Schweiz
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Umweltabgabe auf Flugtickets und Kerosinsteuer – so wollen Linke die Klimaziele erreichen



HANDOUT - Undadierte Aufnahme einer Maschine der Airline EasyJet beim Start. Der britische Billigflieger Easyjet will seinen Hoehenflug am Flughafen Basel-Muelhausen fortsetzen: Fuer das laufende Jahr strebt die Airline am EuroAirport ein Wachstum um fuenf Prozent auf rund 4,8 Millionen Fluggaeste an, wie EasyJet am Mittwoch, 15 Februar 2017 bekannt gab. (HANDOUT EASYJET) *** NO SALES, DARF NUR MIT VOLLSTAENDIGER QUELLENANGABE VERWENDET WERDEN ***

Billig, aber nicht gut für die Umwelt. Bild: EASYJET

Nachtzug statt Billigflieger: Will die Schweiz die Klimaziele von Paris erreichen, muss sie Flugticketabgaben und Kerosinsteuer erheben und klimafreundliche Transportmittel wie Nachtzüge fördern. Dies verlangt eine breite Umweltallianz in einem offenen Brief.

Adressiert ist der Brief an Verkehrsministerin Doris Leuthard, verfasst wurde er von der Koalition Luftverkehr, Umwelt und Gesundheit (Klug) und von der verkehrspolitischen Organisation Umverkehr. Mitunterzeichnet haben das Schreiben über hundert Umwelt- und Verkehrsorganisationen sowie die SP, die Juso und die Grüne Partei.

Schweizerinnen und Schweizer sind laut den Unterzeichnenden doppelt so viel mit dem Flugzeug unterwegs wie die Einwohner der Nachbarländer. Dabei haben über 80 Prozent der Flüge aus der Schweiz einen Zielort innerhalb von Europa. Hier bestehe ein grosses Einsparpotenzial, heisst es im Brief, der am Montag dem Informationschef des Eidg. Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) überreicht wurde.

Eine klimafreundliche Alternative zum Flugzeug wären laut den Umweltschützern für Strecken bis zu 1500 Kilometer – etwa die Strecke von Berlin nach Rom – Nachtzüge. Doch diese leiden unter den Spottpreisen für Flugreisen. Weil sich der Betrieb von Nachtzügen immer weniger rentiert, ist das Angebot in den vergangenen Jahren immer kleiner geworden.

18 Prozent des Klimaeffekts

Die Allianz ruft in Erinnerung, dass die Vielfliegerei verheerende Auswirkungen auf das Klima hat. Der Luftverkehr sei in der Schweiz bereits für über 18 Prozent des menschengemachten Klimaeffekts verantwortlich – Tendenz steigend. Laut Prognosen werde er bis 2030 zum grössten Treiber des Klimaeffekts anwachsen.

Wolle die Schweiz dem entgegenwirken, wozu sie sich durch die Unterzeichnung des Klimaabkommens von Paris auch verpflichtet habe, müsse sie auch bei den Luftverkehrsemissionen ansetzen. Fliegen müsse teurer werden, das Zugfahren attraktiver gemacht werden.

Konkret fordert die Allianz deshalb, dass die Schweiz künftig eine Flugticketabgabe erhebt, damit sich künftig die Umweltkosten des Flugverkehrs im Preis von Flugtickets widerspiegelt. Zudem soll sie sich für eine Kerosinsteuer einsetzen. Gleichzeitig soll die Verkehrsverlagerung zum nachhaltigeren Schienenverkehr stärker gefördert werden.

Bundesrätin Leuthard solle diese Massnahmen unterstützen, vorantreiben und aktiv kommunizieren, fordern die Verfasser.

Beispiel deutsche Nachtzüge

Ein Umdenken zu bewirken, werde «sicher nicht einfach», sagte Daniel Costantino, Kampagnenleiter von Umverkehr, auf Anfrage. Er ist dennoch zuversichtlich – auch dank eines positiven Beispiels aus der jüngsten Vergangenheit.

Der Verein Umverkehr hatte sich unter anderem 2016 mit der Petition «Rettet den Nachtzug» für den Erhalt der Nachtzuglinien eingesetzt. Die Petition wurde mit 11'000 Unterschriften ans UVEK überreicht.

Den Anstoss zu dem Schreiben gab damals der Beschluss der Deutschen Bahn (DB), per Ende 2016 sämtliche Nachtzuglinien aus ihrem Angebot zu streichen. Begründet wurde dieser Schritt mit der mangelnden Rentabilität dieser Züge.

In die Bresche sprangen daraufhin die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und übernahmen fast die Hälfte des Angebots der Deutschen Bahn. Dies stimme positiv, so Costantino.

Verursacherprinzip

Die zweite Verfasserin des Briefes, die Klug, wurde im Sommer 2017 gegründet. Sie vereint verschiedene Umwelt- und Lärmschutzorganisationen und setzt sich für eine Reduktion der vom Flugverkehr verursachten Treibhausgase, Luftschadstoffe und Lärm ein.

Die Umweltbelastung durch den Flugverkehr nehme trotz technischem Fortschritt kaum ab, stellt sie fest. Das werde durch Privilegien für die Luftfahrt gefördert. Kerosin sei steuerfrei, die öffentliche Hand finanziere die Erschliessung der Flughäfen. Es sei höchste Zeit, dass sich die Behörden mit den wahren Kosten des Luftverkehrs befassten und dabei das Verursacherprinzip anwendeten. (sda)

«Ich achte auf die Umwelt – und werde dafür blöd angemacht!»

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Video: watson/Ralph Steiner, Emily Engkent

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    Alle Leser-Kommentare
  • Supertiar 09.04.2018 23:48
    Highlight Highlight Die Idee ist grundsätzlich ein Schritt in die richtige Richtung aber leider nur ein Tropfen auf den heissen Stein.

    Was sich ändern muss ist unsere Einstellung zum Fliegen und damit auch unser Verhalten. Auch wenn der Preis fürs Fliegen durch Besteuerung um einige % ansteigt, werden immer noch zahlreiche Leute für einen Wochenendtrip nach London fliegen.
    Zudem braucht es ein Umdenken nicht nur beim Fliegen!

    Leider befindet sich momentan kein Land auf dieser Welt auf dem Weg die Pariser Klimaziele zu erfüllen und das 2° Ziel wird wahrscheinlich stark überschritten.
  • 7immi 09.04.2018 20:49
    Highlight Highlight eine besteuerung des kerosins wird schwierig, dies ist international geregelt. eine flugsteuer ist aber sicher machbar. die frage ist aber, was es bringt. ein paar franken mehr halten wohl niemanden vom fliegen ab. auch preisschwankungen bei benzin und diesel ändern nicht viel. dass die technik keine co2-ersparnis bringt ist aber falsch. die emissionen pro passagier haben abgenommen (da die anzahl passagiere zugenommen hat sind die gesamtemissionen aber nur knapp zurückgegangen).
  • Bynaus @final-frontier.ch 09.04.2018 20:29
    Highlight Highlight Ich bin sofort dafür, die CO2-Abgabe auf alle Treibstoffe - inklusive Flugbenzin - auszuweiten. Langfristig bin ich weiter dafür, die CO2-Abgabe soweit zu erhöhen, bis man damit die Rückgewinnung des CO2s aus der Atmosphäre und dessen anschliessende sichere Entsorgung finanzieren kann. Gemäss ClimeWorks sollte das künftig für ca. 200 CHF/Tonne möglich sein. Bei ca. 3-4 L/100 km pro Person (und 2.5 kg CO/L) wären das für einen 1500 km Flug gerade mal 23-30 CHF. Das wäre aus meiner Sicht auch absolut okay (selbst das doppelte!). Was darüber hinausgeht, ist jedoch Zwängerei.
  • Lusch 09.04.2018 20:19
    Highlight Highlight Aha, aus dieser Überschrift lese ich das nur die Linken ein Interesse am Umweltschutz haben, allen anderen ist er also Sch.....egal oder was?
    • cheeky Badger 09.04.2018 21:27
      Highlight Highlight Den Rechten und wirtschaftlich Liberalen scheint er tatsächlich sehr wenig zu bedeuten. Leider.
    • Juliet Bravo 09.04.2018 21:31
      Highlight Highlight Ist doch so, dass wenns um die Wurst geht fast nur Linke sich dafür einsetzen.
    • Watson=Propagandahuren 10.04.2018 20:03
      Highlight Highlight Jaja diese selbstdeklarierten Linken die überall mehr Gesetze und weniger Rechte für andere fordern und dann für den Wochenendtrip ins hippe Berlin fliegen.
      Echte Umweltschützer sind das ;)
  • Nelson Muntz 09.04.2018 19:39
    Highlight Highlight Das gilt dann aber auch für Flüge ins Aryuveda Camp in Kerala oder für die Wanderferien in Costs Rica!
  • Don Alejandro 09.04.2018 18:34
    Highlight Highlight Vernünftig und überfällig.
  • MacB 09.04.2018 17:31
    Highlight Highlight Absolut richtig und wie Posersalami es schreibt: Man hätte schon vor Jahrzehnten die Metropolen mit Hochgeschwindigkeitszügen verbinden sollen.

    Nur ist eine Kerosinbesteuerung in der SChweiz recht sinnlos. Dann fliegt man halt ab Friedrichshafen und das ganze ist ausgehebelt. Da brauchts schon gesamteuropäische Lösungen.
    • Pogon 09.04.2018 22:53
      Highlight Highlight Stimmt!

      Aber wir dürften trotzdem mal die ersten sein.
  • pedrinho 09.04.2018 16:54
    Highlight Highlight Ich fahr gerne mit den nachtzuegen (schlafwagen) durch europa, ich habe genug zeit, allerdings nervt es manchmal, wenn ich 2-3 mal umsteigen muss und ein direktflug nur etwa die haelfte kosten wuerde.

    ...und die zuege fahren natuerlich umweltneutral, nur mit "gruener" energie, die umwelt wird nicht belastet etc. pp.

    Hab ichs eilig, klar fliege ich dann. Abgesehen preis/km und enrgieverbrauch/km immer noch besser als wuerde ich selbst mit meinm auto fahren.

    PS.
    Ein vollkostenvergleich flug/auto/bahn dazu die umweltbelastung findet sich selbst mit mehreren suchmaschinen nicht.
    • Acappucci Stefan Shabbes 09.04.2018 19:54
      Highlight Highlight Vergleich z.B. hier:
      https://goo.gl/images/ik4wJW
      in punkto CO2-Ausstoss schneidet das Auto einiges besser ab, zumal das CO2 auf 10'000m Höhe auch viel klimawirksamer ist als in Bodennähe, wo es von der Pflanzenwelt eher wieder in O2 umgewandelt wird, als dass es Wolken bildet und so den Treibhauseffekt begünstigt.
  • Pius C. Bünzli 09.04.2018 15:56
    Highlight Highlight Da müssen die Preise aber extrem angepasst werden. Wenn der Zug bis Basel teurer ist als der Flug nach Hamburg nimmt kein Mensch den Nachtzug. Sogar Flugängstler werfen sich Pillen ein und steigen in die Boeing bei so einem Preisunterschied.
    • Gianni48 09.04.2018 17:47
      Highlight Highlight Im Februar 2018 bin ich mit dem ICE nach Dresden gefahren, für 128€ hin und zurück in der ersten Klasse. Der Flug hätte ein Mehrfaches gekostet, bei miniminstem Komfort. Nächste Woche fahre ich ebenfalls in der ersten Klasse nach Dortmund für 120 € hin- und zurück. Selbstverständlich kaufe ich die Tickets nicht bei der teuren SBB sondern direkt Online bei der DB, nach Österreich bei der ÖBB.
      Fliegen ist eindeutig zu teuer und schadet extrem der Umwelt, inkl. Sardinenkomfort. Ich geniesse lieber den Komfort in der ersten Klasse der Bahn und geniesse die schönen Landschaften.
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 09.04.2018 15:30
    Highlight Highlight Warum ist der Zug teurer? Ist er eventuell gar nicht so umweltfreundlich, da bei Vergleichen das Schienennetz «vergessen» wird?
    • fireboltfrog 09.04.2018 16:06
      Highlight Highlight Der Zug soll nicht bevorzugt werden, sondern eine Treibstoff steuer erhoben werden, dann trifft es die verursacher.

      Aber ja der Zug ist nicht perfekt, trozdem mit abstand das energie effizienteste was hier heute haben.
  • olllli 09.04.2018 14:25
    Highlight Highlight Allein die 15 größten Schiffe der Welt stießen pro Jahr so viele Schadstoffe aus wie 750 Millionen Autos, so der NABU (Naturschutzbund Deutschland).Und der Schwefelausstoß dieser Wagenmenge (knapp 90.000 Tonnen) würde von nur 24 Containerschiffen egalisiert, hat die die in den Niederlanden ansässige DK-Group Marine Industry Innovators ermittelt. Sie kommt auch zu dieser Aussage: Der Schwefelausstoß der Schifffahrt beträgt „das 97-fache der kommerziellen Flugzeugflotte.“ Aber so was interessiert uunsere Naturschützer ja nicht, ist ja nicht unsere Luft und Luft zirkuliert ja sowieso nicht.......
    • Karoon 09.04.2018 15:33
      Highlight Highlight Und was willst du damit sagen? Etwas Negatives damit begründen, dass bereits Negatives existiert? Klingt nach dem Motto: "Weil ich von meinem Vater geschlagen wurde, schlage ich auch mein Kind."
    • fireboltfrog 09.04.2018 16:09
      Highlight Highlight Ja auf internationales Gewässer macht jeder was er will. Wir müssen da anpacken wo wir es können. Wir könnten ja von fracht die in die Schweiz kommt verlangen, dass sie CO2 kompensiert ist wäre besser als jeder Zoll.
    • ARoq 09.04.2018 16:47
      Highlight Highlight Klimaschutz und Umweltschutz sind unterschiedliche Probleme die unterschiedliche Lösungen verlangen.
      Hier geht es um den Flugverkehr und da ist das Hauptproblem CO2 (Klimaschutz).
      Beim interkontinentalen Schiffsverkehr ist das Hauptproblem hingegen die Umweltverschmutzung (u.A. Schwefelemissionen).
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fischra 09.04.2018 14:20
    Highlight Highlight Wir preisen jeden Tag die errungenschaften der Technik im Bereich Mobilität. Was wir aber vergessen ist dass viele dieser Errungenschaften eines gemeinsam haben. Sie stinken. Wenn wir davon wegkommen wollen braucht es alternativen bei den Antrieben. Züge sibd aktuell das einzig professionell nutzbare um Massen zu bewegen. Dann sollten wir das Nurzen nach Möglichkeit. Irgebdwann sind die Autos, Flugzeuge und Schiffe dann auch Elektrisch und es stinkt nicht mehr in der Umwelt. Es wird spannend.
    • Trooper 09.04.2018 22:37
      Highlight Highlight Genau und der dazu nötige Strom wird aus Luft und Liebe anstatt AKWs, Kohle und Gas gewonnen.
    • Fischra 10.04.2018 19:57
      Highlight Highlight Trooper: ich habe geschrieben „irgendwann“. Dies aus dem Grund weil sicher die Zeit kommt wo wir genügend Strom Produzieren können ohne uns in Lebensgefahr zu bringen. Strom wird im Übrigen schon jetzt aus vielen anderen Elementen wie Atom, Kohle und Gas gewonnen.
  • grandvlad 09.04.2018 14:18
    Highlight Highlight Tja und wieviele Leute aus den Nachbarländer steigen in Zürich oder Basel ein - sind also nicht nur Schweizer ;)
    Nachtzüge wurden vor der Vielfliegerei abgesetzt und durch teure Hotelzüge zb. Strecke Zürich -Barcelona ersetzt. Früher konnten wir in "Normalen"Zügen mit normalen Sitzplätzen oder Couchet reisen. Hätte der Bahnverkehr dies mal so gelassen ;)
  • fireboltfrog 09.04.2018 14:06
    Highlight Highlight Steuern auf Kerosin sind schon längst fällig. Evt. müsste man sie über mehrere Jahre langsam einführen, damit es keinen zu grossen Aufschrei gibt (die Bahn hat ja auch nicht von heute auf morgen Züge bereit). Und klar schadet es dem wirdschafstabdort Schweiz, aber unser Lebensraum sollten wir dafür nicht komplett zerstören.
  • Patho 09.04.2018 14:03
    Highlight Highlight Und wieder einmal wäre ein Kompromiss angebracht. So könnte man auch einfach eine Umweltabgabe auf Europaflügen bis 2h anwenden, denn diese Flüge sind tatsächlich vermeidbar. Nach Lissabon oder Istanbul ist es aber schlicht nicht tragbar auf eine Zugverbindung zu wechseln.
  • Matthias Ott (1) 09.04.2018 14:02
    Highlight Highlight Da haben die Linken und Grünen wieder einmal bis weit ins bürgerliche Lager hinein Unterstützung. Z.B. mich.

    Bitte schaut einfach, dass das Ganze einigermassen haushaltsneutral durchgezogen wird und das Geld nicht zur Subventionierung des Energieverbrauchs verschwendet wird.
    • Idrisi 09.04.2018 20:43
      Highlight Highlight Ich finde sogar als Sozi haushaltsneutrale Lenkungsabgaben sexy.

      In Basel gibt es das auf dem Energieverbrauch. Das Geld fliesst in einen Topf und wird pro Kopf mit fixem Betrag zurückerstattet. Wer wenig Energie braucht kriegt Netto zurück. Der administrative Aufwand für die Verteilung ist <1%. Wäre für mich ein guter Kompromiss und super effizient weil voll automatisierbar.
  • kettcar #lina4weindoch 09.04.2018 13:59
    Highlight Highlight Könnte ich zum gleichen Preis wie ich in 2h nach Wien fliege, im Nachtzug nach Wien liegen, ich würde es sofort vorziehen. Das heißt, entweder ist der Flug zu billig oder der Zug zu teuer. So oder so: richtige stossrichtung.
    • purpletrain 09.04.2018 17:22
      Highlight Highlight Der Sitzplatz Zürich-Wien kostet mich bei der ÖBB jeweils 39€. Im Nachtzug sind für die Liege 50€ oder fürs Bett 90€ zusätzlich fällig. Grüsse von einem der regelmässig nach Wien fährt.
    • Alnothur 09.04.2018 18:42
      Highlight Highlight Liegewagenplatz 100.- mit Frühstück, Couchette für 45.- im Nachtzug. Und das sind Preise ohne Halbtax, GA u.ä.

      Wer sich das nicht leisten kann, sollte vielleicht andere Prioritäten setzen im Leben...
    • kettcar #lina4weindoch 09.04.2018 21:18
      Highlight Highlight Zugegeben, ne Weile her bei mir. Dann wurde das wohl eher besser als schlechter. Hab den Wiener Walzer nur damals fürs Sziget benutzt. Für die paar mal Wien war der Flug immer ca. halb so teuer. Wobei ich - selber schuld - über SBB geschaut hab. Allerdings bin ich mit dem damals neuen Railjet mal tagsüber nach Wien in der ersten. War nett, aber ziemlich teuer.
      Alnothur: über meine Prioritäten und darüber, was ich mir leisten kann muss nur ich mir sorgen machen. Danke.
  • Snowy 09.04.2018 13:38
    Highlight Highlight Auch wenns niemand gerne hört: Umweltschutz muss (auch) über den Preis gehen.

    Solange man für CHF 80.- nach Barcelona fliegen kann (und damit mehr schädliche Klimagase ausstösst, wie für den 1 stündigen Arbeitssweg das ganze Jahr über) , sind die Klimaziele nicht zu erreichen.

    Ja, ist unfair vs Geringverdienern, aber es gibt nirgendwo ein Recht auf Kurzurlaub mit dem Flugzeug. Sehr wohl haben aber unsere Kinder aber ein Recht auf saubere Luft und gutes Trinkwasser.

    https://www.watson.ch/Schweiz/Umwelt/589398680-Fuer-27-Franken-nach-Berlin--So-teuer-muesste-dein-Flug-eigentlich-sein
    • Watson=Propagandahuren 09.04.2018 19:08
      Highlight Highlight "Ja, ist unfair vs Geringverdienern, aber es gibt nirgendwo ein Recht auf Kurzurlaub mit dem Flugzeug"
      Ausser für die die es sich leisten können.
      Super Sache.
    • Snowy 10.04.2018 10:09
      Highlight Highlight Nein, keine super Sache.
      In einer idealen Welt, könnten auch Geringverdiener überall hinreisen wo sie wollen.
      Problem: Was gratis oder sehr billig ist, wird verschwendet. Ist übrigens auch DAS Hauptproblem im Umgang mit der Ressource Wasser*.

      Bis wir das Problem gelöst haben, dass durch Billigstflugpreise für alle Menschen unser Ökosystem kollabieren würde/wird, entscheide ich mich für die bessere der beiden schlechten Optionen: Höhere Flugpreise.

      * Ja, Wasser ist ein Menschenrecht - aber nur die 60 L welche pro Tag für Körperhygiene, Mahlzeiten und Trinkwasser benötigt werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • mikel 09.04.2018 13:29
    Highlight Highlight Finde ich gut, Fliegen soll wieder ein kleiner Luxus werden. Flugzeuge sind eine tolle Erfindung, aber es geht einfach nicht, dass wir 3x im Jahr überallhin fliegen. Allerdings sind das ja alles nur Vorschläge und ich mach mir keine Illusionen über die Umsetzung. Da brauchts wohl noch etwas Geduld, auch wenn wir eigentlich schon bestens Bescheid wissen...
  • Gelöschter Benutzer 09.04.2018 13:18
    Highlight Highlight Ich bin absolut bereit fürs Fliegen mehr zu bezahlen, steige eh "nur" alle 2 Jahre ins Flugzeug. Und die Schnäppchenjäger, die für 1-2 Tage just for fun durch Europa jetten wirds abschrecken.
    Alle Probleme sind sicher nicht damit gelöst aber es ist ein Anfang.
  • derEchteElch 09.04.2018 13:11
    Highlight Highlight „so wollen Linke die Klimaziele erreichen“

    Danke! Wieder ein Thema, bei dem ich den Linken meine volle Unterstützung und Zustimmung aussprechen kann. Ich hoffe da tut sich endlich etwas! 👏
  • Donald 09.04.2018 13:07
    Highlight Highlight Alternative Idee: Leere Sitzplätze in Flugzeugen, Zügen und Autos besteuern. Denn diese sind ja am ineffizientesten.

    Gefüllte Sitze bringen ja offensichtlich einen Mehrwert, sonst wäre der Reisende ja nicht da.
  • glointhegreat 09.04.2018 13:04
    Highlight Highlight Ich möchte die grünen und die SP ja mal sehen wenn sie "das Verursacherprinzip" bei der SBB umsetzen würden ob sie dann immer noch so gerne ein GA kaufen würden wenn es dann plötzlich 15000.- oder mehr kostet. Eisenbahnen können bei uns nicht wirtschaftlich betrieben werden und sind zudem starr. Man sollte die Strassen und Flughäfen ausbauen und besser Geld in neue Technologien stecken. Die Bahn ist ein Auslaufmodell.
    • SanVilano 09.04.2018 19:00
      Highlight Highlight Was wenn die Autobahnvignette plötzlich 2000.- kosten würde?
    • glointhegreat 09.04.2018 19:45
      Highlight Highlight @sanvilano Das macht überhaupt keinen sinn. Ohne strassen geht es nicht oder möchtest du einen bahnanschluss zu jedem haus und jedem noch so abgelegenen bergdorf? Strassen sind die pulsadern der wirtschaft. Auch die lebensmittel oder medikamente die du kaufst werden auf der strasse befördert. Hast du schon mal einen krankenwagen oder polizei auf der schiene gesehen? .... Strassen sind anders als die bahnd zwingend nötig für eine funktionierende infrastruktur. Die autobahnen bezahlt jeder sowieso mit den steuern. Ich wäre dafür die vignette komplett abzuschaffen. Es kämen auch mehr touristen.
  • Posersalami 09.04.2018 12:44
    Highlight Highlight "Dabei haben über 80 Prozent der Flüge aus der Schweiz einen Zielort innerhalb von Europa. "

    Was für ein Versagen der Gesellschaft in Europa. Man hätte vor Jahrzehnten ein richtiges Hochgeschwindigkeitsnetz für Züge bauen müssen wie in Japan. Mit Zügen die mit 500-600 km/h zumindest die Hauptstädte und Wirtschaftszentren miteinander verbinden. Dann könnte man locker von zB. Madrid nach Zürich mit dem Zug fahren. Die 1200km könnte man mit so einem Zug sicher in 2.5-3h zurück legen, womit man gegenüber einem Flieger sogar noch Zeit sparen würde..
    • anon 09.04.2018 13:26
      Highlight Highlight Die Züge in Japan verkehren mit 270 km/h... Die Maglevzüge werden frühestens 2027 zwischen Tokyo und Osaka eingesetzt. Ausserdem funktioniert das Netz primär so gut, weil es von nur einem einzigen Zugtyp befahren wird. Ein solches Hochgeschwindigkeitsnetz für Europa wäre ein Prestigeprojekt, das unglaublich teuer zu warten wäre und sich nur für sehr wenige Strecken rentieren würde.

      Kurzstrecken können früher oder später auch mit Elektromotoren geflogen werden. Dies ist weitaus ökonomischer und auch ökologischer.
    • Donald 09.04.2018 14:50
      Highlight Highlight Auch in Japan gibt es sind von jeder Stadt eine Direktverbindung in jede andere Stadt. Deine Zeitberechnung is völlig utopisch. Und auch in Japan sind Inlandflüge eine gänge Reiseform. Auch zwischen grossen Zentren...
    • Posersalami 09.04.2018 15:37
      Highlight Highlight @ anon: In Japan investieren die Airlines bereits in den Zug und streichen Inlandsflüge. Soviel dazu.

      Ihre Behauptung, das man ja mit E-Flugzeugen Distanzen viel effizienter überbrücken kann, ist Unsinn. Kein Massentransportmittel ist derart effizient wie die Bahn. https://www.co2online.de/klima-schuetzen/mobilitaet/bahn-oder-flugzeug-der-vergleich/

      Dazu kommt, das man am Bahnhof jeweils im Zentrum der Stadt ankommen würde und nicht am Flughafen, die meistens 1h und mehr ausserhalb sind aus guten Gründen.

      Ihre Aversion gegen den Zug ist reine Ideologie.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerSimu 09.04.2018 12:41
    Highlight Highlight "Klimazile erreichen" ist sowieso eine Utopie. Die Wirtschaft und mit ihr die Konsumenten sind dafür leider einfach zu egoistisch oder zu bequem.
    • REZ 09.04.2018 12:58
      Highlight Highlight ....und was willst du uns damit genau sagen ????
    • Donald 09.04.2018 13:03
      Highlight Highlight Deswegen kann die Politik ja in den Markt und die Wirtschaft eingreifen ;)
    • grünezecke #fcksvpafd 09.04.2018 13:03
      Highlight Highlight egoistisch UND bequem
    Weitere Antworten anzeigen
  • Scaros_2 09.04.2018 12:35
    Highlight Highlight Und dann? Fliegen wir eben ab Frankfurt etc. und reisen zusätzlich noch mit dem Auto dort hin.

    Damit verlagern wir nur die Probleme
    • Donald 09.04.2018 13:05
      Highlight Highlight Fliegen würde ja nur teurer, aber nicht verhindert. Ob die Flüge so teuer wären, dass sich ein Zug-Ticket und eine 4 stündige Anfahrt lohnen, bezweifle ich aber.
    • icarius 09.04.2018 13:07
      Highlight Highlight Wer sagt denn dass Deutschland nicht ähnliche Massnahmen plant?
    • icarius 09.04.2018 13:08
      Highlight Highlight Zudem würden kaum viele Leute nach Frankfurt fahren um nach Paris zu fliegen.
    Weitere Antworten anzeigen

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