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A huge mushroom cloud rises above Bikini atoll in the Marshall Islands July 25, 1946 following an atomic test blast, part of the U.S. military's

Der Albtraum des Kalten Kriegs: Test einer Atombombe im Bikini-Atoll 1946. Bild: AP

Zwei «Irre» auf Kollisionskurs: Die Angst vor der Bombe ist zurück

Der Konflikt zwischen Nordkorea und den USA ist in den letzten Tagen eskaliert. Vorerst bleibt es bei Wortgefechten, dennoch ist ein überwunden geglaubtes Horrorszenario zurück: der Atomkrieg.



Auf dem Höhepunkt des Kalten Kriegs drehte der Kultregisseur Stanley Kubrick seinen Klassiker «Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben». Ein US-General namens Jack D. Ripper (subtil ist der Humor dieses Films nicht) dreht durch und lässt eine mit Atombomben bestückte Flotte von B-52-Bombern auf die Sowjetunion los, um einen Atomkrieg anzuzetteln. Die meisten Flieger werden gestoppt, doch einer kommt durch, und das Inferno nimmt seinen Lauf.

Kubrick nahm mit der pechschwarzen Satire von 1964 nicht zuletzt eine kriegslüsterne Generalität aufs Korn. Er tat dies vor einem realen Hintergrund. Zwei Jahre zuvor stand die Welt während der Kubakrise tatsächlich am Rand eines Atomkriegs. Hohe US-Militärs plädierten für einen Angriff auf die Karibikinsel, auf der die Sowjetunion Atomraketen stationiert hatte. Umgekehrt forderte Kubas Revolutionsführer Fidel Castro von den Sowjets den Einsatz von Nuklearwaffen gegen die USA.

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Schlüsselszene aus «Dr. Seltsam»: Der B52-Pilot löst die Bombe aus. Video: YouTube/Movieclips

Der sowjetische Machhaber Nikita Chruschtschow behielt jedoch genauso einen kühlen Kopf wie US-Präsident John F. Kennedy. Beide wollten von einem atomaren «Nahkampf» nichts wissen, und nach 13 bangen Tagen im Oktober 1962 war die Kubakrise vorbei. Heute wünscht man sich, US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Diktator Kim Jong Un wären zu ähnlich rationalem Handeln fähig. Doch statt wie kühle Denker, agieren sie wie Hitzköpfe.

In den letzten Tagen eskalierte der Konflikt zwischen den beiden Ländern auf verbaler Ebene. Am Dienstag sagte Trump, er werde mit «Feuer und Wut» auf weitere Provokationen aus Nordkorea reagieren. Worauf das weitgehend isolierte Land mit einem Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam drohte. Ein General bezeichnete Trump als «Typen bar jeder Vernunft». Der schoss zurück und twitterte, militärische Lösungen seien «vollständig einsatzbereit».

Das Säbelrasseln zwischen den sehr ungleichen Rivalen – hier das isolierte, wirtschaftlich ausgepowerte Nordkorea, dort die kraftstrotzende Militärmacht USA – irritiert und weckt überwunden geglaubte Ängste: Ein Atomkrieg scheint wieder möglich. Wer wie der Autor dieser Zeilen den Kalten Krieg bewusst erlebt hat, kennt dieses Gefühl nur zu gut.

Die rund 40 Jahre währende Konfrontation zwischen Ost und West war geprägt von der Furcht vor dem nuklearen Inferno. In seiner frühen Phase, als die Folgen der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki noch präsent waren, entstanden Lehrfilme wie «Duck and Cover», mit denen das Verhalten bei der Explosion einer Atombombe erklärt wurde. Heute wirken sie unfreiwillig komisch.

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Der Lehrfilm «Duck and Cover». Video: YouTube/pacmandrugs

Später ging man rationaler mit der Bedrohung um, die Angst aber liess sich nicht verdrängen. Noch in den 80er Jahren sorgten Filme wie «The Day After», der die Folgen eines Atomkriegs schilderte, für Gesprächsstoff. Mit ihren Atomwaffen-Arsenalen praktizierten die beiden Blöcke eine Politik der Abschreckung: Ein Krieg würde unweigerlich zur Vernichtung der Menschheit führen.

Die Angst schwindet

Es war eine rundum perverse Logik, doch sie funktionierte. Nach dem Ende des Kalten Kriegs schwand die Angst, obwohl die atomare Abrüstung nur teilweise vollzogen wurde. Mit Indien und Pakistan tauchten gar neue Länder im Klub der Nuklearmächte auf. Iran hat sein Atomprogramm «auf Eis» gelegt, seine Ambitionen in diesem Bereich aber keinesfalls begraben.

Ein Atomkrieg schien trotzdem wenig wahrscheinlich. US-Präsident Barack Obama entwarf 2009 in seiner Prager Rede die Vision einer atomwaffenfreien Welt. Mit dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew unterzeichnete er ein neues Abrüstungsabkommen. Von diesen Bestrebungen ist wenig geblieben, seit die globalen Spannungen zugenommen haben.

In erster Linie ist es Nordkorea, das an der Eskalationsschraube dreht. Seit den 90er Jahren treibt das asiatische Land sein Atomwaffen- und Raketenprogramm zielstrebig voran. Unklar ist, wie real die Bedrohung ist. Die Experten sind sich uneinig. Verfügt Nordkorea über Interkontinentalraketen, die sich zielgenau lenken lassen? Können sie mit Atomsprengköpfen bestückt werden?

Kim vs. Trump: Der Konflikt um Nordkorea eskaliert

Übereinstimmung herrscht in einem Punkt: Die Atomwaffen sollen das Überleben des kommunistischen Regimes sichern. In Pjöngjang hat man das Beispiel von Saddam Hussein vor Augen. Der irakische Diktator liess seine Massenvernichtungswaffen vernichten. Zum «Dank» dafür wurde er von den USA gestürzt mit der Begründung, über genau solche Waffen zu verfügen ...

Kim geht über Leichen

Ein solches Schicksal wollen Kim Jong Un und seine Clique keinesfalls erleiden. Fragt sich nur, wie rational der «irre Kim» ist, wie ihn der Boulevard nennt. Schon sein Vater Kim Jong Il erhielt diese Bezeichnung. Dabei war der ältere Kim höchstens im übertragenen Sinn irr. Er war ein kalter und berechnender Machtmensch, der seine Provokationen genau kalkulierte.

Gilt gleiches auch für seinen Sprössling? Kim Jong Un hat bewiesen, dass er für den Machterhalt über Leichen geht, auch jene von Familienmitgliedern. Seinen Onkel und Mentor liess er hinrichten, als er nach dem Tod des Vaters seine Stellung als Diktator konsolidiert hatte. Auch die Ermordung seines älteren Bruders in diesem Frühjahr dürfte er veranlasst haben.

Einem solchen Typen traut man vieles zu. Das gilt auch für seinen Gegenspieler im Weissen Haus. Donald Trump hat in seiner kurzen Amtszeit bewiesen, dass er Menschen bedenkenlos abserviert, die nicht nach seiner Pfeife tanzen. Seine bisherige Regierungsbilanz ist mager, doch Trump hasst es, wenn man ihn als schwach wahrnimmt. Warum nicht mit einem kleinen Krieg davon ablenken?

Nuklear-Drohung oder einfach Trumps Lieblings-Redewendung?

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Video: watson

Das Duo Trump und Kim scheint zu allem fähig zu sein. Hoffen muss man ausgerechnet auf die Generäle. Anders als im Kalten Krieg versuchen sie, das Schlimmste zu verhindern. Der US-Verteidigungsminister und Ex-General Jim Mattis warnte am Donnerstag, ein Krieg wäre katastrophal. Er setze weiter auf Diplomatie. Mattis und die Armeeführung in Washington gelten als besonnen genug, um Trump vor einem Abenteuer oder gar einem Atomschlag abzuhalten.

Vielleicht lässt sich die aktuelle Krise noch einmal entschärfen. Aber man wird wohl mit der Tatsache leben müssen, dass Nordkorea über Atomwaffen verfügt, was selbst China ein Dorn im Auge ist. Nordkoreas wichtigster Partner hat wie Russland im UNO-Sicherheitsrat die neuen Sanktionen gegen Pjöngjang unterstützt. Die Angst vor dem Atomkrieg jedenfalls, sie ist zurück.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Chääschueche 12.08.2017 18:13
    Highlight Highlight Wieso ist jetzt plötzlich Trump der Schuldige? Ist es nicht Kim, der seit Jahren den USA droht?

    Dass Trump bzw. jeder andere Präsident der USA bei einem Angriff zurückschlagen wird, ist logisch und verständlich.

    Des weiteren... die USA müsste nicht mit Atombomben antworten. Es gibt andere Waffen, die er einsetzen könnte. Und wenn Kim wirklich die USA angreifen würde, so wird vermutlich auch China aktiv werden und das nicht gegen die USA sondern gegen Nordkorea. Denen ist egal, wer dort die Macht hat, solange es nicht die USA sind.

    • Weber Daniele 12.08.2017 21:34
      Highlight Highlight https://twitter.com/TheDriver99/status/896258975309713408
  • René Obi (1) 12.08.2017 14:31
    Highlight Highlight Mich stören die Anführungsstriche im Titel bei Irre.
  • Mr. Raclette 12.08.2017 13:37
    Highlight Highlight Es ist schon krank, nur einige Monate ist dieser orange Pavian nun im Amt und die Welt muss sich reel vor einem Atomkrieg fürchten. Nicht zu fassen, was uns diese schwachsinnigen Amis mit ihrer hirnrissigen Präsidentenwahl eingebrockt haben.
  • qrios 12.08.2017 12:43
    Highlight Highlight mMn ist nur eine Partei willens eine Atomwaffe einzusetzen (Nordkorea), wobei ich die Behauptung aufstelle, alle weiteren Konfliktparteien (USA, S.Korea, (China?)) auf konventionelle Mittel (z.b. Tomahawk) setzen werden. Daher kann meiner Ansicht nach nicht von einem bevorstehenden Atomkrieg gesprochen werden.
    Bin offen für eine Diskussion.
    • StealthPanda 12.08.2017 13:35
      Highlight Highlight Auch Nord Korea wird keinen Atomschlag wagen. Auch sie haben zugang zu allem Wissen der Welt(internet) und kennen die nukleare triade. NK besitzt höchstens zweitschlag kapazitäten aber vor ihrer Flugabwehr, Mechanisierte Infantrie und der grössten Spezialeinheiten Armee der Welt sollte man sich achten. Selbst US Strategen gehen von einer Evakuirung von Seoul aus da diese Stadt innerhalb von 72h fallen wird durch Artillerie. Erst wenn der Treibstoff knapp wird und der Vorstoss ins stocken kommt, kommt der gegenangriff.
    • Fulehung1950 12.08.2017 16:33
      Highlight Highlight @StealthPanda: Wow! Sie wissen aber Sachen! Wissen das die Direktbeteilgten Trump, Kim, Zi, Putin und Moon auch schon? Wenn nicht, muss es ihnen jemand erklären, nicht dass der Panda plötzlich mit seinen Voraussagen noch falsch liegt....
    • SemperFi 12.08.2017 21:43
      Highlight Highlight Wie sich ein Panda den Krieg vorstellt 😂 Tönt alles nicht sehr stringent, was Sie da von sich geben. Aber den Begriff Zweitschlagfähigkeit sollten Sie unbedingt noch mal nachlesen. Und eine 25-Mio-Stadt evakuieren? ROFL Wer so was schreibt, bleibt besser in der Welt von Ghost Recon.
  • Herbert Anneler 12.08.2017 12:21
    Highlight Highlight Wenn wir unser Mindset von den Medien und ihren apokalyptischen Visionen prägen lassen, kommt es zur Katastrophe. Die Medien sollten auch über deeskalierende Stimmen und Aktionen berichten, diese gibt es nämlich auch! So erhält der Frieden eine Chance.
  • whatwhaaaat 12.08.2017 10:49
    Highlight Highlight Wieso geht man eigentlich automatisch davon aus, dass die USA Nordkorea mit Nuklearwaffen angreifen würden und nicht mit "herkömmlichen" Waffen?
  • Pirat der dritte 12.08.2017 10:11
    Highlight Highlight Ich würde mal ernsthaft versuchen die Handlungsweise von Trump objektiv zu beurteilen. Das was er tut, ist kalkuliert und abgesprochen. Trump's Minister sind zweifellos Topleute, die haben es nicht nötig für einen Idioten zu arbeiten, wie Trump oft dargestellt wird. Reagen hat auch mit beispielloser Aufrüstung und direkter Drohung den kalten Krieg beendet. Sollte es Trump auf seine Weise gelingen, diesen 40 jährigen Konflikt zu lösen, erwarte ich dann auch eine entsprechende Würdigung!
    • Liselote Meier 12.08.2017 11:47
      Highlight Highlight Falsch. Reagen und Gorbatschow haben die Situation entschärft. Reagen war auch der erste Präsident der in Moskau war und sagte unter Gorbatschow ist die SU nicht mehr "das Reich des Bösen". Der INF Vertrag 87 welcher Gorbatschow und Reagen unterschrieben hatten, war ein gewaltiger Abrüstungsvertrag.

      Ohne Entspannungspolitik wäre Jelzin niemals an die Macht gekommen, welcher die SU dann demontiert hatte sondern die "alte Garde" welche Anfangs 90er den Putsch initierten! Dazu hätte es sicherlich keine Deutsche Wiedervereingung gebeben, bei verhärteten Fronten.


    • Herbert Anneler 12.08.2017 12:31
      Highlight Highlight Die These, dass DT nur den bösen Kasperli spielt und im Hintergrund etwas anderes läuft, ist nicht völlig auszuschliessen. Aber: Bannon, ein enger Berater von Trump, strebt aktiv einen Konflikt mit China an. Unter dem Einfluss eines Historikers geht er davon aus, die USA hätten alle 80 Jahre einen Weltkrieg zu bestehen, der nächste Showdown sei derjenige mit China. Bannon hat alles Interesse, die Weichen in Asien auf Krieg zu stellen. Deshalb halte ich die Situation für brandgefährlich und nicht bloss für ein abgekartetes Spiel von "Washington".
    • Fulehung1950 12.08.2017 16:43
      Highlight Highlight Reagan hat tatsächlich anfänglich den Kalten Krieg mit Aufrüstung befeuert.

      Die NATO-Übung "Able Archer", die einen Atom-Angriff auf die UdSSR simulierte und in die alle Staatschefs eingebunden waren, wurde in Moskau als reale Vorbereitung rezipiert. Der unmittelbar drohende Atomkrieg im Verlauf des Manövers führte zu einer Wende in der Politik des US-Präsidenten Ronald Reagan hin zur Entspannungspolitik gegenüber der UdSSR.
    Weitere Antworten anzeigen
  • m. benedetti 12.08.2017 09:56
    Highlight Highlight Zitat aus Artikel: "Auch die Ermordung seines älteren Bruders in diesem Frühjahr dürfte er veranlasst haben". Das liebes watson nennt man eine Verschwörungstheorie.
    Völlig aussen vor bleibt die Frage, was Kim bei einem Angriff der USA mit Südkorea so alles anstellen könnte, denn viele essentielle Komponenten in unseren Computern und Smartphones, bspw. Prozessoren, stammen aus Südkorea. Um die Weltwirtschaft zu treffen braucht Kim keine Langstrecken-Raketen und auch keine Atomwaffen.
  • walsi 12.08.2017 09:30
    Highlight Highlight Viele Fragen sich vielleicht weshalb die USA so ein Interesse an Nordkrea hat? Das politische System ist es nicht. In Nordkorea gibt es aber so viele seltene Erden wie auf dem ganzen Rest der Welt zusammen. Seltene Erden sind wichtig in der Elektronikproduktion, ohne diese geht da nicht viel. http://www.3sat.de/page/?source=/boerse/hintergrund/179766/index.html
    • Grundi72 12.08.2017 10:09
      Highlight Highlight hach...🤦‍♂️
    • Nixnutz 12.08.2017 10:25
      Highlight Highlight Oha, danke für den aufschlussreichen Link: Läuft das in Richtung Irak 2.0, dass sich Apple die Ressourcen sichern will?
    • walsi 12.08.2017 12:06
      Highlight Highlight @Nixnutz: Möglich. Eine andere Interpretation könnte auch sein, dass es schlecht wäre für das US Imperium wenn ein sozialistischer Staat, dank Bodenschätzen, reich wird und das ganze Volk davon profitiert. Es wäre dann eine realistische Alternative zum Kapitalismus.

      Disclaimer: Ich war noch nie in Nordkorea und kann deshalb nicht beurteilen wie es dort ist oder was die wollen. Ich muss mich dabei auf die Berichterstattung der Medien verlassen. Die Medien die widerspruchslos geglaubt haben, dass der Irak Massenvernichtungswaffen hat und Hussein deshalb gestürzt werden muss.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Grundi72 12.08.2017 09:25
    Highlight Highlight "Seinen Onkel und Mentor liess er hinrichten, als er nach dem Tod des Vaters seine Stellung als Diktator konsolidiert hatte. Auch die Ermordung seines älteren Bruders in diesem Frühjahr dürfte er veranlasst haben."

    Und die linke hypster Community findet noch immer dass Trump der Böse ist..🙈
    Die mediale Propaganda wirkt, merkt ihr es auch?
    • zolipei 12.08.2017 10:46
      Highlight Highlight Mediale Propaganda pro Kim etwa? Scheint mir gar weit hergeholt.
    • SemperFi 12.08.2017 11:04
      Highlight Highlight @Grundi72: Leute mit einem gewissen Horizont sind durchaus fähig zwei Kontrahenten gleichzeitig böse zu finden.
    • illoOminated 12.08.2017 12:02
      Highlight Highlight Welche mediale Propaganda? Aktuell verdient keine der Grossmächte Vertrauen oder Zuspruch, weder die USA, noch China, noch Russland. Und da sie auf NK anspielen, wenn auch keine Grossmacht, die genauso wenig.
      Ich warte immer noch darauf, dass Europa endlich einsieht, dass sie gemeinsam die stärkste Weltmacht wären (keine Sorge, ich stelle mir was ganz anderes vor als den EU genannten Bürokratie- und Lobbyismus-Apparat)...
  • walsi 12.08.2017 09:24
    Highlight Highlight Ich zitiere mal aus dem Artikel: "Barack Obama entwarf 2009 in seiner Prager Rede die Vision einer atomwaffenfreien Welt. Mit dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew unterzeichnete er ein neues Abrüstungsabkommen." Deshalb hat dann Obama veranlasst dass die Atombomben erneuert werden. Erneuert ist ein Synonym für verbessern und aufrüsten. http://www.tagesspiegel.de/politik/medienbericht-us-atomwaffen-in-deutschland-sollen-modernisiert-werden/9021100.html
    • demokrit 12.08.2017 10:38
      Highlight Highlight Wie ich aus einem anderen Artikel erfahren habe, buttern die USA 27 Mia. jährlich in ihr Atomprogramm. Dies geht in diesem Ausmass auf Obama zurück.
  • Keine grösseren Probleme...? 12.08.2017 09:17
    Highlight Highlight Lieber Don, du scheinst jung zu sein. Über viel Testosteron zu verfügen:-) Genau das hat Kim auch und das könnte uns alle in eine unumkehrbare, missliche Lage führen. Trump hat kein Testosteron mehr, aber ist deswegen nicht ungefährlicher. Du siehst, mit einem Einzeiler ist's nicht gemacht. Im Übrigen scheint mir, dass der Mensch vergisst, was Krieg ist, ausser dort wo er wütet. Mir scheint manchmal, dass die jungen Leute von heute in Europa vergessen, dass der letzte Krieg im 1945 beendet wurde.
    • esmereldat 12.08.2017 10:52
      Highlight Highlight Der letzte Krieg in Europa war in den 1990er Jahren. Soooo alt, um das bewusst erlebt zu haben, muss man also auch nicht sein.
    • Argon 12.08.2017 12:22
      Highlight Highlight Nope in der Ukraine wütet Aktuell noch immer ein Krieg.
    • esmereldat 12.08.2017 20:20
      Highlight Highlight Recht hast Du, Argon! Ich wollte schreiben, der letzte "grosse" Krieg. Aber du hast natürlich recht mit der Ukraine, Krieg ist Krieg...
  • Tobias K. 12.08.2017 09:13
    Highlight Highlight Ist eigentlich seltsam: Es wird gegen Trump ermittelt wegen der Russlandaffäre und er lenkt die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf einen drohenden Nuklearkrieg gegen Nordkorea. Ein Schelm wer böses denkt.
  • Don Huber 12.08.2017 08:58
    Highlight Highlight Ach alles Angstmacherei. Es wird genau das passieren: NICHTS. Also null problemo !
    • Louk_skyw 12.08.2017 09:19
      Highlight Highlight Damals in der Kubakriese waren der Präsident der USA und der, der Sowjets einfach nicht lebensmüde. Sie wussten dass wenn sie Atomare Sprengkörper zünden, die ganze Menscheit untergehen würden, auch sie selbst.
      Bei den heutigen beiden Machthabern bin ich mir nicht sicher ob das denen bewusst ist und wenn ja, ob es denen nicht einfach scheissegal ist. Die unberechenbarkeit und die unendliche Dummheit macht mir grosse Sorgen. Einfach null problemo zu denken und die Augen zu schliessen finde ich, ist der falsche Umgang mit einem Problem, dass uns bals alle betreffen könnte.
    • oliversum 12.08.2017 10:53
      Highlight Highlight Traurig, aber wahr: In diesem Konflikt ist Kim Jong Un der Vernünftige :(
    • Bijouxly 12.08.2017 11:28
      Highlight Highlight Vernünftig?^^ Nordkorea hätte einfach gegen die USA keine Chance, logisch ist er "vernünftig", da sonst alles dem Erdboden gleichgemacht werden könnte. Südkorea und Japan sind auch Verbündete der USA. Stünde Kim nicht unter der Teil-Obhut Chinas, wäre Nordkorea längst von der Landkarte ausradiert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sensenmaa 12.08.2017 08:51
    Highlight Highlight Angst? Vor Wasser auch...
    • Sensenmaa 12.08.2017 09:08
      Highlight Highlight Scheiß Autokorrektur 😁😂
  • Weber Daniele 12.08.2017 08:46
    Highlight Highlight https://twitter.com/TheDriver99/status/896258975309713408
  • Hugo Wottaupott 12.08.2017 08:40
    Highlight Highlight Wieviel Uranmunition ist äquivalent zu einer Nuke?
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. D. 12.08.2017 08:31
    Highlight Highlight Es gibt doch bestimmt ein Protokoll für den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika betreffend des Drückens des Buttons im Atomkoffer.
    Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass er allein entscheiden kann, dass jetzt die Pilze steigen sollen.

    Darf er nachts um 02.34 Uhr im Pyjama zum Atomkoffer schlurfen und die Raketen steigen lassen ? Nein, sorry, kann ich mir wirklich nicht vorstellen.
    • Triumvir 12.08.2017 08:58
      Highlight Highlight Niemand und nicht mal der Kongress kann ihn stoppen. Das ist leider die bittere Wahrheit. Während der Kubakrise sass wenigstens ein einigermassen zurechnungsfähiger Präsident im weissen Haus. Und auch die Russen wurden von einem vernünftigen Mann regiert. Jetzt sind wir aber mit den beiden Psychopathen ziemlich angeschmiert...und wir sollten alle echte Angst haben und jeden Tag unseres Lebens noch intensiv geniessen....wer weiss wie lange es diesen wunderschöne Planeten noch gibt...Hoffen wir das beste...
    • N. Y. P. D. 12.08.2017 09:21
      Highlight Highlight Dann wiederhole kch meinen Kommentar von gestern :

      Ist es nicht auch die Aufgabe der Nachrichten- und Geheimdienste der USA, die Sicherheit des Landes sicherzustellen ? Und die notwendigen Schritte einzuleiten, falls diese gefährdet ist oder grobfahrlässig aufs Spiel gesetzt wird ? So als ultima ratio gewissermassen.
      Im äussersten Fall geschieht dann halt, was geschehen soll.
    • _kokolorix 12.08.2017 09:27
      Highlight Highlight @Triumvir
      Wir sollten, bei aller Vorsicht, nicht übertreiben. Nordkorea wird höchstens zwei oder drei Raketen abfeuern können welche im Umkreis von höchstens 1500km einschlagen. Die. USA werden nicht Europa, sondern Nordkorea beschiessen, das etwa 20000km von uns weg ist. Dass China und Russland den Selbstmord beschliessen und nuklear in den Konflikt eingreifen ist unwahrscheinlich, und nach dem Schlagabtausch wird einer der Psychopaten tot sein und der Andere im Siegestaumel schwelgen. Wirklich angst und bange müsste es den Nordkoreanern sein, aber die sind guter Dinge, wie man so liest...
    Weitere Antworten anzeigen
  • zombie woof 12.08.2017 08:26
    Highlight Highlight In diesem Scheissspiel ist für mich Trump der gefährlichere Part. Der Mann, ausgestattet mit dem IQ eines Aschenbechers, nimmt die ganze Sache persönlich und das macht es so gefährlich. Trump will geliebt und bewundert werden. Bis jetzt hat er nichts zustande bekommen, gerät immer mehr in die Kritik und kommt so einer Verzweiflungstat immer näher.
    • Duscholux 12.08.2017 09:01
      Highlight Highlight Iq eines Aschenbechers natürlich. Persönlich nimmt er es, natüürlich. Der Präsident alleine entscheidet über Atomwaffeneinsätze, natüüürlich.
    • Hoppla! 12.08.2017 09:10
      Highlight Highlight Duscholix, bisher sehe ich nicht viele Zeichen die zombies Aussage widersprechen.

      Und ja, der Präskdent alleine. Ist (leider) so.
    • lilas 12.08.2017 09:43
      Highlight Highlight @Duscholux, sorry aber er ist beschränkt, er nimmt es sehr persönlich denn er ist ein Narzisst und da gibt es nur einen wichtigen Menschen in seinem Leben, sich selbst. Und ja er kann alleine entscheiden.
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