International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa07401472 Pro Brexit protesters outside the Houses of Parliament in Westminster, central London, Britain, 27 February 2019. Members of Parliament (MPs) are debating and scheduled to vote on Theresa May's revised Brexit strategy later in the day.  EPA/VICKIE FLORES

Brexit-Befürworter verlangen einen Austritt ohne Verzögerung. Bild: EPA/EPA

Jetzt geht es beim Brexit wirklich um die Wurst: Das sind die Szenarien

Weniger als drei Wochen vor der Brexit-Deadline ist immer noch unklar, wie die Briten aus der EU austreten wollen. Nun ist einmal mehr das Parlament am Zug. Mehrere Optionen liegen auf dem Tisch.



Die Uhr tickt unerbittlich. Sie tut es immer lauter und dringlicher. Am 29. März um 23 Uhr wird das Vereinigte Königreich aus der Europäischen Union austreten. Zweieinhalb Wochen sind es bis zum schicksalsträchtigen Datum, und noch ist kein Ausweg aus dem Brexit-Chaos in Sicht, das die britische Politik seit bald drei Jahren in Atem hält. Diese Woche ist erneut das Parlament gefragt.

Premierministerin Theresa May wird ein zweites Mal über ihren mit der EU ausgehandelten «Scheidungsvertrag» abstimmen lassen. Im Januar hatte sie eine verheerende Niederlage erlitten. Die konservative Regierungschefin versuchte, in Brüssel Nachbesserungen auszuhandeln, biss jedoch auf Granit. Nun stehen verschiedene Optionen zur Debatte. Ein Überblick:

Britain's Prime Minister Theresa May leaves 10 Downing Street to attend the weekly Prime Ministers' Questions session, in parliament in London, Wednesday, March 6, 2019. (AP Photo/Frank Augstein)

Theresa May bringt ihren Scheidungsvertrag ein zweites Mal ins Unterhaus. Bild: AP/AP

Wann wird abgestimmt?

Die BBC bezeichnet die zweite Abstimmung über den Brexit-Deal als «the big one». Sie wird am Dienstagabend stattfinden. Sagt das Unterhaus dieses Mal Ja, kommt es am 29. März zu einem geregelten Austritt. Konkret tritt eine bereits vereinbarte Übergangsfrist bis Ende 2020 in Kraft. In dieser Zeit müssen beide Seiten ihre künftigen Beziehungen definitiv aushandeln.

Die meisten Beobachter rechnen allerdings mit einem erneuten Nein, weil die EU den Briten keinerlei Zugeständnisse gemacht hat. Die Gespräche seien festgefahren, erklärte ein britischer Regierungsvertreter am Montag in Brüssel. Die bereitstehende Maschine der Royal Air Force, die Theresa May kurzfristig nach Brüssel fliegen könnte, dürfte am Boden bleiben.

Woran harzt es?

Das Hauptproblem ist und bleibt der Backstop, die Auffanglösung, mit der Grenzkontrollen zwischen Nordirland und der Republik Irland verhindert werden sollen. Die Brexit-Hardliner verlangen, dass er zeitlich befristet wird oder von den Briten einseitig gekündigt werden darf. Eine Dauerlösung, bei der Nordirland mehr oder weniger ein Teil der EU bliebe, lehnen sie kategorisch ab.

Die Republik Irland wiederum muss auf die Republikaner im Norden Rücksicht nehmen. Diese streben die Wiedervereinigung der Insel an. Jegliche Grenzkontrollen, und seien sie noch so moderat und «unsichtbar», betrachten sie als Provokation. Die Iren und mit ihnen die EU fürchten deshalb um das Karfreitagsabkommen, mit dem 1998 der blutige Nordirland-Konflikt beendet wurde.

Was geschieht bei einem Nein?

Falls Mays Brexit-Deal durchfällt, wird die Regierungschefin am Mittwoch über einen No-Deal-Brexit abstimmen lassen, also einen Austritt ohne Abkommen. Ein Ja gilt als wenig wahrscheinlich, denn wenn es im völlig zerstrittenen Unterhaus für eine Option eine klare Mehrheit gibt, dann ist es die Ablehnung eines chaotischen Austritts, der die britische Wirtschaft massiv schädigen könnte.

Ein chaotischer Brexit hätte verheerende Folgen

abspielen

Video: srf

Wie geht es weiter?

Bei einem Nein zum No-Deal-Brexit soll schon am Donnerstag die nächste Abstimmung stattfinden. In diesem Fall ginge es um eine Verschiebung des Austritts gemäss Artikel 50 der EU-Verträge. Sagen die Abgeordneten erneut Nein, wäre das Chaos total. Niemand wüsste, wie es weitergeht. Bei einem Ja dürfte May am EU-Gipfel vom 21./22. März eine Vertagung des Brexit beantragen.

Was ist mit einer zweiten Abstimmung?

Nach langem Zögern hat sich Labour-Chef Jeremy Corbyn für eine zweite Abstimmung über Austritt oder Verbleib in der EU ausgesprochen. Er tat dies nicht ganz freiwillig. Mehrere proeuropäische Abgeordnete waren zuvor aus der Labour-Partei ausgetreten und hatten zusammen mit «abtrünnigen» Konservativen eine Fraktion der Unabhängigen gegründet.

Grosse Chancen dürfte ein solcher Antrag im Unterhaus jedoch nicht haben. Zahlreiche Labour-Abgeordnete vertreten Wahlkreise, die im Juni 2016 für den Brexit gestimmt hatten. Es gilt als fraglich, dass sie ein erneutes Referendum unterstützen werden.

Was kommt danach?

Der Brexit dürfte höchstens bis Ende Juni aufgeschoben werden, da es sonst zu Komplikationen wegen der Europawahl im Mai kommen könnte, an der die Briten nicht mehr teilnehmen. Viel dürfte sich in dieser Zeit nicht ändern. Britische Medien glauben, dass Theresa May ein drittes Mal über ihren Deal abstimmen lassen und mit der endgültigen Deadline vor Augen Erfolg haben wird.

Sofern sie dann noch im Amt ist. Die Hardliner unter den Tories fürchten, dass es bei einer Verschiebung zu gar keinem Austritt kommen wird. Sie drohten am Wochenende offen mit einer Rebellion gegen May, die zu ihrem Rücktritt führen könnte. Der frühere Brexit-Minister David Davis warnte laut dem «Guardian» vor einem «Trump-Moment» im Volk bei einem Aufschub des Brexit.

Die Brexit-Frage spaltet Grossbritannien

Brexit

Brexit, Sex und Korruption: Diese Affären verfolgen Boris Johnson

Link zum Artikel

So könnte ein Ausweg aus dem Brexit-Chaos aussehen

Link zum Artikel

Warum die Briten nochmals über den Brexit abstimmen müssen

Link zum Artikel

Brexit: Noch gibt es Auswege aus dem No-Deal-Albtraum

Link zum Artikel

«The Uncivil War»: Ein Dokudrama erzählt die wahre Geschichte des Brexit

Link zum Artikel

Brexit: Boris Johnsons grosser No-Deal-Bluff

Link zum Artikel

Chaos in London – so könnte es jetzt mit dem Brexit weitergehen

Link zum Artikel

Johnson will britisches Parlament beurlauben, Queen gibt Okay

Link zum Artikel

Boris Johnson verliert wegen eines Überläufers die Mehrheit und ist jetzt in argen Nöten

Link zum Artikel

Diese 5 Politiker bestimmen jetzt über Grossbritanniens Zukunft

Link zum Artikel

Was Boris Johnsons «Einknicken» beim Brexit für die Schweiz bedeutet

Link zum Artikel

Juncker zum Brexit: «Es reicht jetzt mit dem langen Schweigen»

Link zum Artikel

«Kein Brexit ohne Parlament!» John Bercow sagt Johnson in Zürich den Kampf an

Link zum Artikel

Schottische Regierungs-Chefin will Unabhängigkeit – 2020 soll Referendum kommen

Link zum Artikel

Politiker schmeisst genervt den Bettel hin: Was nach dem Brexit-Votum sonst noch passierte

Link zum Artikel

Diese Grafik verschafft dir im Brexit-Chaos den Überblick 

Link zum Artikel

Warum britische Banker ihre Liebe zu einem Sozialisten entdecken

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Brexit

Brexit, Sex und Korruption: Diese Affären verfolgen Boris Johnson

17
Link zum Artikel

So könnte ein Ausweg aus dem Brexit-Chaos aussehen

13
Link zum Artikel

Warum die Briten nochmals über den Brexit abstimmen müssen

183
Link zum Artikel

Brexit: Noch gibt es Auswege aus dem No-Deal-Albtraum

17
Link zum Artikel

«The Uncivil War»: Ein Dokudrama erzählt die wahre Geschichte des Brexit

17
Link zum Artikel

Brexit: Boris Johnsons grosser No-Deal-Bluff

30
Link zum Artikel

Chaos in London – so könnte es jetzt mit dem Brexit weitergehen

12
Link zum Artikel

Johnson will britisches Parlament beurlauben, Queen gibt Okay

89
Link zum Artikel

Boris Johnson verliert wegen eines Überläufers die Mehrheit und ist jetzt in argen Nöten

61
Link zum Artikel

Diese 5 Politiker bestimmen jetzt über Grossbritanniens Zukunft

3
Link zum Artikel

Was Boris Johnsons «Einknicken» beim Brexit für die Schweiz bedeutet

104
Link zum Artikel

Juncker zum Brexit: «Es reicht jetzt mit dem langen Schweigen»

46
Link zum Artikel

«Kein Brexit ohne Parlament!» John Bercow sagt Johnson in Zürich den Kampf an

47
Link zum Artikel

Schottische Regierungs-Chefin will Unabhängigkeit – 2020 soll Referendum kommen

8
Link zum Artikel

Politiker schmeisst genervt den Bettel hin: Was nach dem Brexit-Votum sonst noch passierte

4
Link zum Artikel

Diese Grafik verschafft dir im Brexit-Chaos den Überblick 

7
Link zum Artikel

Warum britische Banker ihre Liebe zu einem Sozialisten entdecken

52
Link zum Artikel

Brexit

Brexit, Sex und Korruption: Diese Affären verfolgen Boris Johnson

17
Link zum Artikel

So könnte ein Ausweg aus dem Brexit-Chaos aussehen

13
Link zum Artikel

Warum die Briten nochmals über den Brexit abstimmen müssen

183
Link zum Artikel

Brexit: Noch gibt es Auswege aus dem No-Deal-Albtraum

17
Link zum Artikel

«The Uncivil War»: Ein Dokudrama erzählt die wahre Geschichte des Brexit

17
Link zum Artikel

Brexit: Boris Johnsons grosser No-Deal-Bluff

30
Link zum Artikel

Chaos in London – so könnte es jetzt mit dem Brexit weitergehen

12
Link zum Artikel

Johnson will britisches Parlament beurlauben, Queen gibt Okay

89
Link zum Artikel

Boris Johnson verliert wegen eines Überläufers die Mehrheit und ist jetzt in argen Nöten

61
Link zum Artikel

Diese 5 Politiker bestimmen jetzt über Grossbritanniens Zukunft

3
Link zum Artikel

Was Boris Johnsons «Einknicken» beim Brexit für die Schweiz bedeutet

104
Link zum Artikel

Juncker zum Brexit: «Es reicht jetzt mit dem langen Schweigen»

46
Link zum Artikel

«Kein Brexit ohne Parlament!» John Bercow sagt Johnson in Zürich den Kampf an

47
Link zum Artikel

Schottische Regierungs-Chefin will Unabhängigkeit – 2020 soll Referendum kommen

8
Link zum Artikel

Politiker schmeisst genervt den Bettel hin: Was nach dem Brexit-Votum sonst noch passierte

4
Link zum Artikel

Diese Grafik verschafft dir im Brexit-Chaos den Überblick 

7
Link zum Artikel

Warum britische Banker ihre Liebe zu einem Sozialisten entdecken

52
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

43
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
43Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Wander Kern 11.03.2019 19:38
    Highlight Highlight Meinem Buchmacher geht gerade der A.... auf Grundeis. Dumm nur, wird in Pfund ausbezahlt...
  • Baron Minshew 11.03.2019 19:25
    Highlight Highlight In meinen Augen kommt das Ganze mit May nicht weiter. Persönlich bedaure ich den Brexit aber isch jetz wis isch. Sinnvoll wäre wenn ein Brexit Befürworter vom Kaliber Jacob Rees-Mogg jetzt das Ruder übernimmt. Rein ideologisch nicht mein Freund aber clever ist er.
    Und idealerweise macht er jemand ohne Kinder zum Schatzkanzler. Mit seinen sechs (oder sinds mehr?) hätte er in der No10 kaum Platz. Aber Blair/Brown tauschten die 10 und 11 damals auch.
    Sorry für das unnütze Wissen, aber solche Dinge beschäftigen mich tatsächlich🤷‍♂️
    • Beat-Galli 12.03.2019 06:10
      Highlight Highlight Ich frage mich ob die Briten diesen Moog such kennen.
      Irgend etwas in mir schreit, dass dies nur von underen Medien ständig heruntergeleiert wurde, weil der so typisch klischeehaft ist...
    • Baron Minshew 12.03.2019 10:43
      Highlight Highlight Man kann die TIMES fast nicht lesen ohne über ihn zu stolpern. Anfangs wurde er belächelt und jetzt ernst genommen. Konservativ wie ein Fass ohne Boden
  • Rumbel the Sumbel 11.03.2019 19:04
    Highlight Highlight Wenn tatsächlich eine Zweite Volksabstimmung erzwungen wird, verstehe ich Demokratie nicht mehr.
    • Mutzli 11.03.2019 20:56
      Highlight Highlight Was ist an abstimmen gehen undemokratisch? Ob nötig, hilfreich, mühsam, gut, was-weiss-ich ist, kann man bei jedem Fall natürlich debattieren, aber sehe das grundsätzliche Problem nicht.

      Wenn sich, wie bei der ganzen Brexit-Saga, die Rahmenbedingungen ändern, mehr Informationen da sind etc. halte ich es sogar für demokratischer noch mal abzustimmen.

      Mehrmals über das gleiche abstimmen Ist bei uns in der Schweiz ja auch absolut normal, seis im Grossen z.B. Frauenstimmrecht oder im kleinen z.B. die gefühlten 30-Mal zur Reitschule.
    • Rumbel the Sumbel 11.03.2019 21:10
      Highlight Highlight Es geht mir darum, Abstimmungen welche mit ja oder nein enden, sind beendet, ob es einem passt oder nicht. Auch ich fand es nicht immer toll, wenn bei uns Abstimmungen in diese oder diese Richtungen liefen. Aber das ist Demokratie. Ich wäre hier vehementer Gegner, wenn der Volkswille nicht mehr gelten würde und man eine Abstimmung noch einmal durchboxen will, weil es gewissen Kreisen nicht akzeptieren wollen. Gleich woher die kommen. Und scheinbar wird ja eine erneute Abstimmung in England auch in Erwägung gezogen. Das zum Volkswillen.
    • Rumbel the Sumbel 11.03.2019 21:16
      Highlight Highlight Supi. Und dann kommt es zu einem Nein und da kommen die Unterlegenen und jammern, und dann und dann.....Nö.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Flo1914 11.03.2019 18:37
    Highlight Highlight Die EU müsste GB mehr entgegenkommen.
    Ohne den grossartigen Einsatz von GB im WKII gäbe es vielleicht gar keine EU.
    Oder eine nationalsozialistische oder eine sowjetische.
    • Alienus 12.03.2019 14:46
      Highlight Highlight Floxxxx

      Ist doch very lustig.

      Die EU hat in den letzten ca. 30 Jahren GB insgesamt ca. 120 bis 140 Milliarden € Entgegenkommen gewährt!

      PS1: Der Dank gehört tatsächlich eher den USA, welche zuerst heimlich und dann GB unterstützt haben.

      PS2: Lesen und Kenntnis der Historie hilft.

      PS3: Kein Wort zu den bald kleinbrittischen Lügenbaronen?
    • Alienus 13.03.2019 13:29
      Highlight Highlight Flo

      2. Versuch

      Ist doch very lustig mit Ihrer "Wahrheit".

      Die EU hat GB insgesamt ca. 120 bis 140 Milliarden € Nachlass als Entgegenkommen gewährt!

      Böse, böse EU: Nur 140 Milliarden.

      Noch offener Schuldbetrag von GB gegenber der EU ca. 45 - 60 Milliarden.

      PS1: Der Dank gehört tatsächlich eher den USA, welche zuerst heimlich und dann üppig GB unterstützt haben.

      PS2: Lesen der Historie hilft.
  • Brett-vorm-Kopf 11.03.2019 17:40
    Highlight Highlight Statt "Computer says No" ist's hier halt "EU says No"... ansonsten little Britain at its best.
    • Patrik Hodel 11.03.2019 20:52
      Highlight Highlight Made my day! :-)
    • Patrik Hodel 11.03.2019 20:54
      Highlight Highlight Aber ja, aber nein, aber ja, aber nein...
  • salamandre 11.03.2019 17:25
    Highlight Highlight Schlimmer als kleine Kinder.
    • Todesstern 11.03.2019 18:43
      Highlight Highlight Hast du was anderes erwartet?
    • Wander Kern 11.03.2019 19:28
      Highlight Highlight Jetzt mal kein Kinderbashing hier...
  • Ass 11.03.2019 17:20
    Highlight Highlight Die Böse EU ist an allem Schuld. Also sollen sie jetzt austretten! Schliesslich sind dann alle Probleme gelöst. Oder etwa doch nicht???
    • WHU89 11.03.2019 19:42
      Highlight Highlight du hast mindestens 2 ausrufezeichen vergessen
  • Ohniznachtisbett 11.03.2019 16:41
    Highlight Highlight Man kann den Brexit gut oder schlecht finden, man kann für diese oder jene Variante sein. Alles gut und recht. Aber: Wenn man sieht wie die EU versucht Steine in den Weg zu legen, dann bekomme ich echt das kotzen. Es muss doch möglich sein aus einem "Verein" auszutreten. Und ja mir ist bewusst, dass auch die Briten eine himmeltraurige Figur abgeben. Nur: für mich zeigt die EU hier ihre hässliche undemokratische Bürokraten Fratze. Und genau diese ist der Grund warum die EU tiefgreifende Reformen braucht. Diesen häufig kaum demokratisch legitimierten Bürokraten gilt es Einhalt zu gebieten.
    • Nicholas Fliess 11.03.2019 20:08
      Highlight Highlight Was für ein Unsinn! Es sind die Briten, die nicht wissen, was sie wollen, die sich noch immer unter sich streiten. Die EU beharrt richtigerweise auf ihren Grundsätzen, die Briten sind diejenigen, die nicht begreifen wollen, dass das Empire nicht mehr existiert, und dass die ganze EU/Welt nicht mehr nach ihrer Pfeife tanzt... 🤦🏻‍♂️
    • DerTaran 11.03.2019 20:27
      Highlight Highlight Die Briten können jederzeit austreten: No Deal Brexit.
  • derWolf 11.03.2019 16:34
    Highlight Highlight Zieht es durch und dann sehen wir weiter. Klar wird die EU alles daran setzen die Briten auflaufen zu lassen, alles andere wäre ihr Ende. Interessant wird es sein wie die restliche Welt darauf reagiert. Wer hat ein Interesse die EU in ihrem heutigen Zustand als Verlierer darzustellen. Die Russen? Die USA? Nope! Jedem gefällt der schwache Partner EU, seit den Weltkriegen ging es doch genau darum. Das ist keine Verschwörungs-Allu-Hut Theorie, das ist einfach Fakt. Daher wird es für Britannien sehr schwer werden. Das wir dies auch noch zynisch Feiern zeigt nur, was für Heuchler (Idiots) wir sind.
  • dechloisu 11.03.2019 15:53
    Highlight Highlight Das alles wird nicht passieren.

    Die Queen wird das Parlament auflösen.
    Darauf hin den Brexit als Hirngespinst des niederen Volkes abtun und die absolute Monarchie wieder einführen.

    Der Brexit wird gestoppt und die ganze Familie wird ins EU Parlament gewählt. Mit 100 prozentiger Zustimmung
    • Nicholas Fliess 11.03.2019 20:09
      Highlight Highlight Das wäre zu schön! Leider unwahrscheinlich...
  • pontian 11.03.2019 15:18
    Highlight Highlight Der YouTuber CGP Grey fasst das Brexit-Dilemma meines Erachtens in zwei kurzen Videos (3-5 Minuten) sehr anschaulich zusammen.

    Play Icon

    Play Icon
  • B-Arche 11.03.2019 15:03
    Highlight Highlight In Deutschland, in Frankreich, in Belgien ... überall ist Brexit nur noch eine Randnotiz.
    Man ist bereits überzeugt dass es zum No Deal kommt und hat bereits alles dafür vorbereitet. Sollte das UK Unterhaus wider Erwarten doch dem Deal zustimmen ist es auch Recht.

    Nur in der Schweiz ist das immer das Seite 1 Thema. Als ob man einen Verbundenen sieht im Kampf gegen die verhasste EU. Keine NZZ ohne täglichen Brexit, kein Watson, kein SRF.

    Warum?
    • Electric Elefant 11.03.2019 18:37
      Highlight Highlight Was für Medien konsumierst du denn, um zu so einer Aussage zu kommen? ARD, ZDF, FAZ, Süddeutsche berichten praktisch täglich über den Brexit (von wegen Randnotiz in DE)... Deine Aussage ist zumindest in Bezug auf DE schlicht und einfach falsch!

      Vielleicht hilts ja, wenn man nicht die RTL II News als Massstab nimmt?
  • Cityslicker 11.03.2019 14:54
    Highlight Highlight Ich wage einen Blick in die Glaskugel:
    1. Abstimmung morgen: Mays Deal wird unverändert abgelehnt.
    2. Abstimmung Mittwoch: Parlament votiert erneut gegen No-Deal-Brexit.
    3. 21./22.März: Mindestens ein EU-Land lehnt UKs Antrag auf Verschiebung ab (dies genügt, um ihn zu versenken)
    Dann bleibt May nur noch, 4.) den Brexit-Antrag zurückzuziehen (und selbst zurückzutreten). Anschliessend Neuwahlen / 2. Referendum (ggf. erneuter Austrittsantrag).

    Popcorn, anyone?
    • Gurgelhals 11.03.2019 15:13
      Highlight Highlight Extraportion Popcorn wenn es bei Punkt 3 dann die Spanier sind, welche kommen und sagen: "Nun, prinzipiell haben wir nichts gegen eine Verschiebung. Aber dann wollen wir natürlich auch nochmals über Gibraltar reden... ;-)"

      Zur Erinnerung: In Spanien finden Ende April vorgezogene Neuwahlen statt. Wenn sich Sanchez da im Wahlkampf noch etwas profilieren möchte, wäre das die Steilvorlage schlechthin.
    • franzfifty 11.03.2019 15:16
      Highlight Highlight Ne Menge Popcorn. Bringe auch was mit. Das Sofa hat genug Platz oder?
    • Amboss 11.03.2019 15:21
      Highlight Highlight Meine Glaskugel sagt dies:
      1., 2. dito
      3. Der Brexit wird verschoben, es findet sich eine Mehrheit dafür im Parlament - aber nicht schon am 21./22. März (viel zu früh), eher am 29. März um 22 Uhr. Seitens der EU gibt es keinen Widerstand dazu
      4. Frau May tritt zurück
      5. Aus aufgeschoben wird aufgehoben. Ausser ein paar Extremen Brexiteers welche aber zu wenig Schlagkraft haben, hat niemand mehr wirklich den Willen, das Thema anzupacken. Ab und zu taucht es mal wieder in der Diskussion auf, nur um sofort wieder zu verschwinden...

    Weitere Antworten anzeigen
  • Gurgelhals 11.03.2019 14:52
    Highlight Highlight Und die Regierung May so:

    “Wir wissen nicht was wir wollen, aber was immer es auch ist: Wir wollen es nicht. Und sowieso ist an allem die EU Schuld, weil die uns nicht bedingungslos gegeben haben, was wir wollen. Dabei haben wir ihnen gar nie gesagt haben, was wir wollen, weil wir ja gar nicht wissen, was wir wollen. Und selbst wenn wir es wüssten, würden wir es nicht wollen.”
    • Amboss 11.03.2019 15:10
      Highlight Highlight Aber "Regierung May" finde ich jetzt nicht wirklich zutreffend. Du meinst wohl eher "Mays Parteikollegen im Parlament" (und nebenbei ist auch Labour nicht unschuldig am Schlamassel).

      Frau May hat bestimmt einige Fehler gemacht, aber sie hat einen gangbaren Weg aufgezeigt.
    • Juliet Bravo 11.03.2019 15:38
      Highlight Highlight 😂 gut getroffen!
      Nordirland könntest du dann noch einbauen, das vom ganzen Theater langsam aber sicher Angst hat.
    • lilie 11.03.2019 17:40
      Highlight Highlight @Gurgelhals: Einfach köstlich! 😂😂😂👍

      Ich hätt jetzt aber statt "Regierung May" sogar eher "Grossbritannien" geschrieben. Das ganze Land ist gespalten und alles andere als einig in dieser Sache. Jeder hat andere Gründe und Vorstellungen für oder gegen den Brexit.

      Egal, wer was macht - es wird immer ein substanzieller Teil des Landes dagegen sein. Und somit läufts wohl darauf hinaus, dass einfach irgendwas gemacht wird am Schluss. 🙈
    Weitere Antworten anzeigen
  • fdsa 11.03.2019 14:39
    Highlight Highlight Wie schon ein Mal gesagt, Theresa May hat das beste herausgeholt. Ich denke immer noch, dass die Briten froh um den Austrittsvertrag sein sollten. Sie hat für die meisten Probleme einen moderaten Weg gefunden. Ich kenne die Situation nicht zu 100% aber wenn andere Leute in Brüssel verhandelt hätten, wäre die EU wahrscheinlich seit ein paar Monaten wenn nicht Jahren nicht mehr bereit zu verhandeln. Und was soll May den bitteschön machen, wenn die EU nicht mehr nachgibt? Was hat sie für Druckmittel? Richtig keine. Im Gegensatz zu unserem InstA kommen die Briten sehr gut weg.
    • fdsa 12.03.2019 06:43
      Highlight Highlight Schlussendlich geht es ums selbe. Verhandlungen mit der EU über verschiedenste Verträge mit der EU. Das ach so verhasste Thema, welches Sie ansprechen ist bei mir nicht verhasst. Ich denke das InstA ist ziemlich gut ausgehandelt. Wir sind ein so kleine Land, welches viel geholt hat. Ich erwähne lediglich das GB besser Konditionen erhalten hat. Does ist jedoch klar, mehr Leute, mehr Geld, ehr Militär und sie haben immernoch Amerika als einigermassen Verbpndeten.
      Schöns Tägli
  • rodolofo 11.03.2019 14:28
    Highlight Highlight Ich wette, dass die BritInnen sich für "Abwarten und Tee trinken!" entscheiden und darum den Brexit verschieben werden.
    Wie heisst die berühmte Volks-Weisheit?
    "Verschiebe auf übermorgen, was Du morgen nicht kannst besorgen!"

«Wollte ihm in den Arsch treten» – Churchills Enkel rechnet mit Boris Johnson und Co. ab

Sir Nicholas Soames ist ein in der Wolle gefärbter Konservativer. Doch weil er sich gegen Boris Johnons No-Deal-Brexit stellte, warfen ihn die Tories aus der Partei. Nun findet der Enkel des legendären Kriegspremiers Winston Churchill deutliche Worte.

Der 71-Jährige galt als graue Eminenz der Konservativen Partei: Seit 37 Jahren vertrat Nicholas Soames die Tories im britischen Unterhaus. Er hat die Eliteschule Eton absolviert, diente in der Armee und war in den neunziger Jahren Staatssekretär im Verteidigungsministerium.

Doch weil er und 20 andere Tory-Abgeordnete am vergangenen Dienstag gemeinsam mit der Opposition für ein Gesetz gestimmt hatten, das Premierminister Boris Johnson einen No-Deal-Brexit verbietet, entzog ihm die Parteileitung …

Artikel lesen
Link zum Artikel