International
USA

Die Eltern des in Nordkorea verhafteten Otto Warmbier wollen keine Autopsie

FILE- In this June 15, 2017, file photo, Fred Warmbier, father of Otto Warmbier, a University of Virginia undergraduate student who was imprisoned in North Korea in March 2016, speaks during a news co ...
Der Vater des verstorbenen Amerikaner Otto Warmbier.Bild: John Minchillo/AP/KEYSTONE

Otto Warmbiers Eltern wollen keine Autopsie von dessen Leiche

21.06.2017, 03:3221.06.2017, 06:31

Die Leiche des aus Nordkorea zurückgekehrten und wenig später gestorbenen US-Studenten Otto Warmbier wird nicht einer Autopsie unterzogen. Ein entsprechender Wunsch der Eltern werde respektiert, teilte die Gerichtsmedizin am Dienstag im Bundesstaat Ohio mit.

Eine genaue Todesursache könne derzeit nicht festgestellt werden. Es seien äusserliche Untersuchungen durchgeführt worden, weitere Untersuchungen sowie die Sichtung von Unterlagen und Gespräche mit behandelnden Ärzten müssten folgen.

Der 22-jährige Warmbier war zum Jahreswechsel 2015/2016 nach Nordkorea gereist und festgenommen worden, als er zurückreisen wollte. Ihm wurde vorgeworfen, er habe ein Propagandaplakat in einem Hotel abgenommen und damit eine Straftat gegen den Staat begangen.

Im März 2016 wurde er zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt, wenig später fiel er nach Angaben aus Nordkorea ins Koma. Nach seiner Rückkehr in der vergangenen Woche stellten die Ärzte in den USA schwere Hirnschädigungen fest, wie sie durch einen Sauerstoffentzug auftreten können. Warmbier starb am Montag im Kreise seiner Familie. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
19 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Gulasch
21.06.2017 05:02registriert März 2014
Das ist ein zu respektierender, jedoch für mich völlig unverständlicher Wunsch der Eltern.
Meiner Meinung nach müsste eine international renommiertes Team aus Rechtsmediziner eine komplette Untersuchung durchführen und in Folge vor dem internationalen Strafgerichtshof eine Klage gegen Nordkorea eingereicht werden. Auch wenn dies Nordkorea ziemlich am A... vorbeigehen würde!
00
Melden
Zum Kommentar
avatar
Susannah
21.06.2017 06:59registriert April 2016
Als Mutter kann ich diese Entscheidung absolut nachvollziehen.
Als Person, die die öffentlichen Vermutungen und Anschuldigungen der letzten Tage in den Medien gelesen und gehört hat, absolut nicht. Anschuldigungen gegen ein ganzes Land und eventuelle politische Aktionen sollten auf Fakten basieren, und nicht auf irgendwelchen Vermutungen.
00
Melden
Zum Kommentar
avatar
Chihirovocale
21.06.2017 07:43registriert November 2015
Menschlich nachvollziehbar... Wenn man jedoch in den Medien Vorwürfe gegen ein Regime und die Vorgängerregierung im eigenen Land erhebt, sollte man meinen, dass solche Anschuldigungen mit möglichen Beweisen untermauert werden wollen.
Ich glaube mir würde es als Angehörigem keine Ruhe lassen, bevor ich nicht die mir möglichen Mittel ausgeschöpft hätte um zu erfahren was wirklich passiert ist.
00
Melden
Zum Kommentar
19
Ölschock: Trump hat sich im Iran-Krieg böse verplant
Der Ölpreis schoss zeitweise auf über 100 Dollar. Der Welt drohte wie zuletzt 2022 ein Erdölschock. Dann bekam Trump offenbar Angst.
Zehn Tage nach Kriegsbeginn waren die Nachrichten nach wie vor düster. Die USA und Israel bombardieren weiterhin den Iran, während dieser in der Region seine Drohnen niedergehen lässt. So bleibt die Infrastruktur für Öl und Erdgas unter Beschuss. Und der Verkehr durch die Strasse von Hormus blockiert. Der Krieg entwickelt sich somit entlang der schlimmsten Befürchtungen der Analysten – der britische «Economist» nannte diese «das Horrorszenario».
Zur Story