Fussball
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epa06816775 Neymar (L) of Brazil and Valon Behrami of Switzerland in action during the FIFA World Cup 2018 group E preliminary round soccer match between Brazil and Switzerland in Rostov-On-Don, Russia, 17 June 2018.

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Neymar vs. Behrami – dieses Duell prägte das Duell zwischen der Schweiz und Brasilien. Bild: EPA/EPA

10 Fouls an Neymar und «Mister 100 Prozent» – die wichtigsten Kennzahlen zu #BRASUI



1:1

Das Resultat. Am Ende das Wichtigste. Einen Punkt nimmt die Nati gegen Gruppenfavorit Brasilien mit. Aber ein Punkt gegen den fünffachen Weltmeister ist auf dem Weg in die Achtelfinals noch nicht die halbe Miete. Deshalb viel wichtiger: Die Schweizer nehmen auch viel Selbstvertrauen aus ihrem Auftaktspiel gegen Brasilien mit, das am Freitag im wegweisenden Duell mit Serbien den Unterschied ausmachen kann.

Die wichtigsten Statistiken:

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So hat die FIFA gemessen, ... bild: fifa

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... so das Schweizer Fernsehen. bild: screenshot srf

10 Fouls an Neymar

Wie stoppt man Brasilien? Indem man Neymar stoppt. Die Schweizer attackierten den Superstar deshalb immer wieder am Rande der Fairness. Stephan Lichtsteiner, Fabian Schär und Valon Behrami holten sich nach Fouls am 222-Millionen-Mann die Gelbe Karte ab.

19 Fouls begingen die Schweizer insgesamt, zehn Mal erwischte es Neymar, was ihn zusehends frustrierte. Der letzte Spieler, der bei einem WM-Spiel mindestens zehn Mal zu Fall gebracht wurde, war Englands Alan Shearer 1998 gegen Tunesien (11 Mal). Seit 1966 wurde kein Brasilianer so häufig gefoult wie Neymar gestern.

Behrami über Neymar:

«Wir haben eine grundlegend andere Art, Fussball zu spielen. Ich liebe den Körperkontakt, er die Finesse in den Dribblings. Ich respektiere ihn als Fussballer. Manchmal hat er aber mehr gelitten als nötig gewesen wäre.»

Neymar über die Fouls:

«Ich habe nichts zu sagen, ich muss nur Fussball spielen. Wer zu den Fouls etwas zu sagen hat, ist der Schiedsrichter. Aber es ist halt so: Wenn die Unparteiischen nicht aufpassen, dann passieren diese Fouls. Während des Spiels habe ich einen Schlag erhalten, aber es ist nicht besorgniserregend.»

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Neymar im Fokus: Sein Arbeitstag gegen die Schweiz. Video: streamable

«Mister 100 Prozent»

Was für ein Kämpfer! «Krieger» Valon Behrami raubte Neymar mit einer überragender Zweikampf-Quote den Schneid. Das «Herz und die Lunge» des Schweizer Teams gewann 100 Prozent seiner Luftduelle, 75 Prozent seiner Zweikämpfe (15/20) und gestaltete 67 Prozent seiner Tacklings (10/15) erfolgreich. Nur Manuel Akanji war im Schweizer Lager bei den Zweikämpfen (12/13) und Tacklings (4/4) noch stärker. Behrami beging ausserdem nur vier Fouls und 93 Prozent seiner Pässe kamen an.

Die Passwege der Schweiz:

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Gelaufen ist Behrami in den 72:44 Minuten bis zu seiner Auswechslung 7,751 Kilometer. Hochgerechnet auf die knapp 98 gespielten Minuten ergibt das rund 9,9 Kilometer. Damit liegt er etwa gleichauf mit Xherdan Shaqiri, aber leicht hinter dem Teamschnitt von 10,32 Kilometern zurück. Am meisten gelaufen ist übrigens Blerim Dzemaili mit 11,222 Kilometern.

Die beste Szene: Behrami läuft Neymar ab

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Video: streamable

8 Riesenchancen

Ein bisschen Glück gehört auch dazu: 19:6 lautete am Ende die Schussstatistik zugunsten der Brasilianer. Fünf Schüsse kamen aufs Schweizer Tor, dreimal rettete Torhüter Yann Sommer mirakulös. Acht Top-Torchancen für den Weltmeister haben wir notiert:

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Die beiden Tore und Brasiliens vergebene Torchancen. Video: streamable

23 Prozent Fangquote

Diese Statistik ist ein bisschen fies. Aber von den letzten 13 WM-Schüssen aufs brasilianische Tor gingen zehn rein: Einer gegen die Schweiz, sieben gegen Deutschland und zwei gegen Holland im Spiel um Platz 3. Damit beträgt die Fangquote der brasilianischen Keeper läppische 23 Prozent.

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Zubers Tor – hätte Allison rauskommen müssen? Video: streamable

Dem aktuellen Torhüter Allison Becker kann man eigentlich keinen Vorwurf machen. Zwei Schüsse kamen gestern auf sein Tor, Zubers Kopfball zum 1:1 war wuchtig und aus extrem kurzer Distanz. Einer hat aber doch etwas zu mäkeln – und zwar ZDF-Experte Oliver Kahn. Er sagt: «Von einem Weltklasse-Torhüter wie Allison kann man verlangen, dass er diesen Eckball abfängt. Aber er klebt praktisch auf der Linie.»

Schwäche bei Standards:

1978

Erstmals seit der WM vor 40 Jahren in Argentinien gewann Brasilien seine WM-Auftaktpartie nicht. Damals spielte die Seleção 1:1 gegen Schweden. Die Schweiz im Gegenzug hat seit 1994 alle ihre Startspiele an WM-Endrunden nicht verloren.

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Der Traum von Brasiliens Startsieg ... zerplatzt! Video: streamable

Viermal erreichte die Schweiz nach den positiven Auftaktspielen auch die Achtelfinals. Nur 2010 reichte es nach der Sensation gegen den späteren Weltmeister Spanien nach einem 0:0 gegen Honduras und einem 0:1 gegen Chile nicht.

Die Brasilianer kamen erst zweimal nicht über die Gruppenphase hinaus. 1930 bei der ersten WM in Uruguay und 1966 in England.

Die Noten für Nati-Spieler gegen Brasilien

So funktioniert der Video-Beweis bei der WM in Russland

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Hatschi99 18.06.2018 14:41
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht, warum man so gegen Neymar schiesst... Klar ist er ein Simulant - aber welcher Fussballer schon nicht???

    Es sind doch alles Heulsusen, nicht nur Neymar. Da er aber halt einer der besten ist und noch ein bisschen mehr schauspielert, fällt es mehr auf.

    Aber es ist in jedem Fussballspiel das Gleiche, egal wer spielt: Gefühlt 20 Beinbrüche sieht man pro Spiel, wenn man die Reaktion der Spieler anschaut. Zudem wird ab der 75. Minute jede Gelegenheit genutzt, um das Spiel zu verzögern. Und nur ein kleiner Teil dieser verstrichenen Zeit wird effektiv nachgespielt...
    22 25 Melden
  • Simon Probst 18.06.2018 14:36
    Highlight Highlight ich verstehe nicht. er wurde gefoult, ja, aber der schiri hat auch immer gepfiffen - wo ist also das problem?
    19 2 Melden
  • horst 18.06.2018 13:36
    Highlight Highlight Neymar ist ein Weichei. Er mag ein begnadeter Techniker sein, bleibt aber ein Fremdkörper, hat kaum Bindung zum Team. Dass die Brasilianer heulen ist ein Kompliment für die Nati. Kompromisslose Härte ist ein legitimes Mittel gegen Heulsusen. Zudem hat Brasilien zwar in den ersten 20 Minuten geglänzt, nach dem 1:0 aber stark abgebaut. Wer nicht mit Frust umgehen kann, wird sicher nicht Weltmeister.
    53 1 Melden
  • COLD AS ICE 18.06.2018 12:47
    Highlight Highlight Neymars Auftritt gegen die Schweiz war einfach nur lächerlich. Eigentlich hätte er eine gelbe Karte kassieren sollen. Wenn ich sein Trainer wäre, würde ich ihn für 1 Spiel auf die Bank setzen. Er hat seinem Team mit seinen dummen Schauspieleinlagen viel wertvolle Zeit geraubt.
    72 3 Melden
  • droelfmalbumst 18.06.2018 12:32
    Highlight Highlight dieses neymar bashing finde ich ziemlich traurig... wieso muss man über einen spieler herziehen? er ist dreh und angelpunkt von brasilien. ist ja logisch dass jeder gegner der minimal fussball spielen kann ihn hart ran nimmt... wieso muss die CH nun ganze berichte verfassen was ein simulant er ist etc? ich kann mir sehr gut vorstellen dass ein zweikampf mit behrami immer mit schmerz verbunden ist, aber meistens im fairen bereich... man kann sich auch einfach über den punkt freuen ohne über andere herziehen zu müssen...
    27 95 Melden
    • 's all good, man! 18.06.2018 13:31
      Highlight Highlight Niemand bestreitet die Qualitäten von Neymar, er ist ein herausragender Fussballer mit Instinkt, einzigartiger Technik und einem fantastischen Auge. Andere Führungsspieler von anderen Teams werden auch so aus dem Spiel genommen wie die Schweizer es gestern getan haben. Aber sie machen nicht so ein Riesentheater, stehen nach dem Foul wieder auf und spielen weiter. So einfach ist das.
      61 0 Melden
    • droelfmalbumst 18.06.2018 13:43
      Highlight Highlight naja... ist ja immer so dass technisch begabte spieler ständig am bode liegen und jammern... das ist im heutigen Fussball leider Usus... ist auch fakt dass genau diese spieler am meisten von den beinen geholt werden... dennoch finde ich es nicht nötig ein bashing zu starten... Brasilien hat versagt, auch dank der guten Leistung der schweiz und eine prise glück dazu... die sind schon genug bestraft :D
      3 15 Melden
    • 's all good, man! 18.06.2018 15:41
      Highlight Highlight Nur weil das Usus ist, muss ich es deswegen noch lange nicht gut finden. Im Gegenteil. Neymar sollte ein Vorbild sein für all die Kids da draussen, aber mit seinem Getue lebt er einen Fussball vor, den wir eigentlich nicht sehen wollen.

      Es ist wohl tatsächlich so, dass technisch beschlagene Spieler öfter gefoult werden als andere. Es gibt verschiedene Arten, darauf zu reagieren. Die von Neymar ist halt einfach lächerlich und er müsste begreifen, dass es ihm und seinen Mannschaftskollegen so nicht wirklich was bringt.
      12 0 Melden
  • Andej 18.06.2018 12:01
    Highlight Highlight Schlicht unglaublich wie Behrami Neymar abgemeldet hat. Grosses Kino!
    116 1 Melden
  • Nothingtodisplay 18.06.2018 11:51
    Highlight Highlight :)
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    174 2 Melden
  • Basubonus 18.06.2018 11:32
    Highlight Highlight 10x gefoult? Eher 10x hatte der Referee Erbarmen mit dem Schauspielerbubi. Fouls waren es eigentlich maximal zwei.
    169 18 Melden
  • Tornado 18.06.2018 11:29
    Highlight Highlight Krass die Statistik von Akanji, erst recht wenn man bedenkt wo er vor 3 Jahren noch gespielt hat und der Mann ist ers 22. Jahre alt.
    92 0 Melden
    • droelfmalbumst 18.06.2018 12:32
      Highlight Highlight das selber für gabriel jesus.. vor 4 jahren strassenfeger in brasilien...
      53 3 Melden
  • Temeraire 18.06.2018 11:26
    Highlight Highlight Die Frage ist wohl auch, wieviele dieser 10 "Fouls" an Neymar Jr. auch wirklich Fouls waren. Gibt es dazu auch eine Statistik?
    83 1 Melden
  • Hashtag 18.06.2018 11:19
    Highlight Highlight Neymar sollte einsehen, dass die meisten dieser Fouls im relativ sinnlosen 1:1 Situationen entstanden sind. Hätte er den Ball schneller laufen lassen wäre er weniger gefoult worden, die Brasilianer hätten mehr Tempo gemacht und die Schweiz evtl keinen Punkt geholt.
    217 13 Melden

«In der Nati ist keiner so klug wie du» – offener Brief an Valon Behrami

Der gestrige Tag ist ein trauriger für den Schweizer Fussball. Du bist nicht mehr unser Nationalspieler. «Meine internationale Karriere ist zu Ende», hast du geschrieben. Dein Bild dazu ist schwarz-weiss.

Nie mehr werden wir uns an deinen grandiosen Tacklings erfreuen dürfen. Nie mehr dürfen wir erleben, wie du dich zerreisst für die Schweiz. Für das Land, das du so lieb gewonnen hast. Der Gedanke daran schmerzt. Und gleich noch mehr, wenn wir uns die Bilder von dir in Erinnerung rufen, wie …

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