieht, nämlich ein Familienspiel, ehrlich! 

Link zum Artikel

Istanbul ist auch ein Würfelspiel – aber nur für Kenner!

Link zum Artikel

Wir spielen heute «Noria» – ein schwieriges Brettspiel für Tüftler und Grübler

Link zum Artikel

Diese «Escape Room»-Version können nur Mathe-Genies lösen (wir sind keine)

Link zum Artikel

Ist, wo Fitzek draufsteht, auch Fitzek drin? Wir spielen uns durch ein Buch

Link zum Artikel

Das ist das «Spiel des Jahres» 2017! Und so spielt es sich

Link zum Artikel

«Glupschgeister» – ein Spiel, das Menschen mit Wurstfingern zur Verzweiflung treibt

Link zum Artikel

Was passiert eigentlich, wenn Pinguine die Schule schwänzen? 

Link zum Artikel

Jetzt heisst es stark sein: In diesem Spiel verlierst du gegen Kinder

Link zum Artikel

Vergiss das normale «Schiffe versenken»: Bei dieser Version kommst du ins Schwitzen!

Link zum Artikel

Der Escape-Room für zuhause: «Gefangen im Eis, weil wir Deppen zu langsam waren»

Link zum Artikel

Wir spielen «Räuber der Nordsee» – ein Machtspiel für alle, die mal Wikinger sein wollen!

Link zum Artikel

Jetzt gibt's eins auf den Helm: Wir spielen «Arena for the Gods!»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Anschuldigungen gegen Boeing und US-Flugaufsicht

Link zum Artikel

Boeing 737 Max 8: Diese europäischen Airlines setzen ebenfalls auf die Unglücksmaschine

Link zum Artikel

«Er hatte keine Zeit für mich» – Streit zwischen Federer und Djokovic eskaliert

Link zum Artikel

Mein Abstieg in die Finsternis – Wie ich zur Katzenfrau wurde

Link zum Artikel

So ticken die Putinversteher

Link zum Artikel

Es lebe die Superheldin! Steckt euch euren «Feminismusscheiss» sonstwohin

Link zum Artikel

5 Elektroauto-Gerüchte im Check: Ein paar sind richtig, ein paar aber kreuzfalsch

Link zum Artikel

Hat das Parlament gerade unser Internet gerettet? – Es soll kein Zwei-Klassen-Netz geben

Link zum Artikel

Kevin Schläpfer – Oltens verpasste «Jahrhundert-Chance» und Langenthals «Anti-Anliker»

Link zum Artikel

«Vielleicht sind die Regeln einfach falsch» – VAR-Penalty sorgt für hitzige Diskussionen

Link zum Artikel

«Doping ist wie beim Hütchenspiel. Du weisst, dass es Betrug ist. Aber du spielst mit»

Link zum Artikel

Man liebt den Verrat, aber selten die Verräterin – nein, Galladé verdient Lob

Link zum Artikel

Der EHC Kloten, die Hockey-Titanic – so viel Talent, so miserabel trainiert und gecoacht

Link zum Artikel

Das Huber-Quiz! Heute mit einer Premiere!

Link zum Artikel

«Rape Day»: Gaming-Plattform bringt Vergewaltigungsgame raus – und löst Shitstorm aus

Link zum Artikel

Schär ist der beste Verteidiger in England – nach dem Supertor dreht sogar Shearer durch

Link zum Artikel

Warum die FDP (vielleicht) gerade unsere Beziehung zu Europa gerettet hat

Link zum Artikel

Erleuchtung für 190 Franken: Ist diese 17-Jährige die neue Uriella?

Link zum Artikel

10 Schauspieler, die ihre grössten Rollen nicht mehr leiden können

Link zum Artikel

Papst Franziskus – der Reformer, der keiner ist

Link zum Artikel

Stellt das Popcorn bereit: Trumps Anwalt Michael Cohen will auspacken

Link zum Artikel

Samsung hat das Galaxy Fold enthüllt, das unsere Smartphones für immer verändern könnte

Link zum Artikel

Im Juni wurde «The Beach» geschlossen – jetzt zeigt sich, wie gut dieser Entscheid war

Link zum Artikel

Warum der Schweizer Klubfussball auf dem absteigenden Ast ist

Link zum Artikel

5 Promi-Seitensprünge und ihre Ausgänge (und was diese Dame damit zu tun hat)

Link zum Artikel

9 Grafiken rund um das Elektroauto in der Schweiz

Link zum Artikel

Zwangsschulfrei wegen Masern: Schon 12 Fälle an Steiner-Schule – warum das kein Zufall ist

Link zum Artikel

Ihr spinnt! Wieso trinkt ihr im Restaurant kein Leitungswasser?

Link zum Artikel

Diese Schweizerin trug 365 Tage lang dasselbe Kleid

Link zum Artikel

Hinter den Kulissen von «Game of Thrones» haben sich alle lieb. Hier 15 Beweis-Bilder!

Link zum Artikel

Und jetzt: Die fiesen Sex-Fails der watson-User! 🙈

Link zum Artikel

Hier kommt ein Feel-Good-Dump für alle, die ein bisschen Aufmunterung gebrauchen können

Link zum Artikel

27 Sprüche, die zeigen, dass wir unbedingt auch Jahrbücher in den Schulen brauchen

Link zum Artikel

«Breaking Bad» kommt zurück – dazu die 10 besten Zitate von Jesse Pinkman

Link zum Artikel

Die Post lässt sich ein bisschen hacken – und macht sich zum Gespött der Hacker

Link zum Artikel

Sorry, aber wir müssen wieder über Trump und Faschismus reden

Link zum Artikel

«Eine Hure zu sein, war oft top», sagt Virginie Despentes aus Erfahrung

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

5
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mermegil Schweiz 19.02.2018 19:15
    Highlight Highlight ich würde mich über spiele für mehr qls 4Spieler freuen in unserer Runde ist 4 das minimum meisten sind wir 6 da
    hoffe es wird auch mal ein spiel für grössere Gruppen vorgestellt
  • Geo6 18.02.2018 21:42
    Highlight Highlight Brändi Dog ist auch ein tolles Spiel. Könnt ihr das mal vorstellen.
    • Morillaz 18.02.2018 23:39
      Highlight Highlight Kennt doch scho jeder und erklärt hat man es auch mit zwei drei Sätzen. Übrigens wird das Spiel korrekt nur Dog gennant, denn Brändi ist ein Markenname.
    • Tom Felber 19.02.2018 12:13
      Highlight Highlight Man kann natürlich auch einen Filmkritiker bitten, er soll doch mal die alten Winnetou-Filme vorstellen, die jeder kennt, weil die auch toll sind. Im Ernst: Ich werde mich sicher auch einmal den guten Klassikern widmen. Aber eigentlich möchte ich halt vor allem brandaktuelle, neue Spiele vorstellen.
    • rundumeli 20.02.2018 12:16
      Highlight Highlight brändi dog ist eine nette adaption einer bekannten spiel-idee ... bei einem song würde man von sagen : gecovert ;-)

      "Geschichte

      Christine Trösch (SG) bringt das Spiel 1982 aus Kanada mit nach Hause. Die Spielfläche hat sie auf Papier kopiert, im Kopf die mündlich überlieferten Spielregeln. Zusammen mit ihrem Freund Urs Meyer (SG) stellt sie ein erstes Dog her.

      Franz Lichtsteiner bringt das Spiel 1986 nach Weinfelden in die Thurgauische Arbeitsgruppe für Behinderte (TAB), wo er arbeitet. Das Dog avanciert schnell zu dem Insider-Spiel der TAB.

      http://www.dogspiel.info/index.php/geschichte

Mein Abstieg in die Finsternis – Wie ich zur Katzenfrau wurde

Eine Selbstauslachung.

Bäh, diese Katzenmenschen, dachte ich.

Sucht Euch mal ein Hobby, dachte ich.

Ein Tier ist ein Tier, dachte ich.

Dann kam alles anders.

Ach.

Es ist ja nicht so, als hätte ich keine Katzen gemocht. Ich mag Katzen. Ich mag Tiere generell, nur schon, weil sie keine Dinge sagen wie «Das wird man ja wohl noch sagen dürfen» oder «Haben Sie einen Moment, um über unseren Erlöser Jesus Christus zu sprechen?» Am liebsten mag ich Hunde. Hunde sind für mich der Inbegriff der …

Artikel lesen
Link zum Artikel