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Die AfD hält eine Pressekonferenz ab – und alle Journalisten verlassen den Saal

08.05.2018, 21:0109.05.2018, 06:21

Eigentlich wollte die AfD in Brandenburg heute Montag eine Pressekonferenz abhalten. Doch AfD-Fraktionssprecher Andreas Horst kündigte zu Beginn an, keine Fragen des «Bild»-Journalisten Michael Sauerbier zuzulassen.

Sauerbier hatte dem Brandenburger AfD-Fraktions- und Parteichef Andreas Kalbitz vor zwei Wochen kritische Fragen zur rechtsextremen und verbotenen «Heimattreuen Deutschen Jugend» gestellt.

Solidarische Reaktion

Aus Solidarität verliessen alle anwesenden Reporter gemeinsam den Saal und die Pressekonferenz wurde durch die AfD-Vizechefin abgebrochen – ausser den Politikern war niemand mehr anwesend. 

Kurz darauf meldete sich auch der Vorstand der Brandenburger Landespressekonferenz per Twitter und verurteilte den Entzug des Fragerechts scharf.

Die AfD nahm am späten Nachmittag schriftlich zum Vorgang Stellung. Der Parlamentarische Geschäftsführer Andreas Galau sagte, «Beleidigungen des Gastgebers» dürften nicht journalistischer Standard werden. Das Ziel des Verbots sei gewesen, eine vergleichbare Situation zu verhindern. Es handle sich nicht um Zensur, sondern «um die Frage eines respektvollen, professionellen Miteinanders.» (vom)

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35 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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chnobli1896
08.05.2018 21:29registriert April 2017
Ausgerechnet die AFD spricht von respektvollem Miteinander 🙈🤦
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Fabio74
08.05.2018 21:52registriert März 2016
Bravo Journalisten. Solidarität tut not. Gegen Hass und Ausgrenzung
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MyPersonalSenf
09.05.2018 00:33registriert Mai 2018
korrekte Antwort der Journalisten. Respekt!

Bei jeder anderen Partei wäre es aber auch ok gewesen, wenn die Politiker den Saal verlassen hätten weil dort ein Bild-Journalist sitzt :-P (hihi).
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