Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Netzneutralität in einer Grafik erklärt. bild: battleforthenet

Analyse

Bye-bye Netzneutralität, hello Zwei-Klassen-Internet – das ändert sich jetzt für dich

Der Bundesrat will offenbar genau da hin, wo Trump hin will.



Ende der Netzneutralität? Freies Internet ade? Was genau ist passiert?

Netzneutralität bedeutet, dass Videos, Musik und Webseiten von grossen und kleinen Internetfirmen wie YouTube, Facebook oder watson von den Internetprovidern gleich schnell über ihre Datennetze transportiert und nicht blockiert werden.

In den USA ist das von Barack Obama eingeführte Prinzip der Netzneutralität nun gefallen. Die von Donald Trumps Republikanern kontrollierte Telekommunikations-Aufsicht FCC hat die strikten Regeln zur Gleichbehandlung von Daten im Internet abgeschafft. Dass das Parlament den Beschluss noch umstösst, ist aufgrund der republikanischen Mehrheit in Senat und Repräsentantenhaus unwahrscheinlich.

Nach dem neuen Prinzip können Internetfirmen wie Netflix, Youtube, Facebook etc. für eine bevorzugte Behandlung bezahlen. Die Netzbetreiber müssen offenlegen, ob sie bestimmten Anbietern höhere Geschwindigkeiten einräumen.

Kritiker befürchten, dass sich mächtige Konzerne wie Google und Facebook bei Internetprovidern eine Überholspur im Internet kaufen – während kleine Firmen auf die Schleichspur abgedrängt werden. 

Internet ohne Netzneutralität

Animiertes GIF GIF abspielen

Verlieren könnten auch die Konsumenten, die in einem Zwei-Klassen-Internet für ruckelfreie Internet-Dienste mehr bezahlen.

Betrifft uns das Aus der Netzneutralität in den USA überhaupt? Was plant der Bundesrat?

«Die Nutzer in der Schweiz werden von der US-Entscheidung im Moment wenig spüren. Wie das kommende Gesetz hier in der Schweiz aussieht, ist viel wichtiger», sagt Simon Schlauri, Rechtsanwalt und profunder Kenner des Themas.

Das Problem aus seiner Sicht: «Sowohl die Aufsichtsbehörde FCC in den USA als auch der Bundesrat wollen es bei einer Pflicht der Internetprovider bewenden lassen, zu informieren, wenn sie die Netzneutralität verletzen, sprich bestimmten Internet-Firmen eine kostenpflichtige Überholspur im Netz anbieten. Eine Pflicht, die Netzneutralität tatsächlich zu wahren, soll es nicht geben.»

«Trump will genau da hin, wo auch der Bundesrat hin will.»

Simon Schlauri, Rechtsanwalt Netzwoche

Die EU hat den Grundsatz der Netzneutralität bereits Ende 2015 aufgeweicht

Bei uns kommt der umstrittene Gesetzentwurf des Bundesrates demnächst ins Parlament. Schlauri ist skeptisch, dass die Schweiz anders als EU und USA entscheiden werden: «In der Schweiz hört der Bundesrat oft auf die staatsnahe Swisscom. Da Swisscom die Netzneutralität nicht will, wird sie auch vom Bundesrat abgelehnt werden», sagte er im Interview mit watson. Es bleibe die Hoffnung, dass es das Parlament regelt.

Auf was müssen sich Schweizer Internet-Nutzer nun einstellen?

Auf undurchsichtige Internet-Abonnemente, wie wir sie bereits aus dem Mobilfunkbereich kennen. Die folgende Grafik zeigt eine fiktive Werbeanzeige von Swisscom. Die Schweizer Netzaktivisten der Digitalen Gesellschaft wollen mit dem frei erfundenen Beispiel aufzeigen, wie künftige Internet-Abos ohne Netzneutralität aussehen könnten.

Netzaktivisten befürchten, dass wir bald für die störungsfreie Nutzung von Streaming-Diensten, Kommunikations-Apps etc. extra bezahlen.

Bild

Fiktives Beispiel für ein Zwei-Klassen-Internet: Ohne Netzneutralität könnte Swisscom den eigenen Streaming-Dienst «Swisscom TV» bevorzugen – beim Preis und der Übertragungsqualität/Geschwindigkeit. Wer eine Alternative wie Netflix, Zattoo etc. störungsfrei geniessen möchte, zahlt extra.
grafik: Vorlage: Swisscom, Collage: Digitale Gesellschaft

Dass die Befürchtung nicht unbegründet ist, zeigt dieses reale Beispiel eines Mobilfunk-Anbieters in Portugal:

Sind wie in diesem Beispiel aus Portugal bestimmte Messaging-Apps oder Streaming-Dienste im Abo-Preis enthalten, werden andere Anbieter benachteiligt.

Halten sich die Schweizer Netzbetreiber an die Netzneutralität?

«In der Schweiz wird die Netzneutralität heute regelmässig verletzt», sagt Schlauri. Sunrise beispielsweise übertrage die Daten von WhatsApp kostenlos, sprich ohne das Datenguthaben zu belasten, während man für Daten von Konkurrenten wie Threema zahlen müsse.

Diese Praxis der Netzbetreiber, ihren Kunden das Datenvolumen für ausgewählte Dienste kostenfrei anzubieten, nennt sich Zero-Rating. «Alle drei grossen Schweizer Mobilfunkanbieter betreiben derzeit Zero-Rating und verletzen auf diese Weise die Netzneutralität», schreibt die Digitale Gesellschaft.

Für Schlauri ist bereits diese Aufweichung der Netzneutralität problematisch: «Konkurrenten von WhatsApp haben es so schwerer im Markt, es gibt weniger Wettbewerb, und die Kunden haben deshalb beispielsweise am Ende weniger gute Apps oder weniger Auswahl.»

Um ihre Mobilfunk- und Internet-Abos attraktiv zu machen, bevorzugen Telekomfirmen in aller Regel grosse Anbieter wie Spotify, Apple Music oder WhatsApp. Kleinere Rivalen haben das Nachsehen. In der Schweiz wäre diese Bevorzugung einzelner Internet-Dienste mit dem vom Bundesrat vorgeschlagenen Gesetz weiter möglich.

Wie reagieren Swisscom, Sunrise, Salt und Co.?

«Wir können einzelne Anbieter gar nicht diskriminieren. Wenn wir das täten, hätten wir im Nu die Wettbewerbskommission am Hals», zitiert das Online-Portal Netzwoche den Swisscom-Chef Urs Schaeppi.

«Wir haben ein offenes Internet in der Schweiz», sagt Olaf Swantee, CEO von Sunrise. Ein striktes Gesetz zur Netzneutralität könne schädlich sein. Manchmal sei es nötig, bestimmte Dienste zu drosseln, um eine stabile Verbindung zu ermöglichen.

«Wir sind der einzige Schweizer Mobilfunkanbieter, der keinerlei Geschwindigkeitseinschränkungen kennt», sag Salt. Man stehe für ein offenes Internet ein. Zusammen mit anderen Anbietern habe man zur Gründung einer unabhängigen Schlichtungsstelle beigetragen. 

Auch UPC schreibt auf Twitter, man bekenne sich zum offenen Internet.

Um eine strengere Regulierung zu verhindern, haben sich die grossen Schweizer Netzbetreiber Ende 2014 einen Verhaltenskodex zur Netzneutralität auferlegt. Darin verpflichten sie sich keine Internetdienste zu sperren, also die Informations- und Meinungsäusserungsfreiheit zu wahren. In einigen Fällen soll die Steuerung des Datenverkehrs jedoch möglich bleiben: etwa, um Verfügungen von Behörden umzusetzen, schädliche Aktivitäten zu blockieren oder Kapazitätsengpässe zu überwinden, wie es im Kodex heisst. 

Das bedeutet beispielsweise, dass gewisse Dienste lediglich mit reduzierter Übertragungskapazität oder mit Datenlimiten zur Verfügung stehen.

Was wollen Internet-Aktivisten und Konsumentenschützer?

Der Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) geht die angedachte Informationspflicht, wenn Provider bestimmte Internet-Dienste bevorzugen, zu wenig weit: «Man sollte sich nicht nur informieren lassen, sondern auch regulieren», wird SKS-Leiterin Sara Stalder von der Netzwoche zitiert.

Auch die Digitale Gesellschaft glaubt nicht, «dass die Transparenzpflichten eine Disziplinierung der Provider hinsichtlich Netzneutralitätsverletzungen bewirken werden.» Wenn etwa die Datennutzung für den Streaming-Dienst Spotify in einem Handy-Abo inklusive ist, ist das schon heute transparent. Für den einzelnen Kunden sind solche Angebote kurzfristig attraktiv, langfristig überwiegen laut Netzaktivisten die gesellschaftlich schädlichen Folgen, da etwa kleinere Mitbewerber aus dem Markt gedrängt würden.

Welche Parteien sind für Netzneutralität – und welche dagegen?

Der Nationalrat hat den Bundesrat 2014 mit einer gesetzlichen Regelung der Netzneutralität im Fernmeldegesetz beauftragt. Balthasar Glättli (Grüne/ZH) bezeichnete die Netzneutralität als eine Grundbedingung für das freie Internet. 

FDP, CVP und BDP haben sich damals gegen die gesetzliche Verankerung der Netzneutralität ausgesprochen. SP, Grüne, GLP und mehrheitlich die SVP waren dafür.

Umfrage

Soll der Bund die Netzneutralität per Gesetz garantieren?

  • Abstimmen

7,250

  • Ja92%
  • Nein5%
  • Ich bin noch unschlüssig3%

Internet im Alltag: So funktioniert Social Networking in der Realität

abspielen

Video: watson/Lya Saxer, Knackeboul

Das könnte dich auch interessieren:

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

Link zum Artikel

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

46
Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

46
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

341
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

167
Link zum Artikel

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

84
Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

95
Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

107
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

31
Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

141
Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

219
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

46
Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

46
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

341
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

167
Link zum Artikel

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

84
Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

95
Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

107
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

31
Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

141
Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

219
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

100
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
100Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Citation Needed 16.12.2017 10:13
    Highlight Highlight Danke für die gute und wichtige Info!
  • patnuk 16.12.2017 09:01
    Highlight Highlight Wenn ein Anbieter auch nur ein Dienst sperren würde oder drosseln gräbt er sein eigenes Grab. In der Schweiz hindert der Wettbewerb diese Möglichkeit einen Dienst zu bevorzugen oder alle Anbieter tun es ebenfalls. Anderseits ist ein Argument der Anbieter, ich baue und du (Netflix, usw.) benützt gratis, zum Beispiel, UPC zahlt Millionen für den Bau seines Netzes und ein 3. Anbieter verlangt Geld um ihren Dienst zu benützen aber kein Pfennig an UPC. Das Geld geht in die Tasche von Aktionären im Paradis (-Paper), klar das UPC auch ein Stück vom Kuchen will.
  • Black Cat in a Sink 15.12.2017 21:32
    Highlight Highlight Wir starten eine Initiave zur Sicherung der Netzneutralität, wir kennen uns ja mit Neutralität aus! Die nötigen Unterschriften zu sammeln sollte eigentlich ein klacks sein....
  • Brunhilde 15.12.2017 19:55
    Highlight Highlight Fortsetzung von eben:

    Mit anderen Worten: wer eine besondere Leistung (hohe Datenverarbeitungsleistung) verursacht, soll dafür extra bezahlen? Völlig ungeachtet, ob diese Kosten dem Endkunden überwälzt werden.

    Oder soll dies staatlich reguliert werden (einmal mehr) mit entsprechender Bürokratie?

    Ist Netflix, Youtube etc. quasi Service Public und damit qua staatlichen Eingriff zu regulieren?

    Bin gespannt auf die Kommentare...
    • NotWhatYouExpect 16.12.2017 00:08
      Highlight Highlight Ich bezahle für den Internet Anschluss mit Unlimitiertem Datenverbrauch und einer Leistung von 1GB/s.

      Den Netzbetreiber geht es nichts an was ich damit mache!

      Wenn er nicht im Stande ist solch eine Leistung zu bieten die er mir Verkauft soll er seine Angebot anpassen und nicht einzelne Dienste davon ausschliessen.
  • Brunhilde 15.12.2017 19:55
    Highlight Highlight Es seien folgende Fragen erlaubt (und ich sehe schon die Blitze, aber dennoch):

    Warum sollen jene Inhalte-Anbieter (etwa Netflix, die für einen Grossteil des Datenvolumens in den USA verantwortlich sein sollen), die mit Streaming und Videoübertragung riesige Datenmengen verursachen, den erforderlichen Infrastrukturausbau nicht mitfinanzieren?

    • Gurgelhals 15.12.2017 20:21
      Highlight Highlight Netflix & Co. finanzieren die Infrastruktur quasi mit, indem sie z.B. Providern gratis Cache-Server für ihre Rechenzentren zur Verfügung stellen. Dadurch werden die Verbindungen zwischen Endkunde und Content kürzer und die Infrastruktur wird damit effizienter genutzt und entlastet.

      Der Punkt ist, dass Swisscom & Co. das aber gar nicht wollen, weil der Kunde nicht Netflix sondern gefälligst Swisscom TV zu schauen hat. Kurz: Wenn der Provider zugleich Contentanbieter ist, gibt es hier unweigerlich Interessenskonflikte die einer staatlichen Regulierung bedürfen.
    • Elefantdomi 15.12.2017 21:12
      Highlight Highlight Nicht zu vergessen dass netflix schon für eine internetanbindung selber bezahlt
    • NotWhatYouExpect 16.12.2017 00:10
      Highlight Highlight @Brunhilde: Nur zur Info Tech "Giganten" wie Google, Microsoft, Facebook usw. haben schon soo einige Milliarden in das Internet (Netzwerk) investiert. Schau einfach mal wer die letzten paar Unterseekabel gebaut / finanziert hat.

  • John M 15.12.2017 18:49
    Highlight Highlight Und ich habe mich vorhin aufgeregt weil das obere GIF im Beitrag nicht geladen hat 🤣
  • oXiVanisher 15.12.2017 18:17
    Highlight Highlight Na toll ... was für ein Versprechen mit dem Kodex. Sind das nicht auch die selben Anbieter, die seit 15 Jahren versprechen, dass die Roaming-Kosten und Mobil-Abos generell bald günstiger werden? Merci de!
    Die Netzneutralität gehört ins Gesetz bevor sich solche schlechten Praktiken als "Normal" etablieren.
  • α Virginis 15.12.2017 18:10
    Highlight Highlight Da viele Serverfarmen in den USA stehen und diese an die lokalen Anbieter angewiesen sind, geht es uns alle an. Auch viele, ausserhalb der USA stationären Firmen/Server/was-auch-immer, sind von US-Providern abhängig. Ausserdem werden alle kleinen, die Klagen vermeiden wollen, trotz besseren Wissens dem Unsinn folgen.

    Trump hat mit diesem Ding dem Internet, wie wir es kennen, den Krieg erklärt. Mal sehen, wie die Community drauf reagiert...
    • NotWhatYouExpect 16.12.2017 00:13
      Highlight Highlight @Virginis: Keine Angst, wenn du nicht gerade auf einer kleinen Webseite aus den USA unterwegs bist wirst du mit bestimmt heit nicht auf einen Server in den USA landen.

      Viele grössere Webseite / Dienste werden schon seit Jahren in Server Zentren rund um die Welt verteilt um die Last zu Verteilen.

  • #bringhansiback 15.12.2017 17:14
    Highlight Highlight Unterdessen in Deutschland:
    Darüber hinaus hat die Telekom in einigen Tarifen beim Video-Streaming die Übertragungsrate gedrosselt und Videos nur in SD-Qualität übertragen. Diese „Videodrossel“ in den Tarifen MagentaMobil L, L Plus, L Premium und L Plus Premium habe die Bundesnetzagentur untersagt, weil sie einen Verstoß gegen das Gleichbehandlungsgebot des gesamten Datenverkehrs darstelle.

    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Netzneutralitaet-Telekom-muss-StreamOn-Option-aendern-3919534.html
  • polopol88 15.12.2017 17:12
    Highlight Highlight Wenn sowas bei uns eingeführt wird gehe ich auf die Strasse!
  • 3klang 15.12.2017 16:23
    Highlight Highlight Die Auflösung der Netzneutralität kann je nach Umsetzung auch Sinn machen. Die ganzen Streamingangebote belasten das Netz heute schon merklich, dann sollen diese Dienste auch mehr für die Infrastruktur bezahlen.
    Ist ja ähnlich im Strassenverkehr. ÖV, Velo und teilweise Taxis werden mit extra Spuren bevorzugt und Blaulichtorganisationen werden im Notfall von allen Prioritär behandelt. Auf der anderen Seite bezahlen schwere LKW extra für die Mehrbelastung.
    • Freddie 15.12.2017 17:55
      Highlight Highlight Mit dem neuen 5G sollte dies ja kein Problem mehr sein. Also noch ein wenig warten und bald braucht man nicht mehr zu drosseln.
    • HabbyHab 15.12.2017 19:23
      Highlight Highlight ÖV ist nicht gleich Internet.
    • Freddie 15.12.2017 22:20
      Highlight Highlight @max
      Das ist das, was du bezahlst. Da werden alle unternehmen gleich behandelt. Zahlst du mehr, sind alle schneller. Aber es geht ja darum, wie viele daten ein netz transportieren mag.
    Weitere Antworten anzeigen
  • klugundweise 15.12.2017 16:16
    Highlight Highlight An alle die meinen nach NO Billag werde der Medienkonsum günstiger: IRRTUM ! Ihr werdet im Internet für jeden Film, für Musik, für Sportübertragungen etc. bluten und bald Billag zurück wünschen.
    • Freddie 15.12.2017 17:57
      Highlight Highlight Dafür gibt es ja Netflix, Spotify, Youtube etc. Da bezahlt man bereits. Also sind deine Befürchtungen bereits real.
      Bei der Billag finde ich eher das Unterstützen von kleinen Bands interessant. TV und Radio brauchen nur noch 30+
    • Roman h 15.12.2017 19:03
      Highlight Highlight @klugundweise
      Und wenn wir die Billag haben bleiben ausländische Internetseiten kostenlos?
      Darf der ich sie fragen wie der Staat mich zwingen will für kinox und co zu bezahlen?
      Wie will er gegen YouTube vorgehen?
      Die steuern für Google erhöhen?

    • HabbyHab 15.12.2017 19:24
      Highlight Highlight Für Youtube bezahlt man nichts und Spotify gibt es auch gratis..
    Weitere Antworten anzeigen
  • Troxi 15.12.2017 16:11
    Highlight Highlight Wenn ich das Wort Netzneutralität richtig verstanden habe, dann könnte sich bei einem künden der Netzneutralität das Internet in die Richtung des TV entwickeln, wie es mit den Sportrechten ist, für das benötigst DAZN, für das Sky, für jenes Teleclub, für dieses Mysports etc.
  • Magnum44 15.12.2017 15:49
    Highlight Highlight In Anbetracht, dass die Internetzensur im Rahmen des Geldspielgesetzes vom Parlament regelrecht durchgewunken wurde, sehe ich auch bezüglich Netzneutralität eher schwarz.
  • LeWinnie 15.12.2017 15:37
    Highlight Highlight Der Bundesrat ist gegen die #Netzneutralität , weil man sich dadurch neue Steuereinnahmen erhofft. Viele Provider haben sich öffentlich für die #Netzneutralität ausgesprochen. Hier geht es um viel Geld und um Datenkontrolle - der Bundesrat will beides haben.
  • D(r)ummer 15.12.2017 15:37
    Highlight Highlight Den habe ich nicht ganz gecheckt.

    Also: Ich habe auf dem Handy dank dem Abo unlimitiert Internet. Kann man mich die Swisscom dann mehr zur Kasse bitten wenn ich auf Whatsapp oder einem anderen Messenger ein hohes Datenvolumen brauche?
    • Troxi 15.12.2017 16:04
      Highlight Highlight Du hast dann unlimitiert Internet, aber wenn die Swisscom sich von der Netzneutralität verabschiedet, bestimmt die Swisscom worauf das nun gilt und wo du Zusatz Pakete benötigst. Zu deiner Frage, ja könnte sie
    • Rolf Meyer 15.12.2017 16:18
      Highlight Highlight Nicht nur wenn du z.B. bei Whatsapp ein hohes Datenvolumen brauchst. Sogar wenn du generell Whatsapp nutzen willst.
    • birdiee 15.12.2017 16:34
      Highlight Highlight Oder aber, du kannst noch immer unlimitiert, aber der Verkehr für Whatsapp wird so stark gebremst, dass du dir darüber keine Videos mehr laden kannst, oder Bilder verschicken dauert neu 20 Min / Bild.... Oder aber Whatsapp läuft gleich weiter, aber Hangouts von Google (oder Threema) werden geblockt, bis du das "Messenger-Paket" dazu löst...
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerDudeSagts 15.12.2017 15:34
    Highlight Highlight Was anscheinend die meisten hier nicht wissen ist, dass obamas net neutrality act aus 2015 direkt auf soros mist wuchs. dieser finanzierte den sozialistischen thinktank 2002 mit 196mio USD. "Netzneutralität" ist "neusprech, und ein klassisches neoliberales Mogelpaket, um mit hübsch formulierten begriffen die menschen zu leimen. die "Netzneutralität" ist das direkte bindeglied zur DARPA und ermöglicht priv. konzernen die zensur.
    also weg damit!
    • Sapere Aude 15.12.2017 17:53
      Highlight Highlight Ein sozialistischer Think Tank regt eine neoliberale Mogelpackung an, die direktes Bindeglied zur Forschungseinrichtung des Pentagons ist? Alter, was rauchst du?
    • Freddie 15.12.2017 18:01
      Highlight Highlight Also hä?
    • smoenybfan 15.12.2017 18:02
      Highlight Highlight Net Neutrality besagt, dass eben keine Seiten von Netzanbietern beschleunigt oder gedrosselt werden dürfen. Das ist eine Massnahme gegen Zensur. Deine Behauptung musst du jetzt schon erläutern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Maya Eldorado 15.12.2017 15:25
    Highlight Highlight Fortsetzung:
    Ist das jetzt beim Netz auch so. Die Mächtigen mit viel Geld sind jetzt vielleicht ein ganz bisschen schneller. Der Rest wird künstlich mehr oder weniger lang zurückgehalten?

    Vielleicht gibt es ja dann welche, die ein Parallelnetz aufbauen mit Neutralität.
    • DerDudeSagts 15.12.2017 15:36
      Highlight Highlight keine sorge, die sog. nezneutralität war eine mogelpackung. sie ermöglicht die zensur vie FB YT etc. seitens priv. firmen.
    • fischolg 15.12.2017 19:05
      Highlight Highlight Dude, laber keinen Schwachsinn.

      Maya, ich frag mich bei allen Klassen-Einrichtungen, was das genau für einen Sinn macht. Auch SBB zB. Es ist diskrimimierend und meistens ist die 1. Klasse so gut wie leer, während der Rest des Zuges vollgepumpt wird. Und es ist schon lange klar, dass SBB damit nicht verdient. Ist alles einfach Schwachsinn... Nur um mehr Geld verlangen zu können.
  • Maya Eldorado 15.12.2017 15:21
    Highlight Highlight Und was ist mit der Post-Neutralität.
    Seit wann haben wir wieder genau A und B Post? Diese zwei Klassen haben wir hier schon lange.
    Zuerst werden die A-Post-Briefe aussortiert und sofort weitergeleitet.
    Dann können die Sortierer lange durchatmen, bevor sie sich an die B-Post Briefe heranmachen.

    Vor der Unterscheidung waren praktisch alle Briefe am nächsten Tag am Zielort. Durch die Mehrarbeit des Aussortierens schaffen das nun viele nicht mehr.
    • Midnight 15.12.2017 15:43
      Highlight Highlight Das mit der Netzneutralität kann man nicht ganz vergleichen. Im Moment zahlst Du für den Internetzugang, kannst dafür den Anschluss nutzen wie Du willst. Die Höhe deines Beitrags bestimmt dabei, wie schnell dein Zugang maximal ist. Bei der Post ist es dasselbe. Ohne "Post-Neutralität" sähe das dann so aus: Du hast z.B. zwei Onlineshops: Galaxus und Boutique-Hinterguggisberg. Sie sind vom Sortiment her ähnlich. Galaxus zahlt der Post aber monatlich 250'000 Fr. damit diese Galaxus-Pakete bevorzugt behandelt...
    • Midnight 15.12.2017 15:47
      Highlight Highlight ...Die Boutique kann sich einen solchen Beitrag nicht leisten, weshalb ihre Pakete (trotz A-Post) eine Woche brauchen, bis sie beim Empfänger ankommen.

      Insofern kann man also sagen, dass bei der Post durchaus eine Neutralität besteht. Denn A-Post bleibt A-Post, ob dein Päckli jetzt von Digitec oder von Microspot kommt, das interessiert die Post nicht. Das Paket kommt immer gleich schnell und das Porto kostet immer gleich viel (abgesehen von möglichen Mengenrabatten vielleicht).
    • Melodle 15.12.2017 15:53
      Highlight Highlight Nein, da verstehen sie etwas grundsätzlich falsch.
      Mit Netzneutralität ist gemeint, dass die Datenpakete von allen gleich behandelt werden. Natürlich hat jeder eine andere Internetanbietung und Latenzzeit.

      Der Postvergleich würde folgendermassen aussehen: Ein A-Post Paket von ihrer Mutter zu Weihnachten wird später versandt, obwohl sie gleich viel zahlt, als das Zalando-Paket ihres Nachbarn, welches die Post bevorzugt und sofort ausliefert.
  • maendel 15.12.2017 15:12
    Highlight Highlight Mit diesem Artikel wird wieder der Teufel an die Wand gemalt und nur die Gefahren eingeblendet. Es gibt ganz viele Anwendungen welche im Internet priorisiert werden müssen. z.B. für Blaulichtorganisationen. Oder möchte jemand dass die der Notruf nicht durchkommt weil jemand ein Film hochlädt. (PS, Telefonie ist mit IP auch Daten)
    Es gibt viel Datenverkehr welcher in Echzeit funktionieren muss und der darf vor einem EMail priorisiert werden. Ich glaube das Ganze muss differenziert betrachtet werden.
    • Elefantdomi 15.12.2017 15:24
      Highlight Highlight Du verstehst nich wie das Internet gebaut ist wenn du das ernsthaft als Argument nimmst. Zeitsensitive dienstleistungen wie die Sanität wird nur per Telefon aufgeboten, anderes wie Finanzielle daten werden NIE über das öffentliche Internet geleitet 1. Datenschutz 2.Latenz. Das öffentliche Netz ist schon heute grösstententeils für die „kleinen“ also wieso sollte man die „kleinen“ noch mehr behindern. Das konzentriert nur noch stärker die Macht der grossen Konzerne.
    • Oliver Wietlisbach 15.12.2017 15:34
      Highlight Highlight Die Argumente der Netzneutralität-Gegner, also der Telco-Branche, haben wir schon mehrfach in Videos und Artikeln aufgeführt, zum Beispiel gerade gestern:

      "Gegner der Netzneutralität argumentieren, das Zwei-Klassen-Internet sei notwendig, da so Datenpakete zeitkritischer Dienste wie Internettelefonie gegenüber nicht-zeitkritischen Diensten wie E-Mail bevorzugt übertragen werden können. Für die bevorzugte Übertragung sollen Anbieter zeitkritischer Dienste wie etwa Internettelefonie (Skype) oder Streamingdienste (Youtube) entsprechend bezahlen."

      Quelle: https://www.watson.ch/!897965503
      Play Icon
    • Midnight 15.12.2017 16:19
      Highlight Highlight @Maendel Du bist deinem ISP böse auf den Leim gegangen. Hier noch ein Video von 2015 (!). Anschauen und lernen:
      Play Icon
    Weitere Antworten anzeigen
  • RatioRegat 15.12.2017 15:07
    Highlight Highlight Initiative für Netzneutralität?:)
    • opp 15.12.2017 15:25
      Highlight Highlight Jup, hier brandaktuell ein Referendum gegen Netzsperren durch das Geldspielgesetz:

      https://www.digitale-gesellschaft.ch/referendum/

      Disclaimer: Ich bin da Mitglied und sammle aus eigener Überzeugung Unterschriften, sonst aber nicht irgendwie verbandelt mit der DG. :-)
  • Guzmaniac 15.12.2017 14:54
    Highlight Highlight Wehret den Anfängen!
  • Elefantdomi 15.12.2017 14:52
    Highlight Highlight Im Falle das sich jemand interresiert für die Abmachung der grössten Schweizer Anbieter:
    https://drive.google.com/file/d/1wNYWKtXk3bajnXP3NyHvsKuMOYhe0MYW/view

    Hier noch die Aussage von Init7 einen anbieter der ein super Fiber angebot hat:
    https://www.init7.net/en/support/faq/netzneutralitaet/
  • Gubbe 15.12.2017 14:47
    Highlight Highlight Vielleicht gehen wir wieder zurück vor 1980, da konnte man Briefe schreiben und TV schauen. Also damals wurde ein A-Post Brief am nächsten Tag zugestellt. Heute bin ich mir nicht ganz sicher. Das Leben würde billiger, weil die schnellen Abos entfallen. Die zwischenmenschliche Kommunikation würde eine Wiedergeburt erlangen... Ja, die Nostalgiker würden auf ihre Kosten kommen.
    • RASL 15.12.2017 15:31
      Highlight Highlight A- und B-Post wurde erst Anfang der 90er eingeführt. *klugscheissmodusoff*
    • Gubbe 16.12.2017 15:18
      Highlight Highlight RASL: Da haben Sie aber ein langes Wort für meine Ehrung erfunden. Danke
  • Steimolo 15.12.2017 14:27
    Highlight Highlight gestern: ich hasse trump diesen trottel. heute: eu hat schon 2015 aufgeweicht und unser bundesrat will genau dorthin. köstlich 😋
    • HabbyHab 15.12.2017 15:09
      Highlight Highlight Man kann trotzdem nicht einverstanden sein damit? Ausserdem gibt es genug andere Gründe, Trump zu verabscheuen..
  • ChiliForever 15.12.2017 14:26
    Highlight Highlight Ich finde das cool, mit der Abschaffung der Netzneutralität. Das müssen wir jetzt nur ins Real Life übertragen, dann muß der Staat ein entsprechendes Angebot für die Straßennutzung machen, damit wir, die wir das wollen + es bezahlen können, da endlich auch schneller als der Plebs fahren können....
    • Makatitom 15.12.2017 16:39
      Highlight Highlight @Bünzli, Ich habe Thomas hier schon öfter gelesen. keine Angst, er hat nur die Ironie-tags vergessen
    • Midnight 15.12.2017 16:44
      Highlight Highlight 🤦‍♂️🤦‍♂️ Soo sehr 🤦‍♂️🤦‍♂️
      Benutzer Bildabspielen
    • Midnight 15.12.2017 18:48
      Highlight Highlight @Makatitom Puh, da bin ich ja beruhigt...
      @Thomas In dem Fall, sorry für das Missverständnis!
  • Beggride 15.12.2017 14:12
    Highlight Highlight Unsere Politiker der schönen freien Welt gehen dahin zurück, wo man vor dem zweiten Weltkrieg war (sehr plakativer Vergleich, ich weiss). Die Kluft zwischen Elite und dem normalen Bürger nimmt wieder stetig zu und der demokratische, freie Gedanke geht verloren... Wenn das mal gut kommt... Ich meine auch nicht, dass dieser eine Entscheid uns genau dorthin bringen wird, aber es deuten sehr viele Entwicjlungen dahin...
  • Bart-Olomäus 15.12.2017 14:12
    Highlight Highlight Wie damals Padmé Amidala schon erkannte -
    "Und so geht die Freiheit zugrunde - mit einem donnerndem Applaus"

    In dem Sinne ... Ich spüre das Erwachen der Macht... so möge die Macht mit euch allen sein!

    Edit*
    Zum glück habe ich für diesen Fall alle Pornos des gesammten Internet's auf USB 2.0 Sticks gebackupt ...
    • The Destiny // Team Telegram 15.12.2017 18:14
      Highlight Highlight Wieviel?
  • thelegend27 15.12.2017 14:12
    Highlight Highlight Prepare!
    Benutzer Bild
  • swissda 15.12.2017 14:06
    Highlight Highlight In GER wurde die Netzneutralität vor einer Weile ebenfalls mehr oder weniger abgeschafft - es braucht definitiv keinen Trump, um so was umzusetzen.
    Genauso wie bei der Staatsüberwachung übers Internet wird überall dagegen gepoltert und gewettert, die Politik aber macht trotzdem, was sie will. Da frage ich mich schon, ob die 'alten' Politiker nicht einfach Angst vor dem Internet haben und es unter allen Umständen zwingend kontrollieren wollen (Stichwort #Neuland). So oder so: Jetzt jammern wir noch und in ein paar Jahren ists, als wäre es nie anders gewesen... Doch ob diese Denkweise gut ist?
    • ChiliForever 15.12.2017 14:29
      Highlight Highlight Wobei das Zero-Rating-Prinzip schon etwas deutlich anderes ist (auch wenn ich es hier nicht begrüßen bzw. schönreden will).
  • sheshe 15.12.2017 13:57
    Highlight Highlight Leider sind viele Punkte nicht richtig recherchiert und einfach nachgesprochen. Lest euch das mal durch und dann behauptet noch mal, dass wir in der Schweiz nichts davon spüren. https://imgur.com/gallery/D9UGZ
  • Slant 15.12.2017 13:56
    Highlight Highlight "Dass die Befürchtung nicht unbegründet ist, zeigt dieses reale Beispiel eines Mobilfunk-Anbieters in Portugal:"

    By virtue of its membership in the European Union, Portugal does have net neutrality regulations; the prepackaged MEO data plans apply only to mobile broadband usage and are add-ons to, not substitutes for, metered plans offering full Internet access.

    https://www.snopes.com/portugal-net-neutrality/

    Richtig lesen Jungs @Watson @RitzmannMarkus
  • Chääschueche 15.12.2017 13:54
    Highlight Highlight Die SP und SVP wollen das gleiche. Sieht man nicht oft :)


    Zum Thema:
    Der Kunde kann sich wehren wenn er will. Nur würden die meisten trotzdem lieber zahlen als aus Protest auf die Dinge zu verzichten. Denn wenn genügend Leute auf diese Dinge verzichten würden, würden die Telekommunikationsfirmen schnell umschwenken.

    • Bart-Olomäus 15.12.2017 16:41
      Highlight Highlight Ciao Chääschueche,

      Ja Super Idee ... :) Ich meine, das Internet ist sowieso nur so ein Hype ... es gibt ja kaum Firmen, die etwas mit dem Internet zu tun haben, ich bin auch dafür dass wir wieder wie früher normale Berufe ausüben, Schuhmacher, Schmied und Bauer, mehr braucht es ja auch nicht in der heutigen Zeit :) - Firmen wie die Swisscom / RingierDigital und zb Scout24 oder Watson braucht man sowieso nicht in unserer Gesellschaft ...

      LG und wir sehen uns dann auf dem Feld :)
      ich schicke dir noch ne Brieftaube damit wir uns dann treffen können...

      [Ironie off]
    • Vanessa_2107 16.12.2017 07:46
      Highlight Highlight ....bevorzuge Rauchzeichen 😉
    • Chääschueche 16.12.2017 13:36
      Highlight Highlight JA auf das Internet verzichten, Internetabos künden und auf Prepaid wechseln. Zumindes als Privatperson geht das eigentlich problemlos. Wenn man denn eben auf etwas verzichten kann. Das kann der Konsumgeile Mensch aber eben nicht.

      SMS und Telefonie laufen nicht über das Internet und auch TV geht bei einigen Ambietern nicht über das Netz.


      Und ja, wenn genügend Menschem das Internet aus Protest meiden wird das enorme auswirkungen auf die Wirtschaft haben und dann wird die Politik schnell eine 180• Wendung machen.
  • aglio e olio 15.12.2017 13:53
    Highlight Highlight Ja ja, der freie Markt wird es richten.
    NOT! Its a dream.
    Die grossen Player kommen vor Lachen nicht in den Schlaf, die Kleinen bleiben auf der Strecke und der Konsument darf seine Taschen weiter leeren.
    • Ökonometriker 15.12.2017 14:32
      Highlight Highlight Der freie Markt könnte es eventuell richten - in der Schweiz ist der Markt aber nicht frei, also richtet er auch nichts. Wir haben einen Staatsmoloch und gewisse Oligopolisten. Ein Kleinunternehmen hat keine Chance. Ich weiss nicht, wo hier ein freier Markt sein soll...
    • HabbyHab 15.12.2017 15:11
      Highlight Highlight Der freie Markt hat noch nie wirklich zu etwas gute geführt, wenn es um Dienstleistungen geht, @Ökonometriker..
    • Ökonometriker 15.12.2017 15:59
      Highlight Highlight @HabbyHab warum wechselst Du nicht Deinen Coiffeur, wenn Du unzufrieden bist?
  • Thurgauo 15.12.2017 13:52
    Highlight Highlight Notfalls geht man damit halt vors Volk. Da wird man mit solchen Anliegen niemals eine Chance haben. Dafür ist die Schweizer Demokratie ja da! Die Freiheit im Netz ist wichtig! Da würde ich höchstpersönlich Unterschriften sammeln gehen.
    • Elefantdomi 15.12.2017 14:13
      Highlight Highlight Heh.. da wird man wie beim Nachrichtendienstgesetz einfach ein wenig umformulieren und Angst machen. Möglichst unverständlich und es mit technischen Wörtern die sich positiv anhören schmücken damit die älteren Generationen gewonnen werden können.
    • SuicidalSheep 15.12.2017 14:40
      Highlight Highlight Ich würd dich sofort unterstützen. Hoffen wir, dass es nicht so weit kommen muss.
    • opp 15.12.2017 14:47
      Highlight Highlight Da wäre die Digitale Gesellschaft aktuell sogar sehr froh um deine Unterstützung beim Referendum gegen Netzsperren durch das Geldspielgesetz:
      https://www.digitale-gesellschaft.ch/referendum/
    Weitere Antworten anzeigen
  • Scaros_2 15.12.2017 13:49
    Highlight Highlight Von den 7%, die Nein gestimmt haben, würde ich gerne wissen, was sie dazu verleitet, Nein zu sagen zu einer Netzneutralität per Gesetz.
    • Elpolloloco 15.12.2017 14:55
      Highlight Highlight Ich habe unschlüssig gewählt, das soll nicht per Gesetz festgeschrieben werden.
      Keine Regelung bedeutet imho, dass alle Daten gleichberechtigt sind - wenn ein Anbieter eine Schlaumeierei mit "Gratis Zattoo Streaming und sonst Limite" machen will, kann er das, auch wenn es streng genommen gegen die Netzneutralität ist. Wenn ein Anbieter aber diskriminiert wird es ein Fall für die Behörden. Das System funktioniert gut, schaut Euch mal die Netflix Statistiken zur Schweiz an.Was aber um jeden Preis verhindert werden muss ist ein Gesetz, um die Priorisierung von Datenströmen zu ermöglichen.
    • Sarkasmusdetektor 15.12.2017 14:59
      Highlight Highlight Ich vermute, das sind einfach die bequemen, für die das Internet eh nur aus Whatsapp, Facebook und Youtube besteht. Für solche User wird es allenfalls tatsächlich günstiger oder schneller. Oder sie sind wie manche Politiker, lassen sich ihre Mails von der Sekretärin ausdrucken und verstehen gar nicht, worum es eigentlich geht.
    • Lorinsky 15.12.2017 15:18
      Highlight Highlight Ich habe die Frage falsch gelesen und gedacht es geht darum ob man die Netzneutralität abschaffen will. Also ganz klar "Nein". Beim wiederholten lesen wurde mir dann klar wieso so viele für "Ja" stimmten :D -Ups-
    Weitere Antworten anzeigen
  • Midnight 15.12.2017 13:45
    Highlight Highlight Solche Sachen machen mir Angst!

Kurdin, Jesidin, Deutsche: Warum Düzen Tekkal nicht mehr schlafen kann

Düzen Tekkal (41) ist derzeit die wichtigste Stimme der Kurden in Deutschland. Im Interview sagt sie, dass es noch nicht zu spät ist, Rojava zu retten. «Aber jetzt muss schnell gehandelt werden.»

Wenn Düzen Tekkal einmal loslegt, dann gleich richtig. Die Deutsche mit kurdisch-jesidischen Wurzeln nimmt kein Blatt vor den Mund. Seit Wochen kritisiert sie den türkischen Angriffskrieg in Rojava öffentlich und in einer scharfen Deutlichkeit: dass der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan völkerrechtswidrig handelt, dass er eine ethnische Säuberung vornimmt, dass er mit seinem Handeln dem Islamischen Staat zu neuer Kraft verhilft.

Tekkal ist derzeit die wichtigste Stimme der Kurden in …

Artikel lesen
Link zum Artikel