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Wimbledon, Viertelfinals
Federer vs. Cilic 6:7 4:6 6:3 7:6 6:3
Raonic vs. Querrey 6:4 7:5 5:7 6:4
Berdych vs. Pouille 7:6 6:3 6:2
Murray vs. Tsonga 7:6 6:1 3:6 4:6 6:1
Cilic zeigte ein starkes Match, am Ende hat es aber dennoch nicht gereicht.
Cilic zeigte ein starkes Match, am Ende hat es aber dennoch nicht gereicht.
Bild: PAUL CHILDS/REUTERS

Federer nach Thriller gegen Cilic: «Es war ein unglaubliches Match»

Entfesslungskünstler Roger Federer: Der Schweizer wehrt in Wimbledon gegen Marin Cilic drei Matchbälle ab und steht zum elften Mal im Halbfinal.
06.07.2016, 18:1207.07.2016, 07:57
«Marin ist ein wunderbarer Spieler, es macht Spass gegen ihn anzutreten. Er ist einer der tollsten Typen auf der Tour. Für ihn tut es mir leid, für mich geht der Traum weiter.»
Roger Federer

»» Hier gibt's den Liveticker der Partie zum Nachlesen

Der siebenfache Champion setzte sich nach einem 0:2-Satzrückstand 6:7 (4:7), 4:6, 6:3, 7:6 (11:9), 6:3 gegen Marin Cilic (ATP 13) durch. Im vierten Satz wehrte er beim Stand von 4:5 (30:40), beim Stand von 5:6 (30:40) sowie im Tiebreak beim Stand von 6:7 insgesamt drei Matchbälle ab. Der Kroate hatte Federer im Halbfinal des US Open 2014 geschlagen und anschliessend sein bisher einziges Grand-Slam-Turnier gewonnen. Im Halbfinal trifft Federer am Freitag auf den Kanadier Milos Raonic (ATP 7).

«Im dritten und vierten Satz hatte ich wirklich Probleme. Ich habe aber toll gefightet und am Ende sehr gut gespielt. Ich könnte nicht glücklicher sein.»
Roger Federer

Federer und Cilic lieferten sich den Kampf des bisherigen Turniers – und eine Partie in zwei Hälften. In den ersten beiden Sätzen gelang Federer von der Grundlinie sehr wenig, einzig sein guter Aufschlag hielt ihn über weite Strecken im Spiel. Der 27-jährige Kroate war der klar stärkere Spieler und ging folgerichtig mit 2:0 Sätzen in Führung. Im ersten schaffte er die Entscheidung mit einem Blitzstart im Tiebreak zu einer 5:0-Führung. Im zweiten unterlief Federer – typischerweise – ein Rückhandfehler beim Break zum 1:2. Er sollte seinen Service danach aber nie mehr abgeben.

Geschafft! Der «Maestro» steht zum elften Mal im Halbfinal von Wimbledon.
Geschafft! Der «Maestro» steht zum elften Mal im Halbfinal von Wimbledon.
Bild: TONY O'BRIEN/REUTERS

Die Auferstehung

Die erste grosse Wende kam Ende des dritten Satzes, als Federer beim Stand von 3:3 und 0:40 fünf Punkte in Serie gewann und damit wohl das Aus abwendete. Im nächsten Game gelang ihm dank eines Doppelfehlers von Cilic sein erstes Break und wenig später verkürzte er auf 1:2 Sätze.

«Ich habe natürlich immer gehofft, das Match noch zu drehen. Cilic hat aber wirklich gut gespielt. Er hat meinen Aufschlag gelesen, ich seinen nicht. Für mich war wichtig im Spiel zu bleiben, zu hoffen, dass er sein Level nicht halten kann und Glück braucht es natürlich auch. Genau das ist dann passiert. Es war ein unglaubliches Match.»
Roger Federer

Ab dem dritten Satz agierte Federer offensiver, nahm die Bälle früher im Platz und konnte es so vermeiden, zu sehr unter Druck zu geraten. Cilic blieb jedoch dran. Da er jeweils zuerst aufschlug, konnte er vorlegen – und beide Male, als Federer gegen den Matchverlust servierte, geriet er in Bedrängnis. Bei 4:5 wehrte er einen ersten Matchball mit einem Aufschlagpunkt ab, bei 5:6 mit einem Ass.

Die nächsten Rekorde

Im Tiebreak des vierten Satzes führte Federer 6:4, verschlug aber eine Vorhand, die er üblicherweise blind verwertet. Wenig später musste er einen dritten Matchball abwehren und tat dies erneut mit dem Service. Den fünften Satzball nutzte er dann zum 11:9 dank eines Vorhand-Fehlers von Cilic.

«Ich habe jetzt eineinhalb Tage Zeit mich zu erholen. Raonic hat bis jetzt ein wundervolles Jahr, er wird fast täglich besser, ich freue mich, gegen ihn zu spielen.»
Federer zu Halbfinal-Gegner Milos Raonic

Im fünften Satz bedeutete dann ein Break Federers zum 5:3 die Entscheidung. Nach gut dreiviertel Stunden schlug der Schweizer bei den letzten beiden Punkte die Asse Nummer 26 und 27 zum Sieg.

Die Federer-Box in Ekstase.<br data-editable="remove">
Die Federer-Box in Ekstase.
Bild: PAUL CHILDS/REUTERS

Damit qualifizierte er sich nicht nur zum elften Mal für einen Wimbledon-Halbfinal, der 34-jährige Basler bewies sich und seinen Gegnern auch, dass sein lädierter Rücken und das im Februar operierte Knie wieder voll belastbar sind.

Zudem ist er nun mit 307 gewonnenen Matches bei Grand-Slam-Turnieren alleiniger Rekordhalter (Martina Navratilova hat 306) und schloss mit dem 84. Sieg in Wimbledon zu Jimmy Connors auf. (sda/rst)

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Wo Federer schon überall Tennis gespielt hat

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Wo Federer schon überall Tennis gespielt hat
quelle: epa / pool
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