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Jede(r) Zweite vernachlässigt im Internet diese wichtigen Einstellungen

Schweizerinnen und Schweizer fürchten sich vor Hackern, Trollen und Provokateuren im Internet. Trotzdem wird dem Schutz der Privatsphäre zu wenig Gewicht beigemessen.
13.03.2018, 07:0013.03.2018, 09:18

Schweizer Internetnutzer sehen Hacker als grösste Bedrohung. Bei ihren Kundendaten haben sie jedoch starkes Vertrauen in Banken und Behörden – nicht so in Social-Media-Plattformen. Doch genau da vernachlässigt jeder Zweite seine Privatsphären-Einstellungen.

Dies geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Internetvergleichdienstes Comparis.ch zum Thema Datensicherheit hervor. Das Unbehagen unter den Schweizer Internetnutzern gegen Kriminelle und Hacker erreicht auf der Bedrohungsskala (1 bis 10) einen Wert von 6,7. Danach folgen Trolle und Provokateure (5,7). Misstrauen erwecken auch Geheimdienste (5,3).

hscreenshot: comparis

Grössere Sorgen bereiten den Nutzern bei der Datensicherheit vor allem Dating-Portale (3,4) und Social-Media-Plattformen (4,0), wie die Umfrage zeigt. Dabei kümmert sich allerdings nur gut jeder Zweite (52 Prozent) bewusst um die eigenen Privatsphäre-Einstellungen auf Portalen wie Facebook.

screenshot: comparis

Im Umgang mit ihren Kundendaten äusserten die Befragten gleichzeitig aber starkes Vertrauen gegenüber Banken (7,2), Behörden (7,1) und Buchungsplattformen (6,3). Zudem sorgen die Nutzer offenbar vor: 67 Prozent nutzten etwa Online-Banking nur auf dem eigenen Computer. 63 Prozent aktualisierten regelmässig ihre Programme.

Mehr Privatsphäre = weniger Angriffsfläche für Internet-Trolle

Die Prioritäten bei den Massnahmen widerspiegle das subjektive Bedrohungsempfinden, schreibt Comparis in einer Mitteilung. Die persönliche Einschätzung, etwa selbst Opfer von Hasstiraden und Shitstorms zu werden, unterscheide sich deutlich von der abstrakten Gefahrenwahrnehmung.

In der Schweiz sind derzeit laut Angaben des Software-Anbieters Hootsuite rund 4,4 Millionen Menschen aktive Social-Media-Nutzer.

Comparis hält fest, das wirksamste Mittel gegen Internet-Trolle sei die regelmässige Kontrolle der Privatsphäre-Einstellungen. Wer weniger persönliche Informationen zugänglich mache und den Kreis der Leute, die die Information einsehen könnten, klar einschränke, biete weniger Angriffsfläche für Angriffe.

Die Vertrauensstudie
Die Befragung wurde im März 2018 durch das Marktforschungsinstitut Market Agent im Auftrag von Comparis.ch bei 1019 Personen in allen Regionen der Schweiz durchgeführt und sei repräsentativ für Schweizer Internet-Nutzer. Die Befragung wird seit 2013 regelmässig mit standardisierten Fragen durchgeführt. Ziel ist es, «die Einstellungen und das Nutzungsverhalten der Schweizer Bevölkerung zum Thema Datensicherheit und Datenschutz repräsentativ zu messen und Veränderungen sichtbar zu machen».

(dsc/sda)

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