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Griechenland und Mazedonien, Entschuldigung, Nord-Mazedonien, legen Namensstreit bei 



Greek Prime Minister Alexis Tsipras, background right, and his Macedonian counterpart Zoran Zaev, background left, look on as Greek Foreign Minister Nikos Kotzias, right, and his Macedonian counterpart Nikola Dimitrov sign an agreement on Macedonia's new name in the village of Psarades, Prespes Greece, on Sunday, June 17, 2018. The preliminary deal launches a long process that will last several months. If successful, it will end a decades-long dispute between neighbors Greece and Macedonia _ which will be renamed North Macedonia. (AP Photo/Yorgos Karahalis)

Der griechische Premierminister Alexis Tsipras und sein mazedonischer Amtskollege Zoran Zaev beobachten, wie die Aussenminister der beiden Länder das Abkommen zum Ende des Namensstreits unterzeichnen. Bild: AP/AP

Griechenland und Mazedonien haben am Sonntag eine Vereinbarung zur Beilegung des seit gut einem Vierteljahrhundert andauernden Streits um den Namen Mazedonien unterzeichnet. Die ehemalige jugoslawische Teilrepublik nennt sich demnach künftig Nord-Mazedonien.

Als Gegenleistung will Athen den Weg des Landes zur NATO und in die EU nicht länger blockieren. Die Aussenminister von Griechenland und Mazedoniens unterzeichneten am Sonntag ein vorläufiges Abkommen.

Das im grenznahen griechischen Ort Psarades beim Prespasee unterzeichnete Dokument sieht vor, dass Mazedonien künftig den offiziellen Namen «Republik Nord-Mazedonien» trägt. Es muss noch von den Parlamenten beider Staaten und in einer Volksabstimmung in Mazedonien gebilligt werden.

Proteste gegen das Abkommen

Opponent of the deal between Greece and Macedonia on the latter country's new name _ North Macedonia _ clash with riot police during a protest at the village of Pisoderi, Prespes near the border with Macedonia in northern Greece, on Sunday, June 17, 2018. The preliminary deal signed by the two countries' foreign ministers in the Prespes Lakes area launches a long process that will last several months. If successful, it will end a decades-long dispute between neighbors Greece and Macedonia _ which will be renamed North Macedonia. (AP Photo/Giannis Papanikos)

Zusammenstösse zwischen griechischen Demonstranten und Sicherheitskräften in Pisoderi im Norden Griechenlands. Bild: AP/AP

Am Rande des Treffens kam es zu Demonstrationen gegen das Abkommen mit dem nördlichen Nachbarn. Griechische Nationalisten schwenkten Fahnen und protestierten gegen die Übereinkunft, Sicherheitskräfte setzten Tränengas gegen die Demonstranten ein.

Die griechische Regierung von Alexis Tsipras hatte am Samstagabend wegen des Namensstreits noch eine Kraftprobe im Parlament zu überstehen: 153 Abgeordnete stimmten gegen einen Misstrauensantrag der konservativen Opposition, 127 Abgeordnete dafür.

epa06814777 The flags of Greece (L) and the Former Yugoslav Republic of Macedonian (R) stand at the shores of Lake Prespes near Otesevo, the Former Yugoslav Republic of Macedonia (FYROM), 17 Junie 2018. Prime Ministers from Greece and Macedonia meet in the Prespes lake district, that borders both countries, to sign an agreement aimed at ending a decades-long dispute between their countries. The agreement shall lead to the renaming of Greece's northern neighbour, as well as its EU and NATO entry.  EPA/Nake Batev

Bild: EPA/EPA

Die konservative Oppositionspartei Nea Dimokratia (ND) wollte mit dem Antrag verhindern, dass die im jahrzehntelangen Namensstreit mit dem Nachbarstaat Mazedonien ausgehandelte Kompromisslösung in Kraft treten kann.

Beispielhaftes Abkommen

An der Unterzeichnungszeremonie vom Sonntag waren auch die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini, EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn sowie Vertreter der UNO anwesend. Die Zeremonie wurde direkt im Fernsehen beider Nachbarstaaten übertragen.

«Wir machen einen historischen Schritt», erklärte der griechische Regierungschef Tsipras. Ein neues Zeitalter der Kooperation und der Stabilität beginne für die beiden Nachbarstaaten.

Dem schloss sich der mazedonische Ministerpräsident Zoran Zaev an: «Unsere Staaten lassen die Vergangenheit zurück und schauen in die Zukunft.» Beide Regierungschefs betonten, dass dieses Abkommen ein Muster dafür sei, wie Streitigkeiten dieser Art überwunden werden könnten.

Mazedonien grenzt im Süden an die griechische Region gleichen Namens. Griechenland spricht dem Nachbarland das Recht auf den historischen Namen Mazedonien (griechisch: Makedonía) ab. Aus diesem Grund blockiert bislang Athen den Beitritt Mazedoniens in die NATO und die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union. (wst/sda/dpa/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • PaLve! 18.06.2018 13:20
    Highlight Highlight 2/2
    (als Bulgarien in die EU beitrat, hat es aus Rücksicht zur Politik übrigens Mazedonien trotz historischer Differenzen als Staat anerkannt)

    Trotzdem, wollen die Mazedonier einen eigenen Staat mit einem Namen, der ihnen passt, soll das möglich sein, ohne dass andere EU(!)-Länder sie in Druck versetzten.
  • PaLve! 18.06.2018 13:19
    Highlight Highlight 1/2
    Das so etwas auf politischer Ebene nicht gerecht ist, sollte klar sein.
    Jedoch hat dieser Streit kulturell gesehen sehr wohl seine Berechtigung. Mazedonien gab es als souveräner Staat so gar nie. Die Kultur und Geschichte Mazedoniens ist bulgarisch und der Name griechisch.
    Das der Staat Mazedonien, den es vorallem dank Nachkriegsverhandlungen zwischen der UdssR und Jugoslawien gibt, so auf ein kulturelles Unverständnis der Griechen stosst, ist nachvollziehbar.
  • Luca Brasi 17.06.2018 19:37
    Highlight Highlight Es gab auch einmal ein Nord-Vietnam. Das übernahm dann aber später ganz Vietnam. Achtung, Griechenland! 😜
    • Schlange12 17.06.2018 22:43
      Highlight Highlight Nur leider sind das Griechen!! Die machen was sie wollen. Lies einmal nach wie viel mal die belager, besetzt wurden. Sogar in der jezigen Türkei gab es Grichen die zwangsumgesiedelt wurden. Die haben sich mit den Türken oder Osmanen die Köpfe die ganze Zeit eingeschlagen. Darum haben die sich auch nicht sogärne!
  • infomann 17.06.2018 17:30
    Highlight Highlight Einfach immer streiten und Radau manchen.
    Bis es wieder Krieg gibt wegen solchen Kleinigkeiten.
  • AlphaEpsilon 17.06.2018 14:54
    Highlight Highlight Hallo Watson

    Es muss bitte heissen: Griechenland und FYROM einigen sich auf den Namen Nord Makedonien.
  • Knety 17.06.2018 13:03
    Highlight Highlight Was würde Alexander sagen?
    • Knety 17.06.2018 15:32
      Highlight Highlight Soviel ich weiss war es ihm sehr wichtig als Grieche zu gelten. Die Athener wollten ihn nicht als Griechen akzeptieren.
    • Knety 17.06.2018 23:37
      Highlight Highlight Im antiken Griechenland war man entweder Grieche oder Barbar. Ich denke nicht, dass er sich als Barbar sah. Später fühlte er sich der persischen Kultur Ev. näher als der griechischen. Wer weiss.
  • Abel Emini 17.06.2018 12:36
    Highlight Highlight Bin gar nicht zufrieden. Nicht mit den slawischen Mazedoniern oder den Griechen sondern mit den albanischen Parteien im Land. Konnten sie wenigstens nicht den Zusatznamen "Ostalbanien" aushandeln!

    Werde auf jedenfall gegen diesen Namen stimmen.
    • Bert der Geologe 17.06.2018 12:59
      Highlight Highlight Oder Südbalkanesien
    • Neruda 17.06.2018 13:26
      Highlight Highlight Und Südserbien sowie Ostbulgarien nicht zu vergessen!
    • _kokolorix 17.06.2018 16:11
      Highlight Highlight Ja, ist schon deprimierend wenn ein lächerlicher, jahrzehntelanger Streit ohne Blutrache und Gewalt überwunden wird. Einfach so. Völlig inakzeptabel!
      ** Vorsicht, kann Spuren von Ironie enthalten **
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