Schweiz
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Journalisten an einer Sitzung im Newsroom von Ringier, der Redaktion fuer den Sonntagsblick, Bilck, Blick am Abend und blick.ch, aufgenommen am 30. Januar 2012 in Zuerich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Der Newsroom der «Blick»-Redaktion. Bild: KEYSTONE

Millionen-Sparrunde: Nach Tamedia trifft es jetzt auch den «Blick»

Bei der «Blick»-Gruppe müssen zwei Millionen eingespart werden. Dies entspricht einer Kürzung von fünf Prozent. 



Nachdem gestern bekannt wurde, dass beim Medienhaus Tamedia der Sparhammer angesetzt wird, kommuniziert auch Ringier ein grösseres Sparprogramm. Das zweitgrösste private Schweizer Medienhaus reduziert bei seiner «Blick»-Gruppe die Kosten um zwei Millionen Franken jährlich.

watson weiss: Zwei Millionen müssen im kommenden Jahr im Newsroom eingespart werden. Von der Kürzung betroffen sind also die Redaktionen des «Blick», «Blick am Abend», blick.ch und des «SonntagsBlick». 

Die angekündigten Einsparungen von zwei Millionen entsprechen rund fünf Prozent des Gesamtbudgets. Entlassungen seien nicht geplant, wie interne Quellen berichten. Vakanzen sollen weiterhin mit neuen Mitarbeitern besetzt werden. Reduziert werden sollen Ausgaben für externe Dienstleistungen wie beispielsweise jene für die Nachrichtenagentur SDA.

Ringier nimmt auf Anfrage wie folgt Stellung: 

Es ist richtig, dass der Newsroom der Blick-Gruppe für 2018 in seinem Budget Einsparungen plant. Wir haben unter anderem in den letzten Monaten verstärkt an unseren Strukturen gearbeitet und sie verschlankt, sowie neue Programme eingeführt, die das Arbeiten effizienter gestalten. Deshalb arbeitet die Chefredaktion mit den Ressortleitern an der Senkung des Jahresbudgets 2018. Zu konkreten Zahlen machen wir keine Angaben.
Per 1. Oktober tritt eine neue Schichtplanung in der Fotoredaktion in Kraft. Im Zuge dieser Umorganisation musste sich die Chefredaktion der Blick-Gruppe von einem Mitarbeiter trennen. In diesem Fall trat der Ringier Sozialplan in Kraft.

Manuela Diethelm, sprecherin Ringier AG

Auffällig ist, dass die «Blick»-Gruppe, anders als alle anderen Schweizer Medien, nicht über die massiven Sparmassnahmen beim Medienhaus Tamedia berichtete. Dies bemerkte auch der Twitterer, der am Mittwoch unter dem Namen «Inside Tamedia» von sich reden machte.

Die Spar-Ankündigung beim «Blick» folgt einen Tag nach jener beim Medienhaus Tamedia. Dort wird ab dem 1. Januar je eine neue Mantelredaktion in der Deutschschweiz und in der Romandie geschaffen. Zwei neue Redaktionen sollen bei Tamedia in der Deutschschweiz und der Romandie die Inlands-, Auslands-, Wirtschafts- und Sport-Berichterstattung erstellen. Vorgesehen sind Kompetenzzentren in Bern, Lausanne und Zürich. Das Recherchedesk führen die beiden Redaktionen gemeinsam. Die beiden sprachregionalen Redaktionen Tamedias werden mit Mitarbeitenden aus allen Zeitungsredaktionen besetzt und von zwei Chefredaktionen geführt.

Mit der Einführung der neuen Organisation seien keine Kündigungen verbunden, teilt Tamedia am Mittwoch mit, man werde aber künftig nicht mehr alle Vakanzen nachbesetzen können.

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29Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Trump's verschwiegener Sohn 24.08.2017 18:58
    Highlight Highlight Warum ich es dem Blick am meisten wünschen würde, dass er Konkurs geht, ist der Umstand, dass der Blick für die Sensation über Leichen geht. Die Verantwortlichen dringen derart tief in das Privatleben von Personen ein ohne die geringste Rücksicht auf Irgendetwas. Sie richten damit einen riesen Schaden an der Gesellschaft an. Die meisten Betroffenen sind diesem Gebaren komplett ausgeliefert. Selbst wenn der Chefredaktor dann zurücktritt, kann eine ruinierte Existenz nicht wieder rehabilitiert werden. Für mich echt das Maximum an Verantwortungslosigkeit in einem modernen Land wie der CH.
  • Raphael Stein 24.08.2017 17:30
    Highlight Highlight Lese ich so unsere Tageszeitungen hab ich seit Jahren den Eindruck, es gibt bloss einen Newsroom für diese Art Presse.
    Immerhin entstehen etliche Kommentar und weitergehende Artikel oft noch individuell. Aber sonst? Nada.
  • Alex_Phil 24.08.2017 16:49
    Highlight Highlight Kein Wunder. Alle Medien der Schweiz berichten das selbe. Die Tamedia Gruppe Benötig eigentlich nur ein einziges Team. 20Min am Morgen und Blick am Abend berichten das gleiche. Während BAZ und Tagi teilweise ebenfalls das gleiche berichten. Zum Glück gibt es alternativ Medien. Immer mehr Leute suchen eine Alternative.
    • pamayer 24.08.2017 18:53
      Highlight Highlight WOZ

      WOZ


      WOZ



      WOZ.
  • Posersalami 24.08.2017 16:38
    Highlight Highlight "Von der Kürzung betroffen sind also die Redaktionen des «Blick», «Blick am Abend», blick.ch und des «SonntagsBlick». "

    Die Redaktionen am besten ganz auflösen und das Geld in seriösere Tageszeitungen umleiten..
    • Richu 24.08.2017 17:27
      Highlight Highlight @Posersalami: Und was geschieht bei Deinem Vorschlag mit dem Personal der verschiedenen Blick-Redaktionen?
    • DerElch 24.08.2017 18:32
      Highlight Highlight Toleranz und Meinungs- sowie Pressefreiheit sieht anders aus, liebe/r Posersalami.
    • DonWalter 25.08.2017 11:34
      Highlight Highlight ...nicht alle laufen "so seriös" im Leben herum. Ich lese gerne unterhaltsamer non-sense.
  • DonWalter 24.08.2017 15:40
    Highlight Highlight ...wann wird die Welt merken, dass mit unserem Banksystem praktisch ALLE Unternehmen sparen müssen? Sogar im Gesundheitswesen, AHV, Krankenkassen muss gespart werden. Bedingungsloses Grundeinkommen für ALLE!
    • Richu 24.08.2017 16:01
      Highlight Highlight @DonWalter: Bei einer Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens würde die Schweiz von nichtarbeitstätigen Personen aus dem Ausland "überschwemmt".
      Glücklicherweise haben letztes Jahr mit 77% eine sehr grosse Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer ein NEIN bei der Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen in die "Urne gelegt"!
      Aber auch nach diesem klaren Abstimmungsresultat gibt es immer noch "Träumer" für ein bedingungsloses Einkommen. Klar für viele "Pärchen" wäre es schön, ohne zu arbeiten ca. Fr. 5'000 pro Monat vom Staat zu erhalten.
    • Lester McAllister 25.08.2017 01:14
      Highlight Highlight Mach dich mal schlau...die sparen nicht.Sie müssen zum Teil das Ausgabenwachstum bremsen.
      Hat aber wenig mit sparen zu tun.
      Aber ja.Hat man seine politische Nische mal gefunden, gibt man einen Scheiss auf Fakten.Leider links wie rechts das Selbe.
    • DonWalter 25.08.2017 11:33
      Highlight Highlight ...was ist der Unterschied zwischen "Ausgabewachstum bremsen" und sparen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • HAL9000 24.08.2017 14:22
    Highlight Highlight Ich würde den Blick nicht mal vermissen.
  • Richu 24.08.2017 14:19
    Highlight Highlight Die Sparmassnahmen sind doch mit 5% noch verhältnismässig gering bei BLICK. Dass bei den externen eingekauften Dienstleistungen wie bei der sda gespart wird, macht Sinn, denn gerade die Berichte der Nachrichtenagentur sda weisen meiner Meinung nach (zu) oft ein recht tiefes Niveau auf!
    • Madison Pierce 24.08.2017 14:55
      Highlight Highlight Im Vergleich zu den sonstigen Artikeln stehen die sda-Meldungen nicht so schlecht da. :)
  • Dr. Atom 24.08.2017 14:18
    Highlight Highlight Desshalb gleich die 20min app deinstallieren, diese Boulevard Geschichten erzähler Zeitung braucht niemand und bitte gaaaanz viel Watson mit ihren guten Texten und rechergen, macht weiter so und ich blribe euch treu!
    User Image
    • Dr. Atom 24.08.2017 16:13
      Highlight Highlight Kleiner Tipp am Rande:
      Ich hatte vor der Deinstallation eine 20min App, mit weniger Sponsoren Werbung drauf gehabt, als die aktuelle 20 Min App.
      Wie das geht?
      Holt euch im www die APK ab Version 7.0.5 natürlich nur für Android, diese ist wenigstens mit ca. 75% weniger Werbung zu benützen😂
    • Rubby 24.08.2017 17:21
      Highlight Highlight Absolut KEIN GUTER VORSCHLAG...ich glaube fast der "der gemini" ist ein kleiner trumpfan...der schimpft auch immer über die medien... aaaaber: 1. braucht er die...und zweitens: verzapf er riesen mist..VOR DER PRESSE..!! ...also hoffe wir, dass 20min und blick bleiben..👍👍😂😂
  • Wilhelm Dingo 24.08.2017 13:45
    Highlight Highlight Die Mechanik ist einfach: Werbegeld geht zu Google + Leute konsumieren Gratisinfos + das Mistrauen in die etablierten Medien sinkt wegen Blocher und Konzentration = die klassischen Medien sterben. Stabil oder zunehmend sind unabhängige Medien ohne Scheuklappen, z.B WOZ oder Infosperber.
    • MaskedGaijin 24.08.2017 16:29
      Highlight Highlight Tamedia und Ringier gehören Blocher?
    • pamayer 24.08.2017 18:56
      Highlight Highlight WOZ


      WOZ

      WOZ
  • Zeit_Genosse 24.08.2017 13:42
    Highlight Highlight Und wie läuft es mit AZ Medien und watson? Seit dem damaligen Abgang von Hansi Voigt und der Übernahme durch den "Wanner-Junior" an der Spitze ist es verdächtig ruhig.
    • #bringhansiback 24.08.2017 14:15
      Highlight Highlight Nunja, es werden jetzt ja vermehrt Artikel untereinander verlinkt.
      Aber sonst sie sie ja unabhängig *hüstel*
  • Barracuda 24.08.2017 13:32
    Highlight Highlight Finde es einigermassen widersprüchlich, wenn man sich als watson-Leser so weit zum Fenster hinauslehnt und sich über mangelnde journalistische Qualität bei Blick und 20Min lustig macht oder sogar Schadenfreude hat. Ich glaube den Widerspruch muss ich hier nicht näher erläutern.
    • Radesch 24.08.2017 13:53
      Highlight Highlight Ja schon klar, allgemein muss man bei Gratiszeitungen oder Online-Newsportalen immer etwas mit Vorsicht geniessen. Medienkritisch sollte man allerdings immer sein. Denn auch die NZZ bietet nicht nur seriösen Journalismus.
    • lichtler 24.08.2017 14:23
      Highlight Highlight Ja hast schon recht, ich sehe das ähnlich. Wobei die Kommentare meist mehr Niveau haben als bei den anderen. Ich finde watson auch cool, geht jedoch eher Richtung Spaß App als Nachrichten App bzw. Seite.
  • PeterCH 24.08.2017 13:29
    Highlight Highlight Ja dann wird der BLICK und der Sonntags BLICK noch schwächer, dann kann man hier mit dem Kündigen der Abos richtig sparen!
  • arthur991 24.08.2017 11:44
    Highlight Highlight Dem Böni könnte man den Lohn kürzen 😄
    Aber nicjt zu viel abziehen nicht das er noch im traineranzug kommen muss

Das grosse Ranking der Journalisten des Jahres 2018 mit den Platzierungen von watson

Das Branchen-Magazin «Schweizer Journalist» ermittelt jedes Jahr in einem Publikums-Voting die besten Journalisten des Landes. Die watsonians Lina Selmani, Klaus Zaugg und Jacqueline Büchi sind in ihren jeweiligen Kategorien klassiert. 

Rund 1200 Leserinnen und Leser des Branchenmagazins «Schweizer Journalist» küren jeweils Ende Jahr in einem Online-Voting die besten und einflussreichsten Schweizer Journalistinnen und Journalisten.

watson publiziert die Sieger der jeweiligen Kategorien des Rankings 2018 exklusiv vorab:   

Der Zürcher Wirtschaftsjournalist Lukas Hässig hat mit seinem Blog «Inside Paradeplatz» bereits vielen Wirtschaftsgrössen Kopfschmerzen bereitet. Er enthüllte den 70-Millionen-Abgangsbonus von …

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