Olympia
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North Korean leader Kim Jong Un visits the newly built ski resort in the Masik Pass region, in this undated photo released by North Korea's Korean Central News Agency (KCNA) in Pyongyang on December 31, 2013. North Korea's state-run television KRT said Kim was satisfied with the ski resort after looking around its facilities which included a hotel, ski service and rental shops.     REUTERS/KCNA (NORTH KOREA - Tags: POLITICS SOCIETY TPX IMAGES OF THE DAY) ATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, CONTENT, LOCATION OR DATE OF THIS IMAGE. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. THIS PICTURE IS DISTRIBUTED EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. NO THIRD PARTY SALES. NOT FOR USE BY REUTERS THIRD PARTY DISTRIBUTORS. SOUTH KOREA OUT. NO COMMERCIAL OR EDITORIAL SALES IN SOUTH KOREA

Kim Jong-un gut aufgelegt in einem Skigebiet in Nordkorea. archivbild: reuters/kcna

Korea-Krise: Funktionäre prüfen Verlegung der Olympischen Spiele 2018

Die nächsten olympischen Winterspiele werden nicht einmal 100 Kilometer von der nordkoreanischen Grenze weg vor Kims Kanonenrohren ausgetragen. Nun machen sich die ersten Funktionäre Gedanken über eine Verlegung an einen anderen Ort.



Am 9. Februar 2018 sollen im südkoreanischen Pyeongchang die olympischen Winterspiele eröffnet werden. Weniger als 100 Kilometer von der nordkoreanischen Grenze entfernt. Was, wenn der Korea-Konflikt eskaliert? Kann dann die Welt sozusagen vor Kims Kanonenrohren zu Gast sein? Ist das nicht ein Wahnsinn?

Genau diese Frage stellt sich René Fasel, Präsident des Internationalen Eishockey-Verbandes (IIHF) und langjähriges und einflussreiches Mitglied des IOC. «Wir haben diese Woche bei uns im internationalen Hockeyverband den Korea-Konflikt thematisiert. Wir sollten einen Plan B entwerfen für den Fall, dass dieser Konflikt eskaliert.»

Fasel sagt, was er unter einem Plan B versteht: «Die Verlegung der Spiele.»

Sotschi? Innsbruck?

Die Olympischen Spiele so kurzfristig verlegen – geht das? René Fasel sagt: «Ja, das ist im Extremfall machbar.» Er nennt auch mögliche Ersatzstandorte: «Ich gehe davon aus, dass Sotschi dazu in der Lage wäre, die Spiele kurzfristig zu übernehmen. Auch Innsbruck oder nordamerikanische und japanische Wintersportorte könnten in Frage kommen.» In Sotschi sind 2014 die letzten olympischen Winterspiele ausgetragen worden.

Bild

Hier ist Pyeongchang, wo die Winterspiele 2018 ausgetragen werden sollen. bild: google maps

Bis heute sind die Spiele erst einmal verlegt worden. Denver, das sich bei der Vergabe gegen Sion, Tampere, Granada und Vancouver durchgesetzt hatte, gab die Spiele von 1976 allerdings bereits im November 1972 ans IOC zurück. Sie wurden neu ausgeschrieben und schliesslich in Innsbruck ausgetragen. Eine kurzfristige Verlegung hat es allerdings noch nie gegeben. Letztmals thematisiert wurde eine Verlegung bei den Olympischen Sommerspielen von 2016 in Rio wegen des Zika-Virus.

René Fasel sagt, Ende August müsse bei der nächsten Koordinationssitzung zu Pyeongchang eine Verlegung der Spiele thematisiert werden. «Die Sicherheit war auch vor Sotschi ein wichtiges Thema. Weil dieser Austragungsort ja auch in einem Konfliktgebiet liegt. Aber die momentane Nordkorea-Krise hat viel grössere Dimensionen.»

Kim Jong Un beaufsichtigt Raketenstart

Video: reuters

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