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Andri Ragettli fährt nur auf Rang 7 und kann seine Enttäuschung nicht verbergen.  Bild: AP/AP

«Dann gewinne ich das Zeug halt später!» Ragettli und Co. gehen beim Slopestyle leer aus

Die Schweizer Ski-Freestyler verpassen im Slopestyle der Männer eine weitere Medaille. Andri Ragettli, Elias Ambühl und Jonas Hunziker müssen sich im Final mit den Plätzen 7, 9 und 10 begnügen.

Publiziert: 18.02.18, 07:11 Aktualisiert: 18.02.18, 10:09

Die Schweizer Ski-Freestyler hatten im Vorfeld des Slopestyle-Wettkampfs in Bokwang weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Zuerst ging ein Video viral, das Fabian Bösch zeigte, wie er sich einhändig auf der Aussenseite einer Rolltreppe hochziehen liess oder wie sie auf einem Gabelstapler «Cool Runnings» imitierten, dann erkrankten Bösch und Elias Ambühl am Norovirus und wurden vorübergehend vom Team getrennt.

Andri Ragettli:

«Roger Federer ist mein grosses Vorbild. Er hat auch erst mit 22 sein erstes Grand-Slam-Turnier gewonnen. Und so mache ich das mit Olympia jetzt auch, ich gewinne dieses Zeug jetzt einfach später.»

Andri Ragettli fliegt gekonnt über den Kicker, leider zeigte er zu wenig Konstanz.  Bild: AP/AP

Im Wettkampf zeigten die Schweizer auch ihre sportlichen Fähigkeiten, zu einem Exploit wie bei den Frauen, als es Gold und Silber gab, reichte es allerdings nicht. Trotz guter Leistungen konnten Ragettli und Co. in den Kampf um die Medaillen nicht eingreifen, was zumindest für den 19-Jährigen aus Flims eine grosse Enttäuschung war. In der Qualifikation hatte Ragettli noch Platz 2 belegt, letztlich musste er sich mit dem 7. Rang und einem Diplom begnügen.

Andri Ragettli:

«Es war ein mega hohes Niveau. Heute war leider nicht mein Tag. Ich habe im ersten Run etwas gar wenig Punkte bekommen. Ich versuchte mehr zu zeigen, aber das hat dann leider nicht funktioniert.»

Andri Ragettli bleibt im Interview ein cooler Hund. bild: screenshot srf

Traumlauf von Braaten

Gold ging an den Norweger Oystein Braaten, der gleich im ersten Finaldurchgang mit 95 Punkten die Siegesmarke setzte. Silber holte der Amerikaner Nick Goepper, der vor vier Jahren Bronze gewonnen hatte. Dritter wurde der Kanadier Alex Beaulieu-Marchand.

Der Goldrun des Norwegers Oystein Braaten.

Obwohl Edelmetall verpasst wurde, rehabilitierten sich die Schweizer für das schwache Abschneiden vor vier Jahren, als bei der olympischen Slopestyle-Premiere keiner den Einzug in den Final geschafft hatte. Als einziger der vier Swiss-Ski-Starter verpasste Fabian Bösch den Sprung in die Top 12. Der 20-jährige Engelberger, der am Norovirus erkrankt war, brachte keinen der beiden Läufe ohne groben Schnitzer ins Ziel.

Neben Bösch schafften auch weitere Mitfavoriten den Sprung in den Final nicht. Der schwedische X-Games-Sieger Henrik Harlaut und der amerikanische Weltmeister McRae Williams verabschiedeten sich vorzeitig. (pre/sda)

Die erfolgreichsten Winter-Olympioniken aller Zeiten

Rang 36: Simon Ammann (Schweiz), Skispringen – 4x Gold (2002 und 2010). KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA BELLA
Rang 36: Dario Cologna (Schweiz), Langlauf – 4x Gold (2010 bis 2018). KEYSTONE / JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Rang 36: Thomas Wassberg (Schweden), Langlauf – 4x Gold (1980 und 1984). KEYSTONE / ANONYMOUS
Rang 35: Chun Lee-kyung (Südkorea), Shorttrack – 4x Gold, 1x Bronze (1994 und 1998).
Rang 27: Hayley Wickenheiser (Kanada), Eishockey – 4x Gold, 1x Silber (1998 bis 2014). AP / JULIE JACOBSON
Rang 27: Alexander Tichonow (Sowjetunion), Biathlon – 4x Gold, 1x Silber (1968 bis 1980).
Rang 27: Nikolai Simjatow (Sowjetunion), Langlauf – 4x Gold, 1x Silber (1980 und 1984).
Rang 27: Matti Nykänen (Finnland), Skispringen – 4x Gold, 1x Silber (1984 und 1988).
Rang 27: André Lange und Kevin Kuske (Deutschland), Bob – 4x Gold, 1x Silber (2002 und 2010). AP / Michael Sohn
Rang 27: Johann Olav Koss (Norwegen), Eisschnelllauf – 4x Gold, 1x Silber (1992 und 1994).
Rang 27: Jayna Hefford (Kanada), Eishockey – 4x Gold, 1x Silber (1998 bis 2014). AP/AP / Petr David Josek
Rang 27: Jewgeni Grischin (Sowjetunion), Eisschnelllauf – 4x Gold, 1x Silber (1956 bis 1964).
Rang 25: Wang Meng (China), Shorttrack – 4x Gold, 1x Silber, 1x Bronze (2006 und 2010). AP/AP / Igor Yakunin
Rang 25: Gunde Svan (Schweden), Langlauf – 4x Gold, 1x Silber, 1x Bronze (1984 und 1988).
Rang 24: Janica Kostelic (Kroatien), Ski alpin – 4x Gold, 2x Silber (2002 und 2006). EPA AFPI / DON EMMERT
Rang 23: Ivar Ballangrud (Norwegen), Eisschnelllauf – 4x Gold, 2x Silber,1x Bronze (1928 bis 1936).
Rang 20: Galina Kulakowa (Sowjetunion), Langlauf – 4x Gold, 2x Silber, 2x Bronze (1968 bis 1980).
Rang 20: Sven Fischer (Deutschland), Biathlon – 4x Gold, 2x Silber, 2x Bronze (1994 bis 2006). AP / MICHAEL PROBST
Rang 20: Kjetil André Aamodt (Norwegen), Ski alpin– 4x Gold, 2x Silber, 2x Bronze (1992 bis 2006). KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA VALLE
Rang 19: Sven Kramer (Holland), Eisschnelllauf – 4x Gold, 2x Silber, 3x Bronze (2006 bis 2018). EPA/EPA / JEON HEON-KYUN
Rang 17: Emil Hegle Svendsen (Norwegen), Biathlon – 4x Gold, 3x Silber, 1x Bronze (2010 bis 2018). EPA / VALDRIN XHEMAJ
Rang 17: Rico Gross (Deutschland), Biathlon – 4x Gold, 3x Silber, 1x Bronze (1992 bis 2006).
Rang 16: Sixten Jernberg (Schweden), Langlauf – 4x Gold, 3x Silber, 2x Bronze (1956 bis 1964).
Rang 15: Raissa Smetanina (Sowjetunion/GUS), Langlauf – 4x Gold, 5x Silber, 1x Bronze (1976 bis 1992).
Rang 14: Eric Heiden (USA), Eisschnelllauf – 5x Gold (1980). KEYSTONE / ANONYMOUS
Rang 13: Bonnie Blair (USA), Eisschnellauf – 5x Gold, 1x Bronze (1988 bis 1994). AP NY / THOMAS KIENZLE
Rang 12: Thomas Alsgaard (Norwegen), Langlauf – 5x Gold, 1x Silber (1994 bis 2002). AP NY / THOMAS KIENZLE
Rang 10: Clas Thunberg (Finnland), Eisschnelllauf – 5x Gold, 1x Silber, 1x Bronze (1924 und 1928).
Rang 10: Larissa Lasutina (GUS/Russland), Langlauf – 5x Gold, 1x Silber, 1x Bronze.
Rang 9: Martin Fourcade (Frankreich), Biathlon – 5x Gold, 2x Silber (2010 bis 2018). EPA/EPA / GUILLAUME HORCAJUELO
Rang 8: Claudia Pechstein (Deutschland), Eisschnelllauf – 5x Gold, 2x Silber, 2x Bronze (1992 bis 2006). AP/AP / Peter Dejong
Rang 7: Ireen Wüst (Niederlande), Eisschnelllauf – 5x Gold, 5x Silber, 1x Bronze (2006 bis 2018). EPA/NTB SCANPIX / FREDRIK VARFJELL
Rang 6: Lidija Skoblikowa (Sowjetunion), Eisschnelllauf – 6x Gold (1960 und 1964).
Rang 5: Viktor Ahn (Südkorea, Russland), Eisschnelllauf – 6x Gold, 2x Bronze (2006 bis 2014). AP / DAVID J. PHILLIP
Rang 4: Ljubow Jegorowa (GUS, Russland), Langlauf – 6x Gold, 3x Silber (1992 und 1994)
Rang 3: Björn Dählie (Norwegen), Langlauf – 8x Gold, 4x Silber (1992 bis 1998). Bongarts / Alexander Hassenstein
Rang 2: Ole Einar Björndalen (Norwegen), Biathlon – 8x Gold, 4x Silber, 1x Bronze (1998 bis 2014). AP / LAURENT REBOURS
Rang 1: Marit Björgen (Norwegen), Langlauf – 8x Gold, 4x Silber, 3x Bronze (2006 bis 2018). AP/AP / Dmitri Lovetsky

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