Leben
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

De Ohrfiige na

Jetzt heisst es stark sein: In diesem Spiel verlierst du gegen Kinder

Bild: EPA/EFE

Wer beim kleinen, aber sehr feinen Gedächtnis-Spiel «Memoarrr!» scheitert, bekommt zum Trost einen Vulkan.      



Wir spielen heute:
«Memoarrr!»

Taktisches Gedächtnisspiel von Carlo Bortolini für 2 bis 4 Spieler ab 8 Jahren. Spieldauer: 10 bis 20 Minuten. Verlag: Spielwiese. Vertrieb: Pegasus. Preis: etwa 14 Franken. 

Thema:

Kapitän Goldfisch hat seine Schätze auf einer Vulkaninsel versteckt. Wir sollen sie plündern, bevor uns die Lava den Weg abschneidet.  

Was macht man?

Memoarrr Aufbau

Bild: Pegasus

Geforderte Karten aufdecken, Spezialfähigkeiten der aufgedeckten Tiere ausführen. Schätze sammeln.

Besondere Features:

Lustige Grafik, sehr originelle und überraschende Variante eines klassischen Memo-Spiels.  

Geeignet für:

Grundsätzlich alle, die gerade 20 Minuten nichts zu tun haben und die Zeit in ein cleveres, leicht gemeines Kartenspiel investieren wollen.    

Wir haben es für euch gespielt!

Wer noch Zweifel daran hat, dass intelligente Maschinen eines Tages von den Menschen die Weltherrschaft übernehmen, braucht nur eine Partie «Memoarrr!» zu spielen, um ein glühender Anhänger dieser Theorie zu werden. Selten werden einem die Unzulänglichkeiten des eigenen Denkapparats derart schonungslos, aber doch auf sehr unterhaltsame Weise vor Augen geführt. Wer jetzt denkt, öh, memoarrr, das klingt irgendwie doch ähnlich wie «Memory», liegt genau richtig. Ein «Memory» ist es allerdings nicht, weil dieser Begriff von Ravensburger geschützt ist. Vielleicht wurde das Spiel ja an einem 19. September erfunden, dem Tag, an dem alle Nerds offiziell wie Piraten reden dürfen und überall die Silbe «Arrr» anhängen. 

Spielablauf Memoarrr!

Schematische Regelerklärung. Bild: Pegasus

Irgendwie geht es hier nämlich auch um Piraten und deren Schätze, auch wenn solche Leute im Spiel vordergründig gar nicht auftauchen. Dafür tauchen fünf Tiere auf: Ein Pinguin, ein Oktopus, eine Krabbe, ein Walross und eine Schildkröte. Sie befinden sich an fünf, farblich voneinander unterscheidbaren Orten. Es gibt also 25 Karten mit allen möglichen Kombinationen von Tieren und Orten. Sie werden verdeckt in einem Quadrat ausgelegt. Die letzte Karte wird unbesehen in die Schachtel zurückgelegt. In die Mitte kommt nämlich ein Stapel mit Schatztruhen-Karten und Vulkanen.

Der Spielablauf ist denkbar einfach: Wer an der Reihe ist, deckt eine Karte auf. Der nächste Spieler muss daraufhin eine Karte finden, die entweder das gleiche Tier oder den gleichen Hintergrund zeigt. Wer das nicht schafft, scheidet bereits aus der Runde aus und muss eine Vulkan-Karte nehmen. Die Karten bleiben aufgedeckt. Wer als letzter übrig bleibt, bekommt eine verdeckte Schatztruhen-Karte, die eine Anzahl von Rubinen zeigt. Das geht sieben Runden so, wer zum Schluss am meisten Rubine hat, gewinnt.

Zusätzlich Paprika kommt dadurch ins Spiel, dass die einzelnen aufgedeckten Tiere Sonderfähigkeiten haben:

Spielsituation Memoarrr!

Wo ist bloss der verflixte Pinguin? bild: tom felber

Ich bin mir bewusst, das klingt jetzt auf Anhieb relativ banal. Spiele muss man aber spielen, um ihren wahren Reiz zu erkennen. Eine Partie «Memoarrr!» hat es in sich: Eine einfache Idee macht aus einem klassischen Spielkonzept nämlich plötzlich wieder ein packendes, herausforderndes Erlebnis. Zunächst müssen sich Erwachsene natürlich wie bei jedem Gedächtnisspiel erst einmal mit dem Phänomen abfinden, dass sie gegen Kinder ein Hirnwindungs-Handicap zu haben scheinen und oft verlieren. 

Memoarrr

Bild: Pegasus

Nur zu Beginn einer Partie ist ein wenig Glück der bestimmende Faktor. Schon bald wird es sehr taktisch. Wer sich an mehrere verschiedene Optionen erinnert, wählt natürlich jene Möglichkeit, welche die Mitspieler vor grössere Probleme stellt. Man kann mehrere Züge voraus denken und versuchen, die Gegner bewusst in Sackgassen zu locken oder absichtlich ein Verwirrspiel mit den Oktopussen betreiben, die ja immer wieder dazu führen, dass bereits bekannte Karten ihre Plätze tauschen.

Es sind auch hier wieder einmal die allzu menschlichen Emotionen, die am Tisch ausgelöst werden, die das Erlebnis so reizvoll machen. Das Risiko. Der Zweifel. Die Unsicherheit, die richtige Wahl zu treffen. Die Genugtuung, wenn ein Plan aufgeht. Der Jubel. Das Scheitern. Die Schadenfreude. Und über eines kann die unschuldig wirkende, niedliche Grafik nicht hinwegtäuschen: Eine Partie «Memoarrr!» kann ganz schön anstrengend sein und die Gehirnzellen richtig fordern. 

Cover Memoarrr!

Bild: Pegasus

Für mich ist dieses kleine, feine, unscheinbare Kartenspiel um das Sammeln von Rubinen jedenfalls ein kleiner glitzernder Edelstein, der aus dem Spiele-Jahrgang hervor sticht. 

Ist «Memoarrr!» auch zu zweit spielbar?

Grundsätzlich ja. Es wird dann viel konfrontativer und noch taktischer. Aber mal ehrlich: Es sollte doch möglich sein, zwei weitere Mitspieler für dieses kleine Kartenspiel zu finden. Auch wenn sie jünger sein sollten.

Willst du mitspielen?
Melde dich an!

Als Jurymitglied ist Tom Felber verpflichtet, sämtliche relevanten neuen Spiele mehrfach auszuprobieren. Dazu benötigt er natürlich auch immer wieder neue Mitspieler. Wer Lust hat, mitzuspielen, kann sich über spieleabende@bluewin.ch für seinen Newsletter anmelden. Die Spiele-Testrunden finden jeweils in Zürich statt.

Tom Felber ist ...

... der Vorsitzende der internationalen Kritiker-Jury «Spiel des Jahres» und veröffentlicht seit 1985 Spiele-Rezensionen in verschiedenen Medien. Fortan wird er hier für uns regelmässig neue Brett- und Kartenspiele vorstellen.

Bild

bild: zvg

Mehr mint gibt's hier:

15 Styles, die Ende 90er und Anfang 2000er der Shit waren

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Nach «Avengers: Endgame» – diese 7 kommenden Filme könnten auch die Milliarde knacken

Link zum Artikel

Ich + Ich + Tattoo-Dirk à Paris

Link zum Artikel

«Game of Thrones»: Das war sie also, die grösste Schlacht der TV-Geschichte?!?!

Link zum Artikel

Dieses Model trägt als Erste einen Burkini auf der Titelseite der «Sports Illustrated»

Link zum Artikel

«Avengers: Endgame» pulverisiert Kinorekord – und sorgt für Schlägerei

Link zum Artikel

«Meine Ehefrau hat mich jahrelang mit ihrer Jugendliebe betrogen»

Link zum Artikel

Die vegane Armee

Link zum Artikel

14 Comics, die das Leben als Mann perfekt auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

Die Jackson-Doku «Leaving Neverland» erhitzt die Gemüter – 6 Gründe, warum das so ist

Link zum Artikel

Auf den Spuren meiner Urgrossmutter

Link zum Artikel

Regie-Legende Francis Ford Coppola: Neues Alter, neuer Film, neues «Apocalypse Now»

Link zum Artikel

Schwangerschafts-Abbruch wegen Trisomie: «Die Entscheidung war furchtbar, aber klar»

Link zum Artikel

«Mimimi» – Wie schnell bist du empört?

Link zum Artikel

Sterben am Schluss alle? Das verraten uns die 3 neuen Teaser zu «Game of Thrones»

Link zum Artikel

So heiss, stolz und glücklich feierten die «Game of Thrones»-Stars Premiere

Link zum Artikel

10 lustige Antworten auf die dumme Frage: «Wann hast du entschieden, homosexuell zu sein?»

Link zum Artikel

Böööses Büsi! Stephen Kings «Pet Sematary» ist wieder da

Link zum Artikel

RTS zeigt GoT zeitgleich am TV. Und wir fragen: Wann wollt ihr dazu was von uns lesen?

Link zum Artikel

Ja, in der Schweiz gibt es Obdachlose – und so leben sie

Link zum Artikel

«Krebs macht einsam» – wie Ronja mit 27 Brustkrebs überlebte

Link zum Artikel

Coca Cola Life und 17 weitere Getränke, die (beinahe) aus der Schweiz verschwunden sind

Link zum Artikel

US-Komiker Noah spricht über seine (Schweizer-)Deutsch-Erfahrungen – und es ist grossartig

Link zum Artikel

Die Boeing 737 ist derzeit nicht sehr beliebt – wie dieser Litauer jetzt auch weiss

Link zum Artikel

«Leaving Neverland»: Brisante Jackson-Doku kommt am Samstag im SRF

Link zum Artikel

Sag nicht, wir hätten dich nicht gewarnt: 7 Dokus zum 🐝-Sterben

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Der neue Schweizer Streaming-Dienst «Filmingo» will das Anti-Netflix sein

Link zum Artikel

Tantra-Tina, ihre Latexhandschuhe und mein Orgasmus

Link zum Artikel

Ich machte bei GNTM mit – und so war's (empörend!)

Link zum Artikel

Mick Jagger braucht eine neue Herzklappe – und will bald wieder auf der Bühne stehen

Link zum Artikel

Nacktbild von Sohn löst Shitstorm aus – Sängerin Pink rastet aus

Link zum Artikel

«Ich liebe meine Freundin, aber ich liebe auch schöne Frauen…»

Link zum Artikel

Ihre Produkte haben die Welt erobert – trotzdem wurden diese 5 Erfinder nicht reich

Link zum Artikel

Disney wird immer mächtiger – warum darunter vor allem Kinos und Zuschauer leiden

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

«Es ist absurd» – der Chef erklärt, was er vom Feminismus hält

Link zum Artikel

Vorsicht, jetzt kommt die Wohnmobil-Rezession!

Link zum Artikel

Du bist ein Schwing-Banause? Wir klären dich rechtzeitig fürs Eidgenössische auf

Link zum Artikel

Zug steckt während 3 Stunden zwischen Grenchen und Biel fest – Passagiere wurden evakuiert

Link zum Artikel

Apples Update-Schlamassel – gefährliche iOS-Lücke steht zurzeit wieder offen

Link zum Artikel

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Wenn Frauen über Autoren schreiben, wie sonst nur Männer über Autorinnen schreiben

Alles fing damit an, dass sich eine Journalistin über eine Rezension im «Tages-Anzeiger» aufregte. Darin schrieb ein älterer Mann über das Buch einer sehr jungen Frau. Vor allem aber schrieb er darüber, wie er das Aussehen besagter sehr junger Frau auf dem Foto im «New Yorker» empfand. Sie sehe darauf aus «wie ein aufgeschrecktes Reh mit sinnlichen Lippen».

Die Frau heisst Sally Rooney – sie ist 28 Jahre alt und eine mit Literatur-Preisen überhäufte Bestseller-Autorin aus Irland.

Aber anstatt in …

Artikel lesen
Link zum Artikel