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Der Fokus der neuen Laptop-Generation liegt auf leichten, dünnen, lüfterlosen Geräten mit integrierter Mobilfunkverbindung – und längerer Akkulaufzeit.

Jetzt kommen die Laptops mit ultralanger Akkulaufzeit – dieser Trick macht's möglich

Microsoft und seine Partner haben neue Laptops präsentiert, die schnelles Internet per LTE und eine Akkulaufzeit von über 20 Stunden haben sollen – dank Smartphone-Technologie.



Wenn Windows-Entwickler Microsoft, Prozessor-Hersteller Qualcomm und Laptop-Fabrikanten wie Asus und HP gemeinsam auf einer Bühne stehen, muss die Ankündigung entsprechend wichtig sein. Tatsächlich haben die vier Firmen am Dienstagabend ihre Vision der Zukunft des Laptops präsentiert. 

Die neuen Windows-Laptops nutzen Qualcomms energiesparende ARM-Prozessoren, die in den allermeisten Android-Smartphones zum Einsatz kommen.

Das können die neuen Laptops

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HP Envy x2: Das neue Notebook sieht aus wie ein Surface Pro. Im Inneren aber arbeitet kein Laptop-Prozessor, sondern ein Smartphone-Chip.

Die neue Laptop-Generation mit Smartphone-Prozessoren zeichnet sich durch drei Hauptmerkmale aus:

Natürlich kann man auch schon heute verhindern, dass der Laptop bei Nichtgebrauch in den Schlafmodus wechselt und somit beim Aufklappen sofort einsatzbereit ist. Herkömmliche Laptops mit Intel-Prozessoren verbrauchen aber im Standby-Modus relativ viel Energie, spätestens nach ein paar Tagen ist der Akku leer, selbst wenn man das Gerät nicht genutzt hat. Die neuen Laptops mit ARM-Prozessoren sollen laut Qualcomm mit einer Akkuladung rund 30 Tage im Standby-Modus laufen.

Das sind die ersten «Always connected Laptops»

Die ersten drei Laptops von HP, Asus und Lenovo mit Qualcomms akkuschonenden ARM-Prozessoren haben die folgenden Gemeinsamkeiten: Sie sind besonders leicht, dünn, lüfterlos (sprich leise) und kommen mit integrierter Mobilfunkverbindung via eSIM oder Nano-SIM-Karte.

Als Betriebssystem ist Windows 10 S vorinstalliert, das sich für eine bestimmte Zeit gratis auf Windows 10 Pro upgraden lässt. Die Zielgruppen sind somit Laptop-Nutzer, die ein möglichst leichtes, mobiles Gerät mit LTE suchen und dafür auf maximale Geschwindigkeit verzichten können. 

HP Envy x2

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Das 12,3 Zoll grosse, ablösbare Display lässt sich wie beim Surface Pro als Tablet nutzen.

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Als Tablet ist das Envy X2 vergleichsweise gross. Für künstlerisches Arbeiten dürfte es damit aber gut geeignet sein.

Das Envy x2 von HP ist ein 6,7 Millimeter dünner und 680 Gramm leichter Laptop mit USB-C-Anschluss, der optisch stark an Microsofts Surface Pro erinnert. Zu den wichtigsten technischen Daten gehören der Snapdragon-835-Prozessor (höhere Taktrate als in Smartphones), die 4G-Mobilfunkverbindung (LTE) sowie die Akkulaufzeit von bis zu 20 Stunden. Das Envy x2 kann wie das Surface Pro optional per Stift bedient werden und soll das Anmelden bzw. Entsperren per Gesichtserkennung (Windows Hello) unterstützen. 

Das Envy x2 kann mit bis zu 8 GB RAM und 256 GB internem Speicher gekauft werden. 

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HP liefert einen Stift mit, den man zum Schreiben und Zeichnen auf dem Touchbildschirm benutzen kann.

Der Preis steht noch nicht fest und ob das Gerät überhaupt in der Schweiz angeboten werden soll, ist ebenfalls noch ungewiss.

Asus NovaGo

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Das NovaGo von Asus hat ein 13,3 Zoll grosses, um 360-Grad drehbares Display mit einer Auflösung von 1920 Mal 1080 Pixeln.

Asus gibt die Akkulaufzeit mit bis zu 22 Stunden an.

Der 1,39 Kilo schwere Laptop lässt sich per Fingerabdruck entsperren (Windows Hello) und mit umgeklapptem Display (Tablet-Modus) optional per Stift bedienen.

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Das NovaGo kommt mit bis zu 8 GB RAM und 256 GB Speicher. Als Anschlüsse stehen zwei USB-3.1-Ports sowie ein HDMI-Anschluss zur Verfügung. Weiter gibt es einen MicroSD-Kartenleser sowie einen SIM-Karten-Einschub, in den sich als Alternative zur eSIM eine herkömmliche Nano-SIM-Karte einsetzen lässt.

Asus vermarktet das NovaGo als ersten Gigabit-LTE-Laptop, der einen zweistündigen Film theoretisch in zehn Sekunden herunterladen kann – vorausgesetzt man verfügt über einen entsprechenden Internet-Anschluss.

In den USA kostet das Gerät je nach Ausstattung 600 bis 800 Dollar. Es soll auch bei uns im ersten Quartal 2018 auf den Markt kommen.

Nebst HP und Asus gehört auch Lenovo zu den ersten Herstellern von ARM-Laptops. Der erste Windows-Laptop von Lenovo mit einem Smartphone-Prozessor soll ebenfalls im ersten Quartal 2018 erscheinen.

Wo ist der Haken?

  1. Microsoft verspricht, dass alle Windows-Programme auch auf Laptops mit ARM-Prozessoren laufen. Nicht für ARM geschriebene Programme werden offenbar emuliert. ARM-Laptops sind also nicht mit dem gescheiterten Windows RT zu vergleichen, das nur Apps ausführen konnte. Microsoft hat offenbar aus alten Fehlern gelernt: Wer sich nicht mit dem Angebot aus dem Microsoft Store begnügen will, wandelt das vorinstallierte Windows 10 S einfach in Windows 10 Pro um und hat damit Zugriff auf das gesamte Angebot an Windows-Software.

    Leichtes Spiel haben Microsoft und seine Partner trotzdem nicht: Für Intel-Prozessoren optimierte Windows-Programme dürften mit den ARM-Prozessoren langsamer laufen, sofern sie nicht ebenfalls für ARM-Laptops optimiert werden. Die wichtigsten Programme werden vermutlich rasch angepasst werden, bei Software kleinerer Hersteller könnte es aber dauern. Wer einen Laptop mit ARM-Chip kauft, hat also keine Sicherheit, dass wirklich jedes Programm (sinnvoll) laufen wird.
  2. Laptops mit ARM-Prozessoren sind energiesparender, aber auch langsamer als ihre Pendants mit Intel-Prozessoren. In den ersten «Always connected PCs», wie Microsoft die neuen ARM-Laptops nennt, steckt mit dem Snapdragon 835 der gleiche Prozessor, der in den aktuellen Top-Smartphones von Samsung, Nokia oder Huawei und vielen weiteren Herstellern zu finden ist. Allerdings rechnet der Prozessor in den Laptops schneller (höhere Taktrate), da mehr Platz zur Verfügung steht und die Abwärme entsprechend weniger Probleme als in einem kleinen Handy verursacht.

    Anders gesagt: Ein Laptop mit ARM-Chip ist vermutlich etwa gleich schnell wie ein Laptop mit Intels Core-m3-Prozessor, der in günstigen Windows-Laptops und MacBooks steckt. Für einfache Büroarbeiten (Microsoft Office) ist das ausreichend, für Power-User sind ARM-Laptops aber mit grosser Wahrscheinlichkeit noch zu langsam.

    Dies könnte sich allerdings bald ändern, da Qualcomm gleichzeitig mit den neuen Laptops den neuen Prozessor Snapdragon 845 vorgestellt hat. Bereits die zweite Laptop-Generation mit ARM-Prozessoren könnte die Geräte auf ein Niveau bringen, das nahe an Intels Laptop-Prozessoren herankommt und gleichzeitig die beschriebenen Vorteile mit sich bringt: Sofort einsatzbereit, immer und überall online sowie längere Akkulaufzeit und Standbyzeit.

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