NoBillag
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Wie No-Billag-Kessler der BaZ ein Interview gab – und weshalb es nicht gedruckt wird



Er ist einer der Köpfe der No-Billag-Initiative: Olivier Kessler. Doch in den Medien macht sich der 31-Jährige relativ rar. Sein letzter grosser Auftritt hatte er Anfangs Februar in der Arena – wo er für einen kleinen Eklat sorgte, als er kurz vor der Aufzeichnung die Struktur der Sendung umstellen wollte. 

Jetzt hat Kessler der «Basler Zeitung» ein Interview gegeben. Gedruckt wird es allerdings nicht. Die Geschichte in vier Schritten:

Die Kontaktaufnahme

Olivier Kessler, No-Billag-Initiant, und Lukas Reimann, Nationalrat SVP-SG, von links, waehrend der Podiumsdiskussion zur No-Billag-Initiative am Mittwoch, 17. Januar 2018, im Hotel Schweizerhof in Luzern. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

No-Billag-Initiant Olivier Kessler im Januar 2018 an einer Podiumsdiskussion in Luzern.  Bild: KEYSTONE

Olivier Kessler gibt kaum Interviews. Er habe neben seinem Vollzeitjob auch nicht die Zeit, alle Anfragen zu beantworten. Der «BaZ» aber antwortete er und willigte in ein Gespräch ein. Es sollte ein gedanklicher Spaziergang durch seine Schweiz werden.

Das Interview

Kessler und zwei «BaZ»-Redaktoren trafen sich am 12. Februar im Hotel Hyatt in Zürich. Das Gespräch sei launig und nie langweilig gewesen, schreibt die «BaZ». Ihnen erschien Kessler «hellwach» und um Differenzierung bemüht. Er sprach von der Bevormundung der Bürger, von der Selbstbestimmung des Einzelnen, aber auch von dem in seinen Augen antiaufklärerischen Menschenbild der No-Billag-Gegner.

Als die Redaktoren Kessler auf sein Weltbild abklopfen, präzisieren sich seine Aussagen. «Kesslers Schweiz ist ein Minimalstaat, der mit dem heutigen Sozialstaat wenig bis gar nichts gemein hat», schreibt die BaZ. Und klar wird auch: Kompromisse sind für den 31-Jährigen keine Option.

Nach gut einer Stunde sei das Gespräch beendet gewesen. Man habe sich mit einem freundlichen Handschlag getrennt.

Die Überarbeitung

Die Redaktoren der BaZ transkribieren das Interview, bringen es in Form und schicken es Kessler, damit er seine Zitate autorisieren kann. Kessler nimmt nach Darstellung der BaZ die Selbstbestimmung des Einzelnen ziemlich wörtlich und schreibt das Interview komplett um: pikante Passagen seien neu formuliert, klare Ansagen durch weichgespülten PR-Sprech ersetzt worden. Und Fragen zu seiner politischen Sozialisation habe Kessler komplett gestrichen.

Die Konsequenz

Die «BaZ»-Redaktoren akzeptieren die Änderung Kesslers nicht und schicken ihm eine überarbeitete Version, die Teile seiner Nachbesserungen übernahm. Auch diese Version wollte Kessler laut Angaben der «BaZ» nicht publiziert wissen. Die Redaktoren entschliessen sich, die Vorgänge in einem Text mit dem Titel «No Interview» transparent zu machen. Im zweitletzten Absatz schreiben sie:

«Olivier Kessler hat wohl gespürt, wie sein gezeichnetes, libertäres Menschenbild in der breiten Öffentlichkeit aufgenommen werden könnte. Eine ungefilterte Fassung davon wollte er der Leserschaft der BaZ so kurz vor der No-Billag-Abstimmung offenbar nicht zumuten.»

Olivier Kessler Baz 20.02.2018 Nobillag

(mlu)

Helene erklärt dir die No-Billag-Debatte

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Mehr zur No-Billag-Initiative 

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    Alle Leser-Kommentare
  • Kii 20.02.2018 18:03
    Highlight Highlight „Seht her, auch staatsunabhängige medien berichten neutral“

    Die baz und die initianten stecken doch alle unter einer decke.
  • C007 20.02.2018 17:43
    Highlight Highlight https://olivierkessler.wordpress.com/2018/02/20/ein-weiteres-beispiel-tatsachenverdrehender-berichterstattung/
  • Shabina 20.02.2018 17:14
    Highlight Highlight Weiss eigentlich irgendjemand (Auch von Watson) wie das Interview jeweils abgeändert wurde? Was Kessler sagte, was die BaZ notierte, und was Kessler abänderte???
    • rönsger 20.02.2018 19:20
      Highlight Highlight LiebeR Shabina: Es scheint, dass Journalismus und im Besonderen Interviewtechnik nicht zu deinen Kernkompetenzen zählt: Ein Interview wird in aller Regel elektronisch aufgezeichnet, und es steht der interviewten Person frei, für sich selber eine Aufzeichnung zu machen. In dieser Situation haben nicht einmal die BaZ-Journis die Möglichkeit, das Gespräch zu manipulieren. Dass sich Kessler so verhält, hat also nichts mit der BaZ zu tun, sondern vielmehr mit der Angst Kesslers, sich (einmal mehr) ins eigene Knie zu schiessen. Es ist lobenswert, dass nicht einmal die BaZ diesen Zirkus mitmacht.
    • Fabio74 20.02.2018 19:46
      Highlight Highlight Unten bei reich&schön hats einen Link zu Kesslers "Wahrheit". Ein abartiges Pamphlet
  • reich&schön 20.02.2018 17:07
    Highlight Highlight Kesslers POV:

    https://olivierkessler.wordpress.com/2018/02/20/ein-weiteres-beispiel-tatsachenverdrehender-berichterstattung/

    (hab's nicht gelesen, aber vielleicht interessiert es ja jemanden...)
  • banda69 20.02.2018 16:23
    Highlight Highlight Lesenswert sind die Kommentare auf baz.ch.

    Beängstigend wie die Gehirnwäsche der SVP wirkt. Und Blocher kauft fleissig weitere Printtitel für seine Hassbotschaften ein ein.
  • ubu 20.02.2018 14:20
    Highlight Highlight Kessler ist sogar zu rechts für die Blocher-BaZ. Holy Shit.
  • Daniel Plainview 20.02.2018 13:55
    Highlight Highlight Trotzdem kann man davon ausgehen, dass die Initiative mit ca. +/- 70% angenommen wird. Die neuesten Umfragen sagen leider gar nichts aus.
    • BoJack 20.02.2018 15:47
      Highlight Highlight Quelle?
    • a-minoro 20.02.2018 15:52
      Highlight Highlight Nimmst du die Däumchen bei den 20min Kommentaren als Grundlage für deine Annahme?
    • Swisswolverine 20.02.2018 15:55
      Highlight Highlight Worauf basiert deine Aussage, man könne von einem +/-70%igem JA ausgehen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Töfflifahrer 20.02.2018 13:52
    Highlight Highlight Diese Typen sind aalglatt und brandgefährlich. Noch sind ihre waren Absichten erkennbar, da diese Leute sich noch zu oft verplappern. Aber die lernen auch und werden nicht aufgeben.
    Wir wissen es jetzt es gibt Gruppierungen welche die Schweiz, wie wir sie kennen und letztendlich auch lieben zerstören wollen. Die gehen noch einiges weiter als die SVP Führung.
    Das heist für uns alle, Kandidaten für Wahlen genau unter die Lupe nehmen und sich bei Abstimmungen selbst informieren. Genau dafür benötigen wir aber auch unabhängige Medien.
  • Darkside 20.02.2018 13:38
    Highlight Highlight Schade dass Kessler so ein Clown ist, Nobillag wäre eigentlich eine gute Sache, aber so wirds natürlich schwierig das dem Stimmvolk zu verklickern.
    • Snowy 20.02.2018 17:02
      Highlight Highlight Du meinst zu verarschen?
    • Fabio74 20.02.2018 17:35
      Highlight Highlight No Billag ist Müll. Und wer solche Initiativen einreicht, und dann Vorschläge liefert die dem eigenen Text widersprechen, tritt das Initiativrecht mit Füssen
  • Dinolino 20.02.2018 13:12
    Highlight Highlight Kessler das Bauernopfer. Tritt an um die sogenannte 4te Staatsmacht zu kastrieren und wird selbst zum Ochsen. Ich für meinen Teil finde es weit überschätzt, SRF als tragende Staatsmacht, nebst Judi- Legi- & Exekutive zu sehen. Auch der Vergleich SRG/Infrastruktur (Strassen, Öv, Spitäler u.ä.), seid Ihr wirklich so wichtig? Ladina Heimgartner beteuert Reformen und Veränderungen. Schall und Rauch nach der Abstimmung:)
    • Luku luku 20.02.2018 20:16
      Highlight Highlight Srg ist nicht die 4. Macht. Aber ein Teil davon und die Förderung von regionalen Medien ist mir dieses Geld wert.
    • Dinolino 20.02.2018 21:43
      Highlight Highlight Ich las 2015, das von den 1313 Millionen die SRG 1203 bekam (satte 91.62%)
      Also bekomst du pro Franken nicht viel "Förderung"
      Die Initiative ist abzulehnen, genauso wie die momentane Verteilungung. Hier die Quelle (falls man ihr vertrauen kann!?) https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Das-grosse-Gebuehrenverteilen/story/23252028
    • Fabio74 21.02.2018 10:49
      Highlight Highlight Und trotzdem sind diese Gelder für manche Kleinstation über 40% der Einnahmen.
  • sherpa 20.02.2018 13:04
    Highlight Highlight Wenn er keine weiteren und vor allem bessere Argumente für ein Ja zur Initiative mehr hat, dann zieht er sich von gemachten Aussagen einfach mal zurück und zeigt damit klar auf, dass er am Ende seines Lateins angekommen ist und die Niederlage bereits einkalkuliert. Allerdings merkt er nicht, dass er mit diesem Verhalten nicht nur seine Anhänger, sondern auch sich selbst ins eigene Grab schaufelt.
    .
    • Lichtblau 21.02.2018 22:16
      Highlight Highlight Der Mann steht mit dem Rücken zur Wand und reagiert zunehmend hysterisch (auch im Vorfeld der entsprechenden Arena). Als Mr. NoBillag steht er aber auch unter enormem Druck. Wo ist eigentlich der Rest der Truppe? Die Geister, die sie riefen, scheinen Ihnen über den Kopf zu wachsen.
  • The rickest Rick 20.02.2018 12:19
    Highlight Highlight No-Billag JA.
    Die Abschaffung dieser unfairen Zwangsgebühren ist eine gute Sache. Herr Kessler aus dem Initativkomitee hat seine wie auch immer gearteten politischen Ansichten....so what? Ich persönlich teile seine Ansichten nicht. Es geht hier um die konkrete Frage der Billag-Zwangsgebühren. Ich habe aus Überzeugung ein JA in die Urne gelegt. Welche Parteien und Politiker dafür oder dagegen sind und ob diese links oder rechts sind, interessiert mich in diesem Zusammenhang überhaupt nicht.
    • aglio e olio 20.02.2018 14:32
      Highlight Highlight Und was hat das jetzt mit dem Artikel oder den Kommentaren dazu zu tun?
    • loquito 20.02.2018 15:30
      Highlight Highlight Innitiativtext gelesen? Abfallmarken, Steuern, Parkgebühren etc sind auch Zwangsgebühren, kämpfen sie doch gegen diese...
    • Magnum 20.02.2018 15:38
      Highlight Highlight Plappert das Propgandainstrumentarium der Initianten 1:1 nach, unterscheidet nicht zwischen Urhebern und Unterstützern einer Initiative und interessiert sich nicht für deren Motive: Ist das ein mündiger Staatsbürger, der vernünftige Entscheidungen trifft?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hierundjetzt 20.02.2018 11:59
    Highlight Highlight Lustigerweise arbeitet Kessler ja in einem Verein, der durch Mitgliederbeiträge finanziert wird.

    Wenn er wenigstens eine verantwortungsvolle Position in einer bekannten Firma hätte, könnte man auf seine Ergüsse ja noch eingehen.

    Aber so hat er ja absolut keine Ahnung von Volkswirtschaft und Ihren Zusammenhängen.

    Daher sorry Kessler. Geht gar nicht
    • Shabina 20.02.2018 13:19
      Highlight Highlight @Hier und Jetzt
      WOW du hast ja ein super Demokratieverständnis. Sprichst jemandem, der 100000 Unterschriften sammelt und eine Initiaitive auf die Beine stellt, das Recht auf Teilnahme am demokr. Prozess ab!
      Man soll also nur auf Argumente von jemandem mit einer "verantwortungsvollen" Position in einer "bekannten" Firma eingehen? Suuuuper!

      Daher sorry H&j. Geht gar nicht!
    • Anam.Cara 21.02.2018 07:23
      Highlight Highlight Nein, Shabina, das hat HierUndJetzt nicht getan. Sie/er hat lediglich die Kompetenz von Herr Kessler in Bezug auf diese Initiative angezweifelt. Das vielleicht in zweifwlhafter Weise.
      Aber da ist nichts zu lesen von Absprache des Rechts auf Teilnahme am demokratischen Prozess. Und es steht da auch nicht, dass man nur noch auf Argumente von jenen eingehen soll.
      Wenn ich etwas nicht mag, sind es Leute, die ein Argument überinterpretieren und immer gleich verallgemeinern. So kann man doch nicht konstruktiv diskutieren, Shabina...
  • De Hans-Ueli vom Pragel 20.02.2018 11:38
    Highlight Highlight Dass Oliver Kessler „Keine Kompromisse“ macht, bezieht sich im Original darauf, dass er auf keine „Zückerchen“ der Gegenseite eingehen will. Im Watson-Artikel hier wird suggeriert, er sei generell nicht Kompromissfähig/-willig. Vlt. ein bisschen ungeschickt vom Autor, oder es wird versucht ein Bild von Kessler zu zeichnen (Ich mag ihn, seine Überzeugungen und seine Initativepersönlich überhaupt nicht, aber jeder sollte nach seinen tatsächlichen Aussagen beurteilt werden!)
    • Fabio74 20.02.2018 12:55
      Highlight Highlight Wenn dem so wäre warum steht er nicht hin und sagt dies? Der Typ ist feige
    • kloeti 20.02.2018 18:33
      Highlight Highlight Leider schwierig den Kessler nach seinen Aussagen zu beurteilen wenn er sie ständig umschreibt.
  • - Hotzenplotz - 20.02.2018 11:18
    Highlight Highlight Der Kanton Schwyz, wo Kessler herkommt, wurde vom Tagesanzeiger auch schon als "Versuchslabor" der SVP bezeichnet. Und vor einiger Zeit hat auch die NZZ (als noch Markus Spillmann Chefredaktor war) die politische Landschaft des Kantons Schwyz als Mix von Erzkonservativ und Tea-Party bezeichnet. Oliver Kessler ist das „Produkt“ dieses Dunstkreises.
    • atomschlaf 20.02.2018 12:51
      Highlight Highlight Die SVP ist aber alles andere als libertär.
    • Astrogator 20.02.2018 13:29
      Highlight Highlight Die SVP ist durch und durch libertär, aber nicht liberal.
    • gecko25 20.02.2018 14:24
      Highlight Highlight @ atomschlaf. Schlaf weiter deinen atomaren Schlaf, oder erwache und merke, dass die konservativen Parolen einzig dafür gebraucht werden um Bauern zu fangen und um die neoliberale Agenda durchzupauken.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Markus Kappeler 20.02.2018 11:10
    Highlight Highlight Plötzlich sind hier nur noch BAZ Fans? Nach Ansicht von reaktionären und konservativen Linken, ist die BAZ doch rechtsextrem. Wenn die BAZ sein interview nicht veröffentlichen will bedeutet doch das nur, dass die No-Billag Initiative weder rechts noch extrem ist.
    • Fabio74 20.02.2018 11:35
      Highlight Highlight Webn Kessler und Bigler und Kleeb nicht rechts sind, wie weit rechts aussen steht der Kappeler?
    • Hashtag 20.02.2018 11:44
      Highlight Highlight Weiss nicht wer die BAZ als rechtsextrem bezeichnet? Können sie hier Quellen geben?

      Wer die BAZ beeinflusst ist jedoch klar, von dem her könnte man diesen Artikel auch als clevere Schachzug vor der bevorstehendem Abstimmung werten. Für viel wird es der Beweis sein das staatsunabhängige Medien neutral berichten.
    • Markus Kappeler 20.02.2018 12:02
      Highlight Highlight Fabio74, vielleicht versuchst Du doch noch meinen Kommentar zu lesen und meinen Schlussfolgerungen zu folgen? Nochmal, wenn die BAZ rechtsnational sein soll, wieso veröffentlicht die BAZ das Interview des angeblich rechtsradikalen Kessler nicht? Das ist doch ein Wiederspruch!!!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fulehung1950 20.02.2018 11:03
    Highlight Highlight Aus dem BAZ-Artikel kann man lesen, dass dieses Vertreters des Libertarismus den Sozialstaat nicht will. Die Basis der Anhänger der SVP und damit Kessler‘s wird eher von Keuten gebildet, die tendenziell auf einen gut ausgebauten Sozialstaat angewiesen sein könnten. Für Kessler nicht auszudenken, was geschehen würde, wenn diese sozial schwache Basis verstehen würde, dass ihre Feinde jene sind, die ihnen als Heilsbringer erscheinen! Eines Tages werden sie brutal, aber leider zu spät, erfahren, dass sich Libertarismus und Solidarität für sozial Schwächere ausschliessen. Gutes Darben allerseits
  • LeChef 20.02.2018 10:49
    Highlight Highlight Schön von der BaZ, dass sie das so transparent machen.
  • Billy the Kid 20.02.2018 10:37
    Highlight Highlight Der Nachtwächterstaat im 21. Jahrhundert würde wohl neben blanker Gewalt, auch nicht ohne massiven Einsatz von Propaganda und Gehirnwäsche funktionieren.
    Herr Kessler und co. sind sich sehr wohl bewusst, dass man zuerst die 4. Gewalt demontieren muss um ans Ziel ihrer schlechten "Träume" zu gelangen - die anderen 3 Gewalten fielen dann später wie Dominosteine und würden durch eine Pöbelherrschaft im Sinne von Milliardären ersetzt. Dass nun gerade ein Interview in der freien Presse die wahre Gesinnung dieser Herrschaften zu Tage fördert - ist die List der Vernunft.
    • Shabina 20.02.2018 13:26
      Highlight Highlight Sorry, aber die 4te Gewalt geht ganz sicher nicht von einem Sender aus, der von der Staatspoliitik abhängig ist. Die 4te Gewalt muss staatsunabhängig sein. Siehe Berichterstattung Postauto. Die SRG untersteht dem gleichen Staatsgebilde UVEK und berichtet deshalb sehr zurückhaltend. Also hört auf, hier von einem unabhängigen Medium zu sprechen!
    • Fabio74 20.02.2018 15:54
      Highlight Highlight @shabina Die SRG ist unabhängig auch wenn das SVP-Trommelfeuer was anderes behauptet.
      Und eine zurückhaltende Informationspolitik ist vernünftiger als drein schlagen und dann zurück rudern
    • Shabina 20.02.2018 17:04
      Highlight Highlight @Fabio
      Du glaubst also, die SRG ist unabhängig?
      Obwohl der Bundesrat die Gebührenhöhe festlegt?
      Nicht abhängig vom Parlament, dass Gegenvorschläge, Reformen und Vorstösse des BR absegnen oder ablehnen kann?
      Die SRG ist einzig vom Zuschauer unabhängig, da dieser so oder so bezahlen muss. Das versucht die NoBillag zu ändern.

      Wie definierst du zurückhaltende Informationspolitik? Infos die nicht ins politische Couleur passen zurückzuhalten? Sorry aber Informationen gehören auf den Tisch und solten nie zurückgehalten werden! Das hat dann auch nichts mit "Dreinschlagen" zu tun.
    Weitere Antworten anzeigen
  • SeineEminenz 20.02.2018 10:36
    Highlight Highlight Respekt, dass die Basler Zeitung auch unter Somm und Blocher die journalistische Glaubwürdigkeit vor populistischen Schönfärbereien stellt.
    Ich meine ein Interview wär finanziell lukrativer gewesen als diese Nichterscheinungserklärung.
    • phreko 20.02.2018 15:15
      Highlight Highlight Dieser Text hier gibt der BAZ hingegen deutlich mehr Aufmerksamkeit, nicht?
  • banda69 20.02.2018 10:33
    Highlight Highlight Das einzige was mich überrascht, ist die Transparenz der rechtsgerichteten BaZ.
    • phreko 20.02.2018 15:15
      Highlight Highlight Imagepflege.
  • meine senf 20.02.2018 10:00
    Highlight Highlight "von dem in seinen Augen antiaufklärerischen Menschenbild der No-Billag-Gegner."

    Nach seinem libertärem Menschenbild würden Aufklärung (Bildung) nur noch jene bekommen, deren Eltern genügend Geld für Privatschulen haben.
  • Papa Swappa 20.02.2018 09:42
    Highlight Highlight wer mit den mitteln des staates den staat abschaffen will, ist schon beim ersten schritt nicht glaubwürdig.

    aber das sind libertäre ja auffallend häufig nicht - ihre grosse heldin ayn rand hat gegen ende ihres lebens sozialhilfe beantragt...
    • Shabina 20.02.2018 13:29
      Highlight Highlight Genau, aber wer mit Mitteln des Staates (Billag-Steuer) den Staat kontrollieren soll (4te Gewalt) ist dann wahnsinnig glaubwürdig.
      Ja, nicht nur das, man behauptet sogar genau dieses staatsabhängige Medium ist dann der Garant für die Einhaltung der Demokratie!
      Sehr logisch
    • Fabio74 20.02.2018 17:40
      Highlight Highlight @shabina Man nennt Medien die 4. Gewalt in Demokratien. Weiles Aufgabe der Medien ist hinzuschauen, nachzufragen und aufzudecken.
      Und noch immer Die SRG ist unabhängig vom Staat
  • mogad 20.02.2018 09:42
    Highlight Highlight Ja klar Herr Kessler, die "Selbstbestimmung des Einzelnen" steht und fällt natürlich mit der Zerschlagung des Staates. Fangen wir doch mal bei der SRG an. Und dann zackig durchmarschiert: Weg mit den Subventionen für Bildung und Gesundheit, ha! Und dass der freche Staat mich daran hindert im Elend zu versinken, wenn ich krank und arbeitsunfähig bin! Sowas von unaufgeklärt. Geht ja gar nicht. Meine Armut gehört mir und der grosse Rest den andern, Leuten wie Herrn Kessler, nicht wahr. So haben Sie sich das gedacht. Ohne mich, ohne uns hoffentlich. Ende Ironie.
  • rodolofo 20.02.2018 09:34
    Highlight Highlight Mir ist übrigens auch aufgefallen, dass wir fast nichts mehr von einer anderen zwielichtigen Gestalt aus dem "No Billag"-Dunstkreis vernehmen: Hans Ulrich Bigler (Gewerbeverbands-Präsident, FDP).
    Seit seinem völlig in die Hose gegangenen Paukenschlag mit einem Plan B (wie Bigler) vernehme ich praktisch nichts mehr von dem!
    Vermutlich wurde er von seinen schwerreichen Sponsoren aus dem Hintergrund angewiesen, möglichst nichts mehr zu sagen, damit er deren Anliegen, hohe (!) Gebühren zu sparen und die öffentliche Meinung über Privatmedien besser manipulieren zu können, nicht weiter schade.
  • Dirk Leinher 20.02.2018 09:33
    Highlight Highlight Kessler macht das, was er nicht zu Unrecht den Meanstream Medien vorwirft. Er bringt das Interview in eine Fassung damit er gut dasteht, respektive andere schlecht dastehen.
    Genau das gilt es zu kritisieren, wobei SRF eben auch genau dieses Vorgehen anwendet, wenn jemand schlecht dargestellt werden soll.
    Ich erinnere an die Sendung Arena mit Daniel Ganser. Es gibt aber viele andere dokumentierte Manipulationen, von denen man nie gross hört.
    Viele Fakten dazu wurden unter www.swprs.org dokumentiert.
    • mostlyharmless 20.02.2018 12:08
      Highlight Highlight Herr Leinher, bitte, können Sie mir sagen, wer diese «Studien» in Auftrag gegeben hat? Wer sie durchführt? Wer diese Seite betreibt?
      Es würde mich sehr freuen. Danke!
    • aglio e olio 20.02.2018 12:14
      Highlight Highlight "Swiss Propaganda Research"

      Propaganda im eigenen Sinne von anonymen Urhebern.
      Völlige Intransparenz bezüglich eigenem Hintergrund.

      Mollmoll, seriöser Auftritt...
      Nicht.
    • Amadeus 20.02.2018 12:21
      Highlight Highlight @Dirk Leinher
      Diese sogenannten "Meanstream Medien" bieten allerdings eine transparente Berichterstattung mit Quellenangaben und verschiedenen Meinungen. Swiss Propaganda Research (SWPRS) ist dagegen ein anonym betriebener Blog aus der Schweiz, der weder ein Impressum, noch eine Kontaktadresse aufweist.
      Für mich daher lieber SRG statt SWPRS.
    Weitere Antworten anzeigen
  • mogad 20.02.2018 09:31
    Highlight Highlight Was versteht denn Herr Kessler unter "antiaufklärerischem Menschenbild", das er den No-Billag-Gegnern unterstellt? Die Aufklärung begann im 18. Jh.. Doch Herr Kessler will weiter zurück in der Geschichte, nämlich ins 13./14. Jh, in die Zeit der Raubritter und Wegelagerer. Wir treffen uns nicht bei Philippi, wie Herr Blocher einst sagte, sondern bei Sempach, am 4.3.18. Das Schweizer Bauernheer, sprich die "Manne und Froue" werden sich zu wehren wissen. Nein zum Rabbau am Volksvermögen - und dazu gehören SRG, Post, SBB usw.. Wir lassen uns nicht plündern.
  • DäPublizischt 20.02.2018 09:04
    Highlight Highlight Jedes Mal, wenn es um das ideale Staatsbild der Initianten geht, kommen sie nur sehr schlecht weg. Wenn ich Aussagen wie "die AHV ist ein bedingungsloses Grundeinkommen für Alte, das wollen wir nicht." oder "Was im freien Markt nicht überleben kann, gehört abgeschafft", dann graut's mir vor der Welt, in der diese Typen leben wollen.

    Für diese Leute ist nur derjenige etwas wert, der Kohle hat. Traurig eigentlich. Ich bin froh, dass nicht jeder Mensch so oberflächlich und egoistisch denkt wie diese Leute.
    • Menel 20.02.2018 09:52
      Highlight Highlight Bin immer gespannt, wie diese Leute dann im Alter sind. Wenn man kein Einkommen mehr hat und erste, grössere, körperliche Gebrechen.
    • Markus Kappeler 20.02.2018 11:14
      Highlight Highlight Also wenn Du keine Kohle hast gehörst Du doch zu den abgehängten Verlierern. Aber die wählen doch angeblich SVP, oder wie ihr sagt, Rechtsnationale. Oder ist es doch eher so, dass die abgehängten Verlierer SP wählen?
    • mogad 20.02.2018 11:58
      Highlight Highlight @menel. Genau. Das Schiksal setzt den Hobel an und hobelt alle gleich. Und das letzte Hemd des raffgierigen Neoliberale wird keine Taschen haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • aglio e olio 20.02.2018 09:04
    Highlight Highlight Er hat nicht dass Rückgrat, zu seinen Ansichten zu stehen.
    Will aber die Gesellschaft verändern.
    Man sollte vorsichtig sein gegenüber solchen Eigenschaften.
    • Zarzis 20.02.2018 10:56
      Highlight Highlight Passend dazu gab es mal einen Ausspruch einen Philosophen:
      Wenn ein Mann für seine Überzeugungen nicht bereit ist Risiken einzugehen, dann ist entweder die Überzeugung oder der Mann nichts wert.
      Ups, passt!
    • Sebastian Wendelspiess 20.02.2018 14:00
      Highlight Highlight Naja, auch er hat Mordrohungen erhalten, ich kann etwas nachvollziehen, dass er vorsichtiger reagiert.
  • N. Y. P. D. 20.02.2018 09:01
    Highlight Highlight Überrascht mich gar nicht. Ein Werwolf im Schafspelz. Zuckerguss gegen aussen. Die Journalisten haben sein Weltbild gekonnt zu Tage gefördert.
    Deshalb ist die 4. Gewalt so eminent wichtig. Sie deckt auf. Zeigt Zusammenhänge auf. Hält den Finger auf die wunden Punkte.
    • Snowy 20.02.2018 11:15
      Highlight Highlight Btw: Ein grosses Danke an die Adresse der BaZ!

      Bei aller der Kritik mit und um Blocher/Somm darf dies auch mal gesagt sein.
    • Töfflifahrer 20.02.2018 13:53
      Highlight Highlight Das ganze "Nichtinterview" ist eigentlich ein Plädoyer gegen die No-Billag Initiative.
    • Midnight 20.02.2018 16:16
      Highlight Highlight @Snowy Ja absolut. Bin grad echt sehr positiv überrascht!
  • Linus Luchs 20.02.2018 08:58
    Highlight Highlight Olivier Kessler demonstriert, was er und seine libertären Gesinnungsgenossen unter freien Medien verstehen. Es ist eben kein Zufall, dass es eine grosse Schnittmenge gibt zwischen denen, die gegen öffentlich-rechtliche Medien kämpfen, und denen, die Politiker wie Viktor Orbán bewundern.
  • Zwerg Zwack 20.02.2018 08:55
    Highlight Highlight Interessanter Artikel, danke!

    Frage eines Laien: Durfte denn dieser nun erschienene Artikel über Kessler ohne seine Zustimmung publiziert werden? Man erfährt ja nun trotzdem so einiges über ihn und seine Meinung/Weltanschauung, was Kessler ja genau nicht öffentlich machen wollte.
    • HansHoni 20.02.2018 10:24
      Highlight Highlight Eine schwierige Frage. Ich würde sagen: Das Interview wurde aufgezeichnet und klar als On the Record deklariert. Nachträgliches Gegenlesen dient dazu, Missverständnisse auszuräumen. Aber es gilt das gesprochene Wort während des Interviews. Also ist es meiner Meinung nach Rechtens, (korrekt) zu zitieren. Anders wäre es, wenn in vertraulichem Gespräch heimlich mitgeschnitten wird. Ab herrjeh: Soll er halt zum Staat rennen und klagen :-). Würde doch passen in diese wirre Ideologie, bei der immer nur die anderen auf den Sack bekommen,
    • gupa 20.02.2018 10:46
      Highlight Highlight Solange er nicht zitiert wird ist es ja kein Interview sondern ein Artikel und da braucht es wohl keine Zustimmung.
    • Adrian Huber 20.02.2018 10:57
      Highlight Highlight Ja, denn es gibt das Recht am eigenen Wort, d. h. WÖRTLICHE Zitate müssen vom Protagonisten nach dem Interview abgesegnet werden. Allerdings dürfen die Journalisten umschreiben, was Kessler Ihnen gesagt hat. Denn sie haben seine Aussagen aufgenommen. Er hätte also keine Chance, wenn er gegen diese Aussagen vor Gericht ziehen würde.
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Warum der libertäre Traum vom Leben ohne Staat an der Realität scheitert

Die Libertären sind in der Schweiz politische Randfiguren. Dank der Abstimmung vom 4. März stehen sie im Rampenlicht. In der Realität taugt ihre staatsfeindliche und marktgläubige Gesinnung nichts.

Sie bezeichnen sich als libertär, und sie haben einen Feind. Es ist der Staat, der sie an der freien Entfaltung hindert und sich erst noch erfrecht, ihnen ans Portemonnaie zu gehen. Denn Steuern sind für Libertäre Diebstahl. Das tönt verlockend, ist aber in keinster Weise mehrheitsfähig. Politisch sind die Libertären selbst in der als eher liberal geltenden Schweiz unbedeutend.

Die breite Öffentlichkeit nahm sie bislang kaum zur Kenntnis. Nun aber stehen die Libertären unvermittelt im …

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