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Nordkorea

Trug die Killerin des Halbbruders von Kim Jong Un Lol-Pulli

Kam der Tod im «LOL»-Pulli? Mutmassliche Killerin von Kim Jong Uns Bruder verhaftet

15.02.2017, 11:3515.02.2017, 12:11
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In Malaysia ist im Zusammenhang mit dem Tod des Halbbruders von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un eine Frau festgenommen worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde sie am Mittwochmorgen am internationalen Flughafen der Hauptstadt Kuala Lumpur festgesetzt. Sie habe vietnamesische Ausweispapiere bei sich getragen und sei zum Zeitpunkt der Festnahme alleine unterwegs gewesen.

Der 45-Jährige Kim Jong Nam war am Montag auf dem Weg ins Spital gestorben. Südkoreas Geheimdienst geht davon aus, dass zwei nordkoreanische Agentinnen Kim Jong Nam vergiftet haben. Sie hätten Kim am Flughafen von Kuala Lumpur mit einer Giftnadel getötet und seien dann geflüchtet, meldete der Sender TV Chosun unter Berufung auf südkoreanische Regierungskreise am Dienstag.

Kam der Tod im «LOL»-Pullover?

Bereits kurz nach der Tat am Montagmorgen verkündeten südkoreanische Offizielle, dass sich die Ermittlungen auf zwei mutmassliche Agentinnen konzentrieren würden, worauf südkoreanischen und malayische Medien Bilder von Überwachungskameras veröffentlichten.

Video: streamable

Auf den Bildern ist eine Frau in einem weissen Pullover mit der Aufschrift «LOL» zu sehen. «LOL» ist ein im Internet beliebtes Akronym. Es bedeutet «Laughing Out Loud».

Malayische Medien veröffentlichen dieses Fahndungsbild.
Malayische Medien veröffentlichen dieses Fahndungsbild.bild: YouTube/the star online

Auch in den USA vermuten Insider, dass nordkoreanische Agenten hinter der Tat steckten. Der ältere Halbbruder von Kim Jong Un verbrachte viel Zeit im Ausland und äusserte sich öffentlich kritisch über die Familiendynastie in seiner Heimat. Immer wieder hatte es Gerüchte gegeben, er könnte seinen Halbbruder an der Spitze des weitgehend abgeschotteten Landes ablösen.

(tog/sda/reu/dpa)

Kim Jong Un

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Kim Jong Un
Nordkorea hat am 6. Januar 2016 nach eigenen Angaben einen Atomtest durchgeführt. Es habe sich um eine «strategische Entscheidung» unter Leitung des Staatsführers Kim Jong Un gehandelt.
quelle: x02538 / â© kcna kcna / reuters
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