International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Fox-Moderator Tucker Carlson erklärt seinen Ausraster – Fragen bleiben trotzdem



Es war ein Interview zum Vergessen: Der Fox-Moderator Tucker Carlson lud den niederländischen Historiker Rutger Bregman zum Gespräch über Steuern ein. Bregman erlangte Berühmtheit, als er am WEF eine Brandrede gegen die globale Elite hielt. Insbesondere kritisierte er die Steuerhinterziehung und wie das WEF das Thema elegant umschifft.

Die Stimmung im Interview kippte, als Bregman dem Moderator Carlson vorwarf, von Rupert Murdoch – dem Gründer und Inhaber von Fox News – gekauft zu sein. Insbesondere kritisierte Bregman, dass sich Fox News auf Schein-Probleme fokussiere, während man brav über die Steuer-Frage schweige.

In der Folge wurde der Fox-Moderator ausfällig. Bregman solle sich selbst f****n und sei ein Idiot, sagte Carlson. Das Interview war beendet, es wurde nicht ausgestrahlt. Als nun gestern das Interview von Ruptly veröffentlicht wurde, sah sich Fox News zu einer Erklärung gezwungen.

Die Erklärung von Carlson im Video:

Das sagt Carlson zum Vorwurf, gekauft zu sein:

«Aber dann behauptete er, dass meine Firmenbosse mir vorschreiben, was ich zu sagen habe. Und das war zu viel! Jeder, der bei Fox News arbeitet, ist komplett frei in seinem Schaffen. Kein Moderator hat jemals irgendetwas vom Management vorgeschrieben bekommen. Wir haben die totale Freiheit.»

Ein etwas älterer Bericht von «Politico» lässt zumindest Zweifel zu: Gemäss geleakten E-Mails hätten Führungskräfte von Fox News ihren Journalisten vorgeschrieben, gewisse Wörter zu vermeiden.

Zu den Beleidigungen:

«Ich habe ihn einen Idioten genannt, und modifizierte das mit einem vulgären angelsächsischen Begriff, den ich im TV nicht sagen darf. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass der Begriff äusserst präzis war, aber es ist mir nicht erlaubt, im TV so zu reden. Und weil ich das nun gesagt habe, war es nicht mehr möglich, das Interview im Fernsehen zu senden [man kann das «Fuck» ja auch gar nicht zensieren, gell, Tucker?].»

Man könne das Interview im Internet schauen, fährt Carlson fort, aber es seien unangebrachte Worte darunter und dafür entschuldige er sich. Zu seiner Meinung über Bregman steht er aber: «Es [die Beleidigungen] kam aus tiefstem Herzen und ich meinte es exakt so.»

Die Frage, warum Fox News konstant die Steuerpolitik Trumps verteidige, obwohl der Sender immer gegen die Eliten wettert, lässt Carlson unbeantwortet. (jaw)

Fake News – so einfach ist es heutzutage, alle zu täuschen

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Über 19'000 neue Fälle in Deutschland

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Aktuelle Zahlen zum Coronavirus in der Schweiz und der internationale Vergleich

Die Corona-Zahlen für die Schweiz steigen im Moment rapide. Deshalb findest du hier einen Überblick zu allen neuen sowie aktuellen Fallzahlen für die Schweiz und einen Vergleich zu internationalen Daten zu Neuansteckungen mit dem Coronavirus.

Das Coronavirus hält die Schweiz weiterhin in Atem. Die Zahl der Neuansteckung steigt nach neuesten Entwicklungen in den unterschiedlichen Kantonen seit dem August wieder, die zweite Welle in der Schweiz und Europa ist da.

Damit du den Überblick über die sich stetig verändernde epidemiologische Lage behältst, zeigen wir dir hier alle relevanten Statistiken zu den Neuansteckungen, Positivitätsrate, Hospitalisierungen und Todesfällen in den Schweizer Kantonen sowie im internationalen Vergleich:

Am …

Artikel lesen
Link zum Artikel