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epa05431095 Firefighters stand at a road block in Wuerzburg, Germany, 18 July 2016. Reports state that a man allegedly wielding an axe injured multiple passengers on a regional train in Wuerzburg.  EPA/Karl-Josef Hildenbrand

Feuerwehrmänner stehen an einer Strassenblockade bei Würzburg: Ein 17-jähriger Afghane hat in einem Zug mehrere Personen angegriffen. Bild: EPA/DPA

Angriff in Würzburg: «IS» verbreitet angebliches Drohvideo des Angreifers +++ Grünen-Politikerin erklärt ihren Würzburg-Tweet

Ein 17-jähriger Flüchtling aus Afghanistan hat am Montagabend in Bayern mit einer Axt und Messern Fahrgäste in einem Regionalzug attackiert und dabei drei Menschen schwer verletzt. Die Polizei erschoss den Täter auf der Flucht. Die aktuellen Erkenntnisse im News-Ticker.



Liveticker: Attacke in Würzburg

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20:16
Tod eines Freundes sei laut Behörden mögliches Motiv
Die Echtheit dieses angeblichen Videos vom Zug-Attentäter nahe Würzburg ist laut deutschen Sicherheitsbehörden noch unklar: Zunächst mochte man den Ermittlern zufolge nicht bestätigen, dass es sich bei dem Mann im Internet-Video der Extremistenorganisation IS um den Zug-Attentäter vom Montagabend handele. Bislang gebe es keine Anhaltspunkte dafür, dass der 17-Jährige tatsächlich in Verbindung mit dem sogenannten Islamischen Staat gestanden habe.
Die Ermittler sagten, möglicherweise sei die Nachricht vom Tod eines Freundes in Afghanistan ein Motiv für die Tat des 17-Jährigen gewesen. Diese Nachricht habe den Heranwachsenden mit offenbar islamistischen Motiven am Samstag erreicht. (reuters)
radar-reuters  Die Echtheit dieses angeblichen Videos vom Zug-Attentäter nahe Würzburg ist laut deutschen Sicherheitsbehörden noch unklar: Zunächst mochte man den Ermittlern zufolge nicht bestätigen, dass es sich bei dem Mann im Internet-Video der Extremistenorganisation IS um den Zug-Attentäter vom Montagabend handele. Bislang gebe es keine Anhaltspunkte dafür, dass der 17-Jährige tatsächlich in Verbindung mit dem sogenannten Islamischen Staat gestanden habe.Eine dem sogenannten IS nahestehende Agentur hatte
17:57
Grünen-Politikerin bereut Würzburg-Tweet
Renate Künast kritisierte die Todesschüsse auf den Attentäter von Würzburg, danach hagelte es Vorwürfe. In einem E-Mail an die Nachrichtenagentur dpa erklärte die Politikerin nun ihren Tweet. «Ein Tweet ist offenbar viel zu kurz, um auf so eine gewalttätige Attacke angemessen zu reagieren», teilte Künast mit.
Die Fraktionsvorsitzende von Buendnis 90/ Die Gruenen, Renate Kuenast, aufgenommen am Donnerstag (18.11.10) in der Zentrale der Nachrichtenagentur dapd in Berlin - Mitte. Kuenast haelt nichts von der Einfuehrung der umstrittenen Vorratsdatenspeicherung angesichts der erhoehten Terrorgefahr in Deutschland. Die Forderung von Berlins Innensenator Ehrhart Koerting (SPD) und anderen sei "definitiv der falsche Weg", sagte Kuenast am Donnerstag im dapd-Interview in Berlin. "In so einer Situation muss sich der Rechtsstaat beweisen", mahnte sie. (zu dapd-Text) Foto: Clemens Bilan/dapd
Damit stellt sie die Form ihres Statements rückblickend in Frage – ohne sich dafür explizit zu entschuldigen. In der Sache legt Künast nach. «Fragen nach dem Einsatz der Waffen gehören dazu, und ich werde sie weiter stellen», schrieb die Grünen-Politikerin weiter. Auch die Landeskriminalämter und die Justiz täten dies. Die von ihr ausgedrückte Sorge um die Verletzten sei ehrlich empfunden. Sie hoffe, dass keine schlimmen Folgen für die Opfer entstünden. «Das steht im Vordergrund.»
16:55
Angreifer soll Todesnachricht eines Freundes erhalten haben
Bei der Pressekonferenz in Würzburg bestätigt der leitende Oberstaatsanwalt Erik Ohlenschläger, Oberstaatsanwaltschaft Bamberg, dass ein Ermittlungsverfahren gegen den 17-jährigen Afghanen eröffnet wurde, wegen versuchten Mordes in fünf Fällen und gefährlicher Körperverletzung.

Der Minderjährige soll am Samstag vor der Tat die Nachricht erhalten haben, dass ein Freund von ihm in Afghanistan ums Leben gekommen ist, sagte Ohlenschläger.
16:52
«Amaq»: Das ist die Quelle des Videos
Das Video, das den Attentäter von Würzburg zeigen soll, wurde von der IS-nahen Nachrichtenagentur «Amaq» veröffentlicht. Die Identität des Videos ist bislang nicht bestätigt.

«Amaq» hat allerdings auch zuerst über Verbindungen der Brüsseler Attentäter zum IS berichtet und hat nun als erste die Zugattacke von Würzburg in einen Zusammenhang zum «Islamischen Staat» gebracht. Wie die ARD schreibt, ist der Ton der «Amaq Agency» kühl und sachlich – und das aus Kalkül.

«Amaq» wolle mit dem Auftritt den Anschein erwecken, dass es sich um eine Nachrichtenagentur handelt und nicht um das Sprachrohr des IS. So suche man auf der Webseite denn auch vergebens nach Bilder von roher Gewalt oder leidenden Opfern. Es werde auch nicht von Kreuzfahrern oder Ungläubigen geschrieben, sondern ganz bewusst ein moderater Ton angeschlagen.

Die New York Times schrieb im Januar 2016 über die Bedeutung der Nachrichtenagentur: Die Agentur hat die exklusiven Meldungen (Scoops), weil sie ihre Tipps direkt vom IS bekommt. Für dienenigen von uns, die vom Terrorismus betroffen sind, wurde Amaq ein must-read Medium, jedes Mal, wenn eine Bombe hoch geht. (meg)
16:30
Polizeinotruf zeichnet «AllahuAkbar»-Ruf auf
Gemäss dem Mitteldeutschen Rundfunk MDR hat der leitende Oberstaatsanwalt die Aussagen von Augenzeugen bestätigt, der Angreifer hätte «AllahuAkbar» gerufen.

16:22
«IS» nennt den Täter Muhammad Riyad
Der sogenannte «Islamische Staat» nennt den Angreifer im Video Muhammad Riyad. Die deutsche Zeitung «Welt» identifizierte den Täter zuvor als Riaz A..
16:17
«Tötet die Ungläubigen»
An die islamische Gemeinschaft gerichtet sagt der Mann: «Wann wacht ihr aus eurem Schlaf auf! Gebt den Treueid an den Amir der Gläubigen Abu Bakr al Bagdadi und wandert in die Gebiete des Islamischen Staates aus. Falls ihr nicht nach Syrien oder anderswo auswandern könnt, dann tötet die Ungläubigen in ihren Heimatländern.»
16:15
«Ich werde euch mit diesem Messer schlachten»
Dann wendet sich der Axt-Attentäter mit einer Drohung an die Demokratie: «Und wisset, dass der Islamische Staat mächtig ist. Und er wird eure Parlamente ins Visier nehmen.»

«Ich werde euch die spektakulären Anschläge in Frankreich vergessen lassen», kündigt der Terrorist an. «Ich werde euch bekämpfen, so lange ich lebe. Und ich werde euch mit diesem Messer schlachten. Und eure Hälse mit Äxten durchtrennen.»
16:11
«Ich bin ein Soldat des Kalifats»
Wörtlich sagt der Täter: «Ich bin ein Soldat des Islamischen Staates und beginne eine heilige Operation», in dem Video, das am Dienstag von der dem sogenannten «Islaischen Staat» nahestehenden Nachrichtenagentur Amak veröffentlicht wurde.
ISIS sei in Syrien, Irak, Libyen und Jemen etabliert «und die Soldaten des Kalifats kommen zu euch. Sie werden euch in euren Heimatländern abschlachten. Sie werden in euren Häusern sein, in euren Ländern.»
15:51
Droh-Video vom angeblichen Angreifer aufgetaucht
Der sogenannte «Islamische Staat» soll ein Video veröffentlicht haben, dass den Würzburg-Angreifer vor der Tat zeigt. Darin fuchtelt junger Mann mit einem Messer und spricht Sätze auf arabisch.
Würzburg Attentäter, verpixelt
15:31
Deutsche Politikerin im Shitstorm wegen Würzburg-Tweet
Die Deutsche Grünen-Politikerin Renate Künast setzte nach der Axt-Attacke auf Zug-Reisende einen Tweet ab, der den Einsatz der Spezialeinheit in Frage stellte. Die Polizei reagierte prompt auf den Tweet:




Damit war der Grundstein für den Shitstorm gegen die Politikerin gelegt. Twitter Nutzer werfen ihr vor, nicht auf die Bluttat und die Verletzten einzugehen und Mitgefühl zu zeigen – sondern die Polizei zu hinterfragen.

Richtig deutlich wurde Rainer Wendt von der Deutschen Polizeigewerkschaft bei N24: «Eine ausgesprochen bescheuerte Frage von ahnungslosen Politikern, und das nervt eigentlich auch richtig!», sagte er, die Grünen-Politikerin habe wohl zu viele Krimis gelesen. «Da brauchen wir die parlamentarischen Klugscheisser überhaupt nicht», sagte er an Künasts Adresse.
14:50
Gut integriert und doch radikalisiert
Der 17-jährige Junge, der am Montagabend völlig unvermittelt mit Axt und Messer auf Menschen losging, war ein gut integrierter, gemässigt religiöser Asylsuchender, der bei einer Pflegefamilie lebte. Was ist mit ihm passiert?

Lies mehr zum Täter
14:30
Axt-Attacke in Würzburg – die Bilder
Axt-Attacke in Würzburg
9 Bilder
In einem Regionalzug im deutschen Würzburg ging am Montagabend des 18. Juli ein 17-jähriger Afghane mit einer Axt auf Fahrgäste los.
Zur Slideshow
13:56
Ein Opfer immer noch in akuter Lebensgefahr
Ein Opfer des Angreifers schwebt nach Angaben Herrmanns weiter in akuter Lebensgefahr. Dabei handle es sich um ein Mitglied einer chinesischen Touristenfamilie, die der 17-Jährige in einem Regionalexpress angegriffen hatte. Zuvor war noch von zwei Menschen in Lebensgefahr die Rede gewesen. Wie Herrmann sagte, wurde die chinesische Familie wohl zufällig Ziel des Angriffs.

Insgesamt wurden vier Menschen schwer und einer leicht verletzt.
ATTENTION EDITORS - VISUAL COVERAGE OF SCENES OF INJURY.Blood is seen at the scene where a man with an axe attacked passengers on a train near the city of Wuerzburg, Germany, early July 19, 2016.  REUTERS/Kai Pfaffenbach
12:39
Täter wohnte bei Pflegefamilie
Nach Informationen der deutschen «Bild» handelt es sich beim Täter um einen Flüchtling aus Ochsenfurt. Zuletzt soll er bei einer Pflegefamilie gewohnt haben und vom Kolpingwerk, einem Sozialwerk der katholischen Kirche, betreut worden sein.
12:30
Hinweise auf Radikalisierung, aber kein «IS»-Kontakt
Es gebe Hinweise, dass sich der Angreifer in letzter Zeit radikalisiert hat, sagte Bayerns Innenminister bei der Pressekonferenz, darunter die selbstgemalte «IS»-Flagge und ein Text geschrieben auf Paschtunisch (Amtssprache in Afghanistan).

«Es finden sich jedoch keine Hinweise auf eine Vernetzungen des jungen Mannes mit der Islamisten-Miliz», sagte Joachim Herrmann. Selbst das stärkste Sicherheitskonzept könne solche Taten deshalb nicht ausschliessen.
German Interior Minister Thomas de Maiziere during a Reuters interview in Berlin, Germany July 5, 2016. REUTERS/Joachim Herrmann
12:23
Innenminister: «Wir sind alle sehr geschockt»
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann erklärte bei einer Pressekonferenz am Dienstagmittag: «Wir sind alle sehr geschockt.» Zum Attentäter sagte der Innenminister: «Der Täter ist ein 17-jähriger Afghane, der vor einem Jahr als unbegleiteter Minderjähriger nach Deutschland gekommen ist.»
11:32
Ist die «IS»-Erklärung echt?
Die Echtheit der Erklärung durch die Terrormiliz «IS» liess sich noch nicht unabhängig überprüfen. In ähnlicher Form hatte der IS zuvor die Verantwortung für das Attentat von Nizza übernommen. Eine Erklärung direkt von der Terrormiliz wurde danach bislang nicht veröffentlicht Unklar ist also in beiden Fällen, ob der «IS» dabei nur als Trittbrettfahrer auftritt. (sda)
10:42
«IS» beansprucht Angriff für sich
10:15
Grünen-Politikerin erntet Shitstorm
Die deutsche Grünen-Politikerin Renate Künast hat nach dem Angriff in Würzburg die Reaktion der Polizei hinterfragt. Die Einsatzkräfte hatten den flüchtenden Täter erschossen. Für ihre Frage, warum der Angreifer erschossen worden war, erntete Künast heftige Kritik. Nutzer warfen ihr vor, nicht auf die Bluttat einzugehen und Mitgefühl zu zeigen – sondern den Täter zum Opfer zu machen.

Das ist passiert
Ein 17-jähriger Flüchtling aus Afghanistan verletzte bei einem Angriff in einem Zug in Würzburg vier Menschen schwer und eine Person leicht. Zwei der Schwerverletzten schweben in Lebensgefahr. Die Polizei erschoss den Angreifer, der aus dem gestoppten Zug flüchten wollte. Am Dienstag wurde mitgeteilt, dass im Zimmer des Täters eine handgemalte «IS»-Flagge gefunden worden war. Wenige Stunden später behauptete die der «IS»-Miliz nahestehende Nachrichtenagentur Amaq, der Angriff gehe auf das Konto der Terrormiliz.

Die Polizei geht davon aus, dass der 17-Jährige als Einzeltäter gehandelt hat. Der Afghane war ohne Eltern nach Deutschland gekommen und lebte seit einer Weile im Landkreis Würzburg.

Der Jugendliche sei «brutal auf andere Fahrgäste in der Bahn losgegangen», sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann in einem TV-Interview. Nach Polizeiangaben wurden vier Menschen schwer, aber nicht lebensbedrohlich verletzt. Zudem gab es einen Leichtverletzten. 14 Menschen erlitten einen Schock.

Am Montag teilte Herrmann im ZDF-«Morgenmagazin» mit, dass bei der Durchsuchung des Zimmers des Täters eine «handgemalte ‹IS›-Flagge» gefunden worden sei. Die Erkenntnisse müssten nun «wie ein grosses Mosaik» zusammengefügt werden, um die Motivationslage zu ergründen und um zu klären, in wie weit der Täter «dem islamistischen Bereich zuzurechnen» sei, sagt er. 

Am Montag behauptet die der IS-Miliz nahe stehende Nachrichtenagentur Amak, der Angriff von Würzburg gehe auf das Konto der Terrormiliz.

Vier Opfer aus Hongkong

Vier Opfer der Axt- und Messerattacke stammen aus Hongkong. Es handele sich um eine Familie und einen Freund, berichtete die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf Behörden in der asiatischen Wirtschaftsmetropole. Die Zeitung South China Morning Post berichtete, die Verletzten seien ein 62-jährigen Vater, eine 58-jährige Mutter, eine 27-jährige Tochter und deren 31-jähriger Freund. Der Vater und der Freund hätten versucht, die anderen Mitglieder der Gruppe vor dem Angreifer zu schützen. (spon)

Etwa 25 bis 30 Menschen sassen in dem Regionalzug von Treuchtlingen nach Würzburg, als der Angreifer kurz vor dem Ziel losschlug. Nachdem der Zug per Notbremse im Würzburger Stadtteil Heidingsfeld stoppte, sprang der Täter aus dem Zug und flüchtete.

Ein zufällig in der Nähe bei einem anderen Einsatz tätiges Sondereinsatzkommando habe den 17-Jährigen ausfindig machen können und ihn im Ort gestellt. Er sei daraufhin mit seinen Waffen auf die Polizisten zugegangen. Nachdem er nicht gestoppt habe, sei er erschossen worden.

epa05431115 Police stand by the regional train on which a man allegedly wielding an axe attacked passengers in Wuerzburg, Germany, 18 July 2016. Reports state that a man allegedly wielding an axe injured multiple passengers on a regional train in Wuerzburg. The attacker was shot by police.  EPA/Karl-Josef Hildenbrand

Der Tatort in Würzburg: In diesem Zug fand der Angriff statt. Bild: EPA/DPA

Suche nach Motiv

Innenminister Herrmann sprach von einer «wirklich schrecklichen Tat, wie wir sie so in Bayern noch nicht erlebt haben». Ob es einen islamistischen Hintergrund gebe, sei unklar. Es gebe eine Aussage, wonach der Angreifer «Allahu Akbar» (arabisch für: Gott ist gross) gerufen habe, sagte Herrmann. Dies sei aber noch keineswegs erwiesen.

Auch sei das Motiv des Mannes noch «völlig unklar». Die Polizei gehe davon aus, dass er als Einzeltäter gehandelt habe. Nach ersten Erkenntnissen handle es sich beim Täter um einen unbegleiteten minderjährigen Flüchtling aus Afghanistan.

Im Video: Rettungskräfte und Polizei waren mit einem Grossaufgebot vor Ort

Video: reuters.com

Der 17-Jährige, der ohne Eltern nach Deutschland gekommen sei, habe seit einiger Zeit im Landkreis Würzburg gelebt, in einem Kolpingheim in Ochsenfurt. Zuletzt habe er seit etwa zwei Wochen bei einer Pflegefamilie gewohnt. Die Polizei sei nun intensiv dabei zu ermitteln, wer den jungen Flüchtling erlebt hat und Aussagen über ihn machen kann.

Erinnerung an München

Wegen des Polizeieinsatzes sperrte die Deutsche Bahn am Abend die Strecke zwischen Ochsenfurt und Würzburg. Der Zug stand am späten Abend auf freier Strecke.

German emergency services workers work in the area where a man with an axe attacked passengers on a train near the city of Wuerzburg, Germany early July 19, 2016.  REUTERS/Kai Pfaffenbach

Ermittler im Einsatz bei Würzburg: Noch ist das Motiv des Täters unklar. Bild: KAI PFAFFENBACH/REUTERS

Auf die Frage nach weiteren Gefahren in der Region antwortete Herrmann: «Wir sind jetzt mit massiven Polizeikräften vor Ort.» Er gehe davon aus, dass die Gefahr vorbei sei. Die Menschen in Bayern könnten am Dienstag sicher Züge besteigen.

In einer ersten Reaktion äusserte sich der Vorsitzende der Eisenbahngewerkschaft (EVG), Alexander Kirchner, bestürzt über den Angriff auf die Fahrgäste und forderte eine Überprüfung der Sicherheitskonzepte. «Wir können nach dieser Tat nicht einfach zur Tagesordnung übergehen», erklärte Kirchner.

Der Fall erinnert an eine Messerattacke vor gut zwei Monaten in einer S-Bahn in Grafing nahe München, als ein Mann einen 56 Jahre alten Fahrgast getötet hatte. Drei weitere wurden teils lebensgefährlich verletzt.

Der 27-jährige mutmassliche Täter hatte nach seiner Festnahme wirre Angaben gemacht und war deswegen vorläufig in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden. Nach einer ersten Einschätzung war der Mann aus dem hessischen Grünberg bei Giessen schuldunfähig oder zumindest vermindert schuldfähig. (rar/cma/sda/afp/dpa)

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