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FILE - In this June 7, 2009, file photo, Switzerland's Roger Federer kisses his trophy after defeating Sweden's Robin Soderling in their men's singles final match of the French Open tennis tournament in Paris, France. Roger Federer says he won't play in the French Open and instead prepare to play on grass and hard courts later this season. Federer posted a message entitled

Nur einmal durfte Roger Federer bisher die Coupe des Mousquetaires bei der Siegerehrung küssen. Bild: AP/AP

Federers heisser Sand-Flirt: «Es ist mein Traum, Roland Garros noch einmal zu gewinnen»

Vor drei Jahren spielte Roger Federer letztmals bei den French Open in Paris. Nun nährt er die Hoffnungen des französischen Publikums auf eine Rückkehr.

simon häring / norwestschweiz



Ein Mikrofon hier, eine Selfie da, eine Frage dort. Bei den Laureus World Sports Awards in Monte Carlo, im mondänen «Salle des Etoiles», dem Saal der Sterne, auf der Larvotto-Halbinsel, steht er im Mittelpunkt.

Er wird für das Comeback des Jahres geehrt und zum fünften Mal nach 2004 bis 2007 zum Weltsportler des Jahres gekürt. Kein Athlet vor ihm wurde im gleichen Jahr in zwei verschiedenen Kategorien mit dem «Sport-Oscar» geehrt.

epa06569205 Swiss tennis player Roger Federer poses with the 'Sportsman Award' and 'Comeback Awards' at the 2018 Laureus World Sports Awards in Monaco, 27 February 2018. The annual Laureus Awards are held to honor people whom make a notable impact and remarkable accomplishments in the world of sport throughout the year.  EPA/SEBASTIEN NOGIER

Federer, der alte Spassvogel mit seinen diesjährigen Laureus-Trophäen für den Weltsportler- und Comeback-Titel. Bild: EPA/EPA

Warum Federer über allen steht

Gewählt von Miguel Indurain, von Martina Navratilova, von Boris Becker. Federer ist dort nur eine von vielen Ikonen der Sportgeschichte; und offenbar doch viel mehr. Der italienische Journalist Fabrizio Biasin beschreibt das am Tag danach so: «Federer schüttelte Hände. Er umarmte Leute, machte Selfies, sprach mit jedem. Und er lächelte immer. Den ganzen Abend.»

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Es waren auch andere da: ein grosser Radchampion. Er sagte: «Hört auf mit den Fotos, ich muss gehen.» Nicht Federer. Jetzt verstehe er, wieso Federer über allen stehe.

Fabrizio Biasin über Roger Federer.

Federer, und das ist nicht neu, fühlt sich auf dem Roten Teppich so wohl wie auf einem Tennisplatz. Er parliert mit Staatschefs ebenso entspannt wie mit seinen Anhängern, die zuweilen in Tränen ausbrechen und sprachlos werden, wenn sie ihm begegnen.

Er hat, so wird es oft beschrieben, die Gabe, jedem seiner Gesprächspartner das Gefühl zu geben, dass jetzt nur dieser Moment und seine Geschichte zählen. Dabei geht fast unter, was Federer in eines der vielen Mikrofone sagte, das ihm an diesem Tag vor die Nase gehalten wurde.

Die Tür zu den French Open ist aufgestossen

Wieder einmal ging es darum, worum es seit seit Wochen geht: die Sandsaison. Und ob er auf seiner schwächsten Unterlage spielen würde. Federer sagte, er werde sich erst Ende April entscheiden. «Bis dahin wird noch viel Tennis gespielt.» Sein Hauptziel im Sommer bleibt Wimbledon, wie der 20-fache Majorsieger ergänzt.

ZUM MAENNER-FINAL AN DEN AUSTRALIAN OPEN 2017 ZWISCHEN ROGER FEDERER UND RAFAEL NADALSTELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Spain's Rafael Nadal, right, and Switzerland's Roger Federer hold their trophies after their men's final match of the French Open tennis tournament, Sunday, June 8, 2008 at the Roland Garros stadium in Paris. Nadal won. (KEYSTONE/AP Photo/Christophe Ena)

So demontiert wie im Final 2008 beim French Open wurde Roger Federer sonst nie: 1:6, 3:6, 0:6 gegen Rafael Nadal.  Bild: AP

Und doch stiess er, gekleidet in Frack und mit Fliege, eine Tür weit auf, die bisher verschlossen schien, als er sagte: «Es ist mein Traum, in Roland Garros noch einmal zu gewinnen. Noch einmal diese Emotionen von 2009 zu erleben.» Damals hatte er seinen Karriere-Grand-Slam komplettiert.

Federer an den Laureus World Sports Awards.

Frankreich war für ihn schon immer Schauplatz grosser Emotionen. 2000 verlor er in Marseille seinen ersten ATP-Final gegen Landsmann Marc Rosset und weinte danach bittere Tränen, weil er dachte, es sei vielleicht seine einzige Chance gewesen.

2009, als er schon fast selber nicht mehr daran geglaubt hatte, gewann er im 13. Anlauf erstmals in Roland Garros. Vier Mal war er zuvor an Rafael Nadal gescheitert, drei Mal im Final. Letztmals spielte Federer 2015 bei den French Open. 2016 fehlte er verletzt, im Vorjahr verzichtete er.

In Indian Wells muss Federer die Halbfinals erreichen

Inzwischen ist Roger Federer in den USA, wo er ab kommender Woche in Indian Wells als Titelverteidiger antritt. Obwohl Rafael Nadal (32, ATP 2) fehlt, muss der Baselbieter dort die Halbfinals erreichen, um die Führung in der Weltrangliste über den 19. März hinaus zu verteidigen. Der Draw in der Wüste findet in der Nacht auf morgen Dienstag statt.

Roger Federer, of Switzerland, poses with his trophy and the Swiss flag after defeating Stan Wawrinka, also of Switzerland, in their final match at the BNP Paribas Open tennis tournament, Sunday, March 19, 2017, in Indian Wells, Calif. (AP Photo/Mark J. Terrill)

Roger Federer gewann Indian Wells 2017. Bild: AP/AP

Doch in Frankreich ist das derzeit nur eine Randnotiz, zu emotional wäre die Rückkehr nach Paris. Dass sein Ausrüster Nike am Sonntag das Outfit präsentierte, das Federer während der Sandsaison tragen soll, werten viele als weiteres Indiz.

Federer Sand 2018 nike

So würde Roger Federer angeblich spielen, wenn er auf Sand antritt. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • Toerpe Zwerg 05.03.2018 21:58
    Highlight Highlight Irgendwo im Hinterkopf von Federer schwirrt auch noch der Grand Slam ...
  • John Mircovic 05.03.2018 18:39
    Highlight Highlight The GOAT 🐐
  • chnobli1896 05.03.2018 14:38
    Highlight Highlight Tu es, gewinn es und zeig es Allen. Am besten gegen Nadal im Finale! Das wäre ein Traum.
  • birdiee 05.03.2018 14:05
    Highlight Highlight Einfach nicht verletzen, damit Wimbledon in Gefahr geraten könnte...

    Aber einige Matches in unserer Zeitzone wären auf jeden Fall cool!

«Diese Ekstase macht süchtig» – Federer holt den neunten Titel in Basel

Roger Federer (ATP 3) ist nicht ganz Hundert. An den Swiss Indoors in Basel feierte er seinen 99. Turniersieg, den 9. in Basel und den 4. hintereinander. Den Final gegen Marius Copil (ATP 93) gewann Federer nach Rückstand in beiden Sätzen in 94 Minuten 7:6 (7:5), 6:4.

Die Siegerehrung zog sich in die Länge. Roger Federer dankte allen - in englisch, französisch und schweizerdeutsch. Er verdrückte am Ende Freudentränen und meinte, er sei der glücklichste Mensch der Welt. Federer war bewegt und bewegte die Massen. «Es ist immer sehr emotional hier», so Federer.

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