Schweiz
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Umweltabgabe auf Flugtickets und Kerosinsteuer – so wollen Linke die Klimaziele erreichen

09.04.18, 12:32

Billig, aber nicht gut für die Umwelt. Bild: EASYJET

Nachtzug statt Billigflieger: Will die Schweiz die Klimaziele von Paris erreichen, muss sie Flugticketabgaben und Kerosinsteuer erheben und klimafreundliche Transportmittel wie Nachtzüge fördern. Dies verlangt eine breite Umweltallianz in einem offenen Brief.

Adressiert ist der Brief an Verkehrsministerin Doris Leuthard, verfasst wurde er von der Koalition Luftverkehr, Umwelt und Gesundheit (Klug) und von der verkehrspolitischen Organisation Umverkehr. Mitunterzeichnet haben das Schreiben über hundert Umwelt- und Verkehrsorganisationen sowie die SP, die Juso und die Grüne Partei.

Schweizerinnen und Schweizer sind laut den Unterzeichnenden doppelt so viel mit dem Flugzeug unterwegs wie die Einwohner der Nachbarländer. Dabei haben über 80 Prozent der Flüge aus der Schweiz einen Zielort innerhalb von Europa. Hier bestehe ein grosses Einsparpotenzial, heisst es im Brief, der am Montag dem Informationschef des Eidg. Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) überreicht wurde.

Eine klimafreundliche Alternative zum Flugzeug wären laut den Umweltschützern für Strecken bis zu 1500 Kilometer – etwa die Strecke von Berlin nach Rom – Nachtzüge. Doch diese leiden unter den Spottpreisen für Flugreisen. Weil sich der Betrieb von Nachtzügen immer weniger rentiert, ist das Angebot in den vergangenen Jahren immer kleiner geworden.

18 Prozent des Klimaeffekts

Die Allianz ruft in Erinnerung, dass die Vielfliegerei verheerende Auswirkungen auf das Klima hat. Der Luftverkehr sei in der Schweiz bereits für über 18 Prozent des menschengemachten Klimaeffekts verantwortlich – Tendenz steigend. Laut Prognosen werde er bis 2030 zum grössten Treiber des Klimaeffekts anwachsen.

Wolle die Schweiz dem entgegenwirken, wozu sie sich durch die Unterzeichnung des Klimaabkommens von Paris auch verpflichtet habe, müsse sie auch bei den Luftverkehrsemissionen ansetzen. Fliegen müsse teurer werden, das Zugfahren attraktiver gemacht werden.

Konkret fordert die Allianz deshalb, dass die Schweiz künftig eine Flugticketabgabe erhebt, damit sich künftig die Umweltkosten des Flugverkehrs im Preis von Flugtickets widerspiegelt. Zudem soll sie sich für eine Kerosinsteuer einsetzen. Gleichzeitig soll die Verkehrsverlagerung zum nachhaltigeren Schienenverkehr stärker gefördert werden.

Bundesrätin Leuthard solle diese Massnahmen unterstützen, vorantreiben und aktiv kommunizieren, fordern die Verfasser.

Beispiel deutsche Nachtzüge

Ein Umdenken zu bewirken, werde «sicher nicht einfach», sagte Daniel Costantino, Kampagnenleiter von Umverkehr, auf Anfrage. Er ist dennoch zuversichtlich – auch dank eines positiven Beispiels aus der jüngsten Vergangenheit.

Der Verein Umverkehr hatte sich unter anderem 2016 mit der Petition «Rettet den Nachtzug» für den Erhalt der Nachtzuglinien eingesetzt. Die Petition wurde mit 11'000 Unterschriften ans UVEK überreicht.

Den Anstoss zu dem Schreiben gab damals der Beschluss der Deutschen Bahn (DB), per Ende 2016 sämtliche Nachtzuglinien aus ihrem Angebot zu streichen. Begründet wurde dieser Schritt mit der mangelnden Rentabilität dieser Züge.

In die Bresche sprangen daraufhin die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und übernahmen fast die Hälfte des Angebots der Deutschen Bahn. Dies stimme positiv, so Costantino.

Verursacherprinzip

Die zweite Verfasserin des Briefes, die Klug, wurde im Sommer 2017 gegründet. Sie vereint verschiedene Umwelt- und Lärmschutzorganisationen und setzt sich für eine Reduktion der vom Flugverkehr verursachten Treibhausgase, Luftschadstoffe und Lärm ein.

Die Umweltbelastung durch den Flugverkehr nehme trotz technischem Fortschritt kaum ab, stellt sie fest. Das werde durch Privilegien für die Luftfahrt gefördert. Kerosin sei steuerfrei, die öffentliche Hand finanziere die Erschliessung der Flughäfen. Es sei höchste Zeit, dass sich die Behörden mit den wahren Kosten des Luftverkehrs befassten und dabei das Verursacherprinzip anwendeten. (sda)

«Ich achte auf die Umwelt – und werde dafür blöd angemacht!»

Video: watson/Ralph Steiner, Emily Engkent

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Supertiar 09.04.2018 23:48
    Highlight Die Idee ist grundsätzlich ein Schritt in die richtige Richtung aber leider nur ein Tropfen auf den heissen Stein.

    Was sich ändern muss ist unsere Einstellung zum Fliegen und damit auch unser Verhalten. Auch wenn der Preis fürs Fliegen durch Besteuerung um einige % ansteigt, werden immer noch zahlreiche Leute für einen Wochenendtrip nach London fliegen.
    Zudem braucht es ein Umdenken nicht nur beim Fliegen!

    Leider befindet sich momentan kein Land auf dieser Welt auf dem Weg die Pariser Klimaziele zu erfüllen und das 2° Ziel wird wahrscheinlich stark überschritten.
    2 5 Melden
  • 7immi 09.04.2018 20:49
    Highlight eine besteuerung des kerosins wird schwierig, dies ist international geregelt. eine flugsteuer ist aber sicher machbar. die frage ist aber, was es bringt. ein paar franken mehr halten wohl niemanden vom fliegen ab. auch preisschwankungen bei benzin und diesel ändern nicht viel. dass die technik keine co2-ersparnis bringt ist aber falsch. die emissionen pro passagier haben abgenommen (da die anzahl passagiere zugenommen hat sind die gesamtemissionen aber nur knapp zurückgegangen).
    3 1 Melden
  • Bynaus 09.04.2018 20:29
    Highlight Ich bin sofort dafür, die CO2-Abgabe auf alle Treibstoffe - inklusive Flugbenzin - auszuweiten. Langfristig bin ich weiter dafür, die CO2-Abgabe soweit zu erhöhen, bis man damit die Rückgewinnung des CO2s aus der Atmosphäre und dessen anschliessende sichere Entsorgung finanzieren kann. Gemäss ClimeWorks sollte das künftig für ca. 200 CHF/Tonne möglich sein. Bei ca. 3-4 L/100 km pro Person (und 2.5 kg CO/L) wären das für einen 1500 km Flug gerade mal 23-30 CHF. Das wäre aus meiner Sicht auch absolut okay (selbst das doppelte!). Was darüber hinausgeht, ist jedoch Zwängerei.
    9 5 Melden
  • Lusch 09.04.2018 20:19
    Highlight Aha, aus dieser Überschrift lese ich das nur die Linken ein Interesse am Umweltschutz haben, allen anderen ist er also Sch.....egal oder was?
    8 15 Melden
    • cheeky Badger 09.04.2018 21:27
      Highlight Den Rechten und wirtschaftlich Liberalen scheint er tatsächlich sehr wenig zu bedeuten. Leider.
      13 6 Melden
    • Juliet Bravo 09.04.2018 21:31
      Highlight Ist doch so, dass wenns um die Wurst geht fast nur Linke sich dafür einsetzen.
      11 9 Melden
    • BullshitDetector3000 10.04.2018 20:03
      Highlight Jaja diese selbstdeklarierten Linken die überall mehr Gesetze und weniger Rechte für andere fordern und dann für den Wochenendtrip ins hippe Berlin fliegen.
      Echte Umweltschützer sind das ;)
      0 2 Melden
  • Nelson Muntz 09.04.2018 19:39
    Highlight Das gilt dann aber auch für Flüge ins Aryuveda Camp in Kerala oder für die Wanderferien in Costs Rica!
    28 3 Melden
  • Don Alejandro 09.04.2018 18:34
    Highlight Vernünftig und überfällig.
    31 11 Melden
  • MacB 09.04.2018 17:31
    Highlight Absolut richtig und wie Posersalami es schreibt: Man hätte schon vor Jahrzehnten die Metropolen mit Hochgeschwindigkeitszügen verbinden sollen.

    Nur ist eine Kerosinbesteuerung in der SChweiz recht sinnlos. Dann fliegt man halt ab Friedrichshafen und das ganze ist ausgehebelt. Da brauchts schon gesamteuropäische Lösungen.
    36 4 Melden
    • Pogon 09.04.2018 22:53
      Highlight Stimmt!

      Aber wir dürften trotzdem mal die ersten sein.
      7 6 Melden
  • pedrinho 09.04.2018 16:54
    Highlight Ich fahr gerne mit den nachtzuegen (schlafwagen) durch europa, ich habe genug zeit, allerdings nervt es manchmal, wenn ich 2-3 mal umsteigen muss und ein direktflug nur etwa die haelfte kosten wuerde.

    ...und die zuege fahren natuerlich umweltneutral, nur mit "gruener" energie, die umwelt wird nicht belastet etc. pp.

    Hab ichs eilig, klar fliege ich dann. Abgesehen preis/km und enrgieverbrauch/km immer noch besser als wuerde ich selbst mit meinm auto fahren.

    PS.
    Ein vollkostenvergleich flug/auto/bahn dazu die umweltbelastung findet sich selbst mit mehreren suchmaschinen nicht.
    17 4 Melden
    • Acappucci Stefan Shabbes 09.04.2018 19:54
      Highlight Vergleich z.B. hier:
      https://goo.gl/images/ik4wJW
      in punkto CO2-Ausstoss schneidet das Auto einiges besser ab, zumal das CO2 auf 10'000m Höhe auch viel klimawirksamer ist als in Bodennähe, wo es von der Pflanzenwelt eher wieder in O2 umgewandelt wird, als dass es Wolken bildet und so den Treibhauseffekt begünstigt.
      8 1 Melden
  • Pius C. Bünzli 09.04.2018 15:56
    Highlight Da müssen die Preise aber extrem angepasst werden. Wenn der Zug bis Basel teurer ist als der Flug nach Hamburg nimmt kein Mensch den Nachtzug. Sogar Flugängstler werfen sich Pillen ein und steigen in die Boeing bei so einem Preisunterschied.
    56 5 Melden
    • Gianni48 09.04.2018 17:47
      Highlight Im Februar 2018 bin ich mit dem ICE nach Dresden gefahren, für 128€ hin und zurück in der ersten Klasse. Der Flug hätte ein Mehrfaches gekostet, bei miniminstem Komfort. Nächste Woche fahre ich ebenfalls in der ersten Klasse nach Dortmund für 120 € hin- und zurück. Selbstverständlich kaufe ich die Tickets nicht bei der teuren SBB sondern direkt Online bei der DB, nach Österreich bei der ÖBB.
      Fliegen ist eindeutig zu teuer und schadet extrem der Umwelt, inkl. Sardinenkomfort. Ich geniesse lieber den Komfort in der ersten Klasse der Bahn und geniesse die schönen Landschaften.
      26 2 Melden
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 09.04.2018 15:30
    Highlight Warum ist der Zug teurer? Ist er eventuell gar nicht so umweltfreundlich, da bei Vergleichen das Schienennetz «vergessen» wird?
    25 62 Melden
    • fireboltfrog 09.04.2018 16:06
      Highlight Der Zug soll nicht bevorzugt werden, sondern eine Treibstoff steuer erhoben werden, dann trifft es die verursacher.

      Aber ja der Zug ist nicht perfekt, trozdem mit abstand das energie effizienteste was hier heute haben.
      47 16 Melden
  • olllli 09.04.2018 14:25
    Highlight Allein die 15 größten Schiffe der Welt stießen pro Jahr so viele Schadstoffe aus wie 750 Millionen Autos, so der NABU (Naturschutzbund Deutschland).Und der Schwefelausstoß dieser Wagenmenge (knapp 90.000 Tonnen) würde von nur 24 Containerschiffen egalisiert, hat die die in den Niederlanden ansässige DK-Group Marine Industry Innovators ermittelt. Sie kommt auch zu dieser Aussage: Der Schwefelausstoß der Schifffahrt beträgt „das 97-fache der kommerziellen Flugzeugflotte.“ Aber so was interessiert uunsere Naturschützer ja nicht, ist ja nicht unsere Luft und Luft zirkuliert ja sowieso nicht.......
    59 42 Melden
    • Karoon 09.04.2018 15:33
      Highlight Und was willst du damit sagen? Etwas Negatives damit begründen, dass bereits Negatives existiert? Klingt nach dem Motto: "Weil ich von meinem Vater geschlagen wurde, schlage ich auch mein Kind."
      67 41 Melden
    • fireboltfrog 09.04.2018 16:09
      Highlight Ja auf internationales Gewässer macht jeder was er will. Wir müssen da anpacken wo wir es können. Wir könnten ja von fracht die in die Schweiz kommt verlangen, dass sie CO2 kompensiert ist wäre besser als jeder Zoll.
      42 15 Melden
    • ARoq 09.04.2018 16:47
      Highlight Klimaschutz und Umweltschutz sind unterschiedliche Probleme die unterschiedliche Lösungen verlangen.
      Hier geht es um den Flugverkehr und da ist das Hauptproblem CO2 (Klimaschutz).
      Beim interkontinentalen Schiffsverkehr ist das Hauptproblem hingegen die Umweltverschmutzung (u.A. Schwefelemissionen).
      19 4 Melden
    • Bynaus 09.04.2018 20:32
      Highlight Schadstoffe und CO2 sind zwei verschiedene Schuhe. Schiffe müssen bei den Emissionen besser werden, ja (und ihre Emissionen in internationalen Gewässern müssen den Ländern ihrer Heimathäfen angerechnet werden). Aber mit der Frage, ob man das Flugbenzin verteuern sollte, hat das nichts zu tun.
      4 0 Melden
    • 7immi 09.04.2018 21:02
      Highlight ollllis relationen sind schon ein punkt. aufwand und nutzen wären bei schiffen zb massivst höher. besteuert man zb schweröl und/oder reduziert steuern auf saubere treibstoffe hätte das eine grosse hebelwirkung. bei der luftfahrt hingegen wird sich wohl nicht viel ändern, dann bezahlt man halt 10 franken mehr. für die airlines gibt es keine alternativen treibstoffe, für schiffe schon.
      4 1 Melden
  • Fischra 09.04.2018 14:20
    Highlight Wir preisen jeden Tag die errungenschaften der Technik im Bereich Mobilität. Was wir aber vergessen ist dass viele dieser Errungenschaften eines gemeinsam haben. Sie stinken. Wenn wir davon wegkommen wollen braucht es alternativen bei den Antrieben. Züge sibd aktuell das einzig professionell nutzbare um Massen zu bewegen. Dann sollten wir das Nurzen nach Möglichkeit. Irgebdwann sind die Autos, Flugzeuge und Schiffe dann auch Elektrisch und es stinkt nicht mehr in der Umwelt. Es wird spannend.
    17 12 Melden
    • Trooper 09.04.2018 22:37
      Highlight Genau und der dazu nötige Strom wird aus Luft und Liebe anstatt AKWs, Kohle und Gas gewonnen.
      7 4 Melden
    • Fischra 10.04.2018 19:57
      Highlight Trooper: ich habe geschrieben „irgendwann“. Dies aus dem Grund weil sicher die Zeit kommt wo wir genügend Strom Produzieren können ohne uns in Lebensgefahr zu bringen. Strom wird im Übrigen schon jetzt aus vielen anderen Elementen wie Atom, Kohle und Gas gewonnen.
      1 0 Melden
  • grandvlad 09.04.2018 14:18
    Highlight Tja und wieviele Leute aus den Nachbarländer steigen in Zürich oder Basel ein - sind also nicht nur Schweizer ;)
    Nachtzüge wurden vor der Vielfliegerei abgesetzt und durch teure Hotelzüge zb. Strecke Zürich -Barcelona ersetzt. Früher konnten wir in "Normalen"Zügen mit normalen Sitzplätzen oder Couchet reisen. Hätte der Bahnverkehr dies mal so gelassen ;)
    24 5 Melden
  • Bombenjunge 09.04.2018 14:13
    Highlight Typisch, einfach wieder mal mit der Abgabenkeule herumschlagen. Das können die Linken ja am besten, aber die Probleme lösen ist wohl zu mühsam. Sie sollen sich mal dafür einsetzen, dass Zugfahren überhaupt wieder erschwinglich ist, statt die Verbraucher wieder einmal mehr zu bestrafen.
    41 84 Melden
    • Stumpenheini 09.04.2018 18:18
      Highlight Spannende Logik. Wenns nach den Rechten ginge, würde kein Franken Steuergeld für die Bahn verwendet. Und das soll dann günstigere Bahntickets geben?
      18 8 Melden
    • Siro97 09.04.2018 18:18
      Highlight @Bombenjunge es geht hier nicht um Bestrafen, sondern um endlich umweltfreundlicher zu reisen. Man sollte die Leute endlich wachrütteln und das kann man, indem man die Preise im Flugverkehr erhöht. Von Billigreisen halte ich gar nichts.
      12 7 Melden
    • MaxM 09.04.2018 22:06
      Highlight @Siro97: Logisch, wieso soll denn eine Familie mit einem durchschnittlichen Einkommen weit reisen? Ferien in Italien sind ja die beste Lösung. Und die Reichen werden irgendwo auf einem entfernten Insel nicht mehr von Pöbel gestört. Echt gute Lösung! Machen wir die Reisen so teuer wie möglich!
      1 2 Melden
  • fireboltfrog 09.04.2018 14:06
    Highlight Steuern auf Kerosin sind schon längst fällig. Evt. müsste man sie über mehrere Jahre langsam einführen, damit es keinen zu grossen Aufschrei gibt (die Bahn hat ja auch nicht von heute auf morgen Züge bereit). Und klar schadet es dem wirdschafstabdort Schweiz, aber unser Lebensraum sollten wir dafür nicht komplett zerstören.
    49 16 Melden
  • Patho 09.04.2018 14:03
    Highlight Und wieder einmal wäre ein Kompromiss angebracht. So könnte man auch einfach eine Umweltabgabe auf Europaflügen bis 2h anwenden, denn diese Flüge sind tatsächlich vermeidbar. Nach Lissabon oder Istanbul ist es aber schlicht nicht tragbar auf eine Zugverbindung zu wechseln.
    33 19 Melden
  • Matthias Ott (1) 09.04.2018 14:02
    Highlight Da haben die Linken und Grünen wieder einmal bis weit ins bürgerliche Lager hinein Unterstützung. Z.B. mich.

    Bitte schaut einfach, dass das Ganze einigermassen haushaltsneutral durchgezogen wird und das Geld nicht zur Subventionierung des Energieverbrauchs verschwendet wird.
    33 11 Melden
    • Idrisi 09.04.2018 20:43
      Highlight Ich finde sogar als Sozi haushaltsneutrale Lenkungsabgaben sexy.

      In Basel gibt es das auf dem Energieverbrauch. Das Geld fliesst in einen Topf und wird pro Kopf mit fixem Betrag zurückerstattet. Wer wenig Energie braucht kriegt Netto zurück. Der administrative Aufwand für die Verteilung ist <1%. Wäre für mich ein guter Kompromiss und super effizient weil voll automatisierbar.
      5 1 Melden
  • kettcar #lina4weindoch 09.04.2018 13:59
    Highlight Könnte ich zum gleichen Preis wie ich in 2h nach Wien fliege, im Nachtzug nach Wien liegen, ich würde es sofort vorziehen. Das heißt, entweder ist der Flug zu billig oder der Zug zu teuer. So oder so: richtige stossrichtung.
    47 7 Melden
    • purpletrain 09.04.2018 17:22
      Highlight Der Sitzplatz Zürich-Wien kostet mich bei der ÖBB jeweils 39€. Im Nachtzug sind für die Liege 50€ oder fürs Bett 90€ zusätzlich fällig. Grüsse von einem der regelmässig nach Wien fährt.
      15 0 Melden
    • Alnothur 09.04.2018 18:42
      Highlight Liegewagenplatz 100.- mit Frühstück, Couchette für 45.- im Nachtzug. Und das sind Preise ohne Halbtax, GA u.ä.

      Wer sich das nicht leisten kann, sollte vielleicht andere Prioritäten setzen im Leben...
      16 2 Melden
    • kettcar #lina4weindoch 09.04.2018 21:18
      Highlight Zugegeben, ne Weile her bei mir. Dann wurde das wohl eher besser als schlechter. Hab den Wiener Walzer nur damals fürs Sziget benutzt. Für die paar mal Wien war der Flug immer ca. halb so teuer. Wobei ich - selber schuld - über SBB geschaut hab. Allerdings bin ich mit dem damals neuen Railjet mal tagsüber nach Wien in der ersten. War nett, aber ziemlich teuer.
      Alnothur: über meine Prioritäten und darüber, was ich mir leisten kann muss nur ich mir sorgen machen. Danke.
      2 2 Melden
  • Snowy 09.04.2018 13:38
    Highlight Auch wenns niemand gerne hört: Umweltschutz muss (auch) über den Preis gehen.

    Solange man für CHF 80.- nach Barcelona fliegen kann (und damit mehr schädliche Klimagase ausstösst, wie für den 1 stündigen Arbeitssweg das ganze Jahr über) , sind die Klimaziele nicht zu erreichen.

    Ja, ist unfair vs Geringverdienern, aber es gibt nirgendwo ein Recht auf Kurzurlaub mit dem Flugzeug. Sehr wohl haben aber unsere Kinder aber ein Recht auf saubere Luft und gutes Trinkwasser.

    https://www.watson.ch/Schweiz/Umwelt/589398680-Fuer-27-Franken-nach-Berlin--So-teuer-muesste-dein-Flug-eigentlich-sein
    149 36 Melden
    • Dunning Kruger Effekt 09.04.2018 18:09
      5 1 Melden
    • BullshitDetector3000 09.04.2018 19:08
      Highlight "Ja, ist unfair vs Geringverdienern, aber es gibt nirgendwo ein Recht auf Kurzurlaub mit dem Flugzeug"
      Ausser für die die es sich leisten können.
      Super Sache.
      4 7 Melden
    • Snowy 10.04.2018 10:09
      Highlight Nein, keine super Sache.
      In einer idealen Welt, könnten auch Geringverdiener überall hinreisen wo sie wollen.
      Problem: Was gratis oder sehr billig ist, wird verschwendet. Ist übrigens auch DAS Hauptproblem im Umgang mit der Ressource Wasser*.

      Bis wir das Problem gelöst haben, dass durch Billigstflugpreise für alle Menschen unser Ökosystem kollabieren würde/wird, entscheide ich mich für die bessere der beiden schlechten Optionen: Höhere Flugpreise.

      * Ja, Wasser ist ein Menschenrecht - aber nur die 60 L welche pro Tag für Körperhygiene, Mahlzeiten und Trinkwasser benötigt werden.
      1 0 Melden
    • BullshitDetector3000 10.04.2018 20:01
      Highlight Aha und verschwenden tun natürlich vor allem die Armen? Darum sollte man diese noch mehr bestrafen? Macht enorm Sinn.
      Morgen dann wieder am Bono von U2 zujubeln wenn er mit seinem Privatjet irgendwo ankommt um gegen Umweltverschmutzung zu demonstrieren?
      1 0 Melden
    • Snowy 11.04.2018 09:07
      Highlight Noch Ende letztes Jahrtausend waren Flugreisen etwas teures. Der Durchschnittsbürger konnte sich das Fliegen nur zu speziellen Gelegenheiten leisten.
      M.E. ist dies auch absolut richtig so, betrachtet man die überdurchschnittlich schädlichen Auswirkungen auf die Umwelt durch den Flugverkehr.

      Verschwendet wird, was billig/gratis ist. Es braucht unbedingt eine clevere Allokation der Mittel. Wenn nicht über den Preis*, über was dann? Nehme mich echt wunder, was Dein Vorschlag wäre?

      * In eine ersten Schritt müssten z.B. die unsäglichen Steuervergünstigungen (!) auf Kerosin gestrichen werden.
      0 1 Melden
    • BullshitDetector3000 11.04.2018 15:26
      Highlight Gratuliere. Du bist meiner Frage total ausgewichen.
      "Verschwendet wird was billig/gratis ist". Gratis sind Flüge nie...Und "billig" kommt auf die Perspektive an.
      Ich hoffe du fliegst selber nie?
      1 1 Melden
    • Snowy 11.04.2018 18:44
      Highlight Billig sind Städteflüge innerhalb Europa unter CHF 200.-
      Natürlich fliege ich - sogar oft... eben gerade weil es so günstig ist. Wären die Flugpreise so hoch wie im den 80-ern würde ich wohl ca einmal alle 2 Jahre fliegen.
      Merkst was?
      A Propos Frage ausweichen: Was wäre Dein Vorschlag um der Zunahme des Flugverkehrs entgegenzuwirken?
      0 1 Melden
  • mikel 09.04.2018 13:29
    Highlight Finde ich gut, Fliegen soll wieder ein kleiner Luxus werden. Flugzeuge sind eine tolle Erfindung, aber es geht einfach nicht, dass wir 3x im Jahr überallhin fliegen. Allerdings sind das ja alles nur Vorschläge und ich mach mir keine Illusionen über die Umsetzung. Da brauchts wohl noch etwas Geduld, auch wenn wir eigentlich schon bestens Bescheid wissen...
    31 7 Melden
  • Ni Hao 09.04.2018 13:23
    Highlight Solange bei uns die züge mit ca. 80km/h herumtuckern kannste den zug vergessen. Schaut mal nach japan oder china. Da fahren die züge mit ein bisschen mehr pfupf im arsch.
    20 13 Melden
    • E. Edward Grey 09.04.2018 15:27
      Highlight Zug schnell = Lärm. Geht ja dann auch nicht.
      11 12 Melden
    • Ni Hao 09.04.2018 16:25
      Highlight Ein bisschen Lärm ist doch kein Problem.
      8 4 Melden
  • Gelöschter Benutzer 09.04.2018 13:18
    Highlight Ich bin absolut bereit fürs Fliegen mehr zu bezahlen, steige eh "nur" alle 2 Jahre ins Flugzeug. Und die Schnäppchenjäger, die für 1-2 Tage just for fun durch Europa jetten wirds abschrecken.
    Alle Probleme sind sicher nicht damit gelöst aber es ist ein Anfang.
    31 7 Melden
  • derEchteElch 09.04.2018 13:11
    Highlight „so wollen Linke die Klimaziele erreichen“

    Danke! Wieder ein Thema, bei dem ich den Linken meine volle Unterstützung und Zustimmung aussprechen kann. Ich hoffe da tut sich endlich etwas! 👏
    28 18 Melden
  • Donald 09.04.2018 13:07
    Highlight Alternative Idee: Leere Sitzplätze in Flugzeugen, Zügen und Autos besteuern. Denn diese sind ja am ineffizientesten.

    Gefüllte Sitze bringen ja offensichtlich einen Mehrwert, sonst wäre der Reisende ja nicht da.
    6 20 Melden
    • E. Edward Grey 09.04.2018 15:33
      Highlight So würden Tickets noch billiger weil freie Plätze lieber verramscht statt leer gelassen werden. Hätte genau einen gegenteiligen Effekt als erhofft. Dadurch würde die Reisefreudigkeit noch weiter angekurbelt.
      32 5 Melden
  • glointhegrat 09.04.2018 13:04
    Highlight Ich möchte die grünen und die SP ja mal sehen wenn sie "das Verursacherprinzip" bei der SBB umsetzen würden ob sie dann immer noch so gerne ein GA kaufen würden wenn es dann plötzlich 15000.- oder mehr kostet. Eisenbahnen können bei uns nicht wirtschaftlich betrieben werden und sind zudem starr. Man sollte die Strassen und Flughäfen ausbauen und besser Geld in neue Technologien stecken. Die Bahn ist ein Auslaufmodell.
    27 52 Melden
    • SanVilano 09.04.2018 19:00
      Highlight Was wenn die Autobahnvignette plötzlich 2000.- kosten würde?
      16 5 Melden
    • glointhegrat 09.04.2018 19:45
      Highlight @sanvilano Das macht überhaupt keinen sinn. Ohne strassen geht es nicht oder möchtest du einen bahnanschluss zu jedem haus und jedem noch so abgelegenen bergdorf? Strassen sind die pulsadern der wirtschaft. Auch die lebensmittel oder medikamente die du kaufst werden auf der strasse befördert. Hast du schon mal einen krankenwagen oder polizei auf der schiene gesehen? .... Strassen sind anders als die bahnd zwingend nötig für eine funktionierende infrastruktur. Die autobahnen bezahlt jeder sowieso mit den steuern. Ich wäre dafür die vignette komplett abzuschaffen. Es kämen auch mehr touristen.
      5 12 Melden
  • Posersalami 09.04.2018 12:44
    Highlight "Dabei haben über 80 Prozent der Flüge aus der Schweiz einen Zielort innerhalb von Europa. "

    Was für ein Versagen der Gesellschaft in Europa. Man hätte vor Jahrzehnten ein richtiges Hochgeschwindigkeitsnetz für Züge bauen müssen wie in Japan. Mit Zügen die mit 500-600 km/h zumindest die Hauptstädte und Wirtschaftszentren miteinander verbinden. Dann könnte man locker von zB. Madrid nach Zürich mit dem Zug fahren. Die 1200km könnte man mit so einem Zug sicher in 2.5-3h zurück legen, womit man gegenüber einem Flieger sogar noch Zeit sparen würde..
    283 33 Melden
    • anon 09.04.2018 13:26
      Highlight Die Züge in Japan verkehren mit 270 km/h... Die Maglevzüge werden frühestens 2027 zwischen Tokyo und Osaka eingesetzt. Ausserdem funktioniert das Netz primär so gut, weil es von nur einem einzigen Zugtyp befahren wird. Ein solches Hochgeschwindigkeitsnetz für Europa wäre ein Prestigeprojekt, das unglaublich teuer zu warten wäre und sich nur für sehr wenige Strecken rentieren würde.

      Kurzstrecken können früher oder später auch mit Elektromotoren geflogen werden. Dies ist weitaus ökonomischer und auch ökologischer.
      18 3 Melden
    • Donald 09.04.2018 14:50
      Highlight Auch in Japan gibt es sind von jeder Stadt eine Direktverbindung in jede andere Stadt. Deine Zeitberechnung is völlig utopisch. Und auch in Japan sind Inlandflüge eine gänge Reiseform. Auch zwischen grossen Zentren...
      16 3 Melden
    • E. Edward Grey 09.04.2018 15:26
      Highlight „Schweizerinnen und Schweizer sind laut den Unterzeichnenden doppelt so viel mit dem Flugzeug unterwegs wie die Einwohner der Nachbarländer.“
      Glaube keiner Statistik die Du nicht selbst gefälscht hast. ;)
      23 16 Melden
    • Posersalami 09.04.2018 15:37
      Highlight @ anon: In Japan investieren die Airlines bereits in den Zug und streichen Inlandsflüge. Soviel dazu.

      Ihre Behauptung, das man ja mit E-Flugzeugen Distanzen viel effizienter überbrücken kann, ist Unsinn. Kein Massentransportmittel ist derart effizient wie die Bahn. https://www.co2online.de/klima-schuetzen/mobilitaet/bahn-oder-flugzeug-der-vergleich/

      Dazu kommt, das man am Bahnhof jeweils im Zentrum der Stadt ankommen würde und nicht am Flughafen, die meistens 1h und mehr ausserhalb sind aus guten Gründen.

      Ihre Aversion gegen den Zug ist reine Ideologie.
      14 10 Melden
    • Karoon 09.04.2018 15:37
      Highlight Wir fliegen zu viel und produzieren viel zu viel CO2. Massnahmen auf freiwilliger Basis haben versagt. Deshalb muss nun das Kerosin verteuert werden, um die Nachfrage zu senken. Dann geht auch der CO2-Ausstoss zurück.
      24 8 Melden
    • Posersalami 09.04.2018 15:56
      Highlight @ anon: Die längste durchgängige Hochgeschwindigkeitsstrecke der Welt ist in China und führt von Beijing nach Guangzhou. Der Zug ist da "nur" mit 300km/h unterwegs und hält 3-4 mal an. Für die 2200km lange Strecke beträgt die Reisezeit 8h.

      Das entspricht ca. der Distanz Zürich - Moskau. Reine Flugzeit 3h, dazu noch 1.5h vorher am Flughafen, 30min Weg in Zh, 1h ins Zentrum von Moskau, aufs Gepäck warten, macht 6 1/2h Reisezeit. Der Zug wäre also sogar bei ökonomischen 300km nur 1.5h langsamer, dafür aber sehr viel umweltfreundlicher und bequemer.
      26 5 Melden
    • Donald 09.04.2018 17:21
      Highlight @Posersalami
      Der Zug ist nur unter ganz bestimmten Umständen sehr effizient. Dazu muss er von Anfang bis Ende dee ganzen Strecke sehr ausgelastet sein. Auch dürfen keine grossen Anreisewege anfallen. Und auch brauchen Schnellzüge viel Energie. Mehr als ein voller Bus.
      5 7 Melden
    • 道德 Compass 09.04.2018 17:46
      Highlight hey Salami, kein Zug in Japan oder China fährt 500km/h , aber 300km/h sicher. Man kommt von Beijing nach Xian in 4.5Std ca 1200km.
      7 0 Melden
    • neutrino 09.04.2018 18:01
      Highlight Absolut, Tokyo-Osaka, über 500km Distanz in weniger als 2h mit dem Zug. Das wären dann zB. Bern-Barcelona in 3.5-4h.
      5 1 Melden
    • Stumpenheini 09.04.2018 18:13
      Highlight Auch in Japan fahren die Hochgeschwindigkeitszüge max 300km/h (oder ein bisschen mehr). Die Magnetschwebebahn MAGLEV ist noch Zukunftsmusik. Aber ja, mit einem anständigen, länderübergreifenden Hochgeschwindigkeitsnetz wären auch Strecken wie nach Rom oder London ein Fall für die Bahn.
      1 0 Melden
    • Nelson Muntz 09.04.2018 19:41
      Highlight Wenn deine Grossmutter Räder hätte...

      Aber hast absolut recht, da wurde massiv geschlafen...oder verhindert, denn welche Parteien wehren sich, wenn Schienen gelegt werden sollen?
      7 0 Melden
    • Posersalami 09.04.2018 19:53
      Highlight @ Donald: Es geht darum, das Flugzeug für innereuropäische Strecken zu ersetzen. Und natürlich ist auch ein Flugzeug nur dann Rentabel, wenn es einigermassen ausgelastet ist.

      Wie sie oben sehen sind die Reisezeiten aus China oder Japan mit dem Schnellzug sehr attraktiv, da effektiv nicht oder nicht viel langsamer als mit dem Flugzeug. Mit einem Bruchteil der Ressourcen! Leider schaut die Karte von Europa sehr deprimierend aus, wenn man sich das Netz anschaut. Strecken für 300-350km sind fast nicht vorhanden..
      2 0 Melden
    • Posersalami 09.04.2018 20:00
      Highlight @Moral Compass: Der Maglev ist erprobt und funktioniert. Der Bau einer ersten 290km langen Strecke ist gesichert und angefangen, evtl. wird 2020 zur Olympiade das erste Teilstück in Betrieb genommen. Bei 600km/h Reisegeschwindigkeit wird es das Flugzeug sehr schwer haben.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Chūō-Shinkansen

      Es ist einfach ein Armutszeugnis für Europa, das es da kein Anstrengungen gibt. Mindestens von England bis Italien und Spanien bis Deutschland müsste man ein erstes Netz aufbauen. Am besten bis gestern.
      4 0 Melden
    • cheeky Badger 09.04.2018 21:26
      Highlight Als ob der Shinkansen 500-600 km/h schnell fahren würde...
      In Europa (ausserhalb der schweiz gibt es meherer Hochgeschwindigkeitszüge: ICE, TGV, freccia rossa, italo, AVE, eurostar usw.

      Zudem bietet die ÖBB mit dem nightjet bequeme Nachtzüge an. Da sparst du sogar eine Hotelübernachtung.
      1 0 Melden
    • Donald 09.04.2018 21:38
      Highlight @neutrino
      Bern - Barcelona wird aber im Gegensatz Tokyo - Osaka wohl nie eine Direkverbindung ohne Zwischenstops erhalten. Daher ist deine Zeitberechnung wohl wenig realistisch, selbst wenn man solche Hochgeschwindigkeitsstrecken hätte.
      0 0 Melden
    • Donald 09.04.2018 21:48
      Highlight @Posersalami
      Flugzeuge sind aber im Gegensatz zu Zügen viel flexibler einsetzbar.

      Je schneller Züge, desto ineffizienter. Auch kostet das bauen von Hochgeschwindigkeitsstrecken enorm viel Geld und Land. "Ein Bruchteil vom Ressourcen" würde ich stark bezweifeln. Die Frage ist zuerst mal: nach wie vielen Jahren weniger Ressourcen als Flugverbindungen?

      In China und Japan wird auch zwischen Städten mit High-Speed Verbindungen noch viel geflogen. Züge sorgen scheinbar eher dafür, dass nocht mehr gereist wird. Deine Theorie wurde also noch nicht bewiesen.

      Züge sind leider kein Allheilmittel.
      1 2 Melden
    • Posersalami 09.04.2018 23:34
      Highlight @Donald: Zunächst mal ist das Netz in China noch im Ausbau begriffen. Es sagt auch niemand, dass Flugzeuge dann komplett überflüssig werden. Würde es ein durchgehendes Netz in Europa geben für sagen wir 300km/h, wäre der Zug eine echte Alternative.

      Wenn ich zB. morgen von Zh nach Berlin reisen will dauert es 12h (!!!) mit dem Zug und 1.5h mit dem Flieger. Klar nehme ich den Flieger! Aber wieso bummelt der Zug so? Das sind nur 850km, die Chinesen schaffen das in weniger als 3h MIT Zwischenhalt. 3h von Zentrum zu Zentrum, das wäre mehr als nur eine Alternative zum Flieger, es wäre schneller.
      0 0 Melden
    • Posersalami 09.04.2018 23:42
      Highlight @Donald: China hat Stand 2016 20 000km Hochgeschwindigkeitsstrecke für >250km/h, 9000 davon für 350km/h. Bis 2020 sollen es schon 25 000km sein. Wenn man es nur schafft den Wachstum von Reisen so aufzufangen ist das schon ein grosser Gewinn.
      https://tinyurl.com/gvx822o

      Der Luftverkehr soll stark wachsen, man rechnet bis 2030 fast mit einer Verdopplung.
      https://tinyurl.com/yabnwy9d

      Es wäre doch ein lohnenswertes Ziel, diesen Wachstum mit Zügen aufzufangen, zumindest kontinental. Das wäre doch mal ein vernünftiges Programm, auch für die Konjunktur.
      0 0 Melden
    • ujay 10.04.2018 13:07
      Highlight @Poser. Das ist Wunschdenken. Wie sollen Hochgeschwindigkeitszüge in die jeweiligen nationalen Netzwerke eingebunden werden, wenn diese heute schon auslastungsmässig auf dem letzten Zacken laufen. Übrigens: Der schnellste Zug, im regulären Betrieb kommt heute auf eine Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h. Shinkansen Japan.
      1 0 Melden
    • Posersalami 10.04.2018 13:39
      Highlight @ ujay: Dass das heute nicht geht ist mir klar, darum habe ich ja die Schlafmützigkeit Europas in diesem Bereich angeprangert!

      320km/h im regulären Betrieb würden auf Europäischen Strecken ausreichen, um eine richtige Alternative zum Flieger zu sein wenn man nicht in jedem Dorf halt macht. Das Netz müsste natürlich entsprechend geplant worden sein, was es aber nicht wurde und so steht man jetzt vor einem Scherbenhaufen.

      In China und Japan wird gezeigt wie es geht.
      0 1 Melden
    • Posersalami 10.04.2018 13:41
      Highlight Auch in Frankreich zeigt die Schiene ihr Potential und was europäisch möglich wäre:

      "Air France richtet ihren Flugplan mittlerweile konsequent nach diesen Erfahrungswerten aus. Flüge von Paris nach Lyon - zwei TGV-Stunden Reisezeit - bietet sie kaum noch an. Ebenso ausgedünnt wurde das Flugangebot nach Grenoble, Avignon oder Nîmes. Marseille wird von Paris aus von Air France nur mehr stark reduziert angeflogen, Brüssel ist als Destination vollends gestrichen."
      https://www.nzz.ch/articleej07m-1.64898
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    • Donald 11.04.2018 08:22
      Highlight @Posersalami
      Verglichen mit Bevölkerung und Fläche hat China kein besseres Schnellzugsnetz. In Deutschland, Frankreich und Italien ist man ähnlich schnell unterwegs und das Netz ist dichter. Natürlich muss man meistens irgendwo an den Grenzen umsteigen. Aber grundsätzlich kann man sicher nicht sagen, das Europa etwas verschlafen hat. Es wurde in den letzten 30 Jahren enorm viel Geld investiert.

      Ich China kann man auch nicht beliebig von jeder Stadt in jede andere schnell mit dem Zug fahren. Das Netz hat nur wenige Linien, wie du unter deinem Link sehen kannst.
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    • E. Edward Grey 11.04.2018 09:25
      Highlight Wieso trefft ihr euch nicht mal auf ein Eis und diskutiert das dann dort miteinander aus?
      2 1 Melden
    • Posersalami 11.04.2018 10:05
      Highlight @ Donald: Ja genau Europa ist da an der Spitze, und darum dauert die 877km lange Zugfahrt von Berlin nach Paris auch nur 8 1/2h.

      In dieser Zeit fahren sie in China von Guangzhou nach Peking, die Strecke ist aber 3x so lang! Je nachdem wie oft der Zug hält unterwegs (ja, er hält ein paar mal an) dauert die Reise zwischen 8 und 10h. In Europa gibt es einfach nichts vergleichbares. Punkt aus fertig. Man hat gepennt anstatt zu investieren. Da brauche ich nicht zu diskutieren, gegen die Ideologie eines eurozentristisches Weltbild kommt man mit Fakten eh nicht an.
      0 0 Melden
    • Posersalami 11.04.2018 10:14
      Highlight Würde es in Europa ein Äquivalent zu der Infrastruktur in China geben, müsste man in 6-8h mit dem Zug von Berlin nach Moskau fahren können. Die Reise dauert auf dieser Strecke aber >20h und ist "nur" 1900km lang, also noch 600km kürzer als Guangzhou - Peking! Das ganze ist dann auch noch x mal teurer als ein Flug (die 2500km in China kosten 105€). Es ist einfach ein Trauerspiel sondergleichen, die Bahn ist mit wenigen Ausnahmen absolut keine Konkurrenz zum Flugzeug.

      Aber reden sie es sich nur schön, das Europa auch da längst überholt wurde von China.
      0 0 Melden
    • Donald 11.04.2018 11:50
      Highlight Du nimmst einfach DIE Prestigestrecke von China und vergleichst sie mit irgendeiner Strecke in Europa? Das ist nicht realistisch. Wie gesagt, schau dir einmal die Netzdichte an. Wie lange braucht der Durchschnittsreisende von seinem Wohnort zum Schnellbahnhof?

      600km von München nach Berlin dauern 4 Stunden. 700km von Wenzhou nach Nanchang 10 Stunden. Gemäss deiner Argumentation belegt dies, dass China ein schlechtes Zugnetz hat?
      1 0 Melden
    • Posersalami 11.04.2018 15:00
      Highlight Ach und die Hauptstädte der beiden wichtigsten EU Länder (Paris - Berlin) ist demnach also Provinz?München - Berlin in 4h funktioniert nur, wenn man Glück hat. Und dann sind das auch nur gut 600km.

      Innerhalb der Länder gibt es ja durchaus vernünftige Verbindungen, allen voran in Frankreich. Das ist aber einfach nicht mit China vergleichbar.

      Hier sehen sie es sehr gut:

      China: https://tinyurl.com/ybmx285j
      Europa: https://tinyurl.com/yd8d35eb

      China investiert jedes Jahr 100mia in den Ausbau, nächstes Ziel sind 50 000km HGV Strecke!
      Lesen: https://tinyurl.com/y773d8r2
      0 1 Melden
  • DerSimu 09.04.2018 12:41
    Highlight "Klimazile erreichen" ist sowieso eine Utopie. Die Wirtschaft und mit ihr die Konsumenten sind dafür leider einfach zu egoistisch oder zu bequem.
    144 41 Melden
    • REZ 09.04.2018 12:58
      Highlight ....und was willst du uns damit genau sagen ????
      31 44 Melden
    • Donald 09.04.2018 13:03
      Highlight Deswegen kann die Politik ja in den Markt und die Wirtschaft eingreifen ;)
      10 11 Melden
    • grünezecke #fcksvpafd 09.04.2018 13:03
      Highlight egoistisch UND bequem
      19 3 Melden
    • DerSimu 09.04.2018 13:05
      Highlight @REZ vielleicht ist es an der Zeit, die Methoden, mit denen die Klimaziele erreicht werden wollen, zu überdenken. Strafzölle auf Benzin und Kerosin sind zwar ein guter Ansatz, aber es bringt nichts, solange die erneuerbare Energie nicht mehr gefördert wird.
      9 4 Melden
    • grünezecke #fcksvpafd 09.04.2018 13:05
      Highlight Eigenverantwortung, dass jeder mal zuerst vor der eigenen Türe kehren soll! wir alle haben eine Verantwortung unserem Planeten gegenüber und können etwas beisteuern! zB in die Berge zelten anstatt stets ins billige Thailand, mit dem Zug zur Arbeit oder Fahrgemeinschaften gründen, nicht stets das neuste Gadget, SecondHand tuts auch, auf Fleisch mal ab und zu verzichten, etcetc
      14 11 Melden
    • marcog 09.04.2018 13:12
      Highlight @Rez: Vermutlich möchte es sagen, dass wir eh ein Problem haben. Entweder wir haben in einem Jahrhundert eine Klimaerwärmung von 5 Grad, oder die Menschheit ist einfach vorher schon ausgestorben.
      3 4 Melden
    • Ollowain 09.04.2018 13:47
      Highlight Stimmt. Tierproduktkonsum wäre ein gutes Beispiel! ;)
      9 7 Melden
    • fireboltfrog 09.04.2018 14:08
      Highlight Deshalb braucht es ja regulierung! Wenn man plötzlich 500.- bezahlt um nach London zu fliegen statt 200.-, werden bestimmt viele auf den Zug umsteigen.
      11 7 Melden
    • DerSimu 09.04.2018 14:50
      Highlight @donald zu glauben, dass das was ändert ist ziemlich optimistisch, wenn nicht naiv. Dazu stecken die köpfe der politiker viel zu tief in den ärschen der lobbyisten.
      8 1 Melden
    • Silent_Revolution 09.04.2018 14:52
      Highlight Donald

      In der Theorie vielleicht, in der Praxis bestimmt die Wirtschaft über die Politik. Man muss sich nur mal in der Schweiz, die letzten parlamentarischen Vorstösse ansehen. Fast alle sind das Resultat aktivem Lobbyings. So funktioniert das weltweit wobei der Bürger über die Geldmacht der Konzerne soweit beeinflusst wird, dass er mit deren Meinung stets konform geht.
      11 1 Melden
    • The Destiny 09.04.2018 15:32
      Highlight @firebolt, solange man nicht unter 6h von Zürich nach London kommt wird das niemand machen.
      (zz. Min 11h)
      6 5 Melden
    • Pachyderm 09.04.2018 17:47
      Highlight Seltsam, im Sommer bin ich in ca. 8 h mit dem Zug nach London (Zentrum zu Zentrum). Zugegebenermassen von Bern und nicht von Zürich aus, dafür mit kleiner Pause und Imbiss in Paris. Gekostet hat das deutlich unter 100.- pro Person, wenn ich mich recht erinnere).
      4 0 Melden
  • Scaros_2 09.04.2018 12:35
    Highlight Und dann? Fliegen wir eben ab Frankfurt etc. und reisen zusätzlich noch mit dem Auto dort hin.

    Damit verlagern wir nur die Probleme
    61 77 Melden
    • Donald 09.04.2018 13:05
      Highlight Fliegen würde ja nur teurer, aber nicht verhindert. Ob die Flüge so teuer wären, dass sich ein Zug-Ticket und eine 4 stündige Anfahrt lohnen, bezweifle ich aber.
      24 4 Melden
    • icarius 09.04.2018 13:07
      Highlight Wer sagt denn dass Deutschland nicht ähnliche Massnahmen plant?
      16 8 Melden
    • icarius 09.04.2018 13:08
      Highlight Zudem würden kaum viele Leute nach Frankfurt fahren um nach Paris zu fliegen.
      23 1 Melden
    • zettie94 09.04.2018 13:14
      Highlight Wieso solltest du ab Frankfurt fliegen, wenn du genauso gut ab Zürich den Zug nehmen kannst?
      Es geht hier um Flüge innerhalb Europas!
      21 2 Melden
    • Tschodock 09.04.2018 13:25
      Highlight Genau, mit dem Auto nach Frankfurt und ab dort mit dem Flugzeug weiter nach Berlin!

      Laut Mitteilung haben 80 Prozent der Flüge aus der Schweiz einen Zielort innerhalb von Europa. Ob sich da die Fahrt nach Frankfurt lohnt?
      18 2 Melden
    • fireboltfrog 09.04.2018 14:02
      Highlight Denke nicht, das Problem ist, dass man für 200.- von Zürich nach Paris oder Venedig fliegen kann und der Zug 300.- kosted. Der Umweg über Frankfurt wäre auch ca 300.-
      4 2 Melden
    • glnb 09.04.2018 14:22
      Highlight Damit verlagerst DU die Probleme
      8 5 Melden
    • The Destiny 09.04.2018 15:37
      Highlight Der Kunde nimmt die günstigste und schnellste Option, was zz definitiv das Flugzeug ist.

      Das ganze so stark zu verteuern das sich die Zeitersparnis nicht mehr lohnt ist wohl kaum der richtige Weg.

      Können wir auch gleich schengen abschaffen wenn wir sowieso schon 6h+ unterwegs sind, die 2h mehr an der Grenze für ein Visa kann man dann ja schon fast Vernachlässigen.
      4 3 Melden

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