International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa07291026 Britain's Prime Minister Theresa May makes a statement at Downing Street in London, Britain 16 January 2019. She won a Vote of no confidence in the government brought about by Leader of the Opposition Jeremy Corbyn after she lost the parliamentary vote on the EU withdrawal agreement.  EPA/NEIL HALL

Theresa May übersteht das Misstrauensvotum und muss nun einen neuen Plan ausarbeiten. Bild: EPA/EPA

«Eigeninteressen hinten anstellen»: May ruft zur Geschlossenheit in Brexit-Frage auf



Die britische Premierministerin Theresa May ruft nach überstandenem Misstrauensvotum das Parlament zur Geschlossenheit in der Brexit-Frage auf. Die Abgeordneten hätten nun klargemacht, was sie nicht wollten, sagte May am Mittwochabend in London.

«Wir müssen konstruktiv zusammenarbeiten, um abzustecken, was das Parlament will», ergänzte sie. Sie habe deshalb Politiker aller Parteien zu Beratungen eingeladen, um einen Weg für eine Lösung.

Auch die grösste Oppositionspartei Labour sollte mit ihr einen neuen Brexit-Ansatz diskutieren. Ihre Türen stünden dafür offen. Zudem sollten die Abgeordneten Eigeninteressen hinten anstellen, um die Hängepartie zu überwinden.

Sie zeigte sich enttäuscht, dass Labour-Chef Jeremy Corbyn sich einem Treffen zunächst verweigert habe. Die Premierministerin betonte: «Unsere Tür bleibt geöffnet.»

Corbyn will nach eigenen Worten erst Gespräche mit May führen, wenn die Premierministerin die «katastrophale Perspektive eines Brexit ohne Abkommen mit der EU ein für alle Mal» ausschliesst.

Beunruhigende Situation

Die britische Premierministerin hält es zudem für ihre Pflicht, Grossbritannien aus der Europäischen Union zu führen. Das sagte May bei der kurzfristig angekündigten Ansprache am späten Mittwochabend vor dem Regierungssitz in London.

Britain's opposition Labour Party leader Jeremy Corbyn speaks during a debate before a no-confidence vote on Prime Minister Theresa May raised by Corbyn, in the House of Commons, London, Wednesday Jan. 16, 2019.  In a historic defeat for the government Tuesday, Britain's Parliament discarded May's Brexit deal to split from the European Union, and May now faces a parliamentary vote of no-confidence Wednesday. (Mark Duffy, UK Parliament via AP)

Jeremy Corbyn Bild: AP/UK Parliament

Sie verstehe, dass die Ereignisse der vergangenen 24 Stunden für die Menschen beunruhigend gewesen seien. «Ich glaube, dass es meine Pflicht ist, die Anweisung des britischen Volkes auszuführen, die EU zu verlassen, und ich habe vor, das zu tun.»

Das britische Parlament hatte sich zuvor hinter May gestellt. Bei dem Misstrauensvotum auf Antrag der Labour-Partei stimmten am Mittwochabend 325 Abgeordnete für May, 306 votierten gegen sie. Labourchef Jeremy Corbyn sagte, die Regierung müsse nun klarstellen, dass es nicht zu einem ungeregelten Austritt aus der Europäischen Union komme. (sda/reu/dpa/afp)

Diese 20 Cartoons fassen das Brexit-Chaos perfekt zusammen

Mehr zum Brexit:

Diese Grafik verschafft dir im Brexit-Chaos den Überblick 

Link zum Artikel

So könnte ein Ausweg aus dem Brexit-Chaos aussehen

Link zum Artikel

Warum die Opposition nicht gegen Theresa May ankommt

Link zum Artikel

Warum die Briten nochmals über den Brexit abstimmen müssen

Link zum Artikel

«The Uncivil War»: Ein Dokudrama erzählt die wahre Geschichte des Brexit

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Emily und Oliver – unsere zwei Briten erklären den Brexit

abspielen

Video: watson/Oliver Baroni, Emily Engkent

Das könnte dich auch interessieren:

Die Influencer der Zukunft sind nicht menschlich – und sind jetzt schon Millionen wert

Link zum Artikel

Roger Federer ein Spielball der Strömung – das könnte zum Problem werden

Link zum Artikel

Kassieren SVP und SP eine Schlappe? 7 wichtige Punkte zu den Zürcher Wahlen

Link zum Artikel

Im 30'000-Franken-Outfit – so rückt Leroy Sané in die DFB-Elf ein

Link zum Artikel

Bye-bye Beno: Wie der ehemalige Gassen-Mönch in die völkische Szene abrutschte

Link zum Artikel

Das sind die 3 typischen Phasen eines Pyro-Vorfalls

Link zum Artikel

Wie Trump im Fall Manafort schachmatt gesetzt wurde

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 17.01.2019 07:14
    Highlight Highlight Der "Plan B" von Theresa May soll also der eigentliche "Plan A" sein?
    Interessant...
    Geschlossenheit wäre sicher durchsetzungsstark und den Verhandlungen mit der EU.
    Die Gretchenfrage dabei lautet halt:
    Welche Art von Geschlossenheit wollen die BritInnen überhaupt?
    Wollen sie geschlossen verschlossen sein?
    Oder wollen sie geschlossen offen sein?
    Das Erste wirkt konsequent, aber extremistisch.
    Das Zweite wirkt ausgewogen, aber unglaubwürdig, weil widersprüchlich...

Jetzt erkennen die Briten langsam den Brexit-Irrsinn – Panik kommt auf

Der Brexit wird für die britische Wirtschaft zunehmend zum Albtraum. So will der Autohersteller Nissan ein neues Modell nicht auf der Insel bauen. Die Regierung erwägt grenzwertige Massnahmen.

Die Industriestadt Sunderland im Nordosten Englands hat 2016 mit 61 Prozent klar für den Brexit gestimmt. In Sunderland befindet sich auch die mit Abstand grösste Autofabrik Grossbritanniens. Der japanische Hersteller Nissan produzierte dort letztes Jahr 442'000 Fahrzeuge. 7000 Personen arbeiten in der Fabrik, weitere 28'000 Arbeitsplätze sind von ihrem Wohlergehen abhängig.

Umso grösser war der Schock, als Nissan-Europachef Gianluca de Ficchy am letzten Sonntag ankündigte, die nächste …

Artikel lesen
Link zum Artikel