Gesellschaft & Politik
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«Liberos» im Dienste der GLP: Nicola Forster (l.) und Stefan Schlegel. Bild: keystone / jos schmid / montage watson

Prominente Köpfe treten für GLP an – übernehmen die Grünliberalen die Operation Libero?

Mit ihrer Mobilisierungskraft ist die Operation Libero zum Albtraum der SVP bei Abstimmungskämpfen geworden. Nun übernehmen gleich zwei bekannte Gesichter der Organisation prominente Posten bei den Grünliberalen. Der Politologe Claude Longchamp sieht die überparteiliche Strahlkraft der «Liberos» in Gefahr.



Die Jubelbilder verbreiteten sich am 29. November 2018 rasend schnell: Einmal mehr wurde der Sieg über die SVP – dieses mal bei der Selbstbestimmungsinitiative – mit den strahlenden Gesichtern von Flavia Kleiner und Laura Zimmermann illustriert, den Co-Präsidentinnen der Operation Libero. Die Truppe hatte erneut dazu beigetragen, der wählerstärksten Partei des Landes eine Abstimmungsniederlage zu verpassen.

Die Co-Praesidentinnen Laura Zimmermann, rechts, und Flavia Kleiner von der Operation Libero, vom Nein-Buendnis zur Selbstbestimmungsinitiative, freuen sich am am Sonntag, 25. November 2018, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Sieg über die SVP: Flavia Kleiner (l.) und Laura Zimmermann von der Operation Libero. Bild: KEYSTONE

Die politische Schlagfertigkeit der «Liberos» und «Liberas», wie sich die Mitglieder der Organisation nennen, ist auch den Schweizer Parteien nicht verborgen geblieben. «Die Parteien betrachten die Operation Libero als Jungbrunnen, als Reservoir von jungen, unverbrauchten und engagierten Nachwuchskräften», erläutert der Politikwissenschafter Claude Longchamp. Einzelne Mitglieder seien zwar schon bisher in Parteien aktiv gewesen, oft aber lediglich als Passivmitglieder oder auf lokaler Ebene. Prominente Parteifunktionen hätten die «Liberos» bisher aber nicht übernommen.

«Überparteiliche Unschuld verloren»

Das hat sich jetzt geändert – zumindest bei einer Partei: den Grünliberalen (GLP). Ende Oktober 2018 präsentierte die GLP des Kantons Zürich ein neues Co-Präsidium. Die eine Hälfte davon ist Nicola Forster. Er präsidiert seit zehn Jahren den aussenpolitischen Thinktank Foraus und war 2014 Mitgründer der Operation Libero. Laut dem Magazin war deren Name Forsters Idee. Und am Mittwoch dieser Woche konnte die GLP einen zweiten prominenten «Libero» präsentieren: Stefan Schlegel, Mitglied im nationalen Vorstand und Verantwortlicher für die Gesellschaftspolitik, wurde im Kanton Bern für die grünliberale Nationalratsliste nominiert.

Nicola Forster, Co-Autor und Vorstandsmitglied foraus, waehrend der Pressekonferenz zum

Gründer der Operation Libero und GLP-Kantonalpräsident: Nicola Forster. Bild: KEYSTONE

Für Claude Longchamp stellen die beiden GLP-Personalien «eine bedeutende Veränderung» dar: «Es wird eine Dynamik sichtbar, bei der das Personalreservoir der Operation Libero vor allem zur GLP fliesst.» Er beurteilt diese Entwicklung kritisch. Positiv daran sei, dass die SVP der Operation Libero nicht mehr den Vorwurf machen könne, eine Ablegerin der SP zu sein.

ARCHIV --- Abstimmungsanalytiker und gfs.bern Chef Claude Longchamp, in seinem Buero in Bern am 13. Januar 2015. Die Ergebnisse eidgenoessischer Abstimmungen werden kuenftig nicht mehr von der Forschungsgemeinschaft VOX-Analysen auf Basis der von Longchamps gfs.bern durchgefuehrten Befragungen ermittelt. Die Bundeskanzlei hat den Auftrag für die naechsten vier Jahre an die Stiftung für die Forschung in den Sozialwissenschaften FORS vergeben, wie die Bundeskanzlei am Donnerstag, 12. November 2015 schreibt.(KEYSTONE/Gaetan Bally)

Politologe Claude Longchamp. Bild: KEYSTONE

Doch für den Politologen überwiegen die negativen Aspekte: «Die Operation Libero hat ihre überparteiliche Unschuld verloren.» Ihre Stärke sei es bisher gewesen, in Abstimmungskämpfen als überparteiliche, sachlich argumentierende Stimme wahrgenommen zu werden. «Sie ist wertvoll als Kommunikatorin gegenüber Leuten im liberalen und linksliberalen Lager, die sich keiner Partei zugehörig fühlen.» Diese Menschen wollten sich aufgrund von Argumenten überzeugen lassen, die nicht von Parteivertretern stammten. Mit der sichtbarer gewordenen Nähe zur GLP schwäche sich diese Wirkung teilweise ab: «Der Vorwurf der Parteilichkeit der Operation Libero kann jetzt glaubwürdiger erhoben werden», meint Longchamp.

«Einfach dem Timing geschuldet»

Diesen Vorwurf lässt man bei der Operation Libero nicht gelten: «Wir haben von Anfang an grundsätzlich jedes parteipolitische Engagement unserer Mitglieder begrüsst und tun dies weiterhin», sagt Kommunikationschef Silvan Gisler. Die Operation Libero habe sich nie als Alternative, sondern als Ergänzung zu den Parteien verstanden. Sie sei eine Bewegung, die sich bei einzelnen Themen engagiere, die den Mitgliedern besonders wichtig seien. Sie habe aber kein umfassendes Parteiprogramm, das alle Aspekte der Politik abdecke: «Es ist deshalb völlig natürlich, dass sich manche unserer Mitglieder auch in Parteien engagieren.»

Auch von der verlorenen überparteilichen Unschuld will Gisler nichts wissen: «Wir haben immer betont, dass wir überparteilich sind und das ist weiterhin der Fall.» Im nationalen Vorstand und in den Regionalgruppen seien Mitglieder von SP, Grünen, GLP, FDP und BDP aktiv, so Gisler. Die seien bei kantonalen und kommunalen Wahlen auch schon für diese Parteien angetreten. Das jetzt in kurzer Abfolge zwei prominente Köpfe bei den Grünliberalen aktiv geworden sind, sei einfach dem Timing geschuldet. «Die GLP ist zwar bei einzelnen Sachthemen ein wichtiger Verbündeter, aber das sind andere Parteien auch.»

Longchamp warnt

Die Grünliberalen seien die Partei, welche ihm politisch am nächsten stehen, begründet Neo-Nationalratskandidat Stefan Schlegel seine Entscheidung. Aber wegen seinem und Nicola Forsters Parteiengagement sei die Operation Libero «keine GLP-Ablegerin». Die Operation Libero stehe für eine offene Gesellschaft, sowohl was das Zusammenleben anbelangt als auch in der Aussenpolitik». Ob man diese Haltung mit eher linken oder eher rechten Ansichten in anderen Politikbereichen verbinde, sei zweitrangig. Der «überparteilichen Bewegungscharakter» der Operation Libero ist für Schlegel angesichts der parteipolitisch breiten Verortung der Mitglieder nicht in Frage gestellt.

Stefan Schlegel

Will für die GLP Nationalrat werden: Stefan Schlegel, Vorstandsmitglied der Operation Libero. Bild: Swen Pförtner

Politologe Claude Longchamp warnt trotz der anderslautenden Beteuerungen aus der Operation Libero: «Mit der Überparteilichkeit der Operation Libero ist es vorbei, wenn noch ein weiterer prominenter Kopf bei den Grünliberalen aktiv werden sollte» – beispielsweise eine der Co-Präsidentinnen.

Zimmermann und Kleiner liebäugeln mit Nationalrat

Diese halten sich auf schriftliche Anfragen über die eigenen Pläne bedeckt. Stand heute planen aber weder Laura Zimmermann noch Flavia Kleiner bei den Nationalratswahlen im Oktober eine eigene Kandidatur. Doch für die Zukunft wollen beide einen solchen Schritt nicht ausschliessen. Laura Zimmermann schreibt, sie schliesse nie etwas kategorisch aus: «Das ist ein Lebensmantra von mir.» Flavia Kleiner stellt sich ein Parlamentsmandat «als herausfordernde und verantwortungsvolle Aufgabe vor», die sie «natürlich nicht» ausschliesse.

Während Zimmermann die entsprechende Frage offen lässt, gibt Kleiner zu, bereits einmal für eine Nationalratskandidatur angefragt worden zu sein. Sie lässt aber offen, von welcher Partei: «Ich bin parteipolitisch noch immer heimatlos. Bei der Gründung des Bundesstaates 1848 wäre ich der FDP beigetreten.»

Laura Zimmermann im Streitgespräch zur Selbstbestimmungsinitiative

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    Alle Leser-Kommentare
  • inmi 25.02.2019 13:19
    Highlight Highlight Das die Operation Libero irgend einen Einfluss auf eine Abstimmung gehabt hat, ist pure Spekulation. Im Moment ist das ein Gruppe von Leuten, die von Journalisten hochgehyped werden.
  • Trompete 24.02.2019 07:31
    Highlight Highlight Schade, stellt die Operation Libero nicht eigene Listen auf. Dadurch würde man nämlich endlich Rückschlüsse ziehen können, wie gross ihr Rückhalt in der Bevölkerung wirklich ist. Bisher haben sie sich aus meiner Sicht nur zu Abstimmungen geäussert, welche eher einfach zu gewinnen waren.

    In manchen Fragen beleben sie die Dikussion, aber: Frau Zimmermann mit ihrer provozierenden Mimik während andere Sprechen, würde ich niemals in ein Amt wählen, welches Zusammenarbeit über Gleichdenkende hinaus voraussetzt. Bisher konnten sie nur andere Vorlagen abschiessen, keine eigene Durchsetzen.
    • Fabio74 24.02.2019 10:55
      Highlight Highlight warum soll eine Organisation zu einer PArtei werden? Macht Null Sinn.
      OL wurde ja nicht geschaffen für eigene Iniativen sondern um Deppen-Iniativen abzuschiessen
  • Zauggovia 23.02.2019 23:15
    Highlight Highlight Operation Libero hat eigentlich einfach nur den Anti-SVP-Reflex bedient, ohne wirklich eigene Ideen.
    Mal schauen ob die so die GLP wirklich weiterbringen.
  • Mikey51 23.02.2019 19:49
    Highlight Highlight Ich mag die OL und werde sie als alter Mann auch gerne unterstützen... jedoch nur so lange sie unabhängig ist und sich nicht irgend einer Partei an die Brust „wirft“, da könne ich genau so gut Parteien wählen.
  • idrisi 23.02.2019 19:45
    Highlight Highlight Ich kann dieses idealisieren von sog. Bewegungen nicht nachvollziehen. Bewegungen sind gut um Themen quer zur Parteienlandschaft politisch zu beinflussen. In unserem System kann man damit Abstimmungen initiiren oder beinflussen. Wer langfristig politisch mitgestalten will muss das entweder über eine neue oder eine bestehende Partei tun. Ich finde Super wenn sich neue Kräfte in den Parteien engagieren - für mich müsste es jetzt nicht gerade die GLP sein - aber besser als gar nicht.

  • Brezel Hugger 23.02.2019 18:31
    Highlight Highlight Finde ich toll. Schliesslich habe ich massgeblich am Programm der Operation Libero mitgewirkt.
  • Magnum 23.02.2019 18:11
    Highlight Highlight Ohne Bäumle und Diener und deren Querelen mit den Zürcher Grünen hätte es die Grünliberalen nie gegeben. Und da Bäumle und Diener ihren Aktivitätsgrad massiv reduziert haben, ist es nur logisch, dass anderes Personal nachschiebt. Ich würde aber meinen, dass hier eher die Operation Libero die GLP übernimmt als umgekehrt.
  • RescueHammer 23.02.2019 17:17
    Highlight Highlight Das wäre der Super-Gau!
  • Spiessvogel 23.02.2019 17:11
    Highlight Highlight Mit fortschreitendem Alter werden aus den Kommentatoren der Politlandschaft nicht selten Moralisten. Statt im Klartext von der Bereichrung des politischen Lebens anzusprechen, die aus der Operation Libero erwächst, faselt da einer vom Verlust ihrer überparteilichen Unschuld. Wie würde wohl Longchamps Kommentar nach den Wahlen 2019 ausfallen, wenn niemand aus der erfolgreichen Bewegung bereit wäre, im politischen Tagesgeschäft Umweltthemen zuoberst auf die Agenda zu setzen. Vorschlag: „Wahlen hervor.
  • Bert der Geologe 23.02.2019 17:08
    Highlight Highlight Es gilt nun ein Geologenhammermachtwort zu sprechen. Ich stelle fest, dass ich nicht besonders talentierte Leute in Exekutivämter wählen muss, einfach weil sich begabte Leute nicht zur Verfügung stellen. Da ist es vorbehaltlos zu begrüssen, dass sich die engagierten Mitglieder dieser Vereinigung auch in Aemter wählen lassen, egal mit welcher Partei.
  • AlteSchachtel 23.02.2019 17:03
    Highlight Highlight Egal unter welchem Parteimäntelchen sie auftreten; weder Forster noch Zimmermann sind für mich wählbar.

    Ich war zwar ehrlich glücklich über den Erfolg von Operation Libero in Sachen No Billag und SBI, aber sonst erninnern mich die zu sehr an FDP-Nachwuchs.

    https://www.srf.ch/news/schweiz/zoff-um-rahmenabkommen-junge-europa-turbos-sind-enttaeuscht-von-den-linken


    • OLAF der I. aka Gàn 23.02.2019 19:28
      Highlight Highlight AlteSchachtel, genau das denke ich eben auch. Es sind Neoliberale mit Gewissen.
      Ich wünschte mir junge Leute mit so viel Elan und Biss für die SP. Weil Tamara... naja...
    • Simonetta. . 24.02.2019 02:29
      Highlight Highlight Dann möchtet ihr gerne im Sozialismus leben?
      Dies möchte aber niemand, der diesen jemals erleben musste.
      Gibt das Leuten wie ihr das seit, eigentlich nie zu denken?
    • AlteSchachtel 24.02.2019 09:38
      Highlight Highlight @OLAF: vorallem vermisse ich in der Politik (generell bei allen Parteien) Bodenhaftigkeit und Weitsicht. Leute wie Helmut Hubacher z.B.

      Wer in Grenzregionen lebt, weiss dass grosse Unternehmen Löhne ganz schnell nach unten anpassen, wenn sie Grenzgänger, deren Lebenshaltungskosten im Ausland bescheidener sind, anstellen können. Der Büetzer, der in der Schweiz wohnt, kämpft mit dem "grenzwertigen" Lohn bei unseren Mieten etc. dann ums Überleben.

      @Influencer
      Bei Aufhebung des Lohnschutzes ist eine massive Zunahme von Working poors garantiert. Wer steht dafür gerade?

    Weitere Antworten anzeigen
  • Flo1914 23.02.2019 16:46
    Highlight Highlight Die GLP ist eine FDP mit grünem Mäntelchen, für Besserverdienende, die mit dem Tesla zur Arbeit fahren.
    Die Operation Libero ist quasi die Hipster Jung Partei von GLP/FDP.
    Urban ausgerichtet schert sich die OL einen Dreck um die Bedürfnisse und die Traditionen der Landbevölkerung.
    • Roman Loosli 23.02.2019 17:59
      Highlight Highlight Immer schön zu sehen wie das Land sich mit der Stadt solidarisiert. Haha. Wir aus den Stadten konsumieren und Zahlen das ganze Heidiland. Also bitte etwas Respekt...wir bezahlen euch anständig.
    • Platon 23.02.2019 19:55
      Highlight Highlight @Flo
      Die GLP ist tausend mal besser als die FDP.
    • Froggr 23.02.2019 22:24
      Highlight Highlight Platon: Ansichtssache.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Elke Wolke 23.02.2019 16:30
    Highlight Highlight Viel Erfolg! Es tut der Schweiz gut, wenn solche Personen bereit sind sich zu engagieren!
  • Benjamin Goodreign 23.02.2019 15:12
    Highlight Highlight Ich bin Libero und glp-Mitglied und komme gut damit klar. Talente bewegen sich frei und gestalten Zukunft mit - find ich gut!
  • Lester McAllister 23.02.2019 15:06
    Highlight Highlight Wer die Umwelt schützen will und trotzdem den Wohlstand der Schweiz nicht an die Wand knallen will, kann aus Mangel an Alternativen ja gar keine andere Partei wählen.
    • Unkel Wullewu 23.02.2019 15:46
      Highlight Highlight Wer die Umwelt schützen will, MUSS den Wohlstand an die Wand knallen. Schauen Sie Sich nur einmal die sozialen und ökologischen Folgenschäden der Siliziumgewinnung (für Akkus) auf dem Alti Plano zwischen Peru und Bolivien an. Nur Verzicht wird uns eine Zukunft geben und darum haben wir bald keine mehr. Wer wie die GLP glauben machen will, mit neuen Technologien die Umwelt retten zu können, der handelt verantwortungsloser als die SVP.
    • chicadeltren 23.02.2019 15:57
      Highlight Highlight Umwelt ja, dass die glp wirtschaftsfreundlich ist, ist hingegen eher ein Mythos. Wenn man sich das smartmap anschaut sind sie eher (gesellschafts-)liberalere moderate Linke.
    • Neruda 23.02.2019 15:58
      Highlight Highlight Das sagen auch Grüne, SP, GLP, CVP, BDP, FDP und SVP'ler 😂
    Weitere Antworten anzeigen
  • alessandro 23.02.2019 15:01
    Highlight Highlight So sehr ich den Effort der Operation Libero bezüglich den unsinnigen Gebahren der svp begrüsse, so geht mir auch deren neoliberale Gesülze der vollkommenen Marktunterwerfung auf den Keks.
    • Neruda 23.02.2019 16:00
      Highlight Highlight Die würden doch am liebsten die Pfründe der Eidgenossenschaft an Private vescherbeln... Service public ade
    • Makatitom 23.02.2019 16:10
      Highlight Highlight Du meinst also, Neruda, das was die $SVP-Granden seit eh und je machen, bspw. Blocher, der die hochrentablen Wasserwerke der Lonza an die EnBW verscheuert hat?
    • dan2016 23.02.2019 16:59
      Highlight Highlight @Neruda, sowohl GLP als auch Libero haben sich klar gegen no Billag ausgesprochen und offenbar genau dazu durchaus eine differenzierte Meinung. Ebenso zum letzten verworfenen Rentenkompromiss ja gesagt (der nachhaltIGER war) und jetzt nein zum Kopfindensandsteckkompromiss....
  • N. Y. P. 23.02.2019 14:13
    Highlight Highlight Ich habe bis jetzt Operation Libero als überparteilich wahrgenommen.

    Operation Libero hat, so wie ich das hier jetzt aber lese, immer gesagt, dass sie ein Engagement ihrer Mitglieder in den Parteien begrüsse.

    Somit hat sie immer mit offenen Karten gespielt. Man kann ihnen also nichts vorwerfen.

    Wenn nur die SP soviel frischen Wind hätte.
  • bokl 23.02.2019 14:09
    Highlight Highlight Herr Longchamp soll doch einfach den Ruhestand geniessen und akzeptieren, dass seine Strahlkraft der Vergangenheit angehört.
    • wasps 23.02.2019 14:52
      Highlight Highlight Warum soll er sich nicht weiterhin äussern können? Immerhin kennen wir so etwas wie das Recht zur freien Meinungsäusserung. Oder gilt das nur, wenn nach Ihrem Gusto trompetet wird?
    • Makatitom 23.02.2019 16:12
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • bokl 23.02.2019 16:26
      Highlight Highlight Seine Aussagen werden einfach je länger desto belangloser. Unabhängig von meinem Gusto.

      Statt einfach etwas zu sagen, damit man wieder mal in den Medien ist, besser mal nichts sagen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • mogad 23.02.2019 14:08
    Highlight Highlight Richtig. Bravo. Offenbar politisiert sich die Jugend wieder.
    • Trompete 24.02.2019 08:33
      Highlight Highlight Was heisst hier wieder?
  • youmetoo 23.02.2019 14:02
    Highlight Highlight Das ist das Ende der Liberos und Liberas. Die GLP wird sich auch ins SVP-Bett legen, wenn es für sie oppertun ist.
    • Makatitom 23.02.2019 15:12
      Highlight Highlight Nein, ins $SVP-Bett glaube ich nicht, aber ins Bett der Neolibertären auf jeden Fall
    • Fabio74 23.02.2019 23:43
      Highlight Highlight Kaum
  • The Destiny // Team Telegram 23.02.2019 14:00
    Highlight Highlight R.I.P. Glp, unwählbar.
    • Benjamin Goodreign 23.02.2019 15:12
      Highlight Highlight Bitte begründen Sie...
    • The Destiny // Team Telegram 23.02.2019 19:29
      Highlight Highlight Thinktanks haben in der Politik nichts verloren.
    • Benjamin Goodreign 23.02.2019 21:22
      Highlight Highlight Einverstanden. Einen Austausch sollte es aber geben - und Meinungsführer/Innen in Think Tanks können zu Politiker/Innen konvertieren.
  • FrancoL 23.02.2019 13:46
    Highlight Highlight Gehe mit Longchamp einig, er zeigt auf dass plötzlich "Libero" nicht mehr lieber ist, Libero hat einen Namen; nämlich GLP. Finde ich nicht gut, da gerade heute überparteiliche Gefässe eine Zukunft hätten. Diese Wende bei Libero ist ein Rückschlag.
    • mogad 23.02.2019 14:11
      Highlight Highlight Hauptsache die jungen Leute werden über Libero politisiert. Sie werden älter und treten dann in eine Partei ein. MMn ein guter und erwünschter Lauf. Es treten neue Kräfte der Operation Libero bei. Aber Operation Libero sollte unabhängig bleiben. Wer von Libero in eine Partei wechselt, sollte dann bei Libero austreten und nicht mehr versuchen dort parteipolitisch gefärbten Einfluss zu nehmen. Das kann man statuarisch regeln.
    • FrancoL 23.02.2019 14:22
      Highlight Highlight Richtig, nur glaubst Du dass diese Einflussnahme nicht stattfindet?
      Ich gehe mit Dir einig, dass die jungen Leute politisiert werden sollten, aber mit einem neutralen Hintergrund, jeweils auf ein Sachthema bezogen.
      Auch in Zukunft werden Einflussnahmen so ablaufen wie in der Vergangenheit, das Rad wird auch von der Jungend nicht neu erfunden.
    • Gonzolino_2017 23.02.2019 16:46
      Highlight Highlight Da bin ich ausnahmsweise mit dir einig - sehr gut formuliert!

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