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Das ist es also: Das Surface Studio von Microsoft. Ich konnte es knapp drei Wochen ausgiebig testen. Bild: youtube/Tested

13 Dinge, die jeder Mac- und Windows-Nutzer über Microsofts neuen iMac-Killer wissen muss

Das Surface Studio ist Microsofts erster All-in-one-PC. Das Display lässt sich mühelos flach stellen und als gigantisches Zeichen-Tablet nutzen – und es hat weitere nützliche Tricks auf Lager. Was es im Alltag taugt, zeigt unser Test.



Um ein Haar wäre dieser Testbericht nie geschrieben worden. Unser Testgerät ist nämlich beim Zoll hängen geblieben, wie mir der freundliche PR-Mensch von Microsoft am Telefon erklärte. Glücklicherweise hat das fast 5000 Franken teure Technik-Wunder (wir haben die Luxus-Variante erhalten) dann doch noch den Weg zu watson gefunden.

Ob Microsofts Surface Studio nicht nur auf dem Werbeprospekt, sondern auch in der Praxis überzeugt, zeigt der folgende Erfahrungsbericht. 

Was genau ist das Surface Studio?

Das Surface Studio ist zunächst ein klassischer All-in-one-PC mit leistungsfähiger Hardware und minimalistischem Design. Das Herzstück ist ein gigantischer 28 Zoll grosser Touchscreen mit brillanten Farben, der von Grafikern, Architekten oder Ingenieuren als Zeichentablet genutzt werden kann.

Auf den ersten Blick ist das Surface Studio ein gewöhnlicher All-in-one-PC

Bild

All-in-one, die gesamte Technik steckt also im Standfuss. Dies ermöglicht einen extrem dünnen und leichten 28-Zoll-Touchscreen. Bild: the verge

Nun, nicht ganz gewöhnlich, wenn man das Scharnier für das Display etwas genauer betrachtet ...

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Das Gif zeigt, wie man den Touchscreen vom Desktop- in den Tablet- bzw. Studio-Modus bewegt.  Bild: watson

Das Scharnier erlaubt es, das Display mühelos mit einer Hand, genauer gesagt sogar mit einem Finger, von der Vertikalen in einen beliebigen flacheren Winkel zu bewegen. Das Ganze geschieht in zwei Sekunden ohne das kleinste Geräusch.

Bei einem Winkel von rund 20 Grad ist Schluss. In dieser Position ist das Display fix und man kann den Arm darauf abstützen, um bequem zu zeichnen. Ist das Display irgendwo zwischen flach und vertikal eingestellt, kann man trotzdem die Hand darauf legen, ohne dass es seine Position verändert oder wobbelt.

Der Touchscreen lässt sich mühelos flach stellen und als gigantisches Zeichentablet für Photoshop und Co. nutzen

Surface Studio Windows Computer PC

Das Surface Studio kann per Maus, Tastatur und den Fingern bedient werden, oder aber per Zeichenstift und Dial (das Puck-förmige Gerät).
Bild: watson

«Im Gegensatz zum iMac verwandelt sich das Surface Studio in ein gigantisches Zeichentablet.»

Wie gut kann man auf dem Surface Studio zeichnen?

Ich kann zwar ganz passabel schreiben, bin aber als Zeichenkünstler eine absolute Niete. Deshalb kommen an dieser Stelle Sven Rüf und Lea Senn zu Wort. Sie arbeiten als Grafiker bei watson und nutzen beruflich vor allem Adobe Photoshop und Illustrator.

watson-Grafiker Sven Rüf erklärt das Surface Studio im Video

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Video: Oliver Wiedlisbach, Angelina Graf

Vom grossen Screen und den brillanten Farben sind beide watson-Grafiker angetan. Wie jeder Touchscreen spiegelt auch das Surface Studio, die Reflexionen halten sich aber in Grenzen.

Lea Senn zeichnet ihre Grafiken üblicherweise per Digital-Stift auf einem Wacom-Grafiktablet. Ihr gefällt, dass man das Display des Surface Studios in jedem Winkel zwischen 20 und 90 Grad einstellen kann und der Screen in der gewählten Position bleibt, selbst wenn man die Hand darauf legt und zeichnet. Allerdings würden Berührungen mit der Hand ab und zu als Stiftberührung wahrgenommen. 

«Das Surface Studio ist wahrscheinlich ein mächtiges Tool, wenn man sich die Zeit nimmt, sich richtig gut daran zu gewöhnen.»

Lea Senn, Grafikerin bei watson

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Im Tablet-Modus verschwindet der Standfuss und das Scharnier hinter dem gigantischen Touchdisplay. Von vorne betrachtet entsteht so fast der Eindruck, dass es in der Luft schwebt. Bild: microsoft

Was taugt der digitale Zeichenstift?

Surface Studio Windows Computer PC

Der Stift haftet magnetisch am Displayrand. Bild: watson

Zeitgleich mit dem Surface Studio hat Microsoft auch eine neue Version des Surface Pen am Start. Äusserlich fast identisch mit dem bisherigen Stift sind auch wieder die Taste für den Rechtsklick und der Druckknopf mit diversen Funktionen (radieren, Apps starten, Screenshot erstellen) an Bord.

Microsoft behauptet, dass der neue Digital-Stift viel mehr Druckstufen erkennt und weniger Latenzzeit habe. Technisch mag dies alles stimmen, im Blindtest konnte allerdings nicht mal watson-Grafiker Sven Rüf einen signifikanten Unterschied feststellen. Auch der neue Stift hat eine geringe Latenzzeit, aber daran krankt jeder digitale Stift (ganz ohne Verzögerung würde er zu viel Strom verbrauchen.) Die leichte Verzögerung dürfte nur für jene Künstler zum ernsthaften Problem werden, die sehr, sehr schnell zeichnen.

Beide watson-Grafiker sagen, dass der Pen angenehm in der Hand liegt. Die Radiergummi-Funktion mit der Rückseite des Stifts sei praktisch. Senn bemängelt, dass der Stift nicht mehr Tasten hat, die mit frei wählbaren Funktionen belegt werden können, beispielsweise um die Zeichenfläche zu verschieben.

Surface Studio Windows Computer PC

Der Stift liegt dem Surface Studio bei: Auf dem Display lässt sich von 20 bis 90 Grad in jeder beliebigen Position zeichnen. Bild: watson

Was kann ich mit dem neuen Surface Dial tun?

Surface Studio Windows Computer PC

Drehen, um die Farbe auszuwählen: Mit dem Surface Dial lässt sich beispielsweise in Bildbearbeitungs-Apps die Farbe auswählen oder die Zeichenfläche verschieben.  Bild: watson

Das Surface Dial in Aktion

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Per Drehen und Druck auf das Dial werden die in der jeweiligen App zur Verfügung stehenden Funktionen wie Lautstärke, Zoom, Arbeitsfläche drehen, Farbauswahl, Strichdichte, Rückgängig-Funktion, etc. ausgewählt. 
Bild: watson

Das Surface Dial lässt sich auch auf dem Pult nutzen

Surface Studio Windows Computer PC

Dies macht Sinn, wenn man das Display in einem steileren Winkel nutzt.  Bild: watson

Grundsätzlich funktioniert das Dial in allen Programmen, richtig Spass macht es aber nur, wenn die App das neue Eingabegerät sinnvoll unterstützt. Bei Photoshop funktionierte das Zoomen beispielsweise erst in eine Richtung, bei Adobe Illustrator hingegen in beide.

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Zoomen mit dem Dial. Bild: watson

Standardmässig kann man durch Drehen am Dial die Lautstärke verändern, scrollen, zoomen oder Arbeitsschritte rückgängig machen bzw. wieder herstellen. Je nach App lässt sich das Dial mit spezifischeren Funktionen wie Arbeitsfläche drehen, Farbauswahl, Strichdichte etc. frei belegen.

Theoretisch klingt das cool, aber unsere watson-Grafiker konnten damit wenig anfangen. Während der Stift sehr intuitiv ist, muss man sich an das Dial definitiv länger gewöhnen.

Das Dial wäre vermutlich weit sinnvoller, wenn es wie ein Laptop-Touchpad weitere Wischgesten erkennen würde oder wie Profi-Mäuse programmierbare Tasten hätte.

Selbst wenn man das Display in die flachste Position neigt (rund 20-Grad-Neigung), rutscht das Dial trotz «haftender» Gummi-Unterseite langsam herunter. Man muss es also immer wieder neu auf den Screen setzen, wenn man es auf dem Display nutzen will. Das ist offenbar kein Konstruktionsfehler, sondern von den Entwicklern so gewollt. Microsoft möchte wohl vermeiden, dass einem das Dial beim Zeichnen in die Quere kommt. Kein Problem ist das Rutschen natürlich, wenn man das Dial sowieso immer auf dem Pult nutzt.

Während der Stift jedem Surface Studio beiliegt, muss man das gut 100 Franken teure Dial separat kaufen. Dies aus gutem Grund, da es (momentan) wohl nur für wenige Nutzer wirklich sinnvoll ist. Ich könnte mir etwa vorstellen, dass man damit Videos bequem editieren (vor- und zurückspulen) kann.

Wie gut ist das Display?

Drei Dinge fallen auch jedem Nicht-Grafiker unvermittelt auf: Das Display ist gigantisch, gestochen scharf und superdünn.

Surface Studio Windows Computer PC

Windows 10 läuft auf dem Surface Studio mit einer 200%-Skalierung. Man hat also extrem viel Arbeitsfläche zum Zeichnen. Bild: watson

Die Auflösung von 4500 mal 3000 Pixel ist der Traum aller Grafiker, die für ihre Kunstwerke nie genug Arbeitsfläche haben können. Auf dem 28 Zoll grossen Touchscreen kommt man so auf 192 DPI. Die hohe Auflösung ist wichtig, da man beim Zeichnen quasi über dem Tablet lehnt und sich die Augen nahe am Display befinden.

Da die Zielgruppe Fotografen, Künstler und andere grafisch Tätige sind, setzt Microsoft wie schon beim Surface Book auf das 3:2-Format. Das Format ist ideal zum Bearbeiten von Fotos. Durch die hohe Auflösung können auch 4K-Videos (3840 × 2160) problemlos in voller Grösse bearbeitet werden.

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In einer 3D-Satelliten-Ansicht durch eine Stadt navigieren ist auf einem 28-Zoll-Touchscreen ein völlig neues Erlebnis. Bild: watson

Wo zum Geier sind die Anschlüsse hin?

Surface Studio Windows

Sämtliche Anschlüsse sind auf der Rückseite versteckt: 4 mal USB (davon ein Hochleistungs-Port), 1 Gigabit-LAN, Strom, Mini-Display-Port für einen zweiten Monitor, SD-Kartenslot (volle Grösse) und der Kopfhöreranschluss. Bild: watson

Minimalistisches Design in Ehren, aber man kann es auch übertreiben: Dass die Eingänge für das Strom- und LAN-Kabel auf der Rückseite angebracht werden, leuchtet ein. Die wohl regelmässig genutzten USB-Anschlüsse sind so aber nur schwer erreichbar.

Die Platzierung auf der Rückseite ist vermutlich nicht nur eine Design-Entscheidung, sondern auch der extrem kompakten Bauweise des All-in-One-Computers geschuldet. Zur Erinnerung: Die gesamte Technologie steckt im Standfuss. Das lässt vermutlich nicht sehr viel Spielraum für die Platzierung der Anschlüsse und könnte mit ein Grund sein, warum USB-C oder Thunderbolt 3 fehlen. Microsoft begründet die Entscheidung damit, «dass die Technologie noch zu wenig unterstützt wird und wir unseren Kunden nicht den Kauf von Adaptern und neuem Zubehör zumuten möchten.»

Denkbar ist auch, dass die Festplatte nicht schnell genug ist, um die ultraschnelle Datenübertragung eines USB-C-Anschlusses auszunutzen. USB-C erlaubt im Vergleich zu USB 3.0 eine bis zu acht mal schnellere Datenübertragung. Dies natürlich nur, wenn auch die Festplatte und Solid-State-Disk (SSD) sowie das externe Speichermedium entsprechend schneller sind. Ein Surface Studio ausschliesslich mit schneller SSD, die von USB-C voll profitieren würde, wäre zwar wünschenswert, würde aber auch viel mehr kosten.

Wie gut ist das Surface Studio im Alltag?

Surface Studio Windows Computer PC

Ein All-in-one-PC sieht gut aus und man hat quasi keine Kabel herumliegen. Das Display lässt sich neigen, aber in der Höhe nicht verstellen. Bild: watson

Auspacken, Strom-Kabel einstecken, PC hochfahren und loslegen: Das Surface Studio erkennt und begrüsst seinen Nutzer optional per Gesichtserkennung. Das Passwort eintippen entfällt also schon mal. 

Der erste Kontakt mit der Maus hinterlässt hingegen einen zwiespältigen Eindruck: Sie fühlt sich billig an, reagiert in der Standard-Einstellung sehr sensitiv und ist genauso unergonomisch wie Apples Magic Mouse. Die Tastatur erinnert an eine iMac-Tastatur. Sie ist vollkommen ausreichend, wenn man damit vor allem Kurzbefehle in Photoshop und Co. aufruft und eher wenig schreibt. Falls gewünscht, kann man über den Mini-DisplayPort einen zweiten Monitor anschliessen.

In Sachen Leistung bewegt sich das Surface Studio je nach Ausführung (siehe Nr. 10) auf der Höhe eines High-End-Desktop-PCs. Das reicht für fast alle Programme. Im Alltag hat es mit Adobe-Software wie Photoshop und Illustrator keinerlei Probleme, wie unsere Tests zeigten. Auch Industrie-Software wie CAD-Programme für Produkt-Designer, Ingenieure oder Architekten sollten auf dem Surface Studio problemlos laufen, zumal Microsoft genau solche Firmenkunden anspricht.

Surface Studio Windows Computer PC

Bild: watson

Eigentlich fallen mir nur zwei Anwendungszwecke ein, für die das Surface Studio nur bedingt geeignet ist: Trotz schnellem 4-Kern-Prozessor und separatem Grafik-Chip ist ein All-in-one-PC kein idealer Gamer-PC und schon gar keine Video-Workstation, die höchsten Videoschnitt- und Render-Aufgaben genügen kann.

Nicht falsch verstehen: Aktuelle 3D-Games wie «Overwatch» lassen sich problemlos spielen und sehen auf dem 28-Zoll-Screen fantastisch aus: Mit der nicht mehr ganz taufrischen Grafikkarte (Nvidia GTX 965M bzw. GTX 980M) hinkt das Surface Studio aber schon jetzt den neusten Gamer-PCs hinterher.

Kann es mein Wacom-Tablet ersetzen?

Das ist primär davon abhängig, wie man lieber zeichnet: Indirekt auf einem Grafiktablet oder direkt auf dem Display.

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Das Surface Studio hat ein 10-Punkt-Multitouch-Display: Somit kann man mit den Fingern alles tun, was auch auf einem Touchpad funktioniert (z.B. Wischgesten mit mehreren Fingern für bestimmte Aktionen.) Bild: watson

Für die Profis, die hier allenfalls mitlesen: Auf dem Surface Studio können die Farbprofile sRGB, Vivid und DCI-P3 gewählt werden. Wer bislang auf einem Computer mit angehängtem Monitor und Cintiq-Grafiktablet arbeitet, muss die Farben, wenn es genau sein soll, jedes Mal auf beiden Bildschirmen nachprüfen. Dieses Problem entfällt beim Surface Studio.

Kann ich den All-in-one-PC aufrüsten?

Typischerweise lassen sich kompakte All-in-One-Computer nur sehr beschränkt aufrüsten. Da macht auch das Surface Studio keine Ausnahme: Prozessor, Grafikkarte und RAM können nicht ausgetauscht werden. Wer sich für das Modell mit nur 8 GB Arbeitsspeicher entscheidet, wird also nie mehr haben.

Die gute Nachricht: Das Surface Studio hat ein hybrides Speichermedium, sprich eine relativ langsame Festplatte mit sehr viel Speicherplatz, die mit einer kleineren, aber schnelleren Solid-State-Disk (SSD) kombiniert wird. Und offenbar können beide Teile durch schnellere Komponenten ersetzt werden.

Gibt es unterschiedliche Modelle?

Das Surface Studio gibt es bei uns in drei Varianten, die sich bezüglich Prozessor, Arbeitsspeicher, Grafik-Chip, internem Speicher und Preis unterscheiden.

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Das Surface Studio kostet je nach Ausführung 3499, 4099 oder 4999 Franken (UVP).  Bild: watson

Für die allermeisten professionellen Nutzer dürften die ersten beiden Varianten völlig ausreichend sein. Bei der Preisleistung überzeugt das mittlere Modell am meisten. Das Top-Modell ist mit einer schnelleren Grafikkarte vor allem für Renderaufgaben interessant.

Bei uns ist das Surface Studio seit dem 15. Juni verfügbar. In den USA ist es bereits seit Ende 2016 erhältlich. Dies erklärt, warum nur die zweitneuste Prozessor-Generation verbaut ist.

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Auspacken, Strom-Kabel einstecken, PC hochfahren und loslegen: Der Vorteil eines All-in-one-Computers. Bild: microsoft

Ist es nicht zu teuer?

Die offiziellen Preise auf der Microsoft-Webseite starten je nach Ausführung bei 3499 und Enden bei 4999 Franken. Zu teuer? Jein. Um das Surface Studio zu ersetzen, braucht man einen schnellen Computer oder Laptop, einen grossen Monitor mit 4,5K-Auflösung und ein hochwertiges Grafiktablet mit Stift.

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Monitor, Laptop, Grafiktablet, Stift, Maus, Tastatur und Adapter sind auch nicht günstig, wenn sie die gleiche Qualität wie das Surface Studio bieten sollen. Bild: watson

Alles addiert kommt man schnell auf ähnliche Kosten, zumal ein neuer iMac für professionelle Anwender zwischen 2000 und 3900 Franken kostet. Ein kleines Wacom-Grafiktablet bekommt man für 80 Franken. Ein Wacom-Cintiq-Tablet mit 27-Zoll-Display kostet aber deutlich über 2000 Franken.

Microsofts Surface-Geräte sind allgemein ähnlich teuer wie Apple-Computer und haben die gleichen Vorteile: Gute Verarbeitungsqualität, attraktives Design, schnelle Updates und keine vorinstallierte Bloatware.

Würdest du das Surface Studio kaufen?

Das Surface Studio ist eines dieser ganz wenigen Testgeräte, die ich am liebsten nie mehr zurückschicken würde: Überrascht war ich vor allem, wie wenig Platz der All-in-One-PC auf dem Schreibtisch einnimmt.

Würde ich meinen Büro-Desktop-PC und die beiden Monitore gegen das Surface Studio tauschen? Ohne mit der Wimper zu zucken!

Würde ich es grafisch Tätigen empfehlen? Sicher.

Würde ich es privat kaufen? Wohl kaum.

Ich gehöre schlicht nicht zur Zielgruppe. Für Grafiker, Designer, Komponisten, Game-Entwickler, Architekten, Ingenieure etc. könnte es der neue Traum-Computer werden – für Journalisten und alle anderen, die Büroarbeit mit Microsoft Office und dergleichen erledigen, ist es noch viel zu teuer.

Surface Studio Windows Computer PC

Bild: watson

Was mir am Surface Studio gefällt:

Was mir nicht gefällt:

Surface Studio Windows Computer PC

Die Surface-Familie (v.l.n.r.): Surface Laptop, Surface Book, Surface Studio und Surface Pro. Bild: watson

Das Surface Studio in Zahlen

Was sind die Alternativen zum Surface Studio?

So gut mir das Surface Studio gefällt, mit einem Preisschild von 3500 bis 5000 Franken ist es kein PC für jedermann. Es ist noch nicht mal ein PC für alle Grafiker oder Designer.

Wer lieber indirekt auf einem Wacom-Grafiktablet zeichnet, braucht kein Surface Studio. Wer allerdings bereits auf einem Surface Pro oder iPad Pro gerne zeichnet, wird vom Surface Studio begeistert sein.

Ein wirklich vergleichbares Gerät gibt es momentan nicht, aber günstigere Alternativen: Dell hat Anfang Jahr den Touchscreen Canvas vorgestellt, der ähnlich wie das Surface Studio als Zeichentablet dient. Der Canvas kann aber nur flach oder in einem 10-Grad-Winkel bedient werden. Der 27 Zoll grosse Touchscreen ist zudem kein eigentlicher Computer, das heisst, er muss mit einem PC oder Laptop verbunden werden.

Bild

Das 27 Zoll grosse Canvas-Display soll in den USA 1800 Dollar kosten, ist bei uns aber noch nicht erhältlich. Bild: cnet

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Das Surface Studio wurde uns von Microsoft zur Verfügung gestellt. Ich konnte es knapp drei Wochen testen.

Die wichtigsten Infos zum Surface Studio werden in diesem Video zusammengefasst

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Video: YouTube/Tested

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67Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • fischolg 12.07.2017 03:57
    Highlight Highlight Tolles Review. Danke für den Artikel.

    Ich bin Hobbyzeichnerin, möchte meine Fähigkeiten aber erweitern. Entsprechend suche ich ein Gerät, auf welchem ich direkt zeichnen kann. Ein Wacom finde ich überteuert dafür was es ist. Zudem möchte ich nicht unbedingt zwei Bildschirme, die mir Platz wegnehmen, sondern möglichst nur einen Screen, auf dem ich gleichzeitig zeichnen kann. Es hat schon etwas praktisches und ist das einzige Produkt dieser Art. Ich verstehe, wieso es ankommt. Die Nachteile sind eher gering und werden in einer weiteren Serie bestimmt ausgebügelt. Ich bin also überzeugt.
  • Sheerkhan 11.07.2017 20:23
    Highlight Highlight Surface Studio 28", neuer HP Envy 34" oder iMac27"; hab mich für den iMac entschieden.
    Weil:
    5k vs 4k Screen
    RAM aufrüstbar
    Grafikkarte auf Geforce 1070 Level
    Thunderbolt 3 Anschlüsse
    i7 7700k, 4.2Ghz
    Preis!

    Unglaublich aber wahr, mit der teuersten iMacKonfig kann ich über 2000CHF einsparen!
    (ein Mac am Ende günstiger, bei besserer Konfiguration kommt als ein WinDing, für mich neu)

    Ich brauche den Fingerfett-Magnet (welcher beim Zeichnen von der aufliegenden Hand gestört wird!?) nicht.

    Zocken tu ich auf dem neuen iMac auch, Blizzard, Steam und falls es noch nicht reicht, einfach Bootcamp
    • The Destiny // Team Telegram 11.07.2017 22:12
      Highlight Highlight Auch wenn wir es uns noch so sehr wünschen aber eine rx 580 ist nur knapp auf dem Level einer 1070 und die pro 580 hat noch einen minimal niedrigere Taktrate als die Windows Referenzkarte. Die Leistung liegt wohl mehr zwischen 1060 und 1070 was aber auch nicht schlecht ist und im Gegensatz zur letzten imac gen. wenigstens mehr oder weniger ausreichend ist für die hohe Auflösung und anständig fps.
  • Posersalami 11.07.2017 15:41
    Highlight Highlight "Architekten"

    Nein

    Ich kenne sehr viele Architekten (bin selbst einer) und wir lieben unsere Bleistifte und Skizzenpapier. Da kommt weder dieses Surface Studio, kein iPad Pro und auch kein Wacom Tablett auch nur in die Nähe.
    • Posersalami 11.07.2017 18:29
      Highlight Highlight was kann man denn auf einem Bildschirm besser als mit dem Papier? Echt, ich habs sogar ausprobiert und mir für 3 Wochen ein iPad pro ausgeliehen mit Stift. Nettes Spielzeug aber für im Alltag bringt es keinen Mehrwert zu Papier und Bleistift. Oder kannst du mur sagen, was es besser macht? Evtl hab ich ja aas übersehen.
    • Bene883 11.07.2017 19:11
      Highlight Highlight Na dann Viel spass wenn du für 3 verschiedene Vorschläge (gleichzeitig) 3 Mal von 0 beginnen musst. Mit digitalen tools ist das ein Kinderspiel. Aber die angestellten Hochbauzeichner kosten ja fast nichts :). Dafür dann über "dumping-architekten" jammern wenn einer digital arbeitet und keine 15% auf den Immobilienpreis als Provision verlangt...
    • Typu 11.07.2017 19:13
      Highlight Highlight Das ipad pro mit stift und notability ist ein sehr guter skizzen/notizen ersatz. Zudem hast du immer alles dabei. Nutze es seit zwei wochen und wünschte mir, ich hätte dies in meinem studium schon gehabt. Kann ich echt empfehlen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kuunib 11.07.2017 15:16
    Highlight Highlight Ich würde noch immer den iMac nehmen.
    • m. benedetti 11.07.2017 22:33
      Highlight Highlight Ich den iMac Pro
  • Zeit_Genosse 11.07.2017 15:01
    Highlight Highlight Es gibt immer Gründe ein neues Gerät zu zerpflücken. Doch die Deckel finden meist den passenden Topf. So wird dieses Gerät trotz gehobenem Preis, akzeptabler Leistung und Verbau von nicht taufrischen Parts, Käufer finden die Freude daran haben werden. Und alle anderen kaufen etwas anderes oder reden sich ihr bestehendes Gerät noch etwas schön. Letztendlich zählt was man damit macht.
    • Raffaele Merminod 11.07.2017 15:32
      Highlight Highlight Im Prinzip hast du recht, aber der Preis kann auf Dauer durchaus ein Killerkriterium sein.
      Schauen wir in einem Jahr wieder hin.
    • Tschedai 11.07.2017 21:52
      Highlight Highlight Beim professionellen Einsatz ist der Preis egal. Aber sowas von Egal. Wenn ein Gerät 3 Jahre hält (konservativ gerechnet) und mit diesem 3 Jahresgehälter von 80 000 erwirtschaftet werden, dann macht ein Computer, der z.B. 8000 Franken kostet, gerade mal 3-4% des Umsatzes aus. Das ist nichts. Fragt mal einen Bäcker oder jemand, der einen Laden hat, was die Investition für Ihre Geräte ist. Da reden wir dann von einem höheren Prozentsatz, selbst über 15 Jahre.
    • fischolg 12.07.2017 03:43
      Highlight Highlight Es kommt noch hinzu, dass der Preis von der Nachfrage beeinflusst wird. Im Moment ist das Surface Studio Thema. In einem Jahr ist es das nicht mehr, die Nachfrage ist kleiner geworden und allenfalls sind bis dahin auch weiterw Produkte auf dem Markt. Microsoft wird dann schon den Preis anpassen (müssen). Das ist aber bei allem so.
  • Raffaele Merminod 11.07.2017 13:53
    Highlight Highlight Eine gute Grafikkarte, viel Speicher, schneller Prozessor und entsprechender Monitor. Die Anforderungen für Grafik Arbeitende und Gamer sind eigentlich ziemlich identisch.
    Einen guten Gamer PC erhält man schon für ca. 1500.- und damit lässt sich bestens mit der gesamten Adobe CC Palette arbeiten. Bei mir jedenfalls ist das so und ich habe keine Games drauf.
    Der Surface ist sicher toll... irgendwie ... aber ich will nicht auf meine zwei nebeneinanderstehende 27“ Monitore verzichten!
    Der Preis jedenfalls ist doch etwas zu hoch.
  • Schne 11.07.2017 13:06
    Highlight Highlight Ich werde diese Mini-Design PC's nie verstehen. Die Leistung von diesen Dingern ist für den Preis immer viel zu bescheiden. Leistungsstarke PC's brauchen einfach Platz. Den innovativen Bildschirm könnte man auch separat anbieten, ohne Mini-PC.
    • Damien 11.07.2017 13:27
      Highlight Highlight Manche gewichten Komfort (alles in einem Package, einfach einstecken und funktioniert) und/oder Aspekte wie Platz sparen höher als Leistung und sind auch bereit, mehr dafür zu bezahlen.

      Ich persönlich würds auch nicht machen, aber legitim und verständlich ist es trotzdem :)
    • Schne 11.07.2017 14:05
      Highlight Highlight Ein Monitorkabel weniger einstecken und unterm Schreibtisch 0.1m² mehr Platz sind doch nicht 2000.- Fr. Aufpreis wert. Da gehts nur um Stil und Show.
      Ich bleibe dabei. Der Bildschirm ist toll. Die restliche Hardware würd ich gern gegen meinen einjährigen 1700.- Tower tauschen.
    • Tschedai 11.07.2017 21:54
      Highlight Highlight Die Leistung ist zu schwach? Dann hast du noch nie mit einem neueren iMac gearbeitet. Grafiker, Programmierer, Filmemacher, funktioniert problemlos damit.
    Weitere Antworten anzeigen
  • The Destiny // Team Telegram 11.07.2017 12:47
    Highlight Highlight Sogar mein 27" imac mit i7 und 16gb Ram sind noch günstiger (3100 CHF) als das und wenn es mal mehr braucht kann ich einfach noch ein paar Ram riegel reinstecken :)
    Die Graphikkarte im Studio ist absoluter Müll, damit kann man auf so einem schön hochauflösenden Display nicht mal in 1440p Spiele zocken und in ein zwei Jahren ist das Teil absolut obsolet weil die CPU jetzt schon eine Gen. hintendrein ist und die Grafikkarte viel zu wenig Vram hat.

    Mit dem Preisunterschied kann ich mir gleich noch ein Wacom Tablet und Stift leisten LoL
    • Theor 11.07.2017 13:07
      Highlight Highlight Spiele zocken auf dem Studio?

      Mit allem Anstand, aber "wenn man wirklich absolut keine Ahnung hat, sollte man lieber einfach mal die Fr...."
    • Findolfin 11.07.2017 13:09
      Highlight Highlight Der Compi ist ja auch nicht zum Gamen gedacht...

      Und lieber das Surface als ein Cintiq. Da hast du nur einen teuren externen Bildschirm.
    • The Destiny // Team Telegram 11.07.2017 13:23
      Highlight Highlight @Theor, #PCMasterRace




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    Weitere Antworten anzeigen
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 11.07.2017 12:39
    Highlight Highlight Ich bin nicht so der Hipster und Fanboy doch dieses Ding... "Will haben" :)
    • Raffaele Merminod 11.07.2017 15:36
      Highlight Highlight Ich komme gerne mal vorbei und lasse dich mir das Ding live vorführen. :-)
  • kEINKOmmEnTAR 11.07.2017 12:02
    Highlight Highlight Ich muss nur wissen das Windows 10 drauf installiert ist, dann löscht es mir ab und ich bleibe bei meinem Mac.
    • Normi 11.07.2017 12:40
      Highlight Highlight Fanboyalarm 😝
    • Schne 11.07.2017 12:56
      Highlight Highlight Warum?
    • The Destiny // Team Telegram 11.07.2017 13:44
      Highlight Highlight @Cpt. vielleicht mag er auch einfach Win 7.
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Teslas Model 3 schlägt in der Schweiz voll ein – und stürmt die Auto-Verkaufscharts

Teslas neuer Elektrowagen hat im März aus dem Stand die Spitze der Verkaufscharts erklommen. Zum ersten Mal ist ein reines E-Auto im Monatsvergleich das meistverkaufte Auto der Schweiz.

Seit Mitte Februar liefert Tesla seinen Hoffnungsträger, das Model 3, in der Schweiz aus. Der Verkaufsstart fällt offenbar vielversprechend aus: Der bislang günstigste Tesla war in der Schweiz und in Liechtenstein im März das meistverkaufte Auto und schlägt somit – zumindest temporär – nicht nur alle anderen E-Autos, sondern auch alle Verbrenner.

Laut Verkaufsstatistik von Auto Schweiz, der Vereinigung Schweizer Automobil-Importeure, sind dies die zehn beliebtesten Autos im März 2019:

Insgesamt …

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