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Wann nimmt der Facebook-Chef zu den Vorgängen Stellung? bildmontage: AP/watson

Facebook steht vor dem Super-GAU – das musst du wissen

Der weltgrösste Social-Media-Konzern gerät durch die jüngsten Enthüllungen eines Whistleblowers ins Wanken. Es drohen Rekordbussen und schlimmeres ...



Was ist passiert?

Facebook steuert auf die schwerste Krise seit der Firmengründung 2004 zu. Oder steckt bereits mitten drin.

Das Wichtigste in Kürze

Seit Samstag überschlagen sich die Ereignisse. Am Montag gab es neuen Enthüllungen zu den fragwürdigen Geschäftspraktiken von Cambridge Analytica.

Um 20 Uhr zeigte der britische TV-Sender Channel 4 laut Ankündigung einen «Undercover»-Report. Journalisten recherchierten während Monaten und filmten Verhandlungen heimlich.

Für Facebook könnte der Image-Schaden neue Dimensionen annehmen. Mark Zuckerberg ist auf Tauchstation.

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screenshot: twitter

Ich habe den Überblick verloren, was nun?

Zunächst gilt festzuhalten, dass noch nicht alle Fakten auf dem Tisch sind. Relevante Vorkommnisse liegen Jahre zurück. Verantwortliche zogen es bislang vor, zu schweigen.

Siehe weiter unten:

Ist das überhaupt neu?

Dass Dritte über Facebook-Spiele und andere Anwendungen wie zum Beispiel Psycho-Tests an die Daten von ahnungslosen Facebook-Usern gelangen, ist nichts Neues.

Das grundlegende Problem: Wer Facebook nutzen will, muss in die weitreichenden Plattform-Richtlinien einwilligen.

Im aktuellen Fall bedeutete dies: Weil 270'000 User für einen Persönlichkeitstest ihr Facebook-Login verwendeten, ermöglichten sie den Zugriff auf ein Netzwerk von 50 Millionen Usern.

Die Enthüllungen des Whistleblowers zeigen, dass Facebook den Schutz der User-Daten nicht gewährleisten konnte. Über die Gründe für das Versagen kann nur spekuliert werden.

Wie schlimm ist es?

Das kommt auf die Perspektive an.

Der Image-Schaden für Facebook scheint riesig. Wobei er dies auch schon bei früheren skandalösen Enthüllungen war. Und geändert hat sich daraufhin wenig bis gar nichts.

Bei US-Medien wird das Verhalten von Facebook massiv kritisiert. Die Unternehmensführung sei uneinsichtig.

Für Facebook könnte sich die Schlinge zuziehen. Bislang hat es das US-Unternehmen dank geschicktem Lobbying geschafft, eine (strengere) Regulierung in den USA abzuwenden. Dies könnte sich nun ändern. Wobei zunächst langwierige Untersuchungen zu erwarten sind. Und nicht zuletzt muss wohl der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg vor dem Kongress aussagen.

Donald Trump dürfte nicht tangiert sein. Er hat zwar auf die Dienste von Cambridge Analytica gesetzt. Ihm ein juristisch relevantes Verhalten nachzuweisen, dürfte unmöglich sein.

Wie reagiert Mark Zuckerberg?

Der Facebook-Gründer und CEO ist auf Tauchstation.

Sein letzter Facebook-Eintrag datiert vom 2. März. Da veröffentlichte Zuckerberg ein Foto mit seiner Frau, beim Backen.

In Kommentaren ist bereits von Führungsversagen die Rede. Plant der gewiefte Stratege einen Befreiungsschlag?

Die wichtigsten Ereignisse im Zeitverlauf (Chronologie)

16. März 2018

Facebook informiert via Pressroom, dass zwei Firmen sowie zwei Personen wegen Verstössen gegen die Plattform-Richtlinien suspendiert werden. Das heisst, die Betroffenen können nicht mehr auf Facebook und seine Schnittstellen zugreifen.

Suspendiert werden:

Einen Tag später wird klar, warum.

17. März 2018

Britische und US-Journalisten berichten exklusiv über die Enthüllungen des Whistleblowers Christopher Wylie, einem ehemaligen Mitarbeiter von Cambridge Analytica.

Der brisante Vorwurf: Die Daten von über 50 Millionen Facebook-Usern seien missbräuchlich verwendet worden, um ein Tool zur Beeinflussung von Facebook-Usern zu entwickeln.

In den britischen und US-amerikanischen Medienberichten ist von einem «Data Breach» die Rede, also einem nicht autorisierten Zugriff auf schützenswerte Informationen.

Facebook widerspricht. Es handle sich nicht um eine Panne oder einen Datendiebstahl, der nach dem US-Gesetz meldepflichtig wäre. Vielmehr hätten die Betroffenen bei Facebook einer Dritt-App Zugriff auf persönliche Daten gegeben. Und zwar auf einen Online-Persönlichkeitstest («thisisyourdigitallife») des Psychologie-Professors Aleksandr Kogan aus Cambridge.

Facebook schreibt, man habe die App 2015 entfernt, nachdem man erfahren habe, dass Kogan unerlaubt Facebook-Profil-Daten an Dritte weitergegeben habe. Und zwar an die Firmen SCL Group / Cambridge Analytica und Christopher Wylie.

18. März 2018

Facebook bestätigt gegenüber CNN, dass der Facebook-Mitarbeiter Joseph Cancellor Verbindungen zu Cambridge Analytica hat. Die Angelegenheit werde intern untersucht.

Gleichentags wird bekannt, dass Facebook Wylie suspendiert hat. Der Whistleblower wird nicht nur bei Facebook ausgesperrt, sondern auch bei Instagram und WhatsApp.

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screenshot: twitter

«Der erste grosse Whistleblower der Millennials? Und Facebook trifft ihn da, wo es schmerzt.»

Die britische Journalistin Carole Cadwalladr über Christopher Wylie, der nach seinen Enthüllungen nicht mehr auf Facebook, WhatsApp und Instagram zugreifen kann.

2016

Donald Trump gewinnt die US-Präsidentenwahl. Welchen Einfluss Cambridge Analytica gespielt hat, ist unklar.

2015

Facebook erfährt von der missbräuchlichen Verwendung von User-Daten, unterlässt es aber, angemessen zu reagieren. Zwar wird die Anwendung, über die die Facebook-Profil-Daten abgegriffen wurden, von der Plattform entfernt. Doch verzichtet das Unternehmen darauf, die Betroffenen zu informieren.

2014

Facebook-User melden sich für einen Online-Persönlichkeitstest mit ihrem Facebook-Login an. Damit ermöglichen sie nicht nur den Zugriff auf die eigenen Profil-Daten, sondern willigen ein, dass die Profile der Facebook-Kontakte abgegrast werden.

Das sind die wichtigsten Akteure

Cambridge Analytica

Datenanalyse-Firma. Von der SCL Group gegründet, mit Hauptsitz in New York. Versucht durch Big Data auf die soziale Stellung und politische Einstellung von Individuen zu schliessen, mit dem Ziel sie bei Entscheidungen zu beeinflussen. Der Firmenname rührt von der engen Zusammenarbeit mit Psychometrie-Experten der britischen University of Cambridge.

Geschäftsführer ist Alexander Nix.

Facebook

US-Konzern. Weltgrösstes «soziales» Online-Netzwerk mit 2,1 Milliarden aktiven Nutzern.

Laut «Guardian» war Facebook ab 2014 von einem massiven Datenverlust betroffen. Profil-Daten von über 50 Millionen Usern seien an Dritte weitergegeben und missbräuchlich verwendet worden. Das Unternehmen widerspricht: Die Betroffenen hätten ihre Einwilligung erteilt, indem sie sich mit ihrem Facebook-Login bei der App eines Dritt-Anbieters anmeldeten. Dabei handelt es sich um den Persönlichkeitstest von Aleksandr Kogan.

Global Science Research (GSR)

Firma, die mit Cambridge Analytica kooperiert hat. Gründer und Geschäftsführer ist Aleksandr Kogan.

SCL Elections Ltd

Tochterfirma von Cambridge Analytica. Ging laut «Guardian» eine kommerzielle Vereinbarung mit GSR ein, zwecks Erfassung und Verarbeitung von Facebook-Daten.

SCL Group

Britisch-amerikanisches Unternehmen für Verhaltensforschung und strategische Kommunikation. Ist die Muttergesellschaft von Cambridge Analytica, mit Sitz in Virginia, USA.

Aleksandr Kogan

Psychologie-Professor. Cambridge University. Entwickelte einen Online-Persönlichkeitstest, den hunderttausende Facebook-User absolvierten und damit nicht nur persönliche Daten preisgaben, sondern auch die Daten ihrer Facebook-Freunde.

Kogan hat laut «Guardian» russische Stipendien für Forschungszwecke in Anspruch genommen und besass von Facebook eine Lizenz zum Sammeln von Profildaten, allerdings nur zu Forschungszwecken. Indem er die User-Daten für kommerzielle Zwecke aufsaugte und an Cambridge Analytica und weitere Unternehmen weitergab, verstiess er gegen die Bestimmungen der Social-Media-Plattform und wurde suspendiert.

Christopher Wylie

Whistleblower. Arbeitete für Cambridge Analytica. War bei der Firma Eunoia Technologies angestellt.

Donald Trump

US-Präsident. Setzte im Wahlkampf 2016 auf die Dienste von Cambridge Analytica.

Joseph Cancellor

Wissenschaftler, heute für Facebook tätig. Leitete vorher mit Aleksandr Kogan die Datenanalyse-Firma GSR.

Michal Kosinski

Wissenschaftler, Cambridge University. Experte für Psychometrie. Wurde hierzulande durch einen Ende 2016 im «Magazin» veröffentlichten Artikel bekannt.

Robert Mercer

Hedgefonds-Milliardär und Informatiker. Hat sein Vermögen durch Software gemacht, die mit «Predictive Modeling» die Entwicklung von Aktienkursen prognostiziert. Er ist der Hauptfinancier von Cambridge Analytica. Ehemaliger Geldgeber von Steve Bannon, bis zum Zerwürfnis Anfang 2018.

Steve Bannon

Ex-Berater von Trump. Sass im Verwaltungsrat von Cambridge Analytica und vermittelte die Firma für Trumps Wahlkampf. Ab August 2016 leitete er die Wahlkampagne.

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screenshot: guardian

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61Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Stepan 20.03.2018 14:29
    Highlight Highlight Es ist nun an der Zeit, das Schiff namens Facebook zu verlassen. Starten wir eine Bewegung?
    Allgemein weniger in Social Media zu sein, ist allein schon aus Gründen der mentalen Hygiene ratsam. Anders als ich es zunächst dachte, ist es wirklich ersetzbar. Persönliche Kontakte -check- Events - check- News -check.
  • Miikee 20.03.2018 00:25
    Highlight Highlight Ich habe FB gelöscht und bin nicht betroffen... FALSCH. Du nutzt auch nicht Oculus, Instagram, Whatsapp und was sonst noch FB gehört. Schön für dich. Dann gibt es aber immer noch die Schattenprofile. FB sammelt Daten über dich ob du willst oder nicht. Als Kontakt bei deinen Freunden, der FB Share Button auf Watson oder was weis ich alles ... du hast praktisch keine Chance nicht in der Datenbank zu landen. Ganz einfach, es betrifft alle!
  • gummibaum 19.03.2018 22:33
    Highlight Highlight Hier der angekündigte «Undercover»-Report:

    Bestechung, Sex und Spione inklusive

    Play Icon



    Die grossflächige psychologische Beinflussung findet bei CA und SCL nicht erst seit 2016 statt.

    https://www.bloomberg.com/news/articles/2017-03-23/trump-data-gurus-leave-long-trail-of-subterfuge-dubious-dealing


    Sie sind auch nicht die Einzigen,
    schon Obama setzte auf BigData und Microtargeting:

    https://www.technologyreview.com/s/509026/how-obamas-team-used-big-data-to-rally-voters/
  • ReziprokparasitischerSymbiont 19.03.2018 21:47
    Highlight Highlight Es sollte inzwischen jedem klar sein, dass sämtliche im internet getätigten Aktionen prinzipiell öffentlich sind. Privatsphäreeinstellungen hin oder her. Wenn man seine Daten nicht in fremden Händen haben will, dann sollte man sie gar nicht erst her geben.
  • Fischra 19.03.2018 20:42
    Highlight Highlight Das war eigentlich immer klar. Auf die Person abgestimmte Werbung geht nur so. Einfach nicht zu offen sein.
  • Daniel* 19.03.2018 20:17
    Highlight Highlight Das der Tag kommen wird, ist keine Überraschung. FB würde ich niemals nutzen. Auch alle anderen Apps wie Insta etc. rühre ich nicht an.
    • Flötist 19.03.2018 21:22
      Highlight Highlight Es gibt (fast) keinen Weg, Facebook nicht zu nutzen. Facebook erstellt ein Profil über dich, selbst dann, wenn du kein Konto hast. Google mal das Thema "Schattenprofile".
  • Posersalami 19.03.2018 19:15
    Highlight Highlight Einmal mehr bin ich froh, Facebook vor Jahren den Rücken gekehrt zu haben.

    Verpassen tut man eh nichts.
  • Thom Mulder 19.03.2018 19:09
    Highlight Highlight Hoffentlich bedeutet dies das Aus für diese Doof-Plattform. Ich kann das Wort Facebook schon seit vielen Jahren einfach nicht mehr hören!
    • Bucky 20.03.2018 09:04
      Highlight Highlight @Thom: intern heisst Facebook bei mir seit jeher Fakebook.

      Fake faces fakefacing on Fakebook.

      Seit jeher.
    • Bucky 20.03.2018 12:21
      Highlight Highlight Und dann gab's natürlich noch die Varianten Casebook und, na ja, ihr wisst schon welche auch noch... 😉
    • Bucky 20.03.2018 12:22
      Highlight Highlight Ehm, cakebook, nicht casebook. Aber casebook wär auch noch passend. Und phasebook, entsprechend der Aussprache, die in der Deutschschweiz öfters zu hören war.
  • ....ich weiss nicht aber: 19.03.2018 18:45
    Highlight Highlight Da war ich nie drin, also kann man von mir auch nichts ver-kaufen:-) Juppie!
    • äti 19.03.2018 20:35
      Highlight Highlight ... hmm, da wäre ich weniger sicher. Manche Apps lesen die Kontakte, Notizen, etc oder hören einfach mit. Schlauere Versionen machen logo auch Verbindungen und/oder kommen über andere zu Infos von dir. ;)
    • Selbstdenker 19.03.2018 20:47
      Highlight Highlight Freu dich nicht zu früh... WhatsApp und Instagram gehört auch denen
    • Asmodeus 19.03.2018 22:06
      Highlight Highlight Falsch. Freunde, Familie, Onlineshops, Browserhistorie.

      Du brauchst keinen Facebook-account zu haben und trotzdem kennen sie Dich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • nick11 19.03.2018 18:40
    Highlight Highlight Wenn etwas so gross und dadurch missbräuchlich wird, dann sind wir grundsätzlich selbst schuld. Ohne User kein Facebook...
    Nur frag ich mich wie man es erreichen könnte, dass die kritische Masse Facebook verlässt und eine gute Alternative verwendet. Ein grosser Skandal um Facebook wäre vermutlich der einzige Weg. Denke aber nicht, dass der aktuelle nur ansatzweise dafür reicht.

    Wie können wir also Facebook dermassen missbräuchlich verwenden? 😒
  • aglio e olio 19.03.2018 18:38
    Highlight Highlight Die meisten User zucken mit den Schultern, sagen "ich hab ja nichts zu verbergen" und fertig "Skandal".
    Die wenigsten haben genug Arsch in der Hose um FB den Rücken zu kehren.
    Man könnte ja was verpassen...
  • Phiilofofi 19.03.2018 18:28
    Highlight Highlight Das kommt ja sooooowas von unerwartet :-o
  • Ueli der Knecht 19.03.2018 18:21
    Highlight Highlight Das Problem von Edward Snowden auf den Punkt gebracht:

    https://www.brainyquote.com/quotes/edward_snowden_765205

    "Manchmal ist der Skandal nicht eine Gesetzeslücke, sondern was das Gesetz erlaubt."

    WIRED hat die Story übrigens schon anfangs Februar gebracht:

    How a confused, defensive social media giant steered itself into a disaster, and how Mark Zuckerberg is trying to fix it all."
    https://www.wired.com/story/inside-facebook-mark-zuckerberg-2-years-of-hell/

    Ich meine, man könnte das fixen, indem man solche Massenüberwachung weltweit gesetzlich verbietet und die Täter ins Gefängnis wirft.
    • The Destiny // Team Telegram 19.03.2018 23:09
      Highlight Highlight Guter Screenshot für schlechte Zeiten
      User Image
  • Gubbe 19.03.2018 18:10
    Highlight Highlight Der gewiefte Stratege Zuckerberg hat schon seinen Miterfinder und Kumpel übers Ohr gehauen. Nun sitzt er aus. Ein wenig zu Hause schämen, sein "erarbeitetes" Geld zählen und sein Gesichtsbuch verkaufen versuchen. Dann in die Anonymität abtauchen.
  • ch2mesro 19.03.2018 18:07
    Highlight Highlight wie war das nochmal bei der debatte um das ndg? „ICH entscheide was ich fb preisgebe....aha 🤔👍🏻
  • My Senf 19.03.2018 17:59
    Highlight Highlight So jetzt haben es glaub ich auch die Dümmsten gecheckt:

    fb ist auch für Werbetreibende nix!

    Die Plattform dient schlicht und ergreifend zur Manipulation!

    Entweder wird sie jetzt platt gemacht (glaube kaum dass durch die jüngsten Meldungen noch Werbung im grossen Stil gebucht wird), oder sie wird zwangsreguliert (Napster lässt grüssen) oder dann eben Zuckerberg weggenommen (Uber lässt grüssen)

    Die Zeit der Turnschuh- und T-Shirt-Möchtegern-Manager ist vorbei!
    • kebabverkaufer 19.03.2018 20:04
      Highlight Highlight was auch immer das mit t-shirts und turnschuhen zu tun hat... ein manager ist nicht seriös weil er einen anzug trägt...
    • My Senf 20.03.2018 00:35
      Highlight Highlight WhatsApp?!😂

      Schon seit Jahren gelöscht! Am Tag der Bekanntgabe von der Übernahme von fb 😁

      Es geht nicht darum ob die Krawattenträger seriöser sind oder ned (Mann mit Anzug, auch ohne Krawatte, ist einfach styler!)
      Sondern darum, dass jetzt nachdem sich die Kinder ausgetobt haben die grossen Haie übernehmen, und die kommen eben meist mit 👔 daher

  • HeraclitusForEver 19.03.2018 17:58
    Highlight Highlight Hansi Voigt sah es voraus: «Das Gute an Facebook ist, dass es drauf und dran ist, sich selbst zu zerstören» https://www.woz.ch/1803/die-medienzukunft-mit-hansi-voigt/zuckerberg-goes-mielke) und «Zentral hat keine Chance gegen dezentral» https://www.woz.ch/1811/die-medienzukunft-mit-hansi-voigt/mit-dem-medienfranken-gegen-facebook. Hope you are right Hansi ! - N.B.
    Bell Telephone wurde 1982 (also unter Reaganomics !) in Baby-Bells aufgesplittet ... weil zu monopolistisch ... re politischer Hintergrund siehe (ganz oder min ab 36m00)
    Play Icon
  • Bucky 19.03.2018 17:41
    Highlight Highlight Die Frage ist noch, was mit der WhatsApp-Kommunikation geschieht. Die ist eine wahre Goldgrube für die Verhaltensforschung. Sei zwar end-to-end verschlüsselt. Ach wirklich? Aber auch erst seit 2014. Was war vorher? Und wie sicher ist es, dass seither nicht trotzdem Daten abgesaugt und ausgewertet werden?

    • Ueli der Knecht 19.03.2018 19:09
      Highlight Highlight Auf alle Fälle saugt Whatsapp regelmässig alle deine Kontakte von deinem Smartphone runter, und es weiss auch bei End-To-End-Verschlüsselung, mit wem du wie oft, wie umfangreich und zu welcher Tageszeit kommunizierst. Es ist eben viel wert zu wissen, wer wen stalked. Whatsapp (aka Staatstrojaner) kann/darf übrigens auch alles unverschlüsselt mitlesen. Diesbezüglich bringt die End-To-End-Verschlüsselung genau nichts; streut nur Sand in die Augen, und vermittelt eine trügerische Sicherheit.
    • Gringoooo 19.03.2018 19:41
      Highlight Highlight Auch bei der heutigen Verschlüsselung können noch Metadaten analysiert werden - darauf hat es sich wohl auch vorher beschränkt. Der Inhalt muss garnicht gelesen werden - die Netzwerke und Verhalten zu analysieren sagt bereits unglaublich viel über eine Person aus.
  • Bucky 19.03.2018 17:39
    Highlight Highlight Was da bei Facebook zum Vorschein kommt, erstaunt mich nicht im Geringsten.
  • Hartmann Stahlberg 19.03.2018 17:17
    Highlight Highlight 2 Billionen US-Dollar "umverteilen"! Weswegen auch immer... Bin dafür!
  • Madison Pierce 19.03.2018 17:14
    Highlight Highlight Ein Imageproblem ist es zweifellos. Aber strafbar?

    Wenn ich es richtig verstehe, haben die Benutzer ihr Einverständnis zur Datenweitergabe an die Drittfirma gegeben ("toller Psychotest XY will auf folgendes zugreifen: ihre Profildaten" oder so ähnlich). Die Drittfirma hat die Daten dann "kreativ genutzt". Da kann Facebook eigentlich nichts dafür. Es sei denn, durch eine Sicherheitslücke hätten die Daten ohne Zustimmung der Benutzer abgegriffen werden können.

    Oder habe ich etwas falsch verstanden?
    • sealeane 19.03.2018 17:56
      Highlight Highlight Das Problem ist aus meiner Sicht auf jedenfall, dass jemand anderes der mit mir befreundet ist, die App runter laden und die dann auch meine Daten haben. Damit entscheide ich ja nicht mehr selbst, sondern ein Freund. Und dieser darf eigentlich nicht über meine Daten entscheiden.
      Ansonsten ist Big Data vor allem Big Business, das ist klar. Zuckerberg wurde nicht ohne Grund so stinkreich...
    • Ueli der Knecht 19.03.2018 18:28
      Highlight Highlight Das ist ja eben der Skandal: Dass solcherlei Massenüberwachung und solche Datensammlungen inzwischen gesetzlich erlaubt sind.

      Früher gingen die Leute auf die Strasse und protestierten wegen ein paar Fichen (nb. des Staatsschutzes, https://de.wikipedia.org/wiki/Fichenskandal), wegen ein paar hundert privaten Karteikarten von Ernst Cincera (https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Cincera) oder wegen den harmlosen Fragen der Volkszählung (https://de.wikipedia.org/wiki/Volksz%C3%A4hlung_in_der_Bundesrepublik_Deutschland_1987).

      Heute ist das alles legal und gesellschaftlich toleriert. ;/
    • Ueli der Knecht 19.03.2018 22:51
      Highlight Highlight Du machst es dir etwas einfach, Silent Speaker.

      Einerseits sammelt FB/Whatsapp doch auch Unmengen Daten (Kontaktangaben) von Menschen, die in keinerlei Geschäftsbeziehung zu Facebook stehen und auch nie ihre Einwilligung zu deren Datensammlung gegeben haben. Vermutlich betrifft das sogar die Mehrheit der Facebook-Persönlichkeitsprofile.

      Anderseits liest du hier watson, aber hast vermutlich nie deine Einwilligung gegeben, dass bei watson montierte Werbelinks, Facebook- und Twitterknöpfe (und unsichtbare crosslinks), dein Verhalten tracken und ein Persönlichkeitsprofil von dir erstellen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der Tom 19.03.2018 17:08
    Highlight Highlight Früher war es sicherer. Früher haben wir unsere Posts an Toilettentüren gekritzelt. Die besonders Sicherheitsbewussten haben sogar nur die Wände beschriftet.
    • Ueli der Knecht 19.03.2018 18:38
      Highlight Highlight Früher gingen die Leute auf die Strasse und protestierten
      --> gegen ein paar Fichen des Staatsschutz;
      --> gegen die privaten Kartei des Herrn Cincera;
      --> gegen die harmlosen Fragen der Volkszählungen.

      Moritz Leuenberger stellte zwar fest, dass dafür keine gesetzliche Grundlage existiert, und daher rechtswidrig war; aber kaum Bundesrat ergänzte er die Gesetze: Jetzt ist private und staatliche Massenüberwachung erlaubt. Heutzutage dürfen die Softwarehersteller sogar fehlerhafte Software ausliefern, um die Fehler dann teuer den Sicherheitsapparatschiks für ihre Staatstrojaner zu verkaufen.
  • Couleur 19.03.2018 17:05
    Highlight Highlight Man muss es fast schon als marketingtechnischen Geniestreich bezeichnen: Facebook in seinen ersten Jahren in die Ecke des werbefreien und hippen Unternehmens zu stellen. Dazu die schon fast religiös ähnlichen Gründermythen über Zuckerberg und Co. Einige Jahre später zeigen sie ihr wahres Gesicht. Investmentbanker waren zu meiner Studienzeit die Hassfiguren Nr. 1. Immerhin machten die es einem nicht schwierig, ihr wahres Ich zu erkennen. Die libertären Kräfte im Silicon Valley kommen in Adiletten und T-Shirt daher, sind aber keinen Deut besser. Für Cash und Macht machen beide alles.
    • nick11 19.03.2018 18:34
      Highlight Highlight Egal bei welcher Anwendung, alle die eine kritische Masse überschritten, benötigten früher oder später Investoren. Danach kann man noch so idealistisch sein, irgendwann wollen die Investoren eine Gegenleistung. Macht man das nicht, geht man unter.
      Alternativen gäbe es (z.B. crowdfounded Projekte) nur schaut die grosse Masse kaum darauf, wie ein Projekt zustande gekommen ist. Und sobald es direkt was kostet, kommt sowieso keiner.

      Ich hoffe nach wie vor, dass solche Skandale irgendwann auch die Masse wachrütteln...
    • Ueli der Knecht 19.03.2018 18:41
      Highlight Highlight Das wahre Gesicht
      User Image
  • manuel0263 19.03.2018 17:05
    Highlight Highlight Könnte die Welt denn vielleicht auch wieder ohne Facebook leben? Es wird sicher schwer, aber früher hat es auch ganz gut geklappt.
  • Siebenstein 19.03.2018 17:03
    Highlight Highlight Ach ja, der gemeine FB-User ist schmerzbefreit genug, um das Ganze mit einem Schulterzucken abzutun, Business as usual...
  • B-Arche 19.03.2018 17:03
    Highlight Highlight Es wird gar nichts passieren, weil für sehr viele Facebook das "neue Internet" ist. Versucht mal nur ein Geschäft oder gar simple Kommunikation in Afrika zu machen ohne Facebook. Provider schön von Facebook gekauft, damit Facebook inkludiert ist im Mobilfunk, aber andere Sites horrende Datenpaketpreise bedeuten.
    Dasselbe in Grün mit WhatsApp. Und keinerlei Bereitschaft, Facebook den Rücken zu kehren, denn ansonsten bekäme man ja nicht mehr mit, welches Kind welcher Freundin gerade gepupst hat und für die "Wahrheit abseits der Massenmedien" muss man doch Ausländerfeindlichkeit und Islamkritik lesen!
  • walsi 19.03.2018 16:58
    Highlight Highlight Wie sagt man so schön, wenn etwas gratis ist, bist wahrscheinlich du das Produkt.
  • Charlie B. 19.03.2018 16:53
    Highlight Highlight Was!? M. Zuckerberg hat seit 17! Tagen nichts auf FB gepostet?
    • Selbstdenker 19.03.2018 18:31
      Highlight Highlight Wahrscheinlich nerven ihn die vielen Freundesvorschläge :)
  • NotWhatYouExpect 19.03.2018 16:48
    Highlight Highlight Und was ist jetzt neu? FB gibt die Daten an Dritte weiter, was bekannt ist und jeder über die AGBs erlaubt.


    Wer davon ausgeht, dass die Drittparteien immer sensibel mit seinen Daten umgehen, lebt in einer Traumwelt.

    Auch so sehe ich bei uns Kantonen / Bund / Stadt haarsträubende Zustände, wie mit persönlichen Daten umgegangen wird. Verschlüsslung ist bei den Ämtern mehrheitlich ein Fremdwort.
  • Mitsch 19.03.2018 16:47
    Highlight Highlight Wahrscheinlich nur die - verschwindend kleine - Spitze des Eisbergs. Der wirklich fette Braten dürfte auf den Servern von Google liegen. Alle unsere Suchanfragen, Daten aus Tracking-Cookies etc.
    Würde man diese zwei Datenquellen vereinen, dürfte jeder von uns ohne jeglichen Aufwand ziemlich gläsern werden.

    XYZ wohnt in P, steht auf X und wird in 8 Monaten Vater, da er seit 6 Wochen vermehrt nach Babyartikeln sucht. Zudem hatte XYZ schon zweimal einen Tripper - wie aus seiner Suchhistorie hervorgeht, und er verdient CHF 80k, abgeleitet von Artikeln die er sich in den letzten 12m gekauft hat.
    • Charlie B. 19.03.2018 16:59
      Highlight Highlight Genau deshalb sollte man Suchmaschinen wie z.B. DuckDuckGo verwenden. Am besten noch via VPN.
    • B-Arche 19.03.2018 17:21
      Highlight Highlight Facebook kennt exakt die Freunde und Vorlieben jedes einzelnen Nutzers und trackt auf gefühlt 90% der Websites (Facebook-like-Buttons sind eine Pest!, selbst grosse Unternehmen mit starken Marken werben mit der anscheinend übergeordneten Marke "Facebook", oft ist Kommunikation nur noch via Facebook mit ihnen möglich usw) aber der fette Braten liegt nun woanders? Witzig.
  • Chili5000 19.03.2018 16:36
    Highlight Highlight Das ist leider nur Schaumschlägerei. Nutzerdaten werden heute gehandelt wie warme Weggli. Es würde mich überraschen, wenn FB tief in die Tasche greifen müsste...
    • zwätschgechopf 19.03.2018 16:43
      Highlight Highlight wenn sie tief in die tasche greifen müssten, an wen müssten diese x milliarden gezahlt werden?
    • Chili5000 20.03.2018 10:25
      Highlight Highlight Gute Frage, ganz bestimmt nicht an die Nutzer!

Hat die Queen gerade Trump getrollt? Diese Bloggerin ist davon absolut überzeugt

Und wahrscheinlich hat er nichts davon gemerkt.

Am vergangenen Freitag stattete der amerikanische Präsident Donald Trump Grossbritannien einen Besuch ab. Dabei war er auch bei der Queen zum Tee eingeladen – wo er sie prompt 12 Minuten lang warten liess. Die Monarchin ging aus dem Treffen laut einer Bloggerin allerdings als Gewinnerin hervor und das mit simpelsten Mitteln:

(doz)

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