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epa06036782 United Kingdom Secretary of State for Exiting the European Union, David Davis (L) is  welcome by Michel Barnier, the European Chief Negotiator of the Task Force for the Preparation and Conduct of the Negotiations with the United Kingdom under Article 50, dubbed the 'Brexit' ahead of a meeting at EU Commission in Brussels, Belgium, 19 June 2017. The first stage of the negotiations concerns the fate of European expatriates in the United Kingdom and Britons settled in Europe, the question of the Irish border and the 'financial regulation' between the United Kingdom and Europe.  EPA/STEPHANIE LECOCQ

Die Standpunkte von Brexit-Minister David Davis (l.) und EU-Unterhändler Michel Barnier liegen noch weit auseinander. Bild: STEPHANIE LECOCQ/EPA/KEYSTONE

Wie die Briten schon heute unter dem Brexit leiden

Die Verhandlungen über den Brexit haben begonnen. Noch immer wissen die Briten nicht wirklich, was sie wollen. Ihre Bevölkerung bekommt die Nachteile eines EU-Austritts bereits zu spüren.



Monatelang hatte es Premierministerin Theresa May wie ein Mantra verkündet: «Brexit means Brexit» – der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union stehe fest. Was aber der Brexit wirklich bedeutet, blieb lange unklar. Und eigentlich wissen die Briten noch immer nicht, was sie genau wollen, obwohl die Austrittsverhandlungen am Montag offiziell begonnen haben.

Rund ein Achtel der zweijährigen «Kündigungsfrist» ist abgelaufen. Auf Seiten der Europäer wächst die Ungeduld. Ihre Delegation, angeführt vom französischen Karrierediplomaten Michel Barnier, ist längst startklar. Das Verhandlungsmandat wurde von den 27 übrigen EU-Ländern verabschiedet. In London hingegen herrschen in Sachen Brexit Chaos und Kakophonie.

Desaster für May – Erfolg für Corbyn

Mit den vorgezogenen Neuwahlen wollte Theresa May sich ein starkes Mandat verschaffen, um notfalls einen «harten» Brexit ohne neue Vereinbarung durchziehen zu können. Der Schuss ging nach hinten los, ihre konservative Partei hat die Mehrheit im Unterhaus eingebüsst. Die neue Konstellation ist ein Rückschlag für die Verfechter eines klaren Bruchs mit der EU.

Auf EU-Befürworter Rücksicht nehmen

Michael Gove, den May nach den Wahlen zum Umweltminister ernannt hat, machte letzte Woche in einem Radiointerview eine bemerkenswerte Aussage. Man müsse in den Verhandlungen auf die Befindlichkeit der EU-Befürworter Rücksicht nehmen. Dabei hatte Gove bei der Abstimmung vor einem Jahr zusammen mit Boris Johnson die «Leave»-Kampagne der Konservativen angeführt.

Laut der Zeitung «Telegraph» soll es Gespräche zwischen der konservativen Regierung und der oppositionellen Labour-Partei über einen «weichen» Brexit gegeben haben. Die Linke unterstützt den Austritt, fordert aber eine starke Anbindung an die EU. Sie wurde bei den Wahlen gestärkt. Labour-Chef Jeremy Corbyn wittert offenbar die Chance, bei baldigen Neuwahlen die Macht zu erobern.

Ganz anders sieht die Gefühlslage bei Theresa May aus. Sie ist eine Regierungschefin auf Abruf. Ihr unsensibles Verhalten nach der Brandkatastrophe im Grenfell Tower, als sie sich beim ersten Besuch weder mit freiwilligen Helfern noch mit Überlebenden traf, hat ihren Mangel an Sozialkompetenz offen gelegt. Er gilt auch als wesentliche Ursache für das Wahldebakel der Tories.

May kann laut britischen Medien nur deshalb vorläufig im Amt bleiben, weil ihre Partei einen Machtkampf um die Nachfolge zwischen den Befürwortern eines «harten» und eines «weichen» Brexit fürchtet. Faktisch aber wirkt die britische Politik führungslos. Dabei machen sich die Nachteile eines EU-Austritts für die Bevölkerung bereits heute zunehmend bemerkbar.

Wirtschaftswachstum

In den letzten Jahren wuchs die britische Wirtschaft stärker als jene auf dem Kontinent. Die von manchen Ökonomen vorhergesagte Rezession nach der Abstimmung vor einem Jahr blieb aus. Für EU-Gegner auch in der Schweiz war dies ein Indiz dafür, dass der Brexit gar nicht so schlimm ist. Nun aber machen sich deutliche Bremsspuren bemerkbar.

Im ersten Quartal 2017 wuchs die Wirtschaft im Königreich nur noch um 0,2 Prozent. Das ist deutlich weniger als erwartet. Gleichzeitig nimmt das Wachstum in der Eurozone an Fahrt auf. Ein anhaltendes Problem ist die schwache Produktivität der britischen Wirtschaft, insbesondere ausserhalb der boomenden Hauptstadt London, die klar für den Verbleib in der EU votiert hatte.

Inflation

epa05289276 (FILE) A file photo dated 25 April 2007 showing customers at a Sainsbury's supermarket in London, Britain.  Supermarket chain Sainsbury's on 04 May 2016 released their preliminary results for the 52 weeks to 12 March 2016, saying sales of general merchandise rose by 3.5  per  cent, with clothing grew sales growing by 8.5 per cent. Sainsbury's Bank also   performed well and achieved a 65 million pound underlying profit and trading  performance supports plans to launch  mortgages. Sainsbury's Bank is in the middle of a transition to a new, more 
flexible banking platform, with total transition costs expected to be between  
340 million and 380 million pounds.  EPA/ANDY RAIN *** Local Caption *** 90030293

Das Einkaufen wird in Grossbritannien immer teurer. Bild: ANDY RAIN/EPA/KEYSTONE

Seit dem Ja zum Brexit schwächelt das britische Pfund. Das freut die Exporteure, doch für die Konsumenten bedeutet dies höhere Preise für Importprodukte. Die Inflationsrate erreichte im Mai mit 2,9 Prozent den höchsten Stand seit vier Jahren. Dies drückt auf die Stimmung der Briten, deren Kaufkraft schwindet. Die Realeinkommen schrumpften im ersten Quartal so stark wie seit 2014 nie mehr. Entsprechend schlecht beurteilen die Briten ihre finanziellen Aussichten.

Arbeitsplätze

Der Brexit könnte zu einer Verlagerung von britischen Jobs in den EU-Raum führen, lautet eine oft gehörte Befürchtung. Nun mehren sich die Indizien. So planen die Banken in der Londoner City offenbar die Verlagerung von rund 9000 Jobs in EU-Finanzzentren wie Frankfurt, Paris oder Dublin. Airbus-Chef Tom Enders drohte letzte Woche mit einem Ende der Produktion in Grossbritannien im Fall eines harten Brexit. Rund 15'000 Stellen wären betroffen.

Das Vertrauen in der britischen Wirtschaft ist seit den Wahlen zusätzlich erschüttert. Der Industrieverband EEF forderte letzte Woche einen Verbleib des Königsreichs im gemeinsamen Markt und in der Zollunion. Die Unsicherheit ist zudem Gift für das Investitionsklima. Deutschland könnte 2017 Grossbritannien als bevorzugter Standort für ausländische Firmen in Europa ablösen.

Zuwanderung

Der Ärger über die starke Zuwanderung war ein wesentlicher Faktor für das Ja zum EU-Austritt. Das hat Folgen insbesondere für den staatlichen Gesundheitsdienst NHS. Nach der Abstimmung ist die Zahl der Pflegekräfte aus der EU, die in Grossbritannien arbeiten wollen, stark gesunken. Im April wurden noch 1304 Neuzugänge registriert, 96 (!) Prozent weniger als im gleichen Vorjahresmonat. Dabei fehlen allein in England rund 30'000 Pfleger.

epaselect epa05959873 Ambulances stand outside an NHS hospital in London, Britain, 12 May 2017. According to a statement by Britain's National Health Service (NHS), several hospitals across England have been hit by a large-scale ransomware cyber attack, causing failures to computer systems.  EPA/ANDY RAIN

Im britischen Gesundheitswesen droht ein Personalengpass. Bild: ANDY RAIN/EPA/KEYSTONE

Das Problem wird verstärkt durch die zunehmende Rückwanderung in die EU. Mehrere Tausend Ärzte und Pflegekräfte haben den NHS seit der Abstimmung vor einem Jahr verlassen. Der britische Ärzteverband befürchtet, dass sich das Problem während den Verhandlungen verstärkt. Viele EU-Bürger fühlen sich sei dem Austrittsentscheid auf der Insel nicht mehr willkommen.

Zugeständnisse an EU-Bürger

Die britische Regierung hat das Problem erkannt. Nachdem sie das Aufenthaltsrecht der EU-Bürgerinnen und -Bürger anfangs als «Pfand» in den Verhandlungen verwenden wollte, ist sie laut Medienberichten von letzter Woche zu umfassenden Zugeständnissen bereit. Dazu gehöre ein vorzeitiges Bleiberecht für rund eine Million EU-Bürger.

Eine besondere Knacknuss in den Verhandlungen bleibt die Grenze zwischen der Republik Irland und dem britischen Nordirland, die heute weitgehend offen ist. Eine Abriegelung will so gut wie niemand, auch nicht die königstreuen nordirischen Unionisten, die eine konservative Minderheitsregierung unterstützen sollen und den Brexit grundsätzlich befürworten.

A motorist crosses over the border from the Irish Republic into Northern Ireland near the town of Jonesborough, Northern Ireland, Monday, Jan. 30, 2017. The British Prime Minister Theresa May is due to meet the Irish Prime Minister Enda Kenny later Monday to discuss Britain leaving the EU. (AP Photo/Peter Morrison)

Anti-Brexit-Plakat an der inneririschen Grenze. Bild: Peter Morrison/AP/KEYSTONE

Damit die Grenze offen bleibt, müssten die Briten in der Zollunion mit der EU verbleiben. Das aber würde ihre Möglichkeit einschränken, neue Freihandelsverträge abzuschliessen. Der EU-freundliche Schatzkanzler Philip Hammond erklärte am Sonntag der BBC, Grossbritannien werde den Binnenmarkt und die Zollunion verlassen. Für den inneririschen Grenzverkehr brauche man möglicherweise eine temporäre Lösung für einige Jahre. Unklar ist, wie diese aussehen soll.

Das Beispiel ist typisch für die Konfusion im Londoner Regierungsbezirk Westminister. Immer mehr zeigt sich, dass der Beschluss zum Austritt einfach, der Vollzug aber ungleich schwieriger ist. Auf Seiten der EU wächst deshalb laut dem «Guardian» die Befürchtung, dass die britische Regierung zu schwach ist, um eine tragfährige Lösung für den Brexit zu erzielen. Am Ende könne es nicht zu einem harten, sondern einem «brutalen» Brexit ohne irgend einen Deal kommen.

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78Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Herbert Anneler 20.06.2017 10:55
    Highlight Highlight Von ferne lässt sich erahnen, was wir in der Schweiz mit der Ablehnung des EWR 1992 verkachelt und verpasst haben. Genau wegen dieses Flops will uns die Rechte weismachen, wir müssten die Unternehmenssteuern gegen null senken, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Wären wir im EWR, hätten wir solche Geschenke an die Reichen auf Kosten der BürgerInnen nicht nötig - zumal nicht Mogelpackungen wie USR3 und evtl. auch USR4. Rechts ist nicht dem Wohl des Landes verpflichtet, sie generieren bloss eine so komplexe Umverteilungspolitik nach oben, dass man vor lauter Bäumen den dunklen Wald nicht mehr sieht.
    • Hustler 20.06.2017 20:56
      Highlight Highlight Links ist aber auch nicht dem Wohl des Landes verpflichtet.
    • Spooky 22.06.2017 05:33
      Highlight Highlight @Hustler
      Genau so ist es. Schaut mal, ihr Linken, wo Moritz Leuenberger gelandet ist. In der Welt der Reichen. Peinlich, peinlich.
  • Oberon 20.06.2017 01:06
    Highlight Highlight Das Problem an der ganzen Geschichte ist halt das unter dem Strich UK sich neu erfinden muss.

    Ob das nun hilfreich war aus der EU auszutreten vermag ich zu bezweifeln.

    Es ist ja nicht so das es auf der "Insel" nicht schon genug Probleme hat.
    Falls tatsächlich viele Unternehmen anfangen die Arbeiter auszulagern, wird ein Spirale los getreten die sich niemand wünscht.
    Nur schon wo der Pfund heute steht dokumentiert den langsamen abstieg.
  • Chääschueche 19.06.2017 22:07
    Highlight Highlight Dann sind wor gespannt wie es aussieht wenn bald das nächste EU Land pleite ist. Gibt ja einen Kandidaten 😈
    • Juliet Bravo 19.06.2017 22:42
      Highlight Highlight Wer?
    • flugsteig 20.06.2017 15:43
      Highlight Highlight Italien?
  • Grundi72 19.06.2017 20:21
    Highlight Highlight Hahaha

    Nice try...

    ...again...
  • Lowend 19.06.2017 18:47
    Highlight Highlight Und der ganze Chor der Rechtspopulisten singt bei jedem kritischen Artikel zum Brexit ihr Liedchen mit dem immer wiederkehrenden Refrain:

    Nein! Nein! Nein!
    Die bösen Medien lügen!
    Was nicht sein darf,
    kann nicht sein!

    Dieses Lied und diesen Refrain hört man ja auch sonst täglich, wenn es um all die anderen Baustellen geht, welche die gut vernetzten Rechtspopulisten und deren neoliberalen Financiers zu verantworten haben.
    • Namenloses Elend 19.06.2017 19:19
      Highlight Highlight Es ist nicht per se falsch gewisse Zeitungsberichte und Zahlen anzuzweifeln. Für mich lautet die Devise auch, dass es zu früh ist für einen umfassenden Bericht. Volkswirtschaftlich betrachtet wird das eine sehr spannende Geschichte werden. Du kannst mich auch einen Rechtspopulisten nennen dafür. 😗
    • Moti_03 19.06.2017 19:22
      Highlight Highlight Ich denke wenn jemand ein Populist ist, dann Du selber lowend. Aber ein sehr linker :-D

      Mehr ist nicht mehr zu sagen. Zuerst mal bei sich selber schauen, so als Tipp ;-)
    • Sorbitolith 19.06.2017 21:41
      Highlight Highlight Populisten jeder Couleur haben Mühe das umzusetzen was sie propagieren, sollten sie am Zuge sein. Neinsagen und motzen ist einfach einfacher als Lösungen zu bieten.
  • rodolofo 19.06.2017 18:43
    Highlight Highlight Einen Teil der Probleme sehe ich in der schizophrenen Grundhaltung der Torys gegenüber dem Staat:
    Einerseits soll der Staat sich aus allem raushalten und freie Unternehmer ohne Regulierungen und Steuerbelastungen quasi anti-autoritär laufen lassen.
    Andererseits soll der Staat die "Leitkultur" verteidigen (bei den Briten ist das zum Beispiel das disziplinierte Schlange stehen.) und sehr autoritär durchgreifen, wenn die Interessen der vermögenden Schicht gefährdet sind.
    Der Staat soll also nichts kosten, aber sehr viel regeln und kontrollieren, ohne zu regeln und zu kontrollieren...
    ???
    • DerTaran 20.06.2017 00:47
      Highlight Highlight Na ja, die linken Populisten sind in vielen auch nicht besser als die Rechten.

      Deshalb, lasst Beiden ihr nutzloses gejammert und bleibt pragmatisch.
    • rodolofo 20.06.2017 07:58
      Highlight Highlight Linke Populisten sind in der Regel Lebenskünstler mit wenig bis Null Einfluss.
      Das macht sie in meinen Augen recht sympathisch.
      Rechte Populisten dagegen jagen schwitzende, in Seriosität signalisierende Nadelstreifen-Anzüge gekleidete Bürolisten vor sich her, indem sie einen mit Fackeln, Mistgabeln, aus dem Kasten geholten Sturmgewehren und Kuhtreiber-Stecken einen Ku Klux Klan - artigen Wutbürger-Mob gebildet haben!
      Gleichzeitig blasen diese übereifrigen Patrioten auf Alphörnern und verbreiten abturnende Behäbigkeit und tödliche Langeweile.
      Auch ein lustiges Bild, aber irgendwie unheimlich...
  • Corahund 19.06.2017 17:31
    Highlight Highlight Was soll jetzt wieder diese Headline?
    Den Briten gehts so gut wie nie und
    ohne EU wirds Ihnen noch besser gehen.
    • Nicholas Fliess 19.06.2017 17:56
      Highlight Highlight Ich liebe Ihren Sinn für Ironie! 😉
    • FrancoL 19.06.2017 18:42
      Highlight Highlight So gut wie nie? Fakten? Habe geschäftliche Beziehungen UK aber da würde kein einziger sagen es gehe im besser den je.
      Natürlich meine eigene Erfahrung nicht die aller Briten, aber doch einiger.
    • Sheepshagger 19.06.2017 19:18
      Highlight Highlight Wenn es ihnen wirklich besser gehen würde, wüsste ich es. Die Briten sind verunsichert und haben zum Teil regelrecht Angst. Der Lohn, den man mittlerweile hier verdient, ist im Vergleich zu den Einkaufspreisen dramatisch tief. Liebe Grüsse eines Schweizers, der in Wales arbeitet und lebt.
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  • statistikus 19.06.2017 17:19
    Highlight Highlight Natürlich liegt es im Interesse der EU, wenn der Brexit den Briten weh macht. Der Austritt aus der EU soll schliesslich keine Schule machen. Darum wird die EU wahrscheinlich in keinen Belangen entgegenkommen.
    • rodolofo 19.06.2017 18:50
      Highlight Highlight Die EU täte gut daran, den Briten jetzt auch entgegen zu kommen, nachdem diese mit der Stärkung von Labor und Corbyn gezeigt haben, dass sie zu einem "weichen Brexit" tendieren!
      Mit einer knallharten "Eisernen Lady" müsste die EU natürlich ebenso knallhart pokern, das ist klar.
      Aber die Situation hat sich stark verändert!
      Möglicherweise wird sich Britannien irgendwann sogar dazu durchringen, den Brexit ganz abzublasen.
      Zum Englischen Humor würde eine solche Kehrtwende jedenfalls passen:
      "Da im Jahre 1 nach Trump sowieso alles absurd geworden ist, können wir auch in der absurden EU bleiben..."
  • klugundweise 19.06.2017 17:00
    Highlight Highlight Aha, und da gibt es Schweizer die wollen auf GB setzen anstatt auf die EU.
  • Wilhelm Dingo 19.06.2017 17:00
    Highlight Highlight Die geschilderten Folgen sind keine Folge des Brexit sondern der Unentschlossenheit der Regierung. Betreffend Pflegekräften gibt es einfache Lösungen: Löhne hoch umd Arbeitsbedingungen verbessern (gilt auch für CH)
    • Wilhelm Dingo 19.06.2017 18:17
      Highlight Highlight @Danyboy: im Altersheim???
    • FrancoL 19.06.2017 18:44
      Highlight Highlight Natürlich könnte man mit höheren Löhnen mehr Arbeitskräfte rekrutieren, doch auch bei den Briten sind die Gesundheitskosten enorm gestiegen, auch bei ihnen verschlingen sie einen nicht kleinen Teil der Einkünfte.
    • Chääschueche 19.06.2017 22:11
      Highlight Highlight Und wer bezahlt denn das? Ich bin für Faire Löhne... aber wenn immer mehr Schweizer Probleme haben ihre KK zu bezahle so denke ich ist der zenit erreicht...
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  • Donald 19.06.2017 16:34
    Highlight Highlight In welchem Land fehlen eigentlich keine Pflegefachkräfte?
    • reaper54 19.06.2017 16:40
      Highlight Highlight Kuba ist meines Wissens diesbezüglich sehr stark.
    • LaPaillade #BringBackHansi 19.06.2017 18:10
      Highlight Highlight Thailand und Philippinen haben auch soweit ich weiss noch genügend.
    • Chääschueche 19.06.2017 22:11
      Highlight Highlight In Entenhausen.
  • FrancoL 19.06.2017 16:33
    Highlight Highlight Was sich in England am Markt abzeichnet folgt einer einfachen Logik, Unruhe verunsichert den Markt.

    Dies zeigt aber auch deutlich, dass die Idee einen Marktsektor, also im vorliegenden Fall die Zuwanderung alleine betrachten zu wollen und damit Politik zu treiben nicht funktioniert und NIE der Grund für einen Alleingang darstellen sollte.

    Ich denke dass es eine lange Zeit braucht bis England sich aus diesem "Schnell-Entscheid" dem Brexit erholen wird. Ich bin mir sicher dass die Nachteile von lange nachwehen werden.
    • Hansdamp_f 19.06.2017 17:32
      Highlight Highlight Du bist Dir "sicher"? Bestimmt bist Du Weltmeister im Kaffeesatzlesen.

      Ich habe keine Ahnung, wie es rauskommen wird, aber den nicht EU-Ländern in Europa (u.a. Schweiz, Norwegen) geht's doch gar nicht mal schlecht... Und viele werden es in GB begrüssen, wenn sie auf dem Stellenmarkt wieder bessere Karten haben respektive weniger ausländische Konkurrenz.
    • MartinArnold 19.06.2017 17:45
      Highlight Highlight @Hansdamp_f
      Ihnen ist schon klar dass es uns nur dank des "noch" guten Verhältnisses mit unserem "Haupt Handelspartner"" EU so gut geht!
      Dass wir praktisch keine Zulassungsbeschränkungen, ob Dienstleistung oder Handel haben!
    • FrancoL 19.06.2017 17:52
      Highlight Highlight @Hansdampf; Wenn Du den Vergleich von Ländern die NIE in der EU waren zu einem Land das aus der EU nach einer längeren Mitgliedschaft verlässt ziehen magst, dann nenne ich dies Kaffeesatz lesen.
      Der Stellenmarkt ist das eine die Markteinbindung ist das andere, das scheinen auch viele in der Schweiz nicht zu verstehen.
      Ich bin mir zB sicher, dass einige unserer Lieferanten NICHT mehr aus UK kommen und das bewusst weil sie uns zu unsicher sind. Gleiches erzählen mir andere die mit UK gute Marktverbindungen hatten. Natürlich sind wir nicht die Welt, aber es sind doch Anzeichen.
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  • Shin Kami 19.06.2017 16:19
    Highlight Highlight Naja seitens der EU wäre ein "brutaler" Brexit gar nicht so schlecht, also im Sinne von Hochkant rausschmeissen. Ich denke die wenigsten Engländer waren sich im klaren darüber, was ein Brexit für sie bedeuten würde. Ich denke nicht dass May sich langfristig durchsetzen kann. Naja wir werden sehen was passiert...
    • mortiferus 19.06.2017 16:52
      Highlight Highlight Wie Du schreibst, wir werden sehen.....Ich glaube niemandem ist klar was ein Brexit schlussendlich bedeutet. Mal ist die Lage 1000 mal zu komplex um etwas vorherzuspekulieren und die Verhandlungen beginnen erst. Ich denke es gibt solche die werden profitieren und soche die verlieren. Wo eine Türe zu geht, geht eine andere auf. Am Schluss wird sich Positives mit Negativem etwa die Waagschale dingsbumsen oder wie man sagt. Das wäre mein Horrorskop.
    • sdv520 19.06.2017 18:00
      Highlight Highlight wirtschaftlich wird ein harter brexit england bestimmt weh tun, imo überschätzen die sich da bzgl. ihrer globaler (wirtschafts-)macht. andererseits würde es ihnen erlauben die immigration vollständig zu kontrollieren.wobei ich aber denke, dass es am schluss irgendeinen kompromiss geben wird, bei dem alle nicht wirklich zufrieden sind, sprich immernoch viel zuwanderung und wirtschaftswachstum +- auf dem jetzigen niveau,nur halt offiziell nicht mehr in der eu.
    • balzercomp 19.06.2017 18:10
      Highlight Highlight Die Hälfte der UK Migration kommt ja aus den ehemaligen Staaten des Commonwealth. Diese Zuwanderer haben ein Recht auf Einwanderung. Nur gehe sie immer wieder "vergessen".
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  • saukaibli 19.06.2017 15:49
    Highlight Highlight Wenn Rechtspopulisten Abstimmungskampf betreiben, stellen sie immer alles als so einfach dar. Wenn sie ihre Versprechen dann umsetzen müssen, sieht die Welt dann ganz anders aus. Ich frage mich, lügen die ihre Wähler einfach arschkalt an oder sind sie selber so saublöd und sehen die Konsequenzen ihres Handeln nicht? Ich tippe mal auf ersteres, frage mich dann aber, wie Wähler so dämlich sein können, den Populisten immer wieder auf den Leim zu gehen.
    • Sandro Lightwood 19.06.2017 16:53
      Highlight Highlight Klingt halt alles so toll und einfach...
    • Ass 19.06.2017 17:39
      Highlight Highlight Der Trick liegt halt dabei die dummen Wähler zu mobilisieren
    • Enzasa 20.06.2017 02:27
      Highlight Highlight Siehe Trump

      -ohne Worte-
  • incorruptus 19.06.2017 15:44
    Highlight Highlight Der erste Fehler der Briten war der Eintritt in die EU. und nun folgte der zweite Fehler.. dee Austritt aus der EU.

    Grossbritannien war einst ein unglaubliches Herrschaftsgebiet und seht doch was die ganze EU-Kontinentalisierung angerichtet hat 😔😢
    • klugundweise 19.06.2017 16:58
      Highlight Highlight Carmo:
      subtio zurück in den Geschichtsunterricht!
      Das gloriose Britannien lebte von den unterdrückten Kolonien. Die Folgen davon sieht man heute noch.
      Dann ging es vor der EU bergab und gemeinsam mit der EU wieder leicht aufwärts.
    • Sheriff_Rooster_Cockburn 19.06.2017 17:01
      Highlight Highlight Als England 1973 der EU beitritt, hatte sie schon längst Ihren Glanz verloren und die Wirtschaft lag am Boden.
    • dmax 19.06.2017 17:34
      Highlight Highlight carmo, wie kann man nur in zwei sätze so viel mist schreiben?
      trump abgeschaut???
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Die vergessenen Jahre des Terrors: In den 70ern und 80ern zogen Terroristen eine Blutspur durch Europa

Weltweit gab es seit 1970 über 156'000 Terroranschläge. In der Schweiz ist seit 20 Jahren niemand mehr einem Attentat zum Opfer gefallen. Doch in den 70er- bis 90er-Jahren ermordeten Terrorgruppen teils Hunderte Menschen jährlich in Westeuropa. Eine Übersicht von 1970 bis Manchester 2017.

Zusammenfassung: In den 70er- bis 90er-Jahren töteten meist europäische Terrorzellen jährlich 100 bis 400 Menschen in Europa. Seit der Jahrtausendwende nehmen die Attentate in Westeuropa und in der Schweiz stark ab. Von 2001 bis 2015 entfielen nur 0,3 Prozent der Terroropfer auf Westeuropa. Hauptsächlich aufgrund der Attentate in Paris und Nizza stieg die Opferzahl zuletzt wieder auf rund 150 Menschen pro Jahr, sprich auf das Niveau der 80er-Jahre. Weltweit nimmt der Terrorismus seit 2005 zu …

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