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Vermisster Julen tot im Brunnenschacht gefunden



Der seit knapp zwei Wochen in einem tiefen Brunnenschacht in Südspanien verschollene Julen ist in der Nacht zum Samstag tot gefunden worden. Die Leiche des zweijährigen Jungen sei nach tagelangen Bohrungen in einer Tiefe von rund 70 Metern entdeckt worden.

Dies berichtete das spanische Fernsehen unter Berufung auf die Regionalregierung in Málaga. Rettungskräfte hätten die Leiche des Kleinkindes in dem Brunnenschacht gefunden, teilten zudem örtliche Regierungsvertreter in der Nacht zum Samstag mit.

Retter hatten seit dem 13. Januar unermüdlich versucht, zu dem Kind in dem extrem engen Schacht vorzudringen. Allerdings gab es keine Lebenszeichen von ihm. Zudem war unklar, in welcher Tiefe des 107 Meter tiefen, illegal auf der Suche nach Wasser gegrabenen Bohrloches sich der Knabe befand.

Ganz Spanien hatte tagelang mit den Eltern gehofft und gebangt. Experten hatten versichert, dass es nicht ausgeschlossen sei, das Kind lebend zu finden. Jedoch waren die Hoffnungen auf ein glückliches Ende des dramatischen Unfalls mit jeder Minute geschrumpft. Die Helfer waren bei der Bohrung eines Parallel-Tunnels auf immer neue Probleme gestossen, so vor allem auf extrem hartes Gestein, das die Arbeiten verzögerte.

epa07319074 Helicopters of the Spanish Civil Guard reportedly carrying explosive materials arrive at the site where rescue teams continue their works to find two-year-old boy Julen who fell down a 110-meters-well 13 January, in Totalan, Malaga, Spain, early 25 January 2019. The excavation works have reached the depth where the kid is believed to be. Now, miners involved in the rescue operation are manually perforating a 4 meters horizontal tunnel to reach the boy. The hardness of the ground has delayed the operation in the rescue of the boy during the last days. The difficulty and magnitude of the works make this a rescue operation without precedents in Spain.  EPA/DANIEL PEREZ

Bild: EPA/EFE

Bei Ausflug verschollen

Seit Donnerstagabend hatten erfahrene Bergarbeiter unter schwierigsten Bedingungen mit Spitzhacken und Presslufthämmern einen horizontalen Tunnel gegraben, um zu Julen vorzudringen.

Der Kleine war bei einem Ausflug mit seiner Familie in das Loch gefallen, das einen Durchmesser von nur 25 bis 30 Zentimetern hat. Seine Eltern hatten in der Nähe gepicknickt. Bei Kameraaufnahmen war im Schacht in einer Tiefe von gut 70 Metern eine Tüte mit Süssigkeiten entdeckt worden, die Julen bei sich hatte. Experten erklärten, ein vergleichbarer Notfall in einer solchen Tiefe habe es weltweit noch nie gegeben. (sda/dpa/afp)

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15
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Zing1973 26.01.2019 14:09
    Highlight Highlight 😢😢😢...mehr gibt es nicht zu sagen😔
  • bokl 26.01.2019 09:16
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte bleibe beim Thema und beachte die Kommentarregeln.
    • Patsia 26.01.2019 10:31
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Scaros_2 26.01.2019 09:00
    Highlight Highlight Ist man eigentlich davon ausgegangen, das man ihn lebend rettet? Blitzt mich oder kritisiert mich aber war das nicht ein wenig Naiv?
    • Hans Franz 26.01.2019 09:17
      Highlight Highlight der Glaube stirbt zuletzt.
      Auch wenn es nur eine kleine Chance bestand ihn lebend zu finden, diese Chance muss man wahrnehmen!

    • Natürlich 26.01.2019 09:55
      Highlight Highlight Nach 3 Tagen ohne Wasser stirbt man, als Kleinkind wohl noch einiges schneller.
      Sehr naiv sogar.
      Einfach nur traurig sowas
    • Menel 26.01.2019 12:20
      Highlight Highlight Ich denke, es ging am Schluss nur noch darum, den Leichnam zu bergen, damit er beerdigt werden kann.
    Weitere Antworten anzeigen
  • lilie 26.01.2019 08:49
    Highlight Highlight Diese Geschichte macht nicht nur traurig, sondern auch wütend. Wie kann man so hirnlos sein, zuerst illegal nach Wasser zu bohren und dann nicht mal das Loch abzusichern? Da könnten auch Tiere zu Tode fallen, ein Erwachsener könnte sich immerhin noch das Bein brechen. Nun ist der Super-GAU eingetreten und ein Kleinkind ist kläglich in dem Loch umgekommen. Einfach furchtbar. 🙈
  • Cosmopolitikus 26.01.2019 08:49
    Highlight Highlight Leider ist eingetroffen, was nach so einer langen Dauer zu erwarten war. Den Angehörigen sei unser tiefstes Mitgefühl gewiss.
    Was mich bei dieser traurigen Geschichte dennoch freut, ist die unglaubliche Solidarität rund um die Welt.
    Ich wünsche mir, dass sich die Menschen auch ohne solche tragischen Unglücke vermehrt solidarisieren, mehr zusammenstehen und einander gegenseitig unterstützen. Das wäre ein schönes Zeichen von Menschlichkeit.
  • User03 26.01.2019 08:04
    Highlight Highlight Mein gott... Schon wenn ich das lese bekomme ich Platzangst. Was für ein schrecklicher Tod. Hoffentlich müsste der kleine nicht leiden 😭
  • Kafi>Tee 26.01.2019 07:55
    Highlight Highlight Man stelle sich vor, zwei Jahre mit dem Kind verbracht zu haben, es als Eltern kennen- und lieben gelernt. Fürsorgend, aufopfernd, mit voller Vorfreude auf die Zukunft, gespannt daraf, was aus dem kleinen wohl einmal wird. Wie er aussehen wird, sein Charakter, ob er wohl selbst einmal Kinder hat? Dabei immer dieser eine Gedanke im Hinterkopf. "Hoffentlich stösst ihm nie was zu". Und eines Tages werden die schlimmsten Ängste Realität. Als Vater eines 8 Monate alten Jungen geht mir diese Geschichte mitten ins Herz. Alles erdenklich Gute der Familie. Das Leben ist manchmal einfach nicht fair...
    • Calvin Whatison 26.01.2019 12:50
      Highlight Highlight Ein schöner Kommentar. Danke👍🏻

      An die Blitzer: schämt euch.👎🏻
  • G. Samsa 26.01.2019 07:40
    Highlight Highlight Mann mann mann, das ist einfach nur tragisch!
    Die Geschichte geht mir echt ans Herz!
    Was dem kleinen Julen geschehen ist, ist grausam.
    Kommt dazu dass die Eltern schon mal ein Kind verloren haben.
    Die Welt kann ganz schön hart sein!

    Bleibt zu hoffen dass weitere Löcher sicher verschlossen werden.
  • Macrönli 26.01.2019 07:36
    Highlight Highlight Das zerreisst mir das Herz. Armer kleiner Julen. Arme Eltern, unvorstellbar was sie durchmachen mussten und müssen. Ich wünsche den Eltern von ganzem Herzen Kraft, in die Zukunft zu blicken und irgendwann genug Licht in ihren Herzen, um wieder lächeln zu können ❤🌟

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