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ABD0005_20160617 - WIEN - ÖSTERREICH: Autorin Stefanie Sargnagel am Donnerstag, 09. Juni 2016, im Rahmen eines Interviews mit der APA - Austria Presse Agentur in Wien. - FOTO: APA/GEORG HOCHMUTH

Stefanie Sargnagels Kampfmontur besteht aus Ironie und Übertreibung.  Bild: APA

Wütende Österreicher fordern Tod und Zwangssterilisation für die «Katzentreterin»

Die Autorin Stefanie Sargnagel ist es gewohnt, gehasst zu werden. So krass wie jetzt war es allerdings noch nie. 



Österreich hat ein «Babykatzengate». Im Ernst. Aber vor dem Ernst kommt die Ironie. Und eine Boulevardzeitung, die davon keine Ahnung hat. Weshalb sie seit Tagen gegen drei junge Frauen hetzt.

Aber fangen wir am Anfang an. Im Januar. Stefanie Sargnagel (bürgerlich heisst sie Sprengnagel, 31), Lydia Haider (32) und Maria Hofer (30) suchen sich eine billige Bleibe, um ein paar Tage lang gemeinsam an ihren neuen Büchern zu schreiben. Sie entschliessen sich für ein Haus in der marokkanischen Stadt Essaouira. Viele haben dort schon vor ihnen gekifft und Kunst gemacht.

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Sargnagel, Hofer und eine unbekannte Dritte in Essaouira.   bild: via facebook/stefanie sprengnagel

Sargnagel ist die berühmteste. Sie hat aus Facebook-Posts und ihren Erfahrungen als Callcenter-Angestellte Romane gemacht, auf die auch Männer, die sonst nur «Top Gear» lieben, stehen (zum Beispiel unser Patrick Toggweiler). Sie ist sehr deftig und unerschrocken. Bevor sie nach Marokko reisen, tun sie und Haider, was Kulturschaffende eben so tun: Sie füllen einen Antrag auf Reisekostenbeteiligung aus. Beide erhalten von Österreich 750 Euro

Aus Marokko schreiben sie für die Zeitung «Der Standard» ein Reisetagebuch, das am 25. Februar erscheint. Es ist nicht der genialste Text, aber er ist lustig. Total überzeichnet. Politisch unkorrekt. Und: Er ist Fiktion. Satire. 

Aus Sargnagels Reisetagebuch

5. Jänner 2017: «Lydia ist die einzige Vegetarierin in der Gruppe, aber im Unterschied zu den anderen VegetarierInnen, die ich kenne, ist sie es nicht, weil sie Tiere liebt, sondern weil sei Tiere zutiefst hasst. Heute hat sie eine Babykatze zur Seite getreten, mit der Behauptung, sie habe Tollwut, danach biss sie selbstzufrieden in eine vegetarische Crêpe.»

7. Jänner 2017: «Nach meiner persönlichen jahrelangen Kifferabstinenz haben wir gestern Abend gemeinsam Haschisch geraucht ... Danach haben wir ‹Ich packe meinen Koffer› gespielt. Aber jeder von uns packte in den Koffer ‹ein Gramm Hasch›. So unterhaltsam! Nur Lydia lachte als Einzige nicht. Ich glaube, heute hat sie sieben Flaschen Wein getrunken. Maria hat mit dem Surflehrer geschmust.»

8. Jänner 2017: «Dieser Urlaub ist toll. Als Frauen in den besten Jahren sind wir aber etwas enttäuscht über den Umgang mit uns. Minirock, Rausgehen ohne BH, roter Lippenstift ringen den Bewohnern Essaouiras nur hin und wieder ein desinteressiertes «Bon jour» ab, und wenn wir uns spätnachts willig zu ihnen an den Strand setzen, wollen sie eingeraucht Uno spielen. Der Kölner Hauptbahnhof hat echt zuviel versprochen.»

11. Jänner 2017: «Heute hat Lydia dreizehn Flaschen Wein getrunken. Maria hat mit dem Muezzin geschmust.»

Aus dem «Standard»

Es dauert ein paar Tage, doch dann platzt Richard Schmitt, dem Online-Chef der «Kronen Zeitung», das Totenkopf-Halstuch. Er schreibt – und dies am Frauentag! – «über eine ‹Literaturreise› nach Afrika samt Hasch, Alkohol und Tierquälerei – auf Kosten der Steuerzahler».

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Richard Schmitt. bild: via twitter/RichardSchmitt2

«Zwei mittelbekannte und mittelbegabte österreichische Autorinnen und eine noch unbekanntere deutsche Schriftstellerin jetten» da nach Afrika, und «wir Steuerzahler» blechen «mit 1500 Euro» für «das zehntägige Besäufnis, das Katzentreten sowie eine Muezzin-Schmuserei». Und daneben die wahren Opfer der Silvesternacht von Köln! Die irgendwie mit «Wiens Frauenhäusern» kurzgeschlossen werden. Wow. 

Das Schlimme: Die Zeitung legt nach. Und nach. Und nach. Der Journalist Fritz Kimeswenger veröffentlicht in der Kärntner Ausgabe der «Krone» Sargnagels Adresse in Klagenfurt, wo sie gerade als (natürlich subventionierte) Stadtschreiberin arbeitet, nennt sie «Fäkalautorin» und preist sie als «willig» an. FPÖ-Anhänger  – Sargnagel ist eine äusserst umtriebige FPÖ-Gegnerin – pöbeln mit. 

Bild

Fritz Kimeswenger. bild: via twitter

Hass-Kommentare von «Krone»-Lesern

«Warum werden solche volksverräter nicht an die wand gestellt? Wär ein guter henker ...»

«Es ist Wahnsinn und so etwas darf sich frei bewegen was ich mir sonst noch denke und dem kranken Hirn wünsche kann ich hier aber nicht schreiben.»

«wos rennt denn bei dera und ihrem Gefolge verkehrt. frustrierte alte Emanzen. die ghearn in a gruam gschmissn mit lauter Vergewaltigern.»

«Einfach unverschämtes linkes Gesindel. Sollten mit denen, die so etwas mit Steuergeldern noch unterstützen, in ein richtiges Arbeitslager gesteckt werden.

«zwangssterilisieren diese drecksau.»

«de is so schiach das ned amoi de notgeilen araber über sie drüba gräeun!»

«Linker genetischer Abfall!»


Rechtschreibung: «Krone»-Leser.

Die Polizei schaltet sich ein. Zwei Twitter-Accounts von besonders bösen Männern werden gelöscht. Der eine war wahrscheinlich eh ein Pseudonym, der andere nicht. Die Jungen Grünen twittern «Je suis Sargnagel». Es gibt eine Petition für die sofortige Entlassung von Kimeswenger. Sein Twitter-Account ist inzwischen gesperrt.

Österreichs prominenteste TV-Journalistin, Corinna Milborn, macht darauf aufmerksam, dass in der gleichen «Standard»- Ausgabe, in der das Marokko-Tagebuch erschien, auch ein Text des niederländischen Schriftstellers Arnon Grünberg mit folgender Passage stand:

«Im Hotel wartete meine Verlobte auf mich. Inmitten der Blutlachen fasse ich den Entschluss, mit ihr Schluss zu machen. Dann überlege ich mir, dass ich sie eigentlich lieber totficken würde. Ich werde aus dem Bett ein Meer aus Därmen, Lungen, Nieren, Blut und Scheisse machen. Ich war noch nie so geil wie im Schlachthaus.»

Kein Mensch fand das pervers. Es ist halt Literatur. Und Männer hatten schon immer solche Fantasien. Frauen manchmal auch. Das war dann eher nicht so erfolgreich. «Und jetzt können wir alle gemeinsam darüber nachdenken, warum es weniger weibliche Comedians und Kabarettistinnen gibt und sich weniger Frauen im Fernsehen und in der ersten Reihe der Politik exponieren. Ein Grund ist, dass man sie nicht lässt», schreibt Milborn.

Bild

Corinna Milborn. bild: AGTT/wikipedia

Stefanie Sargnagels Facebook-Account wird am vergangenen Freitag für 30 Tage gesperrt. Sie beschwert sich auf Twitter. Am Samstagmorgen schreibt ein Herr Fleischhacker auf NZZ.at, der österreichischen Dépendance der NZZ, dass eine, die öffentliche Gelder kassiert, gefälligst nicht jammern soll, wenn sie etwas härter angegangen wird.

Richard Schmitt rastet auf Twitter weiterhin aus – vor Freude über die geile Quote, die Babykatzengate der «Krone» bringt, und vor triefendem Hass gegen Sargnagel. Und dann schaltet sich auch noch ein Verschwörungsfetischist, der Bestsellerautor Thomas Glavinic, ein, mit dem Sargnagel eh schon lang ein Beef hat (er sagt, sie sei ein hässlicher «Rollmops», sie sagt, sein Schwanz sei klein).

Glavinics Computer wird am Wochenende gehackt und die Nackt- und Sexfotos seiner Freundin, die Glavinic halt im Lauf einer Liebe so angefertigt hat, wurden auf einem eigens dafür erstellten Twitter-Account in die Welt hinaus verteilt. Glavinic ist sich sicher, dass Sargnagel die Hackerin ist. Inzwischen ist der Twitter-Account gesperrt.

Und Sargnagel? Lässt sich wie immer nicht den Mund verbieten. Sackt die Übergriffe ein und schlägt zurück. Ihre Rüstung besteht aus den gleichen Materialien wie schon in Marokko: Ironie, Satire, Übertreibung. Selbst ihre Eltern werden lustig als Altnazis verwurstelt (und verstehen dies im Gegensatz zu Schmitt auch nicht falsch).

Natürlich lassen wir ihr das letzte Wort. Und freuen uns, dass sie sich selbst in alledem kein bisschen als Opfer sieht. Jedenfalls nicht gegen aussen. Und dass Facebook am Montagnachmittag, um 16.20 Uhr, ein Einsehen hatte:

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107Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • wipix 15.03.2017 07:27
    Highlight Highlight Ich finde, die Damen haben Ihr Ziel erreicht,indem sie eine Diskussion auslösen und die wirklich "bösen Zungen" wie auf Befehl ihre schmutzigen Gewaltgedanken gezielt offenbaren.
    Was bleibt übrig? Wem dient dies tatsächlich und wer solls bezahlen?
    Ich bin der Meinung, nur Erfolg bezahlt den Künstler, nicht das / sein Selbstverständniss!
  • argus444 14.03.2017 18:38
    Highlight Highlight Skandal ist, dass diese Kulturschnecken auf Kosten der Steuerzahler herumreisen. Aber eben, 99% der österreichischen Kulturbürokraten sind Linke!
    • Quacksalber 15.03.2017 08:21
      Highlight Highlight Hat nicht euer Haider selig Bargeld aus der Staatskasse unter seinen Leuten verteilt?
    • ujay 03.08.2017 11:38
      Highlight Highlight 😂😂😂Uahahaha, die Spiessbuerger fallen doch auf jede noch so kleine Provokation rein.
  • Leon1 14.03.2017 18:25
    Highlight Highlight Wieso muss man jetzt genau einen Geschlechterkampf daraus konstruieren, wenns eigentlich um Kunstförderfelder bzw. "Reisekostenbeteiligung" geht?

    Und: über Kunst lässt sich bekanntlich nicht streiten. Über die Definition von Kunst -im Sinne der Verwendung von Steuergeldern- darf aber durchaus diskutiert werden.
    • SemperFi 15.03.2017 15:26
      Highlight Highlight @böserweisserMann: Frau Sargnagel hat nicht gejammert.
  • Omega 14.03.2017 08:21
    Highlight Highlight Ok verstandane also darf man als frauch sich am Frauen Tag nicht wie ein "Mann" verhalten?

    Ihr wiss ich spreche hier nich von allen Männer sondern dur vom Stereotyen.

    Anyhow man ist keine "echte" Frau wenn man sich besäuft, kifft und Freude am sex haben?

    Ich kiffe, rauche und trinke nicht und sex istceine private sache für mich aber wieso sollten Frauen nich das recht haben mehr zu verkehren?

  • demokrit 14.03.2017 08:15
    Highlight Highlight Kultursubventionen sollte man generell abschaffen. Sie sind nicht gerecht. Und dass damit die Qualität gefördert wird, stimmt auch nicht. Unsere Stadt unterhält auch ein paar solche Kulturwohnungen in fremden Ländern. Viele unserer ganzen sogenannten Kulturschaffenden waren schon einmal dort in den Ferien. Es ist sicherlich nicht am Steuerzahler das zu finanzieren.
    • Graf Von Mai 14.03.2017 08:56
      Highlight Highlight Ja!!! Lasst uns die Kulturförderungsbeiträge komplett streichen und diesen Batzen lieber in 3-4 neue mächtige Piranhas zur Verteidigung unseres Landes aufwenden. Die Piranhas saufen zwar ein bisschen mehr wie diese Damen, dafür treten sie weder Katzen noch schmusen sie auf Kosten der Steuerzahler mit wildfremden Männern!
    • demokrit 14.03.2017 09:08
      Highlight Highlight Habe ich nicht gesagt.
    • Alex_Steiner 14.03.2017 09:41
      Highlight Highlight Ein einziger Soldat kostet mehr... und wenn du im Militär warst weisst du was für ein unfähiger Haufen das ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • SemperFi 14.03.2017 07:25
    Highlight Highlight Wie würden die Krone-Leser heute wohl auf den Klassiker "Katzen dünsten" reagieren?
    Play Icon
  • pamayer 14.03.2017 06:36
    Highlight Highlight Um Satire als solche zu erkennen ist doch ein Minimum an Denkleistung vonnöten.


    Stelle ich fest.
  • JasCar 14.03.2017 01:06
    Highlight Highlight Das wär sie, die Maslowsche Bedürfnispyramide:
    Benutzer Bild
  • JasCar 14.03.2017 01:05
    Highlight Highlight Wenn ich die Kommentare so lese, und mir das Niveau der Hetzer mal etwas näher betrachte, so erinnert es mich an die Maslowsche Bedürfnispyramide.
    Kultur und Selbstverwirklichung kommen erst als allerletzte Spitze der Bedürfnisse.
    Es scheint mir, als würden viele dieser Angstbeisser in der zweiten oder dritten Etappe der Entwicklung feststecken.
    #Erkenntnis des Tages
    • Schlumpfinchen #notmeus 14.03.2017 11:17
      Highlight Highlight Hetze ist vielleicht etwas übertrieben, aber nur schon dein Nickname ist pures Mimimi. Die meisten Feministinnen wollen einfach Gleichstellung keine Bevorzugung. Dass du dich dadurch gleich angegriffen fühlst, kombiniert mit deinem Nick lässt die anderen so auf dich reagieren.
  • Karl33 13.03.2017 23:31
    Highlight Highlight immerhin muss man den österreichischen zeitungen zugute halten, dass sie solches zeugs noch abdrucken. bei unseren angepassten und politisch korrekten schweizer medien wäre sowas längst in der zensur gelandet.
    • SemperFi 14.03.2017 07:28
      Highlight Highlight Nun gut: Mittelmässige Satire, bluttriefende Reportagen, okay. Aber menschenverachtende Hetzkampagnen in den Kommentarspalten braucht es wirklich nicht.
  • Sapere Aude 13.03.2017 23:28
    Highlight Highlight Finde jetzt diesen fiktiven Reisebericht weder richtig originell noch wirklich literarisch. Umso amüsanter sind die Reaktionen darauf. Jene die sich am meisten echauffieren sind wenn es um andere Themen geht oft auch nicht Kinder der Traurigkeit, wenn es um die Wortwahl geht, was die Reaktionen gerade bestätigen. Selber Schuld wenn man auf eine solch offensichtliche Provokation eingeht.
  • pachnota 13.03.2017 23:10
    Highlight Highlight ehrlicherweise, muss erwähnt weden, dass im Kulturbereich, die "Fördergelder" allzulocker gesprochen werden.
    Unsere "Künstler" sind übersubventioniert. Sowass macht eben dekadent.
    • ujay 14.03.2017 04:08
      Highlight Highlight @Pachnota. Erzähl doch mal Details über leicht zu erhaltende Kultur- Fördergelder,mit Quellenangabe, oder weisst du das nur vom Hörensagen? Dekadent macht im Übrigen vor allem die Infiltration von SVP Gedankengut, wie du zur Genüge beweist. Wenn du eine Ahnung vom Thema hättest, wüsstest du, dass in Kombination mit privater Kulturförderung noch nie in den letzten 20 Jahren so wenig ausgeschüttet wurden wie 2016.
    • pachnota 14.03.2017 06:43
      Highlight Highlight Uiui... komme selbst aus der Branche und weiss aus direkter Erfahrung was "Fördergelder" bedeuten. Allzuoft leider unverschämter Umgang mit Steuergelder.
      Dein Comment erinnert doch nur noch an das chronische Jammern der Bauern.
  • Randy Orton 13.03.2017 23:03
    Highlight Highlight Macht sich die "Zeitung" die solche Hetztexte gegen Menschen schreibt nocht der Volksverhetzung strafbar?
  • Halimasch 13.03.2017 22:06
    Highlight Highlight Krass. Die reinste Hexenjagd! Da frag ich mich nur noch ob wir ins Mittelalter oder in den Faschismus zurück fallen, wenn dass so weiter geht!
    • ujay 14.03.2017 04:11
      Highlight Highlight Der nächste Schritt wäre dann die öffentliche Bücherverbrennung empfohlen, gell Stipps....zum Schutz des national denkenden Bürgers.
    • Tschüse Üse 14.03.2017 05:34
      Highlight Highlight Von Stipps stammen wohl oben einige der genannten Comments auf der Kronen Website.......
  • seventhinkingsteps 13.03.2017 21:56
    Highlight Highlight Aber so wie ich das jetzt verstanden habe geht es den Rechten weniger darum, dass ein Katzenbaby getreten wurde, als dass die Reise vom Staat finanziell unterstützt wurde, weil sie Kulturschaffende sind. Es haben ja schliesslich nur Künstler Geld zu kriegen, welche die österreichische bzw. grossdeutsche Leitkultur zelebrieren und dem deutschen Volkskörper guttun.
    • phreko 13.03.2017 22:11
      Highlight Highlight Neuauflage von "Mein Kampf" wird verlangt! Das germanischste Buch aller Bücher!

      Oder ein Ratgeber wie man Katzenbabies tritt, wäre auch was.

      Mein Highlight wäre noch immer ein Ballermann-Guide, wie man kunstvoll den einheimischen Spaniern vor die Haustüüre kotzt.

      Ich mag den Stil von Sargnagel...
  • seventhinkingsteps 13.03.2017 21:51
    Highlight Highlight Lol das ist fast so gut wie das Gerücht, dass die Antifa für Demos bezahlt wird und mit Reisebussen zum Einsatzort gebracht werden. Genial.
  • elivi 13.03.2017 20:59
    Highlight Highlight Ok also da war ein satire tagbuch blog ding erschienen, ein trottel hatte grad potenzstörungen und hat damit noch andere angesteckt ... Oder so?
    Dabei wollte ich bei dem titel nur wissen ob irgendwelche katzen zu schaden kamen o.o

    • gumpi 13.03.2017 22:52
      Highlight Highlight you made my day 😂
  • echidna prophet des proletariats 13.03.2017 20:40
    Highlight Highlight bizarr
  • Pius C. Bünzli 13.03.2017 20:23
    Highlight Highlight Typisch Boulevardmob
  • Spooky 13.03.2017 20:17
    Highlight Highlight Jetzt weiss ich endlich, wieso es die Österreicherwitze gibt 😖😆😂
    • JasCar 14.03.2017 00:31
      Highlight Highlight So? Dann fragen sie vielleicht mal Frau Spiess-Hegglin, ob ihre Hetzer auch Österreicher sind?
      Sorry, aber dieser Witz war sogar mir zu flach, Herr Spooky...
    • Spooky 14.03.2017 19:02
      Highlight Highlight Sorry, JasCar, aber ich schnalle nicht, was dich an meinem harmlosen Witz nervt.

      Ich persönlich fand ja die Texte dieser jungen Frauen nicht gerade genial lustig. Studentenniveau.

      Aber die Reaktion der Österreicher ist ja geradezu grotesk.

      Da konnte ich nur mit einem Witz reagieren.
    • JasCar 14.03.2017 23:35
      Highlight Highlight Doch doch, ist nicht ganz unwitzig, und genervt hat er mich nicht.... ausser, dass wir in der Schweiz genauso extreme Hetzer haben.
      Scheint also leider kein österreichisches Phänomen zu sein.
  • Gummibär 13.03.2017 19:30
    Highlight Highlight Ich ernähre mich seit einer Woche nur von Grünzeug weil ich Vegetation abgrundtief hasse und mir die Schmerzensschreie der Salatblätter und Broccoliknospen beim Reinbeissen zum Orgasmus verhelfen. Meine Katze schaut interessiert zu.
    • atomschlaf 13.03.2017 19:40
      Highlight Highlight @Gummibär: Nice.

      Ich empfehle Dir, auch einen Antrag auf Reisekostenbeteiligung zu stellen!
    • Spooky 13.03.2017 20:24
      Highlight Highlight @Gummibär
      Heheee !!! Ich empfehle dir ebenfalls, einen Antrag zu stellen für die Reisekosten.
    • phreko 13.03.2017 22:14
      Highlight Highlight Wenn man das eine oder andere Kochbuch schon raus hätte, wäre das durchaus möglich...

      à la, "der letzte Schrei der Datteln?".

      oder

      "wie tönt der Schrei von Cannabis, wenn man ihn anzündet?"
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nicolas Flammel 13.03.2017 19:22
    Highlight Highlight Schon traurig für was für einen Mist man heutzutage Geld vom Staat bekommt.
    • Markus86 13.03.2017 21:18
    • seventhinkingsteps 13.03.2017 21:53
      Highlight Highlight Voll, wenn ich sehe für welche Kinder gewisse Eltern heutzutage Bildungszulagen bekommen.
    • ujay 14.03.2017 04:24
      Highlight Highlight @Nicolas Flammel. Was du dir vorstellst, ist anscheinend eine staatliche Förderung a la DDR. Nur was der Doktrin entspricht, ist erlaubt. Na dann; gute Nacht.
      @7thinkingsteps....na, was was für Kinder von welchen gewissen Eltern....immer etwas im bräunlichen Sumpf stochern😉
  • äti 13.03.2017 19:20
    Highlight Highlight Was für ein schöner Montag - danke für den tollen Beitrag.
  • Madison Pierce 13.03.2017 19:06
    Highlight Highlight "er sagt, sie sei ein hässlicher «Rollmops», sie sagt, sein Schwanz sei klein". Das ist Kunst. Muss man nicht verstehen.

    Man darf sich aber natürlich die Frage stellen, ob Leute von derart unterirdischem Niveau von der Kulturförderung profitieren sollen. Aber das ist die Aufgabe der Österreicher, wir haben genug Skandale in der Kultur.
    • atomschlaf 13.03.2017 19:45
      Highlight Highlight Naja, ist alles relativ... eine Schönheit ist sie nicht eben - es sei denn, man vergleicht sie mit Kimeswenger, der is richtig schiach!
    • Pleep 13.03.2017 21:04
      Highlight Highlight Kimeswenger: geballte männliche moralische Autorität tagsüber, die schnellste Maus von Mexiko bei Nacht :D Natürlich muss der kompensieren!
  • Tom Garret 13.03.2017 18:54
    Highlight Highlight Das ist irgendwie so schräg das es wirklich witzig ist... Minder bekannte Frauen lassen sich eine Reise vom Staat mitbezahlen über die sie einen Reisebericht schreiben der abet wiederum nur fiktiv ist und werden dann angemacht weil man es für wahr hält... Und Watson schreibt darüber ausführlicher als über die wichtigen Themen der Welt 😂
    • Trouble 13.03.2017 20:10
      Highlight Highlight Nur weil du sie nicht kennst, müssen sie nicht "minder bekannt" sein ;-)
    • Grigor 13.03.2017 23:08
      Highlight Highlight Ausführlicher als über die wichtigen Sachen? Einem einzig Text in einen solchen Zusammenhang zu stellen, ist wirklich abdolut seriös. Gratuliere.
  • atomschlaf 13.03.2017 18:31
    Highlight Highlight Hach Gottchen, was für eine Aufregung wegen diesem banalen, ansatzweise amüsanten aber letzlich nur mässig lustigen Textchen.

    Liebe Meckerer und Hater: Get a f*cking life!
    • Lami23 13.03.2017 18:59
      Highlight Highlight Dassrlbe gedacht.
    • Lichtblau 13.03.2017 22:45
      Highlight Highlight Die Romane von Glavinic finde ich grossartig, die Sargnageltexte eher so ... mittel. Aber die Ösi-Kommentarkultur ist schon extrem. Da muss man nicht die Kronezeitung lesen, auch im Standard geht es beinhart zur Sache - oft allerdings auch recht amüsant.
  • RowRow 13.03.2017 18:28
    Highlight Highlight Ooh Gott, Krass! Er schreibt –* und dies am Frauentag!* – «über eine ‹Literaturreise› nach Afrika samt Hasch, Alkohol und Tierquälerei – auf Kosten der Steuerzahler».

    Ist an diesem Tag die Meinungsäusserung von Männern verboten? Er bezieht sich ja nicht auf den Frauentag, sagt das nur am Frauentag. Verstehe ich das richtig? Frauentag ja nix böses zu Frauen sagen, sonst shitstorm oder was?
    • Gähn on the rocks änd röll 13.03.2017 18:59
      Highlight Highlight @amaretro
      kommentare von kommentatoren, die sich bloss selbst entblössen, sind an jedem tag verboten.
    • RowRow 13.03.2017 19:06
      Highlight Highlight würde es gerne von dir hören :) bitte.
    • äti 13.03.2017 19:17
      Highlight Highlight Lieber kein weiterer Versuch, wird bloss unerträglich schlimmer.
  • Crapaud Commun 13.03.2017 18:25
    Highlight Highlight Ich war kürzlich an Stefanie Sargnagels Lesung im Theater der Reitschule und war begeistert. Die Frau nimmt weder sich noch andere besonders ernst und spricht ernste Themen mit einer Art sarkastischen Ehrlichkeit an, die unter die Haut geht.
  • URSS 13.03.2017 18:02
    Highlight Highlight Wenn der Artikel gelesen wird, merkt auch der untalentierte Leser das es ein " schmarrn" ist. Diesen Artikel muss Mann/Frau nicht einmal zweimal lesen so klar ist . Nur schon der Satz das sie Tiere zutiefst hasst, das Babycattreten Minirock
    Und das Muezzinschmusen. Hallo...Dingelingeling
  • Ruefe 13.03.2017 18:00
    Highlight Highlight Awww, ich will mich auf zukiffen und UNO spielen ^^
  • Burdleferin 13.03.2017 17:57
    Highlight Highlight Die Äusserungen sind nun wirklich nichts Grenzüberschreitendes. Nicht lustig, aber auch nichts, worüber man sich zu ärgern braucht. Geld dafür auszugeben, halte ich für ein wenig übertrieben...
  • pun 13.03.2017 17:49
    Highlight Highlight Heil Hysteria!
  • Alnothur 13.03.2017 17:36
    Highlight Highlight Mal abgesehen davon, dass diese Sargnagel eine harmlose Linksaussen-Pfeife ist: warum bekommt sie sowas noch vom Staat bezahlt?!?
    • Walter Sahli 13.03.2017 18:07
      Highlight Highlight Schaffen Sie es, für Ihre Anfrage die Adresse des österreichischen Kulturministeriums selber zu suchen oder brauchen Sie Hilfe? Im letzteren Fall kann ich Ihnen folgenden Tipp geben: www.gidf.de
    • Patrick Felder 13.03.2017 18:24
      Highlight Highlight Der Begriff lautet Kulturförderung. Es mögen ja einige glauben, dass die meisten Schriftsteller mit einer engen Dachkammer und einem Töpfchen fauler Äpfel zufrieden sind, um schreiben zu können, aber dem ist nicht so. Wenn eine Gruppe junger Musiker auf der Bühne eine Flasche Wein runterext und während des letzten Songs wieder auf die Bühne kotzt, stört das keine Sau, wenn die Flasche Wein von Geldern aus dem Kulturförderungsfond bezahlt wurde. Aber wenn eine unbequeme (linke) Schriftstellerin das Geld nutzt für eine Luftveränderung/Inspiration, schäumt das Bünzlitum vor Neid.
    • atomschlaf 13.03.2017 18:41
      Highlight Highlight Man kann sich durchaus fragen, warum Kulturschaffende ihre Vergnügungsreisen nicht aus der eigenen Tasche bezahlen sollen wie der Rest der Welt es tut.

      Ist aber eher eine grundsätzliche Frage und hat nicht viel mit Frau Sargnagel zu tun.
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  • Mnemonic 13.03.2017 17:22
    Highlight Highlight Ich persönlich finde jetzt weder Witze über Tierquälerei noch Gewaltfantasien gegenüber Frauen besonders satirisch. Studentenniveau halt. Aber die Reaktionen darauf liegen sogar noch weit darunter...
    • blobb 13.03.2017 18:32
      Highlight Highlight Oft geht es in der Satire genau um diese Reaktionen, die sehr entlarvend sein können.
  • Hugh_Idiyit 13.03.2017 17:13
    Highlight Highlight War auch kürzlich in Marocco, die Katzen nerven wirklich und ich habs mir auch nicht nehmen lassen.. *kicher*
    • HerrBircher 13.03.2017 18:06
      Highlight Highlight *kicker*
  • Calvin Whatison 13.03.2017 17:08
    Highlight Highlight Hui wie sind die denn drauf!??😂😱
  • Denk nach 13.03.2017 17:03
    Highlight Highlight Das war ja klar, dass "Heute hat sie eine Babykatze zur Seite getreten, mit der Behauptung, sie habe Tollwut" ein shitstorm auslösen wird.

    Die Menschheit ist heute im Umgang mit Tieren generell wesentlich sensibler als zum Beispiel mit Flüchtlingen die im Mittelmeer ertrinken. Da stimmt das Verhältnis nicht mehr ganz.

    PS: Sieht man auch wenn man regelmäßig reist. Familien die in Asien ihre Kinder Strassenhundewelpen streicheln lassen (vergleichbar mit russischem Roulette). Die Leute haben keine Ahnung mehr von Tollwut, deren übertragbarkeit und dem möglichen tödlichen Ausgang.
  • reaper54 13.03.2017 16:52
    Highlight Highlight Auch Satire hat seine Grenzen, sowohl die hier veröffentlichen aussagen der Marokko Reise, sowie der Niederländische Schriftsteller überschreiten diese.
    • Lezzelentius 13.03.2017 16:59
      Highlight Highlight Satire definiert sich dadurch, dass sie Grenzen überschreitet.
    • elmono 13.03.2017 17:10
      Highlight Highlight Ernsthaft?😂😂😂😂
    • blobb 13.03.2017 17:10
      Highlight Highlight Du hast absolut gar nichts verstanden. Hast überhaupt den Artikel gelesen? Oder nur die Überschrift? Wo genau übertritt sie Grenzen?!
      Dein Geschmack, als Definition der Grenze, ist nicht zulässig ;)
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