Bundesratswahlen 2018
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Die erste CVP-Frau tritt an: Urner Justizdirektorin Heidi Z'graggen will Leuthard beerben



Heidi Z'Graggen

Heidi Z'graggen steigt als erste CVP-Frau ins Bundesratsrennen. Bild: zvg

Die Urner CVP-Regierungsrätin Heidi Z'graggen kandidiert für den Bundesrat. Die 52-Jährige steigt ins Rennen um die Nachfolge der abtretenden Bundesrätin Doris Leuthard. Auf eine Kandidatur verzichten wird hingegen der Urner CVP-Ständerat Isidor Baumann.

«Ich bin bereit, als Urnerin, Zentralschweizerin und Schweizerin und langjähriges Mitglied einer Kantonsregierung die Landespolitik mitzugestalten», lässt sich Z'graggen am Donnerstagmorgen in einer Medienmitteilung der CVP Uri zitieren. Sie bringe als Urner Regierungsrätin 14 Jahre Exekutiverfahrung mit.

Ihre Kandidatur habe sie «gut überdacht», heisst es weiter. Sie habe die vergangenen Wochen genutzt, um ihre Situation zu analysieren und mit ihrem Umfeld zu besprechen.

Heidi Z'graggen sitzt seit 2004 im Urner Regierungsrat, von 2014 bis 2016 war sie Frau Landammann. Von 2000 bis 2005 war sie Präsidentin der CVP Uri. Sie studierte Politikwissenschaften in Bern.

Die 52-Jährige ist unter anderem Vorsitzende der regierungsrätlichen Planungskommission und damit zuständig für das Tourismusprojekt und die Skigebietsentwicklung in Andermatt des Investors Samih Sawiris.

Die CVP Uri ist überzeugt von Z'graggens Qualitäten, wie sie in der Medienmitteilung schreibt: «Sie wäre für die Zentralschweiz und die ganze Schweiz ein Gewinn». Zudem habe der Kanton Uri in der 170-jährigen Geschichte des Bundesstaats noch nie einen Bundesrat stellen können.

Isidor Baumann, CVP-UR, spricht an der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete, am Donnerstag, 21. September 2017 im Staenderat in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

CVP-Ständerat Isidor Baumann will nicht. Bild: KEYSTONE

Als möglichen Kandidaten gehandelt wurde in den vergangenen Tagen auch der Urner CVP-Ständerat Isidor Baumann aus Wassen UR. Er sei aber nach reiflicher Überlegung zum Schluss zu kommen, zu Gunsten von Heidi Z'graggen nicht als Bundesrat zu kandidieren, heisst es in der Medienmitteilung weiter. Bei seinen Überlegungen habe auch sein Alter eine Rolle gespielt. Baumann ist 63 Jahre alt. (sda)

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • sherpa 18.10.2018 09:37
    Highlight Highlight und das JEKAMI Karussell beginnt sich zu drehen, ob Mann oder Frau zum Amt seines BR fähig ist oder nicht, spielt nur zweitrangig eine Rolle, Hauptsache man schart die Medien um sich und zeigt sein Lachen. Vielleicht aber, vergeht all diesen Möchtegerne das Lachen bald einmal und der große Katzenjammer mit all den vorbereiteten Ausreden setzt ein
    2 10 Melden
  • DocShi 18.10.2018 09:32
    Highlight Highlight
    Und ein bisschen mehr Info zu der Frau und es wäre ein Artikel geworden! 😉
    85 1 Melden
  • Clife 18.10.2018 09:01
    Highlight Highlight Im Vergleich zu den anderen Kandidaten sieht sie ziemlich sympathisch und ehrlich aus. Aber wie sieht es mit den Kenntnissen aus? Kann mich jemand aus ihrer Politumgebung aufklären :) ?
    22 7 Melden

Frauen sind die besseren Männer – auch für den Bundesrat

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